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Veröffentlicht am 14.07.2025

Eine wahnsinnig starke Fortsetzung!

Liga Lexis – Blutrote Tinte
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Meinung:
Beim Auftakt hatte ich ja durchaus einige Kritikpunkte, da ich die Ausgangslage und vor allem die krasse Wendung am Ende aber richtig spannend fand, war ich doch neugierig, wie es weitergeht.

Und, ...

Meinung:
Beim Auftakt hatte ich ja durchaus einige Kritikpunkte, da ich die Ausgangslage und vor allem die krasse Wendung am Ende aber richtig spannend fand, war ich doch neugierig, wie es weitergeht.

Und, was soll ich sagen? Ich bin total begeistert von dieser Fortsetzung. Erneut gibt es einen noch eher undurchsichtigen Prolog und Epilog, die interessant und fesselnd sind, aber bisher noch nicht so viel mit der Haupthandlung zu tun haben. Ich denke, das wird sich dann erst im Abschluss endgültig klären.

Die Haupthandlung setzt kurz nach dem schockierenden Ende von Teil 1 ein. Lady Hamilton, eine wichtige Protagonistin eines Bestsellers (der mir immer noch völlig unbekannt ist) wurde getötet und die Lexis, aber auch die Welt der Migras, ist in Gefahr.

Annie versucht zwar alles, um mit ihren besonderen Fähigkeiten das Buch zu retten, jedoch schafft sie es nicht.

Da der oberste Rat der Migras an die Schule kommt, bekommen die Schüler eine kurze Zeit zum Durchatmen, da sie zu ihren Familien geschickt werden. Für Annie eine tolle Gelegenheit, mal eine Migra-Familie kennenzulernen, da sie mit zu Fitz Eltern darf. Diesen kurzen Ausflug in die Normalität fand ich richtig gut und auch für Annie besonders, da sie dabei einiges über ihre Mutter erfährt.

Leider bekommt dieser Ausflug ein böses und überraschendes Ende und auch danach geht es wirklich wendungsreich und schockierend weiter. Die Handlung hat mich extrem gefesselt und ich war sehr fasziniert von den Ideen und unerwarteten Entwicklungen. Und auch die ruhigeren Momente konnten mich dabei überzeugen, wie z. B. auch der Ausflug in den Limbus, in dem Annie eine ganz eigene Welt und interessante Persönlichkeiten kennenlernt.

Richtig gut hat mir gefallen, dass die Liebesgeschichte fast dreiviertel des Buches kaum eine Rolle spielt. Annie ist keine der Protagonistinnen, die ständig nur an ihren Verflossenen denken und vor sich hin leiden. Sie ist eine Macherin und geht dabei auch Risiken ein. Überraschender Weise sogar ein Risiko, das im Nachhinein durch ihre Fahrlässigkeit für ein wirklich großes Problem sorgt. Auch das fand ich bemerkenswert, dass die Autorin ihre Figur auch mal Verantwortung übernehmen lässt und dabei nicht immer alles glatt läuft. Und sie ist auch keine, die für das Leben eines einzelnen kopflos alles opfert (eine Eigenschaft, die mich ja oftmals total nervt), sondern sie ist auch da bereit Risiken einzugehen und nach Alternativen zu schauen.

Annie als Figur hat mir ja im Auftakt schon gut gefallen und auch hier mochte ich ihre starke, schlagfertige Art einfach gern. Natürlich braucht sie durch die ganzen Offenbarungen auch Halt durch ihre Freunde, aber diese haben sie wirklich gut unterstützt.

Und selbst als die Liebesgeschichte wieder relevanter wird, fand ich das viel besser und glaubhafter dosiert, als im Vorgänger. Den Hauptteil erleben wir wieder aus Annies Sicht, aber es gibt auch kurze Kapitel aus der Sicht von Caspian, die ich durchaus interessant fand.

Das Ende ist wieder richtig krass, auch weil die Autorin weitere Opfer nicht scheut und ich bin schon sehr auf den Abschlussband gespannt, der zum Glück schon im September erscheint.

