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Veröffentlicht am 12.07.2024

Geniale Abenteuergeschichte

Die Moosburger
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"Die Moosburger" von Marco Rota ist der erste Teil einer Trilogie, von der alle Teile bereits erschienen sind. Hier möchte man am liebsten auch gleich weiterlesen.
Als erstes möchte ich hervorheben, wie ...

"Die Moosburger" von Marco Rota ist der erste Teil einer Trilogie, von der alle Teile bereits erschienen sind. Hier möchte man am liebsten auch gleich weiterlesen.
Als erstes möchte ich hervorheben, wie toll das Buch gemacht ist. Es sind viele kurze, leicht zu lesende Kapitel, es gibt farbige Bilder der Protagonisten und bei den unterschiedlichen Erzählperspektiven bekommt man ein Bild des jeweils Erzählenden. Das hilft sehr gut beim Lesen und der Vorstellung. Zusätzlich kommt man an Links zu Trailern und weiteren interessanten Hintergrundinformationen.
Das Buch ist von Beginn an spannend und nicht nur für Kinder und Jugendliche gut zu lesen.
Ben, Juna, David und Nika sind Jugendliche, die sich flüchtig kennen, eigentlich sogar zusammen in eine Klasse gehen, aber keine Freunde sind. Zu Beginn jedenfalls noch nicht.
Gemeinsam stolpern sie in ein fantastisches Abenteuer, das auf der Moosburg seinen Beginn nimmt. Die Jugendlichen finden einen Zugang zu einer vergessenen Welt, die aber in unserer Welt verankert ist und erleben dort ganz spannende Abenteuer.
Ja, sie geraten in Gefahr, die sie nur bestehen, weil sie sich gegenseitig lernen zu vertrauen, zu helfen und ihre Ängste zu überwinden. Im Laufe des Abenteuers werden aus den vieren beste Freunde und es macht viel Spaß, sie dabei zu begleiten.
Mir gefällt, dass die Abenteuer eigentlich in unserem Alltag angesiedelt sind, nur leicht abseits der bekannten Wege und für jeden mit der nötigen Fantasie erreichbar.
Auch gefällt mir, dass die vier Freunde über ihre Ängste und Sorgen sprechen können, Vorurteile ablegen und sich helfen, das ist gut gemacht.
Ich freue mich jetzt jedenfalls sehr auf den nächsten Teil des Abenteuers.

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Ein einsames Kreuz

Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit
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"Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" von Volker Surmann ist ein Buch, das nachhallt, das nachdenklich macht, aber auch Hoffnung gibt.
Leon ist 13 und schüchtern, hat keine besten Freunde, dafür ...

"Leon Hertz und die Sache mit der Traurigkeit" von Volker Surmann ist ein Buch, das nachhallt, das nachdenklich macht, aber auch Hoffnung gibt.
Leon ist 13 und schüchtern, hat keine besten Freunde, dafür ein Therapeutin.
In der Schule hält er ein Referat zum Thema Tod, das mächtig in die Hose geht. Das Thema, ein Kreuz für Lukas an einer großen Kreuzung, ist schon das richtige, aber seine Vorgehensweise war es wohl nicht.
Leon beginnt neu und Rouven, ein Junge aus seiner Klasse, hilft ihm dabei, freiwillig und gerne.
Sehr gut haben mir die Gespräche zwischen den beiden Jungen gefallen, die mal albern waren, aber oft auch sehr tiefgründig und sich mit Traurigkeit, Anders-sein in jeder Hinsicht, aber auch offen gezeigten Emotionen beschäftigten. Alles einfach und jugendlich geschrieben.
Im Laufe des Buches geht Leon aus sich heraus und lernt viele neue Menschen kennen, immer noch auf der Suche nach den Zusammenhängen mit dem Tod von Lukas. Er findet die Freunde von Lukas, den Unfallfahrer und auch eine Frau, die Blumen an das Grab bringt. Sie alle haben ihm etwas zu geben, etwas zu sagen oder zu zeigen. Die Geschichte hat sich echt angefühlt.
Lukas ist an seinen Ermittlungen gewachsen, er hat Freunde gefunden und erkannt, dass er eigentlich ein sehr emotionaler und mutiger Junge ist und die Depression nicht ein Haupteigenschaft von ihm.
In dem Buch kommen einige sehr wichtige und schwierige Themen zu Sprache, wie die eigene Sexualität, der Tod, Depressionen, Emotionalität, Mobbing und die erste Liebe.
Eine absolute Leseempfehlung und das nicht nur für Jugendliche.

