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Veröffentlicht am 07.09.2024

Wundervolle Geschichte mit und über Drachen

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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"Ich fürchte, Ihr habt Drachen" von Peter S. Beagle ist endlich mal wieder ein waschechter Fantasy-Roman. Ein Roman mit sehr viel Wortwitz, Humor und eben Drachen.
Es beginnt ganz klassisch mit einer Prinzessin, ...

"Ich fürchte, Ihr habt Drachen" von Peter S. Beagle ist endlich mal wieder ein waschechter Fantasy-Roman. Ein Roman mit sehr viel Wortwitz, Humor und eben Drachen.
Es beginnt ganz klassisch mit einer Prinzessin, die Hof hält, um ihren Prinzen als Gemahl zu wählen. Es gibt den Kronprinzen, der auf dem Weg ist, ein Abenteuer zu bestehen und einen Drachen zu erlegen.
Es gibt Robert, der davon träumt, Kammerdiener zu sein, aber Kammerjäger ist, er fängt Drachen, die als Ungeziefer behandelt werden.
Und dann gibt es noch einen Zauberer, der auf Rache aus ist.
Der Autor bedient also von Beginn an schon sämtliche Klischees aus der Fantasy und auch klassischen Märchen. Allerdings sind seine Charaktere wirklich großartig, bis hin zu den Geschwistern von Robert und seinen kleinen Hausdrachen. Die Charaktere machen eine Entwicklung durch und auch die Prinzessin, ich hatte sie mir ganz anders vorgestellt, punktet mit Mut, Intelligenz und Selbstständigkeit.
Der Autor nimmt hier seine selbst eingebrachten Klischees wieder auf die Schippe und das macht er auf sehr charmante Art und mit viel Humor.
Allerdings gibt es hier auch eine richtige Abenteuergeschichte, die Helden ziehen in den Kampf, der Himmel verdunkelt sich, es brennt, die Prinzessin verliebt sich und der Held, ja, mehr werde ich hier nicht verraten. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, gerade wenn man Drachen mag.

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Veröffentlicht am 31.08.2024

Wer schläft, sündigt nicht

Anna O.
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"Anna O." von Matthew Blake ist ein Thriller, der sein Potential erst so nach und nach entfaltet, es kann auch daran liegen, dass man erst nach und nach etwas tiefer blicken kann.
Anna Ogilvy schläft, ...

"Anna O." von Matthew Blake ist ein Thriller, der sein Potential erst so nach und nach entfaltet, es kann auch daran liegen, dass man erst nach und nach etwas tiefer blicken kann.
Anna Ogilvy schläft, sie schläft seitdem Moment, wo sie neben den Leichen ihrer beiden besten Freunde gefunden wurde.
Dr. Benedict Prince ist Psychologe und Experte für Verbrechen, die im Schlaf begangen werden und er wird in die Klinik The Abbey abgestellt. Er soll Anna O. dazu bringen aufzuwachen, um ihre Aussage zu machen und der Justiz überstellt werden zu können.
Viele Menschen halten Anna O. für unschuldig, viele für eine eiskalte Mörderin, auf jeden Fall ist sie berühmt. Die Frage ist auch, wie haftet man für ein Verbrechen, dass man vielleicht im Schlaf begangen hat.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und auch nicht chronologisch, man erfährt also nach und nach wieder etwas ganz neues und oft auch überraschendes.
Das Buch ist nicht durchweg spannend, aber mich haben die verschiedenen Sichtweisen doch sehr gefesselt und auch all das Wissenswerte zum Thema Schlaf und Träumen und auch Schuldfähigkeit. Ich fand das alles hochinteressant und überlegenswert.
Es gab hier so nach und nach viele Wendungen, gerade zum Ende hin, die teils überraschend kamen, teils aber auch die Glaubwürdigkeit schon arg strapaziert haben. Hier fand ich es etwas viel des Guten.
Allerdings ist es auch ein, mal etwas anderer Thriller, den ich so schnell nicht vergessen werde und über den ich auch länger nachgedacht habe.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Ziemlich verwirrend

Wenn sie lügt
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"Wenn sie lügt" von Linus Geschke ist nicht mein erster Thriller dieses Autors. Wobei er in meinen Auge nicht ganz an den vorigen herankommt.
Goran kehrt nach Waldesroda zurück, dass er vor 20 Jahren, ...

