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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2021

Damals wie heute

Raumfahrer
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Von Lukas Rietzschel kenne ich bereits "Mit der Faust in die Welt schlagen", allerdings als Hörbuch. Die Bücher von Rietzschel scheinen sich auch besser als Hörbuch zu eignen. Jedenfalls hatte mir sein ...

Von Lukas Rietzschel kenne ich bereits "Mit der Faust in die Welt schlagen", allerdings als Hörbuch. Die Bücher von Rietzschel scheinen sich auch besser als Hörbuch zu eignen. Jedenfalls hatte mir sein Debütroman als Hörbuch noch besser gefallen.

Das Thema DDR ist für mich omnipräsent und immer noch spannend, bin ich doch im westlichen Grenzgebiet nicht weit von der Grenze entfernt aufgewachsen. Während ich damals noch dachte, viele der Geschichten müssten doch erfunden oder übertrieben sein, weiß ich heute, dass eher das Gegenteil der Fall war.

An Rietzschels neuem Roman gefällt mir besonders gut der einfache, dennoch prägnante Schreibstil und die kurzen Kapitel. Dabei bleibt der Roman eher an der Oberfläche, ist aber auch so angelegt.

Das Thema ist interessant gewählt und regt zum Nachdenken an. Was wird aus den Generationen der Zukunft nach der DDR? Denkbar ist, dass verschiedene Generationen den Roman sehr unterschiedlich antizipieren werden. Kaum zu glauben, dass für viele die DDR nur noch lange vergangene Geschichte ist, während andere immer noch mit den plötzlichen Umbrüchen und ihren Folgen hadern.

Der neue Rietzschel hat mich zum Nachdenken angeregt. Die Erzählung bleibt etwas auf Distanz und kann den Leser/die Leserin nicht komplett einnehmen, aber das ist hier auch nicht die Intention. Ich würde "Raumfahrer" eher den etwas älteren Lesern empfehlen. Auf den nächsten Rietzschel freue ich mich schon.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Raus aus dem traurigen Leben!

Das Universum ist verdammt groß und supermystisch
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"Das Universum ist verdammt groß und supermystisch" von Lisa Krusche, erschienen im Beltz Verlag ist ein wunderschönes Kinderbuch mit viel Gefühl, das auch Erwachsene begeistern wird. Es lohnt sich oft ...

"Das Universum ist verdammt groß und supermystisch" von Lisa Krusche, erschienen im Beltz Verlag ist ein wunderschönes Kinderbuch mit viel Gefühl, das auch Erwachsene begeistern wird. Es lohnt sich oft doch, auch Kinderbücher zu lesen. Empfohlen wird das Buch ab 10 Jahre, offen nach oben!

Erzählt wird die Geschichte von Gustav und seinen Freunden, die sehr traurig beginnt, denn Gustav hat keine Freude im Leben. Seine Mutter hat diesen unsympathischen Freund, einen Vater hat Gustav nicht, aber er sucht stetig nach ihm. Eine Wasserpflanze wird sein einziger Freund, bis schließlich Charles aus dem Nichts auftaucht und sein Leben umkrempelt. Ach ja, es hebt Gustavs Stimmung auch nicht gerade, dass es eine seiner Aufgaben ist, regelmäßig seinen Großvater im Altenheim zu besuchen. Für ein Kind hat es Gustav bis dahin wirklich nicht leicht.

Das Buch setzt mit der Reise durch Europa und mit den vielen unterschiedlichen Charakteren auf Vielfalt, Diversität und Individualität. Mir gefällt die Idee besonders gut, besonders auch für Kinder, dass die Kinder hier durch viele Kulturen reisen und auch hier mit vielen Unterschieden konfrontiert werden. Dies macht für mich das Buch besonders wertvoll.

Am Ende bleiben einige gute Lebensweisheiten, die man aus der Geschichte ziehen kann, z.B., dass man seine Träume aktiv verfolgen soll. So sagt z.B. "die verrrückte Frau Nowak", die Informationen sammelt und immer auf der Bank sitzt, Dinge wie "Ein schlafender Fuchs fängt kein Huhn" oder "Ein Ziel ohne Plan ist auch nur ein Wunsch". Und Opa findet: "Das Leben ist ein großer Scherz". Ich mag diese Lebensweisheiten gern und könnte solche Bücher auch mit dem Textmarker lesen.

Am wichtigsten ist aber, dass Gustav aus seinem traurigen Leben entfliehen kann und mit Opa und Charles ganz viele Abenteuer erlebt und daran reifen kann. "Das Universum ist verdammt groß und supermystisch" ist ein tolles Kinderbuch mit so vielen Facetten und Aspekten, dass ich es mir als Schullektüre wünschen würde, da man viele Diskussionsansätze findet!

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Kein federleichter Roman

Was fehlt dir
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Ich habe für "Was fehlt dir" von Sigrid Nunez ziemlich lange gebraucht. Dies ist kein so federleichter Roman, wie es hier beschrieben wurde. Man braucht Zeit, um sich darin zurecht zu finden, und oft verliert ...

