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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.05.2026

Ein Stück Sommer für die eigene Küche

Sunny Baking Time
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"Sunny Baking Time" von Theresa Haubs hält genau das, was der Titel verspricht: pure Leichtigkeit, gute Laune und jede Menge Back-Inspiration. Wer Theresa schon von Instagram kennt, wird das Buch lieben ...

"Sunny Baking Time" von Theresa Haubs hält genau das, was der Titel verspricht: pure Leichtigkeit, gute Laune und jede Menge Back-Inspiration. Wer Theresa schon von Instagram kennt, wird das Buch lieben – es fühlt sich an wie eine Verlängerung ihres Contents. Es funktioniert natürlich auch ohne die Internetpräsens, ich kannte den Namen vor diesem Buch nicht.
Die Rezepte sind herrlich unkompliziert: Keine abgehobenen Zutaten, keine komplizierten Techniken, sondern pure Zugänglichkeit, die sofort Lust aufs Backen macht. Und trotzdem ist nichts langweilig – in jedem Rezept und im gesamten Design steckt unglaublich viel Liebe zum Detail.
Die Rezepte funktionieren für Kindergeburtstage und Gartenpartys gleichermaßen.
Das Buch transportiert einfach dieses ganz besondere, unaufdringliche Sommergefühl. Die Anleitungen sind super nahbar, klar und verständlich geschrieben – ideal für Back-Profis und Spontan-Bäcker. Ein rundum stimmiges Wohlfühl-Backbuch, das nicht nur Rezepte liefert, sondern echte Motivation, den Sommer in die Küche zu holen!
Was mir persönlich nicht gefällt, ist diese Ausdrucksweise, die wohl modern und hipp darstellen soll, den Rezepten und ihrer Präsentation tut dies aber keinen Schaden.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Sehr starker Beginn

Mit anderen Augen
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"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über eine Frau in ihren mittleren Jahren, die nach und nach ihre Sichtbarkeit verliert.
Es beginnt mit ihrem kleinen Finger, dann ...

"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist ein wunderbar einfühlsamer Roman über eine Frau in ihren mittleren Jahren, die nach und nach ihre Sichtbarkeit verliert.
Es beginnt mit ihrem kleinen Finger, dann verschwindet nach und nach immer mehr von ihr. Ihre Ärztin diagnostiziert "Unsichtbarbeit", nicht heilbar. Tilda geht zu einer Beraterin und in eine Selbsthilfegruppe und nach und nach wird ihr die ganze Schwere des Problems bewusst, sie begreift, wie viele Frauen davon betroffen sind, auch jüngere, aber meistens die älteren.
Da ich mich selbst schon manchmal unsichtbar gefühlt habe, habe ich mich über dieses Buch sehr gefreut.
Die Autorin schreibt locker und leicht, mit einigem Humor. Immer wieder fließen Lebensweisheiten und philosophische Anklänge in den Text mit ein.
Gerade Tilda steckt voller Humor, ist selbstkritisch und ironisch, ich mochte ihre Art die Welt zu sehen sehr gerne.
In dem Roman steckt so viel, es gibt umfangreiche Gesellschaftskritik, es gibt so viele ungesehen Menschen, es gibt so viel, was man selber tun kann, auch für andere. Da gab es einige sehr starke Szenen und Ansätze.
Dann verliert sich das Buch irgendwie selbst, Tilda verliebt sich, in einen reichen und erfolgreichen Mann und alles wird gut. Okay, das ist übertrieben dargestellt, aber das Ende hat mich hier echt enttäuscht. Es kam mir vor, als würde das Buch von Gesellschaftskritik zu einem Selbstfindungstrip rutschen.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Morden mit der Natur

Gärten, Gift und kalte Rache
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"Gärten, Gift und kalte Rache" von Klaudia Blasl ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich schon im Vorfeld auf ihren treffsicheren schwarzen Humor gefreut. Es ist schon der 3. Band in der ...