Fazit:
Diese Fortsetzung war für mich ein richtiges Highlight. Da ich beim Vorgänger doch einige Kritikpunkte hatte, hatte ich das gar nicht so erwartet. Aber die Autorin hat diesen Zwischenband mit einer extrem wendungsreichen, schockierenden und doch durchdachten Handlung versehen, die mich kaum Luftholen lies. Dazwischen gibt es aber auch tolle ruhigere Szenen und Annies sarkastische und selbstbewusste Art kommt auch nicht zu kurz. Besonders toll fand ich, dass die Liebesgeschichte erst sehr spät wieder relevant wird und der Fokus dieses Mal auf dem Rest liegt. Außerdem scheut die Autorin sich auch nicht davor, ihre Protagonistin Fehler machen und sie dafür gerade stehen zu lassen. Für mich gibt es klar die vollen 5 Sterne und eine unbedingte Hör- bzw. Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Ein guter, spannender Abschluss

Teufels Tanz
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Meinung:
Ich muss ehrlich zugeben, wäre „Teufels Tanz“ nicht der Abschlussband der Reihe, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht mehr gehört. Denn, die ersten beiden fand ich leider nur so halb überzeugend. ...

Meinung:
Ich muss ehrlich zugeben, wäre „Teufels Tanz“ nicht der Abschlussband der Reihe, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht mehr gehört. Denn, die ersten beiden fand ich leider nur so halb überzeugend. Dennoch wollte ich jetzt schon wissen, wie alles ausgeht und was es mit dem geheimnisvollen Mörder auf sich hat, der uns ja schon zwei Teile begleitet.

Und ich muss echt sagen, in diesem Teil geht es endlich mal mehr zur Sache und es gibt relativ durchgängige Spannung. Dadurch, dass es dieses mal nur die Morde des „Kuckucks“ gibt und man auch viel mehr aus seiner Sicht erfährt, ergibt nun endlich alles ein stimmiges Gesamtbild. Ich habe schon erwartet, dass sowas ähnliches hinter der ganzen Sache steckt, aber wirklich nur so ähnlich. Denn, das ganze Ausmaß ist mal wieder recht schockierend und ein trauriges Beispiel dafür, was Menschen alles tun, um ihre persönlichen Vergehen geheim zu halten.

Bei der Auflösung des Täters hatte die Autorin durchaus ein paar falsche Fährten parat, aber je weiter die Geschichte voranschreitet, desto eindeutiger wurden die Indizien. Somit fand ich die Auflösung gut und insgesamt sehr mitreißend, da der Täter nun doch auch sehr persönlich, menschlich und auf einer Seite auch nachvollziehbar dargestellt wurde. Und am Ende gab es ein kleines Angebot, bei dem ich mir kurz nicht sicher war, wie Fina sich entscheiden wird.

Aber auch Fina entwickelt sich weiterhin weiter. Sie traut sich, sich im Job mehr durchzusetzen. Dabei macht sie auch ein paar unüberlegte Alleingänge, weshalb ich es besser gefunden hätte, wenn das Ermittler-Team noch mehr als solches agiert, aber im Vergleich zu den ganzen Mobberein in den Vorgängern, war das hier ein richtig normales Zusammenarbeiten.

Und auch in ihrem Privatleben tut sich viel. Sie tut sich zwar immer noch schwer, sich gegen das Ausnützen seitens ihrer Schwester zu wehren, aber auch da gibt es Licht am Ende des Tunnels und auch die Treffen mit ihrem Kollegen Gregor stehen vor einem entscheidenden Punkt.

Als ergänzende Perspektive gibt es dieses Mal noch ein paar kurze Kapitel aus der Sicht von Finas Kollegen Ahmed. Diese fand ich ganz nett, aber unbedingt gebraucht hätte ich sie nicht.

Der Showdown zum Abschluss ist wirklich super spannend und ich fand das Ende sehr passend.

Sprecherin Julia Nachtmann hat wieder gut gelesen und konnte die Stimmungen und Gegebenheiten gut vermitteln.

