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Veröffentlicht am 15.01.2026

Auf der Flucht

Waldmann
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"Waldmann" von Thomas Ziebula ist nicht mein erstes Buch des Autors und deshalb bin ich hier schon mit recht hohen Erwartungen herangegangen. Gleich zu Beginn kann ich sagen, ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Das ...

"Waldmann" von Thomas Ziebula ist nicht mein erstes Buch des Autors und deshalb bin ich hier schon mit recht hohen Erwartungen herangegangen. Gleich zu Beginn kann ich sagen, ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Das Buch punktet mit einer guten, präzisen Schreibweise, Spannung von Beginn an, verschiedenen Erzählsträngen, denen man gut folgen konnte und nicht zuletzt mit einem brisanten und hochaktuellen Thema.
Johannes Waldmann arbeitet als Ermittler für die Bonner Mordkommission und hat auch privat ziemlich viel zu tragen. Seine geliebte Frau Maria verschwand auf einem Basar in Lagos, von einem Augenblick auf den anderen und trotz seiner intensiven Suche hat er noch immer keine Spur gefunden. Das war vor sieben Jahren.
Jetzt ist auch eine junge Frau verschwunden, eine Ukrainerin und es gibt noch Hinweise auf ähnliche Fälle unter ihren Bekannten. Das geschah am Tatort des Mordes an einem bekannten Lokalpolitiker, das macht die Ermittlungen nicht einfacher.
Was sich dann entfaltet, nach und nach, ist wirklich absolut unheimlich, Rituale, Entführungen, Ausbeutung, Menschenhandel, ein Sumpf böser Verbrechen.
Am besten fand ich hier aber die Charakterzeichnungen, sei es Waldmann selbst, seine Mitarbeitenden, Familie oder auch die Opfer. Sie alle stehen mir lebendig vor Augen, sie sind alle glaubwürdig und lebensecht.
Ich würde sehr gerne weitere Bücher rund um Waldmann lesen, er ist ein sehr interessanter und facettenreicher Protagonist.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Unterhaltsam aufgearbeitet

Parasiten - Meister der Manipulation
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"Parasiten - Meister der Manipulation" von Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar ist ein Buch, das nicht nur lehrreich und informativ, sondern auch absolut unterhaltsam ist.
Es werden ...

"Parasiten - Meister der Manipulation" von Dipl.-Ing. Dr. med. Hans-Peter Hutter und Raoul Mazhar ist ein Buch, das nicht nur lehrreich und informativ, sondern auch absolut unterhaltsam ist.
Es werden hier sehr bekannte Parasiten vorgestellt, aber auch exotische, von denen ich noch nie gehört habe.
Es gibt jeweils ein Porträt, es gibt Fakten zur Verbreitung und Auswirkungen des Befalls, auch was man dagegen tun kann, vorbeugend und therapeutisch.
Das ganze ist auf unterhaltsame und lustige Art geschrieben, teils mit Anekdoten untermauert. Das mochte ich anfangs sehr, im Laufe der Lektüre fand ich es dann allerdings schon fast etwas anstrengend.
Das Buch ist gut allgemein verständlich, obwohl auch einiges sehr wissenschaftlich beschrieben ist, eine Gratwanderung, die hier gut gelingt.
Ein Buch für diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, sich aber nicht durch trockene Fachbücher quälen. Ich habe definitiv einiges dazu gelernt und werde in einigen Situationen in Zukunft vorsichtiger sein.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Anspruchsvoll und spannend

Dogma der Wahrheit
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"Dogma der Wahrheit" von E.X. Behemoff ist der erste Teil der Dilogie "Das Honeypot-Protokoll". Das Buch ist spannend und es ist dystopisch und ich warte jetzt voller Vorfreude auf den Abschlussband.
Der ...