"Gärten, Gift und kalte Rache" von Klaudia Blasl ist nicht mein erstes Buch der Autorin und ich habe mich schon im Vorfeld auf ihren treffsicheren schwarzen Humor gefreut. Es ist schon der 3. Band in der Krimi-Reihe rund um Pauline und Berta, er ist auch einzeln lesbar, der aktuelle Fall ist in sich abgeschlossen. Allerdings macht es sehr viel Spaß die Entwicklung der Gemeinschaft um die beiden mitzuerleben und ganz nebenbei sein Pflanzenwissen, gerade um die giftigen Exemplare, zu vertiefen.
In Oberdistelbrunn soll es noch grüner und schöner werden, es soll noch mehr wachsen und blühen, summen und brummen und es wird gepflanzt und gebuddelt und s kommt ein Skelett zutage. Es ist von einem Hund, aber der Beginn einer Serie von Giftmorden. Betroffen sind hier Menschen, Männer aus dem Ort. Pauline führt sehr schnell wieder die Hitliste der Verdächtigen an und weiß sich nicht besser zu wehren, als selbst nach dem Täter zu suchen.
Dieses Buch macht, trotz ernstem Hintergrund, sehr viel Spaß, ich musste so oft schmunzeln und auch lachen. Der Humor ist immer sehr treffsicher und tiefschwarz, genau so mag ich es.
Trotz Komik kommt aber der klassische Fall nicht zu kurz, es gibt überraschende Wendungen und auch eine in sich schlüssige Aufklärung. Auch das mitraten hat hier sehr viel Freude gemacht.
Ich freue mich sehr auf weitere Werke der Autorin, Dann wird mein Garten und das Bücherregal wieder ergänzt.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Starke Atmosphäre, aber schwaches Finale

Böser, böser Wolf
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In „Böser, böser Wolf“ entwirft Alexandra Benedict ein interessantes Meta-Szenario: Ein Thriller über das Schreiben von Thrillern. Morde geschehen nach dem Vorbild fiktiver Texte; mittendrin die entführte ...

In „Böser, böser Wolf“ entwirft Alexandra Benedict ein interessantes Meta-Szenario: Ein Thriller über das Schreiben von Thrillern. Morde geschehen nach dem Vorbild fiktiver Texte; mittendrin die entführte Autorin Katie, die versucht, über ihre Geschichten Hinweise auf ihren Peiniger zu geben. Parallel dazu ermittelt DI Lyla Rondell, die eine Verbindung zu Märchen und ihrer eigenen Vergangenheit zieht.
Was mir gefiel:
Die Märchenadaptionen und die morbide, düstere Grundstimmung haben mich sofort gepackt. Der Spannungsaufbau ist rasant und der Einstieg absolut fesselnd.
Was mir fehlte:
Leider blieb ich zu den Protagonistinnen auf Distanz. Ihre Handlungen wirkten oft fremd und wenig nachvollziehbar. Zum Ende hin verlor die Geschichte für mich an Glaubwürdigkeit – vieles wirkte konstruiert, und die Auflösung rund um den Täter war für mich nicht überzeugend. Ein starker Beginn, der leider in einem sehr schwachen Finale endet.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Sehr umfassend und absolut hilfreich

Rheuma ist weiblich
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"Rheuma ist weiblich" von Dr. med. Anna Maier ist ein Ratgeber, ein Sachbuch, ein Begleiter in Sachen Rheuma, speziell zugeschnitten für Frauen und Mädchen.
Die Autorin erklärt zum Anfang auch sehr gut, ...

"Rheuma ist weiblich" von Dr. med. Anna Maier ist ein Ratgeber, ein Sachbuch, ein Begleiter in Sachen Rheuma, speziell zugeschnitten für Frauen und Mädchen.
Die Autorin erklärt zum Anfang auch sehr gut, warum diese Unterscheidung so wichtig ist und leider bei noch zu wenigen Diagnosen und Therapien angewendet wird.
Im Buch geht es um die Diagnostik, die Therapien, das Leben mit Rheuma. Es werden ganz wichtige Fragen aus dem Alltag beantwortet, auch mal ins Detail gegangen.
Es gibt hier auch einen umfassenden praktischen Teil, mit 4-Wochen-Plänen, zu Ernährung, Bewegung, emotionaler Gesundheit und Selbstfürsorge.
Mir gefällt sehr, wie die Ärztin hier mit uns kommuniziert, auf Augenhöhe und wertschätzend, Probleme ernst nehmend und vor allem, verstehend.
Ich bin Betroffene und schon recht gut informiert, trotzdem konnte ich noch so einige wichtige und hilfreiche Ratschläge hier mitnehmen.
Es gibt auch weiterführende Adressen und Links, es ist ein Buch, das einen festen Platz in meinem Regal bekommen hat und in dem ich öfter mal etwas nachschlage.

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