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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2025

Leider erst in der zweiten Hälfte überzeugend...

Böses Licht
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Meinung:
Den Auftakt in diese neue Reihe von Frau Poznanski fand ich im Kern durchaus interessant, wenn auch noch nicht völlig überzeugend. So hatte ich aber doch die Hoffnung, dass sich im 2. Teil mehr ...

Meinung:
Den Auftakt in diese neue Reihe von Frau Poznanski fand ich im Kern durchaus interessant, wenn auch noch nicht völlig überzeugend. So hatte ich aber doch die Hoffnung, dass sich im 2. Teil mehr Spannung einstellt und sich auch die Sache mit dem geheimnisvollen Täter aufklärt.

Beide Hoffnungen haben sich leider nicht erfüllt. Zum einen fand ich den 2. Fall nicht so spannend und brisant, wie den im Auftakt. Es passieren Morde und Drohungen am Theater, aber so wirkliche Spannung kam bei mir dabei leider kaum auf. Die Ermittlungen treten recht lange auf der Stelle und an sich fand ich den Fokus einfach zu sehr auf das Theater gelegt.

Denn auch dieses Mal gibt es neben Polizistin Fina einen 2. Protagonisten, nämlich den Regieassistenten David, aus dessen Perspektive wir auch einen Großteil der Handlung erleben und irgendwie konnte mich diese Perspektive überhaupt nicht fesseln. Seine Gedanken drehen sich zu sehr um seine Gefühle für die Schauspielerin Aurora, die Eifersucht auf andere und den Fokus darauf, wie schlecht er als Assistent behandelt wird.

Aber auch die Ermittlerperspektive konnte mich leider lange nicht fesseln. Das Mobbing von Finas Kollegen Oliver geht weiter und auch sie selbst hat mich im Umgang mit ihrer Schwester nur wenig überzeugt. Ich hatte etwas das Gefühl ein Drama zu lesen, wo die handfesten Krimi-Ermittlungen nur einen Bruchteil des Handlung einnehmen.

Und auch die Perspektive des geheimnisvollen Anonymen ist wieder da. Genauso undurchsichtig und düster wie im Auftakt, auch wenn nun schon ein paar Vermutungen machbar sind, weshalb er diesen Menschen den Tod wünschen könnte. Aber Aufklärung gibt es leider immer noch keine.

Dementsprechend war ich auch echt enttäuscht und schon kurz davor, die Geschichte abzubrechen. Ein wirklicher Segen war der Ortswechsel nach Salzburg und das unerwartete Wiedersehen mit dem Salzburger Ermittlungsduo Beatrix und Florin aus der früheren Krimi-Reihe der Autorin. Es hat Spaß gemacht, die beiden wiederzusehen, zu erfahren, wie es ihnen ergangen ist und vor allem auch ihr Umgang mit Fina und Oliver. Da Fina nun einen Trumpf gegen Oliver in der Hand hat, hat sich dessen Verhalten geändert und es ist möglich, dass ihre Umgang miteinander besser wird.

Auch die Auflösung der Mordfälle hat mir durchaus zugesagt. Es wurde alles von langer Hand geplant und gut durchdacht und war für mich durchaus nachvollziehbar, wenn auch nicht weniger hinterhältig. Somit hat das Ende diesen Krimi wirklich noch herausgerissen.

Sprecherin Julia Nachtmann hat wieder einen soliden Job gemacht und zumindest noch etwas dafür gesorgt, dass ich bei der Stange geblieben bin.

