Ein Abschluss, der mich etwas zwiegespalten, aber insgesamt noch positiv zurücklässt
Chasing EternityMeinung:
Der zweite Teil hatte mich ja positiv überrascht, dafür muss ich sagen, dass ich den Abschluss nicht ganz so gut fand, wie er hätte sein können und trotzdem habe ich ihn ganz gern gehört. Obwohl ...
Meinung:
Der zweite Teil hatte mich ja positiv überrascht, dafür muss ich sagen, dass ich den Abschluss nicht ganz so gut fand, wie er hätte sein können und trotzdem habe ich ihn ganz gern gehört. Obwohl der dritte Band recht nahtlos nach Band 2 einsetzt, habe ich irgendwie etwas gebraucht, um in die Geschichte zu finden. Dabei fand ich es auch nicht ganz so hilfreich, dass Natasha nun in die Vergangenheit reist und dabei extrem schnell und einfach alles nötige Wissen erhält, das sie benötigt, um den großen Arthur aufzuhalten. Dies wird zwar nachvollziehbar begründet, aber da diese Zusammenhänge eben nur Natasha verdeutlicht werden, hat mir da etwas Wissen gefehlt.
Dennoch gibt es in diesem Band auch ein paar zufriedenstellende Antworten. Zum Beispiel auf die Frage, welchem Jungen ihr Herz gehört und auch, was genau Athur Blackstone wirklich antreibt. Diese Auflösung fand ich eher unerwartet und viel kleiner als gedacht, aber dennoch nachvollziehbar, gerade eben weil der Grund so unspektakulär ist, wie es ja oftmals im Leben auch ist. Nur fand ich es etwas schade, dass das große Ganze dann kaum noch Bedeutung hatte. Das war mir dann doch etwas zu wenig bzw. zu einfach und hat für mich nicht komplett zu dem Arthur gepasst, der immer einen Schritt voraus ist.
Zwischendurch gab es einiges an Spannung und auch Elodies Rolle war erneut sehr undurchsichtig. Jedoch hat sie sich im Verlauf, seit Teil 1, wirklich gut entwickelt. Ich fand es jedoch sehr schade, dass die anderen Nebencharaktere kaum noch eine Rolle gespielt haben, aber wenigstens hat man erfahren, was mit ein paar der verschwundenen Schüler passiert ist. Und auch die Charakterentwicklung von Protagonistin Natascha ist wirklich stark.
Der Liebesanteil ist natürlich auch hier vorhanden und manchmal doch auch etwas sehr im Fokus. Vor allem die Spice-Szenen hätte ich nicht gebraucht, aber gut, zum Glück hat die Autorin dann doch auch immer wieder schnell den Weg zurück zum Plot gefunden. Auch wenn es in diesem Teil wieder viel um Kunst und die Interpretation davon geht, was mir persönlich oftmals nicht so ganz nah gekommen ist.
An sich fand ich den Showdown durchaus spannend und mochte es auch gern, wie sich einige der Figuren in dieser Situation entschieden haben, aber irgendwie fand ich es nicht ganz rund, vor allem dafür, dass in den Vorgängern so viele große Fragen aufgeworfen wurden, die nur zum Teil beantwortet werden. Sehr schade fand ich auch, dass das Ende doch etwas offen gehalten ist. Zwar nicht so sehr, wie ich es nach den ersten Rezensionen erwartet hatte, aber dennoch mehr, als ich es gebraucht hätte. Denn, leider ist es kein endgültiges Ende, sondern es bleibt noch ein Fuß in der Tür, der aufzeigt, dass das Spiel noch nicht zu Ende sein muss. Dennoch fand ich das Gefühl, trotz allem, recht positiv und irgendwie zufriedenstellend.
Der Hauptteil der Geschichte wird wieder von Vanida Karun aus der Sicht von Natasha gesprochen und für mich hat sie einen sehr guten Job gemacht. Dazwischen gibt es wieder ein paar kurze Kapitel aus Braxtons Sicht, die erneut von Johannes Semm vertont wurden.
Fazit:
Ein Abschluss, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Zum einen musste alles plötzlich sehr schnell gehen und war manchmal etwas verwirrend und unlogisch. So hat Natascha unerschöpfliches Wissen erlangt, das dem Leser eher verborgen geblieben ist, und es sind doch noch einige weitere Fragen offen geblieben. Dennoch gab es auch ein paar interessante und zufriedenstellende Antworten und einen spannenden Showdown. Das Ende ist leider etwas offen gehalten, dennoch konnte ich die Geschichte mit einem recht positiven Gefühl abschließen. Insgesamt würde ich solide 3,5 Sterne vergeben. Somit ist die Reihe unterhaltsam zu hören, aber kein unbedingtes Muss.