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Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein Abschluss, der mich etwas zwiegespalten, aber insgesamt noch positiv zurücklässt

Chasing Eternity
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Meinung:
Der zweite Teil hatte mich ja positiv überrascht, dafür muss ich sagen, dass ich den Abschluss nicht ganz so gut fand, wie er hätte sein können und trotzdem habe ich ihn ganz gern gehört. Obwohl ...

Meinung:
Der zweite Teil hatte mich ja positiv überrascht, dafür muss ich sagen, dass ich den Abschluss nicht ganz so gut fand, wie er hätte sein können und trotzdem habe ich ihn ganz gern gehört. Obwohl der dritte Band recht nahtlos nach Band 2 einsetzt, habe ich irgendwie etwas gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Dabei fand ich es auch nicht ganz so hilfreich, dass Natasha nun in die Vergangenheit reist und dabei extrem schnell und einfach alles nötige Wissen erhält, das sie benötigt, um den großen Arthur aufzuhalten. Dies wird zwar nachvollziehbar begründet, aber da diese Zusammenhänge eben nur Natasha verdeutlicht werden, hat mir da etwas Wissen gefehlt.

Dennoch gibt es in diesem Band auch ein paar zufriedenstellende Antworten. Zum Beispiel auf die Frage, welchem Jungen ihr Herz gehört und auch, was genau Athur Blackstone wirklich antreibt. Diese Auflösung fand ich eher unerwartet und viel kleiner als gedacht, aber dennoch nachvollziehbar, gerade eben weil der Grund so unspektakulär ist, wie es ja oftmals im Leben auch ist. Nur fand ich es etwas schade, dass das große Ganze dann kaum noch Bedeutung hatte. Das war mir dann doch etwas zu wenig bzw. zu einfach und hat für mich nicht komplett zu dem Arthur gepasst, der immer einen Schritt voraus ist.

Zwischendurch gab es einiges an Spannung und auch Elodies Rolle war erneut sehr undurchsichtig. Jedoch hat sie sich im Verlauf, seit Teil 1, wirklich gut entwickelt. Ich fand es jedoch sehr schade, dass die anderen Nebencharaktere kaum noch eine Rolle gespielt haben, aber wenigstens hat man erfahren, was mit ein paar der verschwundenen Schüler passiert ist. Und auch die Charakterentwicklung von Protagonistin Natascha ist wirklich stark.

Der Liebesanteil ist natürlich auch hier vorhanden und manchmal doch auch etwas sehr im Fokus. Vor allem die Spice-Szenen hätte ich nicht gebraucht, aber gut, zum Glück hat die Autorin dann doch auch immer wieder schnell den Weg zurück zum Plot gefunden. Auch wenn es in diesem Teil wieder viel um Kunst und die Interpretation davon geht, was mir persönlich oftmals nicht so ganz nah gekommen ist.

An sich fand ich den Showdown durchaus spannend und mochte es auch gern, wie sich einige der Figuren in dieser Situation entschieden haben, aber irgendwie fand ich es nicht ganz rund, vor allem dafür, dass in den Vorgängern so viele große Fragen aufgeworfen wurden, die nur zum Teil beantwortet werden. Sehr schade fand ich auch, dass das Ende doch etwas offen gehalten ist. Zwar nicht so sehr, wie ich es nach den ersten Rezensionen erwartet hatte, aber dennoch mehr, als ich es gebraucht hätte. Denn, leider ist es kein endgültiges Ende, sondern es bleibt noch ein Fuß in der Tür, der aufzeigt, dass das Spiel noch nicht zu Ende sein muss. Dennoch fand ich das Gefühl, trotz allem, recht positiv und irgendwie zufriedenstellend.

Der Hauptteil der Geschichte wird wieder von Vanida Karun aus der Sicht von Natasha gesprochen und für mich hat sie einen sehr guten Job gemacht. Dazwischen gibt es wieder ein paar kurze Kapitel aus Braxtons Sicht, die erneut von Johannes Semm vertont wurden.