Fazit:
Leider konnte mich diese Fortsetzung erst sehr spät fesseln und unterhalten. Die erste Hälfte fand ich extrem langweilig, die Charaktere nervig und die Handlung oft in Nebensächlichkeiten verloren. Der Ortswechsel nach Salzburg hat der Geschichte sehr gut getan, vor allem das Wiedersehen mit dem früheren Ermittlerduo Beatrix und Florin und der neue Umgang, den die beiden in die Geschichte gebracht haben. Auch das Ende fand ich dieses Mal überzeugender und durchdachter als beim Auftakt. Leider gibt es weiterhin wenig Infos zu dem geheimnisvollen Dritten und ich finde wirklich, dass es langsam an der Zeit wäre, dessen Hintergründe zu beleuchten und aufzudecken. Somit hätte ich für die erste Hälfte 2 Sterne vergeben, für die zweite aber gute 4, weshalb am Ende eine Bewertung von soliden 3 herauskommt.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Im Kern echt unterhaltsam, aber braucht sehr lange um in Schwung zu kommen...

Die Sommergäste
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Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. ...

Meinung:
Ich war sehr gespannt, auf diese Fortsetzung, da ich die Charaktere und die Ausgangslage echt toll fand, mir der Auftakt aber manchmal zu detailliert und ruhig war.

Und genauso geht es hier weiter. Auch hier braucht die Geschichte, nach dem schockierenden Prolog, doch recht lang, bis sie in Schwung kommt.

Wir lernen Susan kennen, die frisch in die Familie Conover hineingeheiratet hat. Aufgrund des Todes des Familienoberhaupts kommt die Familie im Ferienhaushaus in Purity zusammen und Susan lernt ihre neue, doch etwas spezielle Familie zum ersten Mal richtig kennen. Dabei verschwindet aber ihre Tochter unter mysteriösen Umständen, was Dedective Jo Thibodeau und auch Maggie Bird und den Martini-Club auf den Plan ruft.

Diese Figuren kennt man ja schon aus Teil eins und auch da haben mich die taffe Polizistin und der ungewöhnliche Club ehemaliger Spione gut unterhalten. Sie sind wirklich besonders und ich mochte auch ihre meist positive, humorvolle Energie, sodass mich einige Situationen doch auch zum Schmunzeln gebracht haben.

Polizistin Jo ist anfangs wieder ganz und gar nicht begeistert, als sich die Rentner in ihre Ermittlungen einmischen, aber mit der Zeit kann sie nicht von der Hand weisen, dass die Ex-Spione doch hilfreiche Methoden haben, um Nachforschungen anzustellen und es auch so gut mit ihr meinen. Ich mochte es echt gerne, wie sich ihre Beziehung zueinander langsam wandelt.

Mein Manko war auch dieses Mal das eher langsame und gediegene Erzähltempo und die vielen Details, die ich nicht immer so ausführlich gebraucht hätte. Klar, einiges ergibt später einen Sinn, aber das hätte es wahrscheinlich auch in gekürzter Form. Die Kunst daran ist aber, dass ich dank der vielen irgendwie humorvollen und leichten Szenen und der besonderen Verhaltensweisen und Ideen der Figuren doch immer an die Geschichte gebunden war und ich mit der Zeit immer dringender Wissen wollte, wie alles zusammenhängt und was hinter allem steckt.

Denn, die Zusammenhänge sind auf jeden Fall viel größer und tiefgründiger als erwartet und lösen auch den Prolog und viele andere Anspielungen gut auf. Am Ende gibt es dann auch noch handfeste Spannung und einen zufriedenstellenden Abschluss.

Und auch Sprecherin Nina Petri fand ich wieder sehr passend und authentisch.

Fazit:
Im Kern wieder eine interessante Fortsetzung dieser speziellen Reihe, rund um einen Club alter Spione. Leider braucht die Geschichte lang, bis sie in Schwung kommt und das Erzähltempo ist einfach extrem gemächlich, weshalb man doch etwas Durchhaltevermögen braucht. Die besonderen Figuren und ihre teils speziellen Verhaltensweisen und Ideen bringen doch auch einiges an Humor mit und das wachsende Vertrauen von Dedective Jo Thibodeau hat mir auch gefallen. Die Details waren mir insgesamt etwas zu viel, aber im Kern extrem interessant und spannend, weshalb ich gegen Ende immer neugieriger auf die Zusammenhänge war und sie so, in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte. Das Ende hat mehr Tempo und bietet zufriedenstellende Antworten, weshalb ich mich trotz der Durststrecke am Anfang und zwischendrin insgesamt gut unterhalten gefühlt habe und sehr gute 3,5 Sterne vergebe, die ich bei Portalen mit ganzen Sternen auf- statt abrunde.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Erneut eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung

Amari und der Preis der Magie
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Meinung:

Lang haben wir auf diese Fortsetzung warten müssen, über 2 Jahre und ich muss gestehen, dass ich nicht mehr alle Details im Kopf hatte. Da die Handlung aber nahtlos an Teil zwei anschließt und ...

Meinung:

Lang haben wir auf diese Fortsetzung warten müssen, über 2 Jahre und ich muss gestehen, dass ich nicht mehr alle Details im Kopf hatte. Da die Handlung aber nahtlos an Teil zwei anschließt und es erst nach und nach kleinere Erinnerungsstützen gibt, habe ich anfangs gebraucht um wieder ganz in die Handlung zu finden. Aber mit der Zeit ist dann alles zurückgekommen und ich war wieder sehr gespannt, was Amari und ihre Freunde nun erleben werden.

Und auch dieses Mal wird es wirklich nicht langweilig. Es bahnt sich ein Krieg zwischen Magier und Oberbehörde an. Denn, der Hass aufeinander ist groß und Amari steht als Mitglied beider Welten dazwischen, wird aber von beiden Welten nicht richtig ernst genommen. Trotzdem möchte sie einen Krieg unbedingt verhindern und schießt dabei auch wieder mal ab und an übers Ziel hinaus.

Ich fand es etwas schade, dass sie so wenig Gehör bekommt, aber auch, dass sie dann immer mit dem Kopf durch die Wand will und alle Gefahren außer acht lässt. Dennoch fand ich die Geschichte erneut glaubhaft, unterhaltsam und tiefgründig. Gut gefallen, hat mir, dass dieses Mal der Fokus weg ging, von den ganzen persönlichen Anfeindungen, aber trotzdem gab es natürlich auch Konfliktpotential. Unter anderem auch dadurch, dass Amaris großer Bruder Quinton sie eher raus halten will und Amari das nicht nachvollziehen kann und das sehr an ihrer bisher tollen Beziehung zueinander nagt.

Dennoch fand ich gerade diese bearbeiteten Themen und Botschaften wieder extrem interessant und wertvoll und so spielen natürlich auch Loyalität, Freundschaft und Zusammenhalt wieder eine große Rolle. Und auch die Charaktere, allen voran Amari, müssen sich wieder vielen persönlichen Herausforderungen stellen und sich weiterentwickeln und auch hautnah erleben, was persönliche Entscheidungen für Konsequenzen haben können.

Auch das eh schon interessante und innovative Setting wird in diesem Teil erneut erweitert. Es gibt einige interessante magische Gegenstände, die nochmal ganz frischen Wind in die Geschichte bringen. An sich geht es recht rasant und actionreich zu und der Autor scheut sich auch nicht davor richtige Schocker in die Handlung einzubauen. Dazwischen gibt es aber auch immer wieder humorvolle und ruhige Momente, auch wenn es davon für mich noch ein paar mehr hätte geben können. Ich fand die Action dieses Mal schon etwas stärker vertreten und hätte mir manchmal noch etwas mehr Ruhe gewünscht.

Am Ende geht es wieder richtig zur Sache und auch wenn ich den Schluss zufriedenstellend fand, bin ich sehr gespannt, was Amari und ihre Freunde sonst noch so erleben werden.

Sprecherin Merete Brettschneider liest wieder sehr überzeugend und mitreißend. Sie hat einfach eine tolle Stimmfarbe und ihre Art zu lesen ist einfach extrem lebendig, dynamisch und passend. Und auch die verschiedenen Figuren in unterschiedlichen Altersgruppen bringt sie wieder alle realistisch zur Geltung.