Fazit:
Ein wirklich guter Abschlussband und definitiv der beste Teil der Reihe. Endlich gibt es die ersehnten Antworten, diese fand ich auch wirklich gut verpackt und die Auflösung mit ein paar falschen Fährten versehen. Die Handlung ist fast durchgängig spannend und ich fand es auch gut, dass der Täter eine sehr persönliche Komponente bekommen hat und eine Bewertung seiner Taten dadurch tiefgründiger wurde. Auch Fina entwickelt sich weiter, und auch wenn sie wohl nie meine Lieblingsprotagonistin werden wird, ist ihr Weg aber nun ganz gut geebnet. Somit vergebe ich solide 4 Sterne und freue mich, dass mich zumindest der Abschluss der Reihe überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Leider erst in der zweiten Hälfte überzeugend...

Böses Licht
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Meinung:
Den Auftakt in diese neue Reihe von Frau Poznanski fand ich im Kern durchaus interessant, wenn auch noch nicht völlig überzeugend. So hatte ich aber doch die Hoffnung, dass sich im 2. Teil mehr ...

Meinung:
Den Auftakt in diese neue Reihe von Frau Poznanski fand ich im Kern durchaus interessant, wenn auch noch nicht völlig überzeugend. So hatte ich aber doch die Hoffnung, dass sich im 2. Teil mehr Spannung einstellt und sich auch die Sache mit dem geheimnisvollen Täter aufklärt.

Beide Hoffnungen haben sich leider nicht erfüllt. Zum einen fand ich den 2. Fall nicht so spannend und brisant, wie den im Auftakt. Es passieren Morde und Drohungen am Theater, aber so wirkliche Spannung kam bei mir dabei leider kaum auf. Die Ermittlungen treten recht lange auf der Stelle und an sich fand ich den Fokus einfach zu sehr auf das Theater gelegt.

Denn auch dieses Mal gibt es neben Polizistin Fina einen 2. Protagonisten, nämlich den Regieassistenten David, aus dessen Perspektive wir auch einen Großteil der Handlung erleben und irgendwie konnte mich diese Perspektive überhaupt nicht fesseln. Seine Gedanken drehen sich zu sehr um seine Gefühle für die Schauspielerin Aurora, die Eifersucht auf andere und den Fokus darauf, wie schlecht er als Assistent behandelt wird.

Aber auch die Ermittlerperspektive konnte mich leider lange nicht fesseln. Das Mobbing von Finas Kollegen Oliver geht weiter und auch sie selbst hat mich im Umgang mit ihrer Schwester nur wenig überzeugt. Ich hatte etwas das Gefühl ein Drama zu lesen, wo die handfesten Krimi-Ermittlungen nur einen Bruchteil des Handlung einnehmen.

Und auch die Perspektive des geheimnisvollen Anonymen ist wieder da. Genauso undurchsichtig und düster wie im Auftakt, auch wenn nun schon ein paar Vermutungen machbar sind, weshalb er diesen Menschen den Tod wünschen könnte. Aber Aufklärung gibt es leider immer noch keine.

Dementsprechend war ich auch echt enttäuscht und schon kurz davor, die Geschichte abzubrechen. Ein wirklicher Segen war der Ortswechsel nach Salzburg und das unerwartete Wiedersehen mit dem Salzburger Ermittlungsduo Beatrix und Florin aus der früheren Krimi-Reihe der Autorin. Es hat Spaß gemacht, die beiden wiederzusehen, zu erfahren, wie es ihnen ergangen ist und vor allem auch ihr Umgang mit Fina und Oliver. Da Fina nun einen Trumpf gegen Oliver in der Hand hat, hat sich dessen Verhalten geändert und es ist möglich, dass ihre Umgang miteinander besser wird.

Auch die Auflösung der Mordfälle hat mir durchaus zugesagt. Es wurde alles von langer Hand geplant und gut durchdacht und war für mich durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht weniger hinterhältig. Somit hat das Ende diesen Krimi wirklich noch herausgerissen.

Sprecherin Julia Nachtmann hat wieder einen soliden Job gemacht und zumindest noch etwas dafür gesorgt, dass ich bei der Stange geblieben bin.

