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Veröffentlicht am 03.08.2025

Spannende und düstere Fantasy

The Book Eaters
3

"The Book Eaters" von Sunyi Dean ist eine düstere Fantasy-Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Das Bücher verschlingen ist hier wörtlich gemeint, kein Problem eines Viellesers.
Es leben einige Familien ...

"The Book Eaters" von Sunyi Dean ist eine düstere Fantasy-Geschichte, die mir sehr gefallen hat. Das Bücher verschlingen ist hier wörtlich gemeint, kein Problem eines Viellesers.
Es leben einige Familien zwischen den Menschen, die anders sind, sie sind abgegrenzt, essen die Bücher und nehmen damit auch ihr Wissen auf. Das Sagen haben nur die Männer, die Frauen werden zwischen den Familien zum heiraten und Kinder bekommen herumgereicht. Sie haben keinerlei Macht.
Devon ist eine dieser Frauen, sie wollte allerdings aus diesem System entfliehen, schon, um nicht schon wieder ein Kind zurücklassen zu müssen. So flieht sie mit Cai. ihrem Sohn in die Welt der Menschen.
Wir erfahren, was sie tun muss, um dort zu überleben und in vielen Rückblenden erfahren wir auch nach und nach, was passiert ist und wie sie in diese Situation gelangte.
Leider erfahren wir nichts tiefergehendes über die Gesellschaft der Buchesser, ich hätte gerne mehr gewusst, warum und woraus sie entstanden, wie sie es schaffen, unentdeckt zu bleiben und weiteres.
Devon, als Protagonistin ist stark und entwickelt sich auch weiter, nicht immer kann ich ihre Entscheidungen nachvollziehen, aber es ist sehr spannend ihren Lebensweg zu verfolgen.
Der Schreibstil ist sehr gut und weiß zu fesseln, das Buch hat eine eher düstere Grundstimmung, was mir auch gut gefallen hat. Auch das Erzählen mit den Rückblenden mochte ich sehr.
Ein sehr gutes und spannendes Buch mit eher kleinen Schwächen, dass ich jedem Fantasy-Leser empfehlen kann, der keine verkappten Liebesgeschichten lesen mag. Obwohl es davon auch ein wenig gibt.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Leben am Meer

Das Geschenk des Meeres
0

"Das Geschenk des Meeres" von Julia R. Kelly ist ein sehr stilles, ganz besonderes Buch.
Wir tauschen hier ein in eine andere Zeit, ein anderes Leben. Der Strand von Skerry in Schottland, um 1900, es wird ...

"Das Geschenk des Meeres" von Julia R. Kelly ist ein sehr stilles, ganz besonderes Buch.
Wir tauschen hier ein in eine andere Zeit, ein anderes Leben. Der Strand von Skerry in Schottland, um 1900, es wird ein Junge angespült. Er lebt noch, aber er spricht nicht.
Der Fischer Joseph findet ihn und die Schullehrerin Dorothy nimmt ihn bei sich auf, um ihn gesund zu pflegen, bis seine Herkunft geklärt ist.
Der Autorin gelingt es hier das kleine Fischerdorf, die raue Küste und vor allem die Bewohner vor den Augen der Lesenden auferstehen zu lassen. Gerade die Personen haben sich sehr echt angefühlt, sehr lebendig. Sie haben alle ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen, wo aus einer kleinen Lüge mit den Jahren auch ein Drama, eine tragische Geschichte erwachsen kann.
Mich hat die Erzählung komplett mitgenommen, mit jedem Rückblick versinkt man tiefer in die Vergangenheit und ihre Geheimnisse, kommt dem großen Ganzen ein wenig näher.
Gerade Dorothy und Joseph sind so vielschichtige Charaktere, die sich mir stark eingeprägt haben.
Es entwickelt sich hier mit kleinen Gesten und Bemerkungen ein Drama, dass sich tragisch und traurig anfühlt, aber eben auch menschlich. Die Geschichte wirkt sehr ehrlich und nachvollziehbar.
Es ist kein fröhliches Buch, aber ich habe es sehr gerne gelesen, konnte es kaum aus der Hand legen zwischendurch. Es ist spannend, deshalb verrate ich hier auch nicht mehr, einfach selber lesen, es ist großartig.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Schicksal oder nicht

Vorsehung
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"Vorsehung" von Liane Moriarty spielt mit dem Schicksal, auf ganz eigene Weise, die Vorstellung war schon recht angsteinflößend.
Hier werden viele Perspektiven und auch Zeitstränge begonnen und auch wieder ...

