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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Wundervoll zum immer wieder lesen

Geboren & Geborgen
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"Geboren & Geborgen" ist ein Buch, das in Briefform verfasst wurde. Es hat viele verschiedene Beiträge, von jeweils anderen Verfassern.
Und gerade diese Tatsache macht das Buch zu so einem wertvollen Leseerlebnis. ...

"Geboren & Geborgen" ist ein Buch, das in Briefform verfasst wurde. Es hat viele verschiedene Beiträge, von jeweils anderen Verfassern.
Und gerade diese Tatsache macht das Buch zu so einem wertvollen Leseerlebnis. Es schreiben verschiedene Expertinnen auf jeweils ihrem Gebiet und jeder Beitrag vermittelt Wissen, das auf Erfahrungen beruht.
Die Beiträge sind sehr hilfreich in den verschiedensten Situationen des Alltags in der Vorbereitung auf eine Geburt und auch im Alltag mit Baby.
Mir hat hier die Vielfalt sehr gefallen und auch die so ganz verschiedenen Ausdrucksweisen.
Es ist ein Buch, welches ich komplett einmal gelesen habe und danach zum nachschlagen, Mut machen und Stärke tanken nutze.
Ganz wichtig finde ich hier die ganzheitlichen Ansätze und vor allem immer wieder die Selbstfürsorge.
Das Buch ist sehr hübsch gestaltet und illustriert, wodurch es sich auch bestens als Geschenk für werdende oder junge Eltern eignet.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Hexenwerk

Teufel, tanz mit mir!
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"Teufel, tanz mit mir!" von Simone Dark ist der vierte Teil einer Krimi-Reihe rund um die Bozner Ermittler Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina. Ich habe vorher noch keinen Teil gelesen und dieses ...

"Teufel, tanz mit mir!" von Simone Dark ist der vierte Teil einer Krimi-Reihe rund um die Bozner Ermittler Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina. Ich habe vorher noch keinen Teil gelesen und dieses ist auch nicht notwendig, es handelt sich um einen abgeschlossenen Fall.
In diesem Teil heiraten die beiden Ermittler und schon kurz nach ihrem Ja-Wort eilen sie noch in ihrer festlichen Kleidung an den Ort eines Verbrechens. In einer Burgruine wurde eine Leiche gefunden und es war kein natürlicher Tod.
Was ich an diesem Krimi mochte waren die ganzen alten Hexen-Sagen und Gebräuche, die gut geschildert und eingebunden wurden. Da gab es so einiges Geheimnisvolles.
Ich mochte auch sehr diese Landschaft dort, die gut geschildert und mir vor Augen geführt wurde.
Auch hat die Autorin einige Szenen mit Humor etwas aufgelockert, ihren Schreibstil mag ich.
Was ich nicht so mochte, für einen Krimi fehlte es mir oftmals einiges an Spannung und auch die Auflösung des Falles konnte mich nicht komplett überzeugen.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Sehr emotional und unglaublich gut

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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"Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" von Susanne Abel ist nicht mein erstes Buch der Autorin und sie hat es wieder geschafft, mich komplett mit in diese Geschichte zu ziehen.
Gegen Ende des zweiten ...

"Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" von Susanne Abel ist nicht mein erstes Buch der Autorin und sie hat es wieder geschafft, mich komplett mit in diese Geschichte zu ziehen.
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges kommt ein kleiner Junge ins Heim, der sich nicht an seine Vergangenheit erinnern kann. Er ist fast starr vor Angst und Kummer und so bekommt er einfach einen neuen Namen zugewiesen. Er ist ab jetzt Hartmut, genannt Hardy. Im Heim ergeht es ihm gar nicht gut, bei den Nonnen herrschen kalte, ja unmenschliche Verhältnisse, mit denen jedes Kind überfordert wäre. Ein anderes Kind, Margret, kümmert sich ein wenig um ihn und die Kinder passen aufeinander auf.
Auch Margrets Geschichte wird erzählt, sie darf das Heim nämlich verlassen, in ihre weiteste Familie und auch dort passieren Dinge, die für sie unaussprechlich bleiben werden.
In der Handlung in der Gegenwart, in die das Buch immer wieder wechselt, begegnen wir hauptsächlich Emily, die bei ihren Urgroßeltern aufwächst. Wir bekommen eine Familie vorgeführt, in der Schweigen herrscht, ja, in der sich die Generationen untereinander nicht gut verstehen. Emily leidet sehr darunter und sie beginnt irgendwann Fragen zu stellen und möchte verstehen.
Viele Geschehnisse in der Geschichte erfahren wir hier nach und nach in Rückblenden von Margret oder Hardy. So setzt sich nach und nach die komplette Geschichte zusammen und man beginnt beim Lesen die Folgen und das Verhalten zu verstehen.
Das Buch ist sehr gut geschrieben, eindrücklich und einfühlsam, ohne ins kitschige abzurutschen. Es verbindet wahre Begebenheiten gekonnt mit Fiktion, was alles noch emotionaler macht.
Es ist eine Geschichte, die sic auf alle nachfolgenden Generationen auswirkt und ein Buch, das ich so schnell nicht vergessen werde,