Fazit:
Ein Abschluss, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Zum einen musste alles plötzlich sehr schnell gehen und war manchmal etwas verwirrend und unlogisch. So hat Natascha unerschöpfliches Wissen erlangt, das dem Leser eher verborgen geblieben ist, und es sind doch noch einige weitere Fragen offen geblieben. Dennoch gab es auch ein paar interessante und zufriedenstellende Antworten und einen spannenden Showdown. Das Ende ist leider etwas offen gehalten, dennoch konnte ich die Geschichte mit einem recht positiven Gefühl abschließen. Insgesamt würde ich solide 3,5 Sterne vergeben. Somit ist die Reihe unterhaltsam zu hören, aber kein unbedingtes Muss.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Zumeist etwas zu viel des Guten....

Twelve Bones (Die Souls-Dilogie, Band 2)
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Meinung:
Teil 1 fand ich ja nach ein paar Anfangsschwierigkeiten durchaus unterhaltsam, weshalb ich auch auf den Abschluss der Reihe gespannt war.

Jedoch hatte ich auch hier Probleme, so wirklich wieder ...

Meinung:
Teil 1 fand ich ja nach ein paar Anfangsschwierigkeiten durchaus unterhaltsam, weshalb ich auch auf den Abschluss der Reihe gespannt war.

Jedoch hatte ich auch hier Probleme, so wirklich wieder in die Geschichte zu finden. Zum einen hat Protagonist Charlie erneut mit seinen Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen, was ich auch dieses Mal in der Menge etwas anstrengend fand. Dauernd denkt er, dass er nicht gut genug ist - puh, schwierig... Die Tatsache an sich, fand ich schon nachvollziehbar und auch als Entwicklungspotential wichtig, aber in der Masse hat es mich doch manchmal etwas genervt.

An sich fand ich den Plot dieses Mal sogar noch überladener als in Teil 1, obwohl da schon wirklich viele Themen angeschnitten wurden. Aber dieses mal musste die Autorin wohl noch einen drauf setzen und so wurde die Handlung noch gefährlicher, gewalttätiger, komplexer und actionreicher und für mich definitiv zu viel des Guten.

So reicht am Ende nicht nur ein großer Gegner, sondern es werden richtig viele in die Geschichte geworfen, sodass ich es einfach kaum noch nachvollziehbar fand. Klar, lässt sich nun damit argumentieren, dass eine Geistergeschichte eh fantastisch ist, aber für mich gibt es da schon immer einen Unterschied, ob ich mir das prinzipiell vorstellen könnte, oder mir das einfach zu viel ist. Und hier war es mir in der Menge einfach zu übertrieben und to much.

So konnte auch das Ende einfach nur etwas viel werden. Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall, dass die Geschichte recht unvorhersehbar ist und die meisten Wendungen echt überraschen. Auch, wer wirklich Bösewicht ist und warum. Die Tiefe dahinter hat mir schon gut gefallen. Und auch der Versuch am Ende alles noch irgendwie zum Guten zu wenden, hat mich trotz der Umstände zuvor, doch noch mit der Geschichte versöhnt.

Es bleibt aber einfach doch das Gefühl, dass mir ein bisschen weniger und dadurch zum Teil vielleicht auch andere Wendungen besser gefallen hätten, da ich das stimmiger gefunden hätte. Aber auch so machen die Figuren wichtige Entwicklungen durch, weshalb das Grundgerüst schon ok war.

Der Erzählstil ist erneut eher locker und sarkastisch, was der teilweise harten Geschichte wieder gut tut und die krassen Entwicklungen etwas auflockert. Sprecher Jacob Weigert hat dies erneut gut umgesetzt.

Die queere Liebesgeschichte zwischen Charlie und Sam ist immer präsent, aber bis auf Charlies große Unsicherheit meist eher im Hintergrund bzw. ganz selbstverständlich integriert.

