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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2020

Spannende Unterhaltung mit Tiefen

Der rote Judas
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Thoma Ziebula hat mit “Der rote Judas” einen Krimi geschaffen, der in Deutschland, genauer gesagt, in Leipzig, zum Ende des ersten Weltkrieges spielt.
Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich an das ...

Thoma Ziebula hat mit “Der rote Judas” einen Krimi geschaffen, der in Deutschland, genauer gesagt, in Leipzig, zum Ende des ersten Weltkrieges spielt.
Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich an das Geschehen gefesselt und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil ist locker, flüssig und angenehm zu lesen, die Recherchen zu diesem Buch müssen sehr umfangreich gewesen sein. Man bekommt die Stadt zu der Zeit vorgestellt, das harte Leben der Menschen, auch und besonders der Kriegsheimkehrer,und gewinnt so tiefe Einblicke auf eine vergangene Zeit.
Paul Stainer ist so ein Kriegsheimkehrer, der zu Hause mit veränderten Umständen klarkommen muss und auch an den Folgen des Krieges noch leidet. Er hat das Glück seine Arbeit als Inspektor bei der Kriminalpolizei wieder aufzunehmen.
Schon bald wird er mit einem Verbrechen konfrontiert, das uns als Leser sehr spannend und aus verschiedenen Sichtweisen und Erzählebenen präsentiert wird.
Die Protagonisten werden so gut vorgestellt und im weiteren aufgebaut, das man mit ihnen mitleidet und -fühlt. Ich war richtig traurig, als das Buch zu Ende war und ich von den Charakteren Abschied nehmen mußte. Die Hoffnung liegt für mich jetzt auf weitere so gute Bücher über und mit Paul Stainer.
Eine Empfehlung für alle Leser, die Krimis lieben und auch historische Romane zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 31.03.2020

Nachthumor ist schwarz

Das Besondere kommt noch
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Das Buch “Das Besondere kommt noch” von Klaus Märkert wird von ihm selber in die Sparte Nachthumor eingestuft. Mir hat das Lesen dieses kleinen, autobiografischen Bandes sehr gut gefallen und ich habe ...

Das Buch “Das Besondere kommt noch” von Klaus Märkert wird von ihm selber in die Sparte Nachthumor eingestuft. Mir hat das Lesen dieses kleinen, autobiografischen Bandes sehr gut gefallen und ich habe wirklich sehr viel Spaß damit gehabt.
Nicht jeder Autor kann gute Kurzgeschichten schreiben, aber diese hier sind sehr gelungen, jeder einzelnen wird mit der Überschrift ein Musiktitel zugeordnet, der wohl mit dem Schaffensprozess zu tun hat und beim lesen dazu gehört werden kann.
Das Buch ist mit sehr viel Humor, teilweise rabenschwarzen, geschrieben und sollte auch so gelesen werden. Manche Geschichten haben mich schmunzeln lassen, manche mich sehr nachdenklich zurück gelassen. Der Schreibstil ist sehr locker und angenehm zu lesen.
Der Autor besitzt eine feine Beobachtungsgabe, denn meistens geht es hier wirklich aus Szenen des normalen Wahnsinns des Alltags, mit anderen Augen gesehen, so werden Spaziergänge mit dem Hund, Episoden aus dem Leben eines Handys und die Tücken eines neuen Laptops mal ganz anders betrachtet.
“Allein das Künstlerdasein, das freie Denken, birgt Gefahren für die Dagobert Ducks dieser Welt.”
Meine Empfehlung hat dieses Buch, werde mir mal die anderen des Autors anschauen.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Auf der Suche

Die Geheimnisse meiner Mutter
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Den Roman “Die Geheimnisse meiner Mutter” von Jessie Burton habe ich innerhalb von 2 Tagen regelrecht verschlungen. Einmal begonnen, konnte ich ihn kaum noch aus der Hand legen, die Frauen, um die es hier ...

