Gute Idee mit kleinen Schwächen
DarklyDer Klappentext von Marisha Pessls „Darkly“ klang für mich nach der perfekten Mischung, da er meine beiden größten Hobbys vereint: Lesen und Gaming.
Die Geschichte dreht sich um die 17-jährige Dia, die ...
Der Klappentext von Marisha Pessls „Darkly“ klang für mich nach der perfekten Mischung, da er meine beiden größten Hobbys vereint: Lesen und Gaming.
Die Geschichte dreht sich um die 17-jährige Dia, die mit ihrer Mutter in einer etwas eigenwilligen WG über einem Antiquitätenladen lebt. Als die Stiftung der verstorbenen Spiele-Ikone Louisiana Veda – deren Kultspiele mittlerweile extrem wertvoll sind – Praktika ausschreibt, ergattert auch Dia einen der begehrten Plätze. Doch vor Ort wartet ein Rätsel: Ein Prototyp wurde gestohlen, wird heimlich gespielt und ein Mitspieler ist spurlos verschwunden. Zusammen mit den anderen Praktikanten soll Dia die Sache aufklären.
Die Grundidee fand ich großartig – ein interaktives Rätsel mit realen Konsequenzen. Leider fehlte mir zwischendurch der echte Nervenkitzel. Die Charaktere blieben für mich etwas blass und distanziert, weshalb ich nicht richtig mitfiebern konnte. Auch hätte ich mir mehr Gelegenheiten gewünscht, um als Leser selbst mitzurätseln.
Ein großes Plus ist jedoch das Finale: Das Buch endet mit einer überraschenden Wendung, die ich so nicht vorhergesehen habe und die perfekt zur Story passt. Ein weiteres Highlight ist die wunderschöne Gestaltung des Buchs – Briefe, Notizen und Fotos sorgen für eine richtig tolle Atmosphäre.