Fazit:
Erneut eine spannende und unterhaltsame Fortsetzung mit viel Action, einer guten Plotentwicklung, neuen Magie-Elementen und natürlich auch wieder wichtigen Themen, wie Freundschaft und Verantwortung. An sich ist Amari für mich ab und an übers Ziel hinausgeschossen, aber insgesamt habe ich mich wieder gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf einen weiteren Band. Ich vergebe solide 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Solider Abschluss, aber etwas schwächer als der Auftakt

Jewel & Blade, Band 2 - Die Hüter von Camelot
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Meinung:
Nachdem der Cliffhanger von Band eins wirklich gemein war und diese Fortsetzung nahtlos anschließt, habe ich recht gut wieder in die Geschichte gefunden. Harper ist von den Ereignissen und dem ...

Meinung:
Nachdem der Cliffhanger von Band eins wirklich gemein war und diese Fortsetzung nahtlos anschließt, habe ich recht gut wieder in die Geschichte gefunden. Harper ist von den Ereignissen und dem Verrat noch extrem mitgenommen und versucht zusammen mit dem kleinen Häufchen Freunden, ihre Schwester und die Welt zu beschützen.

In diesem Teil kommen ein paar weitere Perspektiven hinzu, was ich an sich nicht schlecht finde. Vor allem die Perspektive von Harpers Freundin Willow und auch Lark kommt zu Wort.

Jedoch hätte ich mir statt Willow vielleicht etwas mehr von der Gegenseite gewünscht, um ein bisschen mehr Tiefe, statt eine weitere Liebesgeschichte zu bekommen. Diese ist zwar nicht besonders im Fokus und ich fand es auch echt gut, dass das Liebesdreieck, welches im Auftakt ein bisschen mitgeschwungen ist, nicht zustande kam, aber trotzdem gab es für mich einfach zu viele Situationen, wo es darum ging, etwas zu tun, oder nicht zu tun, um geliebte Menschen zu retten und die Charaktere am verzweifeln sind...

Das war mir in der Menge einfach viel zu viel und hat mich doch dann auch ab und an mal die Augen verdrehen lassen.

An sich fand ich die meisten Entwicklungen ganz interessant, aber meist nicht ganz so überraschend wie im Auftakt.

So hat sich die Geschichte wirklich gut hören lassen, auch weil Sprecherin Pia-Rhona Saxe einen super Job macht und sehr gut zu den Figuren passt. Aber es gab nicht mehr so den großen Fokus auf die mystischen Besonderheiten, sondern es wird einfach versucht geliebte Menschen zu beschützen und Artus und Morgana aufzuhalten.

Es gibt zwar noch ein paar interessante Visionen, auch aus der Vergangenheit, und ein paar Verknüpfungen von damals zur heutigen Zeit fand ich echt innovativ umgesetzt, wie z. B. die des heiligen Grals, aber an sich kam mir hier auch irgendwie die Magie zu kurz, weil der Fokus doch recht auf den persönlichen Schicksalen und Entwicklungen lag.

Das Ende ist auch nochmal wirklich emotional, aber doch ziemlich zufriedenstellend gelöst. Es werden viele lose Fäden verknüpft und die meisten offenen Fragen beantwortet, auch wenn ich gerne noch etwas mehr dazu gehabt hätte, was sich nun bei den anderen Wächterfamilien getan hat.