"Vorsehung" von Liane Moriarty spielt mit dem Schicksal, auf ganz eigene Weise, die Vorstellung war schon recht angsteinflößend.
Hier werden viele Perspektiven und auch Zeitstränge begonnen und auch wieder zusammen geführt. Jeder von ihnen hat eine ganz eigene Geschichte zu erzählen, ohne am Ende das große Ganze aus dem Blick zu verlieren.
Es ist eine ganz eigene Vorstellung dabei, das eigene Todesdatum zu erfahren und was es mit demjenigen macht. Wie die Menschen damit umgehen, was sie daraus machen. Ist es hilfreich oder eher katastrophal?
Ich fand das Ganze absolut interessant und spannend, gerade die psychischen Auswirkungen. Die einzelnen Geschichten waren gut zu verfolgen, obwohl die Wechsel manchmal verwirrten.
Auch die Wahrsagerin selber hat hier ihre Geschichte, faszinierend wie sich am Ende alles fügt.
Ich fand das Buch spannend, obwohl es einige Längen hatte und ich habe hier auch einige Themen zum nachdenken mitgenommen.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Eine andere Sichtweise

Killer Potential
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"Killer Potential" von Hannah Deitch ist ein Thriller, aber mal etwas anders aufgebaut. Gerade das mochte ich hier ganz gerne.
Andererseits ist es auch ein Roadtrip, eine Flucht und Bonnie und Clyde-Geschichte. ...

"Killer Potential" von Hannah Deitch ist ein Thriller, aber mal etwas anders aufgebaut. Gerade das mochte ich hier ganz gerne.
Andererseits ist es auch ein Roadtrip, eine Flucht und Bonnie und Clyde-Geschichte. Ich fand es von Beginn an spannend, mit Längen im mittleren Teil.
Irgendwie befinden wir uns hier auch von Beginn an auf der Flucht, mit Evie Gordon, die die toten Eltern ihrer Schülerin im Garten findet. Nachdem sie dann eine gefangene Frau befreit hat, schlägt sie die Tochter, also ihre Schülerin nieder und flieht mit der unbekannten Frau.
So ist sie auf der Flucht und es dauert nicht lange, bis sich die Situation der beiden Frauen zuspitzt.
Interessant finde ich die Dynamik zwischen Evie und Jae, die sich anders entwickelt, als gedacht. Aber auch auf ihrer Flucht erleben die beiden Frauen noch so einige Abenteuer.
Die Geschichte ist teilweise langsam erzählt, ich mag das so, für manche Leser wird da die Action fehlen.
Mir gefällt der Schreibstil sehr, die Sprache ist teilweise ungewohnt modern gehalten. Ich mochte beide Protagonistinnen nicht und konnte die Handlungen oftmals nicht nachvollziehen. Trotzdem hat mich die Geschichte gepackt und gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 24.07.2025

Sehr lesenswert

Zwischen zwei Leben
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„Zwischen zwei Leben“ von Minna Rytisalo ist ein Roman, der nachhaltig wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauen, insbesondere Jenni Mäki, die als Jenny Hill ein neues Leben beginnt, nachdem sie ihren Mann verlässt. ...

„Zwischen zwei Leben“ von Minna Rytisalo ist ein Roman, der nachhaltig wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauen, insbesondere Jenni Mäki, die als Jenny Hill ein neues Leben beginnt, nachdem sie ihren Mann verlässt. Ihre Schwester, Tochter und weitere weibliche Bezugspersonen spielen ebenfalls eine Rolle. Besonders eindrücklich sind die fiktiven Briefe an Brigitte Macron – offen, selbstkritisch und zum Nachdenken anregend.
Auch die Ajatarras, weibliche Märchenfiguren wie Rapunzel oder Aschenputtel, kommen zu Wort. Ihre Erzählungen wurden im Laufe der Zeit verändert, oft zum Nachteil der weiblichen Perspektive. Jennis Reflexionen sind tiefgründig und nachvollziehbar, viele Gedankengänge überzeugen.
Die Themen sind vielfältig: Mutterschaft, Tochtersein, Wechseljahre und Ehe, Wandel und Kontinuität. Die Aufarbeitung ist meist feinsinnig, gelegentlich auch direkt. Ein Buch, das zwar vorrangig Frauen anspricht, aber geschlechterübergreifend lesenswert ist.

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