Fazit:
Leider konnte mich diese Fortsetzung erst sehr spät fesseln und unterhalten. Die erste Hälfte fand ich extrem langweilig, die Charaktere nervig und die Handlung oft in Nebensächlichkeiten verloren. Der Ortswechsel nach Salzburg hat der Geschichte sehr gut getan, vor allem das Wiedersehen mit dem früheren Ermittlerduo Beatrix und Florin und der neue Umgang, den die beiden in die Geschichte gebracht haben. Auch das Ende fand ich dieses Mal überzeugender und durchdachter als beim Auftakt. Leider gibt es weiterhin wenig Infos zu dem geheimnisvollen Dritten und ich finde wirklich, dass es langsam an der Zeit wäre, dessen Hintergründe zu beleuchten und aufzudecken. Somit hätte ich für die erste Hälfte 2 Sterne vergeben, für die zweite aber gute 4, weshalb am Ende eine Bewertung von soliden 3 herauskommt.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Im Kern echt unterhaltsam, aber braucht sehr lange um in Schwung zu kommen...

Die Sommergäste
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Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. ...

Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. Auch hier braucht die Geschichte, nach dem schockierenden Prolog, doch recht lang, bis sie in Schwung kommt.

Wir lernen Susan kennen, die frisch in die Familie Conover hineingeheiratet hat. Aufgrund des Todes des Familienoberhaupts kommt die Familie im Ferienhaushaus in Purity zusammen und Susan lernt ihre neue, doch etwas spezielle Familie zum ersten Mal richtig kennen. Dabei verschwindet aber ihre Tochter unter mysteriösen Umständen, was Dedective Jo Thibodeau und auch Maggie Bird und den Martini-Club auf den Plan ruft.

Diese Figuren kennt man ja schon aus Teil eins und auch da haben mich die taffe Polizistin und der ungewöhnliche Club ehemaliger Spione gut unterhalten. Sie sind wirklich besonders und ich mochte auch ihre meist positive, humorvolle Energie, sodass mich einige Situationen doch auch zum Schmunzeln gebracht haben.

Polizistin Jo ist anfangs wieder ganz und gar nicht begeistert, als sich die Rentner in ihre Ermittlungen einmischen, aber mit der Zeit kann sie nicht von der Hand weisen, dass die Ex-Spione doch hilfreiche Methoden haben, um Nachforschungen anzustellen und es auch so gut mit ihr meinen. Ich mochte es echt gerne, wie sich ihre Beziehung zueinander langsam wandelt.

Mein Manko war auch dieses Mal das eher langsame und gediegene Erzähltempo und die vielen Details, die ich nicht immer so ausführlich gebraucht hätte. Klar, einiges ergibt später einen Sinn, aber das hätte es wahrscheinlich auch in gekürzter Form. Die Kunst daran ist aber, dass ich dank der vielen irgendwie humorvollen und leichten Szenen und der besonderen Verhaltensweisen und Ideen der Figuren doch immer an die Geschichte gebunden war und ich mit der Zeit immer dringender Wissen wollte, wie alles zusammenhängt und was hinter allem steckt.

Denn, die Zusammenhänge sind auf jeden Fall viel größer und tiefgründiger als erwartet und lösen auch den Prolog und viele andere Anspielungen gut auf. Am Ende gibt es dann auch noch handfeste Spannung und einen zufriedenstellenden Abschluss.

Und auch Sprecherin Nina Petri fand ich wieder sehr passend und authentisch.

Fazit:
Im Kern wieder eine interessante Fortsetzung dieser speziellen Reihe, rund um einen Club alter Spione. Leider braucht die Geschichte lang, bis sie in Schwung kommt und das Erzähltempo ist einfach extrem gemächlich, weshalb man doch etwas Durchhaltevermögen braucht. Die besonderen Figuren und ihre teils speziellen Verhaltensweisen und Ideen bringen doch auch einiges an Humor mit und das wachsende Vertrauen von Dedective Jo Thibodeau hat mir auch gefallen. Die Details waren mir insgesamt etwas zu viel, aber im Kern extrem interessant und spannend, weshalb ich gegen Ende immer neugieriger auf die Zusammenhänge war und sie so, in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. Das Ende hat mehr Tempo und bietet zufriedenstellende Antworten, weshalb ich mich trotz der Durststrecke am Anfang und zwischendrin insgesamt gut unterhalten gefühlt habe und sehr gute 3,5 Sterne vergebe, die ich bei Portalen mit ganzen Sternen auf- statt abrunde.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Erneut eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung

Amari und der Preis der Magie
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Meinung:

Lang haben wir auf diese Fortsetzung warten müssen, über 2 Jahre und ich muss gestehen, dass ich nicht mehr alle Details im Kopf hatte. Da die Handlung aber nahtlos an Teil zwei anschließt und ...