Fazit:
Eine solide Fortsetzung, die genau da ansetzt, wo der Vorgänger mit einem gemeinem Cliffhanger geendet hat, aber nicht ganz so überraschen kann. An sich gibt es interessante Entwicklungen, aber mir war es doch zu viel Fokus auf das persönliche Drama und die Liebesgeschichten, anstatt das große Ganze, die tollen mystischen Hintergründe und die Magie in den Vordergrund zu stellen. Dennoch fand ich die Figuren, allen voran Haper, vielschichtig dargestellt und vor allem auch die Sprecherleistung von Pia-Rhona Saxe wirklich top. Das Ende ist zufriedenstellend und beantwortet die wichtigsten Fragen, auch wenn es für mich gerne noch etwas weitgreifender hätte sein können. Somit gibt es gute 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.06.2025

Unterhaltsam, aber doch auch mit Kritikpunkten

Eine von uns
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Meinung:
Kurzbeschreibung und Cover haben mich gleich angesprochen. Schon allein die Ausgangslage klingt irgendwie mysteriös und spannend.

So bin ich auch recht gut ins Buch gestartet. Der Prolog ist ...

Meinung:
Kurzbeschreibung und Cover haben mich gleich angesprochen. Schon allein die Ausgangslage klingt irgendwie mysteriös und spannend.

So bin ich auch recht gut ins Buch gestartet. Der Prolog ist kurz und erschreckend, der Start in die Haupthandlung nachvollziehbar. Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, hauptsächlich aus der von Protagonistin Gina und der Haushälterin Mary. Später kommen auch noch Rückblenden von „Damals“ hinzu, die erzählen, was in Ginas Jugend passiert ist.

Ich mochte die mysteriöse Stimmung, die in der Geschichte aufkam. Mary verhält sich komisch, auch ihr „Sohn“ Tyler ist eigenartig und es gibt einige Situationen, die bei mir doch die Alarmglocken haben angehen lassen.

Jedoch muss ich sagen, dass ich die Verhaltensweisen zum Teil einfach komisch und nicht ganz nachvollziehbar fand. Und ich fand es etwas schade, dass vieles recht vorhersehbar war. So wurden Wendungen oftmals angedeutet und dann kurz darauf einfach durch eine andere Person bestätigt. Manchmal gab es auch gleiche Szenen aus unterschiedlichen Perspektiven, was ich ab und an ganz interessant, oft aber einfach wiederholend fand.

Man merkt recht schnell, dass der Schlüssel für alles in der Vergangenheit liegt, jedoch sind die Kapitel von „Damals“ oftmals auch eher nichtssagend, bzw. verdeutlichen sie nur, wie egoistisch die Figuren waren. Klar, es waren Jugendliche, aber trotzdem waren sie sehr arglos und Ich-bezogen. Und auch sonst plätschert einiges ein bisschen vor sich hin, aber die Stimmung hat trotzdem gepasst, sodass ich gerne weiterlesen wollte.

Am Ende geht es dann durchaus Schlag auf Schlag. Spannend, da einige Wendungen doch weiter gehen, als ich erwartet hatte und mich auch wirklich schockiert haben, dennoch fand ich auch hier einiges nicht ganz nachvollziehbar und recht übertrieben. Und auch die Sprache hat sich recht verändert und ist härter geworden. Vor allem ist mir die inflationäre Verwendung des Wortes „Schlampe“ recht negativ aufgefallen. Jeder wirft nur noch mit diesem Schimpfwort um sich.

Insgesamt fand ich den Abschluss aber dann doch auch irgendwie rund.

Nach dem Buch gibt es noch einen interessanten Brief der Autorin, der ihre Beweggründe für diesen Thriller erklärt. Sowas mag ich ja immer gerne und die Ausführungen fand ich auch stimmig.

Fazit:
Insgesamt bleibe ich etwas zwiegespalten. Einerseits hat es sich gut lesen lassen, war die Stimmung recht mysteriös und spannend, auch wenn die Handlung etwas vor sich hin plätschert, einiges recht vorhersehbar ist und manche Verhaltensweisen einfach komisch waren. Am Ende geht es Schlag auf Schlag und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen, aber dabei war vieles etwas übertrieben und zu viel des Guten. Ich würde solide 3,5 Sterne vergeben.

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