Ich habe für "Was fehlt dir" von Sigrid Nunez ziemlich lange gebraucht. Dies ist kein so federleichter Roman, wie es hier beschrieben wurde. Man braucht Zeit, um sich darin zurecht zu finden, und oft verliert sich dieses Buch in scheinbaren Nichtigkeiten, die, falls sie keine sind, vom Leser dann erkannt und gedeutet werden müssen.

Der Klappentext verspricht viel, aber der Roman plätschert erst einmal so vor sich hin, bevor es ab der Mitte dann etwa um das Thema geht, das im Klappentext beschrieben wird. Ich wartete förmlich auf das angekündigte Thema, den Umgang mit dem Tod und den Tod überhaupt. Wenn man älter wird, wird man sich auch mit diesem Thema beschäftigen müssen, und eine literarische Annäherung schien mir sehr interessant.

Insgesamt nähert man sich im Buch an die Autorin an, die ich aber nicht kannte. Sie präsentiert ihre Vorlieben und Einstellungen. Das Buch mag zum Nachdenken anregen, hat mich aber nicht immer erreicht. Ich kann den Roman, der nicht immer Roman ist, daher nur Lesern und Leserinnen empfehlen, für die das Denken und Nachdenken im Mittelpunkt stehen, weniger die Handlung.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Sommerlektüre

Die Frau im Park
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"Die Frau im Park" von Ella Janek ist eine typische Sommerlektüre mit ein bisschen Tiefgang. Das Cover des Buches beschreibt das Buch schon ganz gut - es ist eine typische Frauenlektüre für den Strand ...

"Die Frau im Park" von Ella Janek ist eine typische Sommerlektüre mit ein bisschen Tiefgang. Das Cover des Buches beschreibt das Buch schon ganz gut - es ist eine typische Frauenlektüre für den Strand oder die Sommerliege. Es geht um eine reifere Frau, die ihr Leben neu überdenken muss - hier mit Spaziergängen im Park. Ganz klar, dass dabei auch ein neuer Mann in ihr Leben tritt...

Weil Eva sich jahrelang intensiv um ihre Tochter gekümmert hat, ist natürlich alles andere zu kurz gekommen. Nach dem Auszug ihrer Tochter, der einen großen Einschnitt darstellt, muss Eva deshalb ihr Leben überdenken. Warum soll sie nicht die Hauptrolle als Schauspielerin übernehmen, als sich ihr die Gelegenheit bietet? Was ist sie überhaupt für ihren Mann Johannes? Eva muss sich neu erfinden, sich überdenken, und viele Leserinnen werden das auch tun.

Der Roman ist sicher eher etwas für reifere Frauen, die sich in vielen Aspekten mit Eva identifizieren werden. Das Buch bzw. die Autorin versteht es, Gefühle gut zu transportieren, wobei mir nicht alle Charaktere gut gefallen haben. Das Buch hat kein überraschendes Ende, aber das Ende passt natürlich gut zum Genre. So ist alles rund und dies damit ein guter Sommerroman.

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Veröffentlicht am 03.07.2021

Wieder ein tolles neues Aufklappbuch

Wieso? Weshalb? Warum? Tiere im Einsatz
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Ich liebe Tiere und ich liebe die "Wieso-Weshalb-Warum"-Aufklappbücher. Daher habe ich mich besonders über den neuen Band "Tiere im Einsatz" für Kinder von 4 bis 7 Jahren gefreut. Das Buch aus dem Ravensburger ...

Ich liebe Tiere und ich liebe die "Wieso-Weshalb-Warum"-Aufklappbücher. Daher habe ich mich besonders über den neuen Band "Tiere im Einsatz" für Kinder von 4 bis 7 Jahren gefreut. Das Buch aus dem Ravensburger Verlag ergänzt die tolle Reihe mit einem Band, indem viel Liebe zum Detail und vielseitige Bilder stecken.

Für Kinder sind natürlich die Aufklappbilder am spannendsten, mit denen sie viel selbst entdecken können. MIr gefällt die Vielseitigkeit des Buches gut, denn man hat hier an viele Gelegenheiten gedacht, bei denen Tiere zum Einsatz kommen. So gibt es z.B. Seiten für Rettungshunde, Polizeihunde, Polizeipferde, Tiere als Freizeitpartner, Hütehunde, Deichschafe, aber auch unbekanntere Helfer wie Rentiere vorm Schlitten oder Packesel.

Die Bilder bieten so viel zum Entdecken, weil auf vielen Bilder auch sehr viel zu sehen ist. Das Betrachten der Bilder zaubert mir immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht, während Kinder natürlich auch viel lernen.

Ganz nett finde ich es auch, dass die Autoren sogar an die fast unscheinbaren Helfer gedacht haben wie Schwalben, die uns von Insekten befreien. Auch sie sind für uns Menschen quasi im Einsatz.

Alles in allem ist dies ein Buch zum Verlieben und nicht nur für Kinder schön, Wer Tiere liebt, wird auch dieses Buch lieben.

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