Fazit:
Definitiv erneut unvorhersehbar und actionreich, aber trotzdem nicht ganz das Finale, das ich mir gewünscht hätte. Es war mir einfach alles zu viel des Guten, zu viel Unsicherheit von Charlie, zu viele Gegenspieler und auch wenn das Ende versöhnlich ist, hätte mir eine andere Wendung besser gefallen. Somit vergebe ich knappe 3,5 Sterne, die auf Portalen mit ganzen Sternen ab-, statt aufgerundet werden.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein richtig toller, magischer Auftakt...

Storm Dragons – Gewitter am Ende der Welt
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Meinung:
Drachen sprechen mich ja immer an und als ich gesehen habe, dass es ein neuer Auftakt von Julie Kagawa ist, war klar, dass ich die Geschichte hören möchte. Schon viel zu lange habe ich nichts ...

Meinung:
Drachen sprechen mich ja immer an und als ich gesehen habe, dass es ein neuer Auftakt von Julie Kagawa ist, war klar, dass ich die Geschichte hören möchte. Schon viel zu lange habe ich nichts mehr von der Autorin gelesen.

Und ich war sofort drin, in diesem besonderem Setting, in der es Magie und natürlich Drachen gibt, und die Welt zerrissen ist, da sie aus einzelnen Inseln besteht, die in der Luft, über dem gefährlichen Mahlstrom schweben.

Die Geschichte hat zwei total unterschiedliche Protagonisten. Der mittellose Remy lebt als Waise ganz am Rand des Inselgeflechts und kann sich nur durch Diebstähle über Wasser halten. Dennoch ist er aufgeweckt und hat seine weiche Seite nicht verloren. Als ihm ein Drachenbaby in die Hände fällt, ist sofort klar, dass die beiden eine besondere Beziehung zueinander haben und er alles dafür geben wird, diesen Drachen aufzuziehen und für ihn zu sorgen.

Auf der anderen Seite gibt es Prinzessin Gem, die ein privilegiertes Leben führt und trotzdem den Schock ihres Lebens bekommt, als sie erfährt, dass ihre Welt in Gefahr ist. Da sie nicht nachvollziehen kann, weshalb ihr Vater sich nicht auf die Suche nach den wahren Drachen machen will, die evtl. ihre Welt retten könnten, macht sie sich einfach selbst auf die Suche.

Beide handeln manchmal etwas unüberlegt und überstürzt, aber aus den richtigen Beweggründen heraus. Da die Handlung abwechselnd aus beiden Sichten erzählt wird, ist man immer voll dabei und lernt die Figuren auch sehr gut kennen. Sie sind wirklich mit vielen interessanten Eigenschaften versehen und mir beide ans Herz gewachsen. Genauso, wie manch andere Nebenfigur, vor allem natürlich der alte Geschichtenerzähler Bart, der in seinem früheren Leben so viel mehr war und immer noch unter einem großen Verlust leidet. Einzig Antagonist Jhaeros hätte für mich noch etwas mehr Tiefe erhalten können, aber dafür ist auch in den Folgebänden noch Zeit.

Die Autorin nimmt sich anfangs durchaus Zeit, ihre Welt und Charaktere vorzustellen, doch trotzdem gibt es von Beginn an ein gutes Spannungslevel. Man will immer wissen, wie es weitergeht und die Spannung steigt mit der Zeit noch deutlich an.

Die Figuren müssen einige Gefahren meisten, wobei ich das Verhältnis zwischen Action- und emotionalen Szenen genau passend fand und ich die, ganz natürlich eingewebten Themen, wie Loyalität, soziale Ungleichheit, Verlust und Trauer usw. wirklich gut integriert und bearbeitet fand.

Der Schreibstil von Julie Kagawa ist wie gewohnt flüssig und lebendig und genau das kann Sprecher Timo Weisschnur auch super umsetzen. Er passt perfekt zur Geschichte, sowohl zu Remy, als auch zu Gem. Die Sprache ist für die Zielgruppe (ab 10 Jahren) angemessen, aber auch für ältere Leser und Hörer durchaus ansprechend.

Beim Showdown geht es ziemlich zur Sache und ja, ich fand ihn an manchen Stellen und Entwicklungen ein kleines bisschen drüber, aber insgesamt mochte ich diesen Auftakt einfach richtig fern und ich freue mich auf den Folgeband, der bereits im September erscheint.

