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Veröffentlicht am 19.08.2020

Bauwerkskunst

Der Turm aus Licht
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"Der Turm aus Licht" von Astrid Fritz ist ein großartiger historischer Roman über den Bau des Münsters in Freiburg. Die Zeit, von 1270 bis 1330, in der die Geschichte sich entwickelt, wird sehr spannend ...

"Der Turm aus Licht" von Astrid Fritz ist ein großartiger historischer Roman über den Bau des Münsters in Freiburg. Die Zeit, von 1270 bis 1330, in der die Geschichte sich entwickelt, wird sehr spannend und lebendig dargestellt. Man begleitet viele der handelnden Personen und Familien über ihre komplette Lebenszeit.
Am Anfang ist es der Baumeister Gerhard mit seiner Ehefrau Odilia, die nach Freiburg anreisen und mit dem Bau betraut werden. Große Träume werden dargelegt und teilweise auch verwirklicht. Die Personen in der Geschichte werden über die Zeit alle weiter entwickelt und bekommen dadurch ein Gesicht.
Auch die politischen Verhältnisse und Bündnisse werden gut und verständlich beschrieben.
Man hat das Gefühl ganz in die Welt dieser Zeit einzutauchen mit all ihren Mühen und auch Freuden, die Menschen haben hart gearbeitet, hatten aber auch ihre Freuden und Lieben. Ein paar Liebesgeschichten, die mehr oder weniger gut ausgingen, stehen hier auch im Mittelpunkt und auch der Adel, der seine Kriegszüge finanzieren ließ und für den Dombau kein Geld hatte.
Das Hörbuch ist mit der Sprecherin Svenja Pages gut umgesetzt und mit 21 Stunden eine gut hörbare Länge. Ich hätte mir im CD-Cover noch eine Personenübersicht, eine Zeittafel, Zeichnung des Bauwerks oder ähnliches gewünscht. Grade bei den Personen kann man ja hier nicht schnell mal nachschlagen.
Ansonsten eine absolute Empfehlung für alle Liebhaber des historischen.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Von Kunst und Künstlichkeit

BOHÈME
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Der Roman "Bohème" von Jonas Zauels ist ein wunderschönes Buch, dass einen zum mirfühlen, mitlachen und mitweinen bringt. Schon das Buch an sich ist sehr harmonisch gestaltet, es hat ein sehr passendes ...

Der Roman "Bohème" von Jonas Zauels ist ein wunderschönes Buch, dass einen zum mirfühlen, mitlachen und mitweinen bringt. Schon das Buch an sich ist sehr harmonisch gestaltet, es hat ein sehr passendes Cover mit zugehöriger Rückseite und noch ein schönes rotes Vorsatzpapier, für ein Taschenbuch eine wirklich schöne Ausgabe.
Felicia reist zum Studium nach Paris und ist durch eine Verwechslung auf einmal Florence. Sie hat eine Zwillingsschwester, die sie in ganz neue Kreise, nämlich die Künstlerszene von Paris, einführt. Felicia spielt auch erstmal mit und lernt viele neue Menschen kennen, freundet sich auch an. Ich hatte die ganze Zeit Angst, die "richtige" Schwester taucht auf, aber die Verwechslung wurde anders beendet.
Felicia lernt zwei ganz unterschiedliche Seiten von Paris kennen und sie lernt am meisten über sich selber auf dieser Reise, bei der sie ja eine andere war. Sie findet sich selber wieder. Ich kenne Paris nicht und hatte doch sehr viel Freude am entdecken vieler Details, die sehr anschaulich und liebevoll beschrieben sind.
Besonders angetan war ich von einem alten Kino, in das wunderbar berührende Szenen gelegt wurden. Man hatte das Gefühl beim lesen, dass man vor Ort dabei ist und die Menschen dort alle kennt.
Ein wunderbar leicht zu lesendes Buch, dass ich sicher nochmal lesen werde.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Duffy macht einen auf Duffy

Alter Hund, neue Tricks
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„Alter Hund, neue Tricks“ ist der 8.Teil der Sean-Duffy-Reihe von Adrian McKinty, allerdings der erste, den ich davon gelesen habe. Vielleicht wäre es besser gewesen schon andere Teile zu kennen, mich ...