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Veröffentlicht am 13.09.2025

Schwierige Beziehungen

No Way Home
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"No Way Home" von T.C. Boyle hat es wieder geschafft mich von der ersten Sete an in den Bann zu ziehen. Der Autor ist einer der ganz großen Erzähler und ich wurde auch von diesem Werk nicht enttäuscht.
Terry ...

"No Way Home" von T.C. Boyle hat es wieder geschafft mich von der ersten Sete an in den Bann zu ziehen. Der Autor ist einer der ganz großen Erzähler und ich wurde auch von diesem Werk nicht enttäuscht.
Terry ist Assistenzarzt in L.A. und ständig im Stress. Als er telefonisch vom Tod seiner Mutter erfährt, bekommt er diese Nachricht fast gar nicht in seinen Kopf. Noch ganz benommen fährt er nach Boulder City in die Wüste Nevadas, um den Papierkram zu regeln und das Haus zu verkaufen.
Allerdings lernt er sofort Bethany kennen, die bei ihm einzieht, obwohl er das gar nicht möchte. So beginnt eine ganz eigenartige Geschichte, in der auch der Ex-Freund Jesse eine Rolle spielt.
Erzählt wird hier abwechselnd aus den drei Perspektiven, wobei Terry schon den größten Part behält. Die Charaktere werden sehr genau gezeichnet und vorgestellt, man kann sich ein gutes Bild machen. Ich mochte sie eigentlich alle nicht, wobei ich Terrys Reaktionen oftmals so gar nicht nachvollziehen konnte.
Die Geschichte hat ein langsames Erzähltempo, rasante Spannung findet man hier nicht, aber viele Informationen zwischen den Zeilen. Auch die Naturbeschreibungen der Wüste fand ich absolut gelungen.
Es gibt hier so einige Konstellationen an toxischen Beziehungen und an menschlichen Abgründen, beginnend mit Eifersucht und Abhängigkeit bis hin zu purer Gewalt aus Rache.
Ich mag den Schreibstil von Boyle sehr, er erzählt vieles mit schwarzem Humor und einem Augenzwinkern, hat allerdings auch immer die Ränder der Gesellschaft mit im Blick.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Hätte gerne mehr Tiefe gehabt

Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter
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"Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" von James Alistair Henry ist ein Krimi in einer Alternativwelt. Gerade davon habe ich mir soviel versprochen und vielleicht waren meine Erwartungen daran ...

"Pagans - Ein Killer. Zwei Cops. Hunderte Götter" von James Alistair Henry ist ein Krimi in einer Alternativwelt. Gerade davon habe ich mir soviel versprochen und vielleicht waren meine Erwartungen daran auch einfach zu hoch.
Es spielt in einem modernen England, allerdings ohne die industrielle Revolution. Auf den britischen Inseln leben Kelten, Sachsen und Pikten und es gibt gerade wieder eine große und wichtige Konferenz, die sich mit der Bildung eines »United Kingdom« befasst. Zu diesem Zeitpunkt wird einer der Diplomaten aufgefunden, ermordet und an einen Baum genagelt.
Die Ermittlungen werden von zwei sehr verschiedenen Ermittlern geführt, einer keltisch und sehr unabhängig, die andere sächsisch mit der Polizeitruppe hinter sich. Diese beiden Ermittler waren für mich sehr interessant und ich hätte gerne viel mehr über sie erfahren, gerade über Drustan, den Kelten.
Wenn man sich erstmal eingelesen hat, in dieser fremden Welt angekommen ist, entfaltet sich wirklich ein sehr spannendes Szenario. Die Ermittlungen sind spannend und verzweigen sich in verschiedene Richtungen, die Auflösung weiß mich durchaus zu überraschen.
Der Kriminalfall ist sehr intelligent aufgebaut und gelöst, das hat mir richtig gut gefallen.
Weniger gut fand ich, dass mir gerade beim Worlbuilding und den Protagonisten noch Tiefe fehlte, da wäre ich gerne noch tiefer eingestiegen, vielleicht auch als Reihen-Auftakt. So kamen mir viele Aspekte zu kurz und ließen mich mit vielen Fragen zurück.

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