Fazit:
Ein richtig toller, magischer Auftakt in eine neue Drachenreihe. Interessantes Setting, unterschiedliche, aber facettenreichen Charaktere, die zueinanderfinden müssen, viel Spannung und Action, aber auch Emotionen, wichtige Themen und natürlich tolle Drachen. Auch wenn der Showdown in einigen Punkten fast etwas zu viel des Guten war, freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung, die bereits im September erscheint und vergebe knapp, aber verdient, die vollen 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch den Abschluss lieben...

Raiders
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Meinung:
Band drei startet genau da, wo der Vorgänger aufgehört hat, nämlich damit, dass Henry seinen „Traumfreund“ Finn unbedingt finden und ihn retten will. Diese Entwicklung hat mich durchaus etwas ...

Meinung:
Band drei startet genau da, wo der Vorgänger aufgehört hat, nämlich damit, dass Henry seinen „Traumfreund“ Finn unbedingt finden und ihn retten will. Diese Entwicklung hat mich durchaus etwas überrascht, aber ich fand sie sehr stimmig. Also auch die Gründe, weshalb die beiden diese besondere Verbindung haben und auch, was da noch so dran hängt.

An sich gibt es auch in diesem Band wieder sehr viel Fokus auf die Charaktere und ihre persönlichen Entwicklungen. Erneut haben mich die Figuren und ihre Dynamik untereinander wirklich beeindruckt und tief berührt. Auch dieses Mal ist es so, dass große Ganze drum rum etwas kürzer kommt, als die Familienzeiten, aber dafür fand ich die Szenen, die man von den Einsätzen erhalten hat, auch wirklich gut erarbeitet, teilweise schockierend und eindrucksvoll dargestellt.

Die titelgebenden Raiders waren ja schon in den Vorgängerbänden keine Heiligen, trotzdem fand ich es nochmal krass, wie weit sie gehen und wie skrupellos sie agieren. Ich fand es toll, dass die Hunters von verschiedenen Seiten um Hilfe gefragt wurden und sie sich so einen hohen Stellenwert erarbeitet haben.

So fand ich auch das Ende stimmig und passend. Man bekommt einen guten Eindruck davon, wie es mit den Figuren weitergehen könnte und auch bzgl. Worldbuilding gibt es einige stimmige Ausblicke und Entwicklungen. Natürlich würde ich gern noch mehr davon lesen, aber so ganz habe ich die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass die Autorin irgendwann nochmal ein Sequel zur Reihe schreibt, wie jetzt auch bei den Totenbändigern.

Zum Schreibstil kann man erneut nur sagen, dass dieser einfach toll ist. Flüssig, lebendig und einfach total berührend, mitreißend und authentisch.

Fazit:
Wer die ersten beiden Teile mochte, wird auch den Abschluss lieben. Auch wenn es wieder mehr Fokus auf die Figuren und ihre persönlichen Entwicklungen gab und der Friede-Freude-Eierkuchen-Anteil insgesamt manchmal etwas hoch ist, fand ich es doch einfach passend und höchst zufriedenstellend. Die Autorin zeigt realistisch auf, wie gut wir doch zusammenleben könnten, wenn wir alle Rücksicht aufeinander nehmen und nicht so sehr auf uns selbst bezogen sind. Die spannenden und gefährlichen Szenen haben mir im Kontrast gut gefallen und mich dazwischen auch manchmal echt schockiert, aber auch hier überwiegt das Positive und besonders mochte ich die Entwicklungen für die Zukunft und das stimmige Ende. Somit vergebe ich knapp, aber verdient, die vollen 5 Sterne und eine große Leseempfehlung für die Reihe.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Eher Familiendrama, statt spannender Thriller

Allein gegen die Lüge
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Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich total angesprochen. Es klang nach einem wirklich spannenden und gefährlichen Thriller.

Und der Start ist auch sehr mitreißend. Man erfährt zusammen mit Protagonist ...