„Alter Hund, neue Tricks“ ist der 8.Teil der Sean-Duffy-Reihe von Adrian McKinty, allerdings der erste, den ich davon gelesen habe. Vielleicht wäre es besser gewesen schon andere Teile zu kennen, mich hat es beim lesen nicht gestört, werde aber sicher noch einige Teile aus der Reihe nachholen.
Wir sind hier in Nordirland, im Belfast der 90er Jahre und als erstes ist mir aufgefallen, dass Duffy wirklich jedesmal unter seinem Auto nach einer Bombe geschaut hat. Der Nordirlandkonflikt mit Straßensperren, brennenden Autos, Grenzkontrollen wird hier atmosphärisch gut rübergebracht. Schon dadurch wird eine gewisse Spannung erzeugt.
Duffy und sein Freund und Kollege Crabbie sind "Teilzeitpolizisten", sie arbeiten nur noch wenige Monate bis zur Pensionierung für wenige Stunden und werden für keine wichtigen Fälle mehr eingesetzt.
Dann wird ein Maler erschossen, wohl ein schiefgegangener Autodiebstahl und nichts schwieriges. Keiner ist im Dienst, also werden die beiden beauftragt.
Duffy hat seine ganz eigene Art zu ermitteln und Probleme zu klären und es dauert nicht lange und es steht ein ganz anderer Verdacht im Raum, der dann weite Kreise zieht.
Der Schreibstil hier ist schlicht und durchsetzt mit schwarzem Humor, es liest sich super. Duffy hat eine riesige Plattensammlung, einen guten Musikgeschmack und eine Vorliebe für Whisky. Un sogar seinem Erzfeind bietet man in Irland erstmal Tee an, bevor es zu offenen Kämpfen kommt. Mir hat das Buch sehr viel Freude gemacht, grade durch die vielen kleinen menschlichen Details.

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Ibsen Bach in Bestform

Die Dornen des Bösen
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Astrid Korten hat mit "Die Dornen des Bösen" eine Fortsetzung geschrieben, die rasanter und spannender nicht sein könnte. Ich hatte kurz vorher den Vorgänger "Die Akte Rosenrot" gelesen, aber der Band ...

Astrid Korten hat mit "Die Dornen des Bösen" eine Fortsetzung geschrieben, die rasanter und spannender nicht sein könnte. Ich hatte kurz vorher den Vorgänger "Die Akte Rosenrot" gelesen, aber der Band ist auch ohne Vorkenntnisse gut lesbar.
Im Mittelpunkt steht hier Ibsen Bach, ein Profiler mit sehr vielseitigen Fähigkeiten, aber genauso viel ernstzunehmenden Problemen. Er ist eine absolut faszinierende Persönlichkeit, über die man im vorigen Teil schon so einiges erfahren konnte.
Hier geht es los mit einigen Morden und Selbstmorden weltweit, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.
General Sorokin bittet Ibsen seine Tochter Leonela zu finden, die auch eine sehr gute Freundin von Ibsen selber ist. Es gibt Videos, die zeigen, wie sie gefoltert und getötet wird, aber beide glauben nicht an ihren Tod.
Die Dämonen aus seiner Vergangenheit stellen Ibsen auch in diesem Teil wieder nach und hier breitet sch eine ganz eigene, unwahrscheinlich spannende Geschichte vor dem Leser aus.
Ein Killer, der mir seiner verstorbenen Ehefrau Zwiesprache hält und auch immer im Mittelpunkt des Geschehens auftaucht, macht die Sache noch um einiges unberechenbarer.
Es passiert sehr viel, ehe sich diese verschiedenen Stränge alle miteinander verbinden und in einem großartigem Showdown aufgelöst werden. Wobei hier noch so viele Fragen offen bleiben, dass ich mich sehr auf ein erneutes Abenteuer mit Ibsen Bach freuen würde. Atemlose Spannung vom feinsten mit brisanten, hochaktuellen und auch politischen Inhalten. Klare Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Entscheidungen für das Leben

Wirklich leben heißt entscheiden
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Das Buch „Wirklich leben heißt entscheiden“ von Christian Redl und Tom Gschwandtner ist ein Ratgeberbuch und auch wieder nicht. es ist etwas Ratgeber, etwas Biografie und auch ein wenig Erzählband.
Geschrieben ...

Das Buch „Wirklich leben heißt entscheiden“ von Christian Redl und Tom Gschwandtner ist ein Ratgeberbuch und auch wieder nicht. es ist etwas Ratgeber, etwas Biografie und auch ein wenig Erzählband.
Geschrieben wurde es gemeinsam von Christian Redl, einem Freitaucher und Weltrekordhalter, dem seine Erfolge auch wahrhaft nicht in den Schoß fielen und Tom Gschwandtner, der nach einem schweren Unfall Rollstuhlfahrer mit hohem Querschnitt ist.
Als erstes erzählen die beiden, wie sie sich gegenseitig kennen lernten und auf die Idee kamen, dieses Buch zu schreiben. In 14 Kapiteln berichten sie jeweils aus ihrem Leben und wie oft sie sich entscheiden mussten. Wir alle stehen ja oft vor Entscheidungen, ob es einfach um einen Einkauf, das Urlaubsziel oder die Berufswahl geht. Vielen fallen alle Entscheidungen schwer, auch die kleinen. Dieses Buch will etwas die Angst davor nehmen.
"Jetzt, nicht später und schon gar nicht irgendwann".
Die Autoren versuchen die Angst zu nehmen, sich falsch zu entscheiden, nach dem Motto "einen Schritt nach dem anderen" und wenn man etwas wirklich will, sollte man auch dafür kämpfen und sie belegen alles sehr schön mit Beispielen aus ihrem täglichen Leben.
Wie man sich entscheidet und wie man das üben und lernen kann, dafür kriegt man hier sehr gute Hilfen an die Hand, also meine Entscheidung für dieses Buch war absolut richtig.

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