Den Roman “Die Geheimnisse meiner Mutter” von Jessie Burton habe ich innerhalb von 2 Tagen regelrecht verschlungen. Einmal begonnen, konnte ich ihn kaum noch aus der Hand legen, die Frauen, um die es hier geht, haben mich sehr interessiert.
Das Buch erzählt abwechselnd in 2 verschiedenen Zeitebenen, einmal Anfang der 80er Jahre und einmal jetzt.
In der Gegenwart geht es um Rose, die ohne ihre Mutter aufwuchs und auch so ziemlich gar keine Informationen über sie hat. Als ihr Vater irgendwann mal eine Frau, Constance, erwähnt, mit der sie eine tiefe Beziehung hatte, macht sich Rose auf die Suche. Sie dringt in den Umkreis von Constance ein und gewinnt auch ihr Vertrauen.
In der Vergangenheit begleiten wir Elise,eine sehr unsichere Frau auf der Suche nach sich selber, nach ihrem Leben. Wir erleben die Beziehung zu Constance mit und auch, wie Rose geboren wird.
Rose findet am Ende des Buches sehr viel, nur nicht das, was sie suchte. Mir hat das Buch sehr gefallen mit der Vielschichtigkeit der handelnden Personen, es geht nicht um Gut und Böse, jeder kann sich falsch entscheiden.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Zauberhafte Mondmagie

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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Im Rahmen einer Leserunde habe ich den Fantasyroman “Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde” von Isabell May gelesen. Dieses Buch ist der erste Band einer Dilogie, der mich jetzt voller Vorfreude auf ...

Im Rahmen einer Leserunde habe ich den Fantasyroman “Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde” von Isabell May gelesen. Dieses Buch ist der erste Band einer Dilogie, der mich jetzt voller Vorfreude auf das Erscheinen des nächsten, abschließenden Buches, warten läßt.
Die Autorin versteht es mit sehr bildgewaltigen Worten eine eigene Fantasy Welt aufzubauen. Die Beschreibungen sind wirklich wunderschön und ziehen einen tief in diese Geschichte rein.
“Er war ein Fluch, ein personifizierter Fluch auf leisen Pfoten mit scharfen Zähnen, und er hat mich geholt.” “Der Wolf hat mich verschlungen, und das, was übrig geblieben ist, war nicht mehr ich.”
Die Hauptpersonen werden nach und nach vorgestellt und im Laufe des Buches weiter ausgebaut, es gibt besondere Wesen wie Pixies und Blutwölfe und Kelpies und besondere Orte. Teilweise erinnert dieses Buch an klassische Märchen, aber im positiven Sinne, das gefällt mir sehr gut.
Von der Geschichte möchte ich hier gar nicht so viel vorwegnehmen, weil sie sowieso, und das ist für mich der einzige Schwachpunkt dieses Buches, sehr vorhersehbar ist. Man kann sich ziemlich zeitig vorstellen, worauf die Geschichte hinausläuft. Sehr positiv sind die Beschreibungen der Magien in diesem Buch, da hat man wirklich Bilder vor Augen.
Zum Ende hin spielt die Autorin nochmal alle ihre Stärken aus und nimmt einen mit wunderschönen und fantasievollen Beschreibungen mit in ein anderes Reich und man möchte jetzt eigentlich nur noch möglichst schnell den nächsten Teil lesen.

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Veröffentlicht am 13.03.2020

Widersprüchliche Dame

Ich erwarte die Ankunft des Teufels
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Das Buch “Ich erwarte die Ankunft des Teufels” wurde von Mary MacLane schon vor über 100 Jahren geschrieben und auch von vielen gelesen. Durch diese Neuauflage kommen auch wir jetzt in den Genuß, dieses ...

Das Buch “Ich erwarte die Ankunft des Teufels” wurde von Mary MacLane schon vor über 100 Jahren geschrieben und auch von vielen gelesen. Durch diese Neuauflage kommen auch wir jetzt in den Genuß, dieses Werk lesen zu können.
Mary ist ein junge Frau von 19 Jahren, wie sie immer wieder betont, die ihr tägliches Leben und ihre Gedanken hier in tagebuchartiger Form niederschreibt.
Ihr Leben ist geprägt von alltäglichen Einerlei und einer Einsamkeit, wie sie nur eine sehr empfindsame Person so wahrnimmt. Auf ihren weiten Spaziergängen sieht und beschreibt sie Ödnis und Sand und Weite, aber andererseits findet sie öfter auch wunderschöne Beschreibungen für die Natur um sich.
Sie schreibt sehr viel von ihrer eigenen Genialität und charmanten Originalität, das nicht immer klar ist, was hier Sarkasmus ist. Sie schreibt hier einige sehr kluge Dinge und Sätze, die ihrer Zeit weit voraus sind und immer noch allgemein gültig sind, teilweise versinkt sie aber auch in einer Art Selbstmitleid oder Depression. Die Texte sind teilweise recht düster und nicht einfach zu lesen. Meinen Lesegeschmack hat dieses Buch nicht so ganz getroffen.

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