Meinung:
Die Kurzbeschreibung hat mich total angesprochen. Es klang nach einem wirklich spannenden und gefährlichen Thriller.

Und der Start ist auch sehr mitreißend. Man erfährt zusammen mit Protagonist Matt, dass seine komplette Familie bei einem Urlaub in Mexiko ums Leben gekommen ist. Eine wahnsinnige Tragödie, die mich berührt hat. Dazu kommt natürlich auch noch, dass Matts anderer Bruder im Gefängnis sitzt, da er vor sieben Jahren seine Freundin ermordet haben soll.

Die emotionale Seite dieser Geschichte hat mich wirklich sehr berührt und fand ich auch sehr stark. Ebenso die Tatsache, dass die Familie durch die Verurteilung von Danny total erschüttert wurde und sich das weitere Leben einiger Familienmitglieder eigentlich nur noch darum gedreht hat, Dannys Unschuld zu beweisen.

Und auch die moralische Frage dahinter, ob es in Ordnung ist, Verdächtige so unter Druck zu setzten, dass sie evtl. falsche Geständnisse abliefern und somit unschuldig verurteilt werden, während die wahren Täter auf freiem Fuß bleiben, hat mich immer wieder beschäftigt.

Jedoch war mir das alles zu wenig Thriller. Die Erzählart an sich, ist im Grunde nicht schlecht, jedoch fand ich es manchmal etwas zu kleinteilig und zu langatmig, für das Genre, dass es sein sollte.

Denn, neben den Haupthandlungssträngen aus der Gegenwart, die sich mit Matt und FBI-Agentin Keller beschäftigen, gibt es auch noch einige Rückblicke aus der Vergangenheit der unterschiedlichsten Familienmitglieder. Solche mag ich zwar prinzipiell ganz gerne, aber hier waren es insgesamt doch viele und vor allem auch ein paar, die die Handlung erstmal nicht wirklich weitergebracht haben. Nichtsdestotrotz, verdeutlichen diese Rückblenden im Gesamten auch Hintergründe und Zusammenhänge, die sich aber erst nach und nach gänzlich erschließen.

Was ich hingegen gar nicht gebraucht hätte, waren die Ausschnitte aus der True-Crime-Doku, die ich irgendwie nur störend fand, auch weil da jede Szene usw. genau beschrieben wurde, also auch mit Setting usw..

Insgesamt ist mir die Geschichte einfach viel zu oft vor sich hingeplätschert. Handfeste Spannung kam selten auf und auch wenn es prinzipiell stimmt, dass Matt bei seinen Recherchen in Gefahr gerät, ist diese doch deutlich geringer, als man das nach dem Lesen des Klappentextes vermuten könnte.

An sich lag der Fokus eher auf dem Familiendrama. Und auch, wenn es einige falsche Fährten gibt, habe ich schon recht schnell durchschaut, wer am Ende wirklich hinter allem steckt. Trotzdem fand ich das Ende recht versöhnlich und zufriedenstellend.

Gelesen wird die Geschichte von Oliver Brod, Vera Teltz und Steffen Groth, wobei ich aber eigentlich nur einen Sprecher im Kopf behalten habe, der den Großteil vertont hat. Die anderen beiden kommen eigentlich nur bei den unnötigen Ausschnitten aus der Doku zu Wort. Dabei wurde prinzipiell aber ganz gut gelesen und es gab einige Stimmvariationen.

Fazit:
Die Kurzbeschreibung hat mich wirklich angesprochen, jedoch konnte mich die Geschichte selbst nicht vollständig überzeugen. Sie ist zwar unterhaltsam, mit einigen Wendungen und falschen Fährten versehen und zeigt durchaus auch eine große emotionale Seite, aber für mich war es einfach kein Thriller. Meist ist alles vor sich hingeplätschert und wirkliche, handfeste Spannung kam viel selten auf - und das, obwohl das schon die gekürzte Version ist. Deshalb war es für mich eher ein recht unterhaltsames Familiendrama, das ich mit guten 3 Sternen bewerte.

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