Meinung:

Lang haben wir auf diese Fortsetzung warten müssen, über 2 Jahre und ich muss gestehen, dass ich nicht mehr alle Details im Kopf hatte. Da die Handlung aber nahtlos an Teil zwei anschließt und es erst nach und nach kleinere Erinnerungsstützen gibt, habe ich anfangs gebraucht um wieder ganz in die Handlung zu finden. Aber mit der Zeit ist dann alles zurückgekommen und ich war wieder sehr gespannt, was Amari und ihre Freunde nun erleben werden.

Und auch dieses Mal wird es wirklich nicht langweilig. Es bahnt sich ein Krieg zwischen Magier und Oberbehörde an. Denn, der Hass aufeinander ist groß und Amari steht als Mitglied beider Welten dazwischen, wird aber von beiden Welten nicht richtig ernst genommen. Trotzdem möchte sie einen Krieg unbedingt verhindern und schießt dabei auch wieder mal ab und an übers Ziel hinaus.

Ich fand es etwas schade, dass sie so wenig Gehör bekommt, aber auch, dass sie dann immer mit dem Kopf durch die Wand will und alle Gefahren außer acht lässt. Dennoch fand ich die Geschichte erneut glaubhaft, unterhaltsam und tiefgründig. Gut gefallen, hat mir, dass dieses Mal der Fokus weg ging, von den ganzen persönlichen Anfeindungen, aber trotzdem gab es natürlich auch Konfliktpotential. Unter anderem auch dadurch, dass Amaris großer Bruder Quinton sie eher raus halten will und Amari das nicht nachvollziehen kann und das sehr an ihrer bisher tollen Beziehung zueinander nagt.

Dennoch fand ich gerade diese bearbeiteten Themen und Botschaften wieder extrem interessant und wertvoll und so spielen natürlich auch Loyalität, Freundschaft und Zusammenhalt wieder eine große Rolle. Und auch die Charaktere, allen voran Amari, müssen sich wieder vielen persönlichen Herausforderungen stellen und sich weiterentwickeln und auch hautnah erleben, was persönliche Entscheidungen für Konsequenzen haben können.

Auch das eh schon interessante und innovative Setting wird in diesem Teil erneut erweitert. Es gibt einige interessante magische Gegenstände, die nochmal ganz frischen Wind in die Geschichte bringen. An sich geht es recht rasant und actionreich zu und der Autor scheut sich auch nicht davor richtige Schocker in die Handlung einzubauen. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder humorvolle und ruhige Momente, auch wenn es davon für mich noch ein paar mehr hätte geben können. Ich fand die Action dieses Mal schon etwas stärker vertreten und hätte mir manchmal noch etwas mehr Ruhe gewünscht.

Am Ende geht es wieder richtig zur Sache und auch wenn ich den Schluss zufriedenstellend fand, bin ich sehr gespannt, was Amari und ihre Freunde sonst noch so erleben werden.

Sprecherin Merete Brettschneider liest wieder sehr überzeugend und mitreißend. Sie hat einfach eine tolle Stimmfarbe und ihre Art zu lesen ist einfach extrem lebendig, dynamisch und passend. Und auch die verschiedenen Figuren in unterschiedlichen Altersgruppen bringt sie wieder alle realistisch zur Geltung.

Fazit:
Erneut eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung mit viel Action, einer guten Plotentwicklung, neuen Magie-Elementen und natürlich auch wieder wichtigen Themen, wie Freundschaft und Verantwortung. An sich ist Amari für mich ab und an übers Ziel hinausgeschossen, aber insgesamt habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf einen weiteren Band. Ich vergebe solide 4 Sterne.

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