"Wenn sie lügt" von Linus Geschke ist nicht mein erster Thriller dieses Autors. Wobei er in meinen Auge nicht ganz an den vorigen herankommt.
Goran kehrt nach Waldesroda zurück, dass er vor 20 Jahren, ohne seine Freundin Norah mitzunehmen, verlassen hatte. Damals wurde ein Pärchen aus ihrer Clique ermordet und immer noch schweben diese Vorfälle über den Beteiligten und dem Ort. Vor allem bekommt Norah Briefe, die ein tieferes Wissen zeigen. Lebt der Täter vielleicht sogar noch?
Die Geschichte offenbart uns der Autor langsam und in kleinen Teilen. Alle Protagonisten kommen abwechselnd zu Wort und das auch in ganz unterschiedlichen Zeitebenen.
So setzt sich nach und nach eine Wahrheit zusammen, bis wieder ein anderes Teil an den richtigen Platz fällt.
Beim Lesen habe ich mich immer gefreut, eine Sache durchschaut zu haben und mir ein Bild vom Geschehen machen konnte, bis der Autor es wieder mit wenigen Sätzen zerstörte. Das war geschickt gemacht, wurde mir aber einfach irgendwann zu viel.
Der Schreibstil war gut zu lesen, alles war verständlich dargestellt. Die Spannung war von Beginn an hoch, ich bin immer gut dabei geblieben.
Das Ende hat für mich etwas kaputt gemacht, das passte in meinen Augen nicht so perfekt dazu, war etwas unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 29.08.2024

Guter und spannender Band der Reihe

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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"Der Totenarzt" von Chris Carter ist schon der 13.Fall rund um Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit und Fans der Serie wissen, dass es hier doch etwas gewalttätiger und blutiger ...

"Der Totenarzt" von Chris Carter ist schon der 13.Fall rund um Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD Ultra Violent Crimes Unit und Fans der Serie wissen, dass es hier doch etwas gewalttätiger und blutiger zugeht.
Ich habe das Buch als ungekürztes Hörbuch gehört, meisterlich vorgetragen von Uve Teschner. Seine Stimme hat es einfach gemacht, der Handlung zu folgen und jegliches Geschehen richtig zuzuordnen.
Hier beginnt alles mit einem Opfer eines Verkehrsunfalls, aber bei der Autopsie stellt sich eine andere Todesursache heraus.
Hier geht ein Serientäter mit einer ganz perfiden Masche vor, die jetzt eigentlich eher zufällig ans Licht kommt. Beim Lesen blickt man hier in ganz tiefe Abgründe der menschlichen Psyche und der Folgen daraus.
Das Buch ist von Beginn an spannend erzählt, gerade weil es die Perspektive von Opfern, Täter und Ermittlern geschickt verknüpft und aneinander reiht.
Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legt, auch wenn es Albträume beschert. Ich warte gespannt auf den nächsten Thriller vom Autor.

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Was einem bleibt

Unsere Jahre auf Fellowship Point
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"Unsere Jahre auf Fellowship Point" von Alice Elliott Dark ist ein großartiger Roman, in den man abtauchen und so richtig eintauchen kann.
Ich mochte die beiden Hauptfiguren Agnes und Polly sehr und habe ...

"Unsere Jahre auf Fellowship Point" von Alice Elliott Dark ist ein großartiger Roman, in den man abtauchen und so richtig eintauchen kann.
Ich mochte die beiden Hauptfiguren Agnes und Polly sehr und habe sie gerne über einige Jahre begleitet.
Beide Frauen sind über 80 Jahre alt und die meisten davon befreundet. Ihre Leben unterscheiden sich gar nicht so sehr, wie der Klappentext es darstellt.
Beide sind wohlhabend und bräuchten kein Geld mit Arbeit verdienen, beide sind in der Gesellschaft anerkannt und haben außer ihren Häusern in Philadelphia auch ihre Sommerhäuser an der Küste Maines.
Agnes ist Schriftstellerin und erzählt hier abwechselnd mit Polly und Maude, einer jungen Frau, die die Werke von Agnes neu verlegen möchte und ihr eine Biografie abringen. Alle drei Sichten des Geschehens sind lebendig und interessant erzählt.
Es gibt Rückblicke und Gegenwärtiges und nach und nach setzt sich beim Leser ein komplettes Bild zusammen.
Hier gibt es genug Seiten, um die Protagonistinnen sich entwickeln zu lassen und einige sehr interessante Themen, wie Gleichstellung, Familie, Erbe, Feminismus und auch Landbesitz anzusprechen.
Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung der wundervollen Landschaft und Natur an diesem Küstenstrich, ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Das Buch hat sicher einige Längen, aber ich habe jede einzelne Seite davon genießen können, nur einige Klischees und eine Wende zum Ende hin haben mich etwas gestört.

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