"Dogma der Wahrheit" von E.X. Behemoff ist der erste Teil der Dilogie "Das Honeypot-Protokoll". Das Buch ist spannend und es ist dystopisch und ich warte jetzt voller Vorfreude auf den Abschlussband.
Der Schreibstil ist gut lesbar, der Plot durchdacht, die Themen brandaktuell und die Erzählweise intelligent und doch mit einer Prise Humor.
Die Welt, in die man hier geworfen wird ist rau, sie ist kalt, sie ist anders. Ich habe schon etwas gebraucht, um mich hier komplett einzudenken. Hat man das aber geschafft, packt es einen und nimmt mit auf eine wirklich ganz einzigartige Reise.
Das menschliche, sogar Gedanken, sind nicht mehr frei und werden kontrolliert, Überwachung und Manipulation ist alles. Nicht mal mehr, was man sieht und wahrnimmt, ist echt, alles eingespielt und manipuliert.
Durch Hagen, den Protagonisten, bleibt man aber mit den Gedanken auf der Seite der Menschlichkeit. Er möchte seine Familie und Freunde retten, er ist bereit, alles dafür zu geben. Aber auch er muss erst lernen, wie tief und weit der Betrug hier wirklich reicht.
Das Buch ist sehr komplex und vielschichtig aufgebaut, sehr clever und geschickt konstruiert, auch bietet es Täuschung und absolut überraschende und geniale Wendungen.
Die Geschichte erlebt man durch die Augen einiger Auserwählter, auch in verschiedenen Zeitebenen, die sehr verschieden sind und so noch zusätzliche Dynamik mitbringen.
Auf dieses Buch muss man sich einlassen können, nichts fürs locker nebenher lesen. Wenn man das möchte und Thriller, Dystopien und Science Fiction gerne liest, wird hier hochgradig belohnt mit einer komplexen und anspruchsvollen Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Faszinierende Welt, aber schwer greifbare Handlung

Die Spur der Vertrauten
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„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit ...

„Die Spur der Vertrauten“ ist ein Buch, das nachwirkt, mich aber auch zwiegespalten zurücklässt. Besonders die Protagonistin Claire hat Eindruck hinterlassen: Eine Jugendliche, die ihre Andersartigkeit in einer streng reglementierten Welt verbergen muss. Christelle Dabos entwirft hier ein spannendes Szenario, in dem die Gesellschaft in Sektoren unterteilt ist und Menschen nach ihren „Instinkten“ leben, ein System, das fast zwanghaft wirkt.
Die Dynamik zwischen Claire und dem „Lebensretter“ Goliath sowie die Themen Gemeinschaft gegen Individualität fand ich thematisch stark. Auch das Worldbuilding ist gewohnt originell, allerdings blieben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Obwohl man tiefen Einblick in Claires Gedankenwelt erhält, blieb sie mir oft fremd. Da der rote Faden der Geschichte für mich lange Zeit nicht greifbar war, stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen. Eine interessante Dystopie, die jedoch viel Geduld erfordert.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Leider vorhersehbar

Velvet Falls, but the Gods forgot to die (Velvet-Dilogie 1)
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"Velvet Falls" von Julia Dippel ist der Auftakt einer Dilogie in einem Fantasy-Setting.
Velvet ist Dämonenreiterin, ein der stärksten, und sie wird plötzlich von Visionen befallen. In diesen sterben die ...

"Velvet Falls" von Julia Dippel ist der Auftakt einer Dilogie in einem Fantasy-Setting.
Velvet ist Dämonenreiterin, ein der stärksten, und sie wird plötzlich von Visionen befallen. In diesen sterben die unsterblichen Götter, was auch ihr eigenes Ende bedeuten würde. Sie werden alle von einem Virus befallen. Die Lösung würde im Blut der sieben Göttersöhne bestehen.
Mit einem von ihnen, Kashmere Sinclair, war sie einmal liiert und es fällt ihr sehr schwer ihn um Hilfe zu bitten. Er ist allerdings ihre einzige Option.
Die Welt, mit ihren Göttern, Hexen und Dämonen gefällt mir sehr gut. Ich wäre dort so gerne tiefer eingetaucht, aber eben das lässt diese Geschichte nur ganz vereinzelt zu.
Das Hauptaugenmerk liegt auf der Romanze zwischen den beiden Protagonisten, bei denen es auch mal etwas hitzig werden kann.
Die Kapitel werden abwechselnd von Velvet und Kash erzählt, das fand ich sehr gut gelöst, die Autorin hat auch einen lockeren und teilweise wirklich witzigen Erzählstil.
Wenn das Buch das Hauptaugenmerk auf die, wirklich gute, Fantasy-Geschichte legen würde, wäre es für mich ein echter Volltreffer, so werde ich auf die Fortsetzung verzichten, weil es mir zu vorhersehbar ist.

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