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Veröffentlicht am 12.07.2024

Mit dem Stift nach Kwertz

KoboldKroniken. Dein Comic-Zeichenbuch
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Die "KoboldKroniken. Das Comic-Zeichenbuch" hat nicht irgendwie eine Handlung, die man in die Reihenfolge der Bände bringen sollte. Die Darsteller in diesem Buch sind den begeisterten Lesenden aber allesamt ...

Die "KoboldKroniken. Das Comic-Zeichenbuch" hat nicht irgendwie eine Handlung, die man in die Reihenfolge der Bände bringen sollte. Die Darsteller in diesem Buch sind den begeisterten Lesenden aber allesamt gut bekannt.
Das Buch hat auch eine Story, man darf selber nach Kwertz ziehen und mal wieder eine Gefahr bannen und Abenteuer erleben, richtet sich aber hauptsächlich an die Mal- und Zeichenkünstler unter uns. Benötigt werden nur ein paar Stifte und einen Radierer.
Nach und nach wirkt man so selber als Zeichner in der Story mit und das macht richtig viel Spaß.
Die Anforderungen steigen hier von Seite zu Seite, man wird aber gut angeleitet und an die Hand genommen. Für erste Übungen gibt es Vorlagen und auch Hilfslinien, später kann man auch ganz frei zeichnen. Die Seiten im Buch sind dafür vorgesehen und bieten, neben der Story, genug Platz.
Sehr toll ist, man erlebt hautnah mit, wie ein Comic entsteht und bekommt hilfreiche Tipps aus erster Hand, vom Profi sozusagen. Beim zeichnen von Kobolden und Ähnlichem verbessert man hier echt seine Zeichenfähigkeiten und das mit ganz viel Fantasie.
Ein absolut würdiger Ableger in der Reihe um Dario, Lennart und Co.

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Veröffentlicht am 08.07.2024

Flieg, mein Schmetterling

Der Betrachter: Thriller
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"Der Betrachter" von Catherine Shepherd ist schon Band neun in der Reihe rund um Laura Kern. Man benötigt aber hier keinerlei Vorkenntnisse, der Fall ist in sich abgeschlossen, auch als Neueinsteiger alles ...

"Der Betrachter" von Catherine Shepherd ist schon Band neun in der Reihe rund um Laura Kern. Man benötigt aber hier keinerlei Vorkenntnisse, der Fall ist in sich abgeschlossen, auch als Neueinsteiger alles gut verständlich.
Der Thriller liest sich sehr schnell und wie von selbst, es gibt kurze Kapitel, angenehm große Schrift und mit dem Motto, nur noch ein Kapitel legt man das Buch kaum noch aus der Hand. Die Spannung ist von Beginn an hoch und bleibt es auch bis zum Ende.
Hier wird eine Frauenleiche gefunden, in einer unmenschlich kleinen Kiste, Laura und Max werden zum Tatort gerufen.
In einem anderen Erzählstrang hat Lilly, eine Patientin in der geschlossenen psychiatrischen Abteilung, genau dieses Motiv gezeichnet, als wäre sie am Tatort gewesen.
Viel mehr kann man von der Handlung nicht verraten, ich habe sehr lange nach dem Zusammenhang gesucht. Verbindend ist hier ein Schmetterlingsflügel, der das tolle Motiv auf dem Cover erklärt.
Das Buch ist total clever aufgebaut, es führt den Leser einige Male in die Irre und bis zu Schluss war mir der Täter oder seine Motive nicht klar. Ein Buch voller Spannung und Finesse, sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Geniale Reise nach Irland

Feuerjagd
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"Feuerjagd" von Tana French ist schon das zweite Buch um den ehemaligen Polizisten Cal, das erste heißt "Der Sucher" und ich finde, man kann beide auch sehr gut einzeln lesen. Die Handlung ist abgeschlossen.
Man ...

"Feuerjagd" von Tana French ist schon das zweite Buch um den ehemaligen Polizisten Cal, das erste heißt "Der Sucher" und ich finde, man kann beide auch sehr gut einzeln lesen. Die Handlung ist abgeschlossen.
Man kann das Buch als Kriminalroman bezeichnen, aber es ist viel mehr als das, mir geriet die Auflösung des Falles eher als Nebensache.
Trey ist ein Teenager, sie geht bei Cal ein und aus, lernt bei ihm schreinern und steuert auf ein gutes Leben zu. Sie hat ihre Probleme, aber alles ist im verträglichen Rahmen.
Dann kommt nach langer Abwesenheit ihr Vater Johnny nach Hause und er kommt nicht alleine. Im Schlepptau hat er einen anderen Mann, beide reden von Gold und schnellem Geld, versuchen die anderen Dorfbewohner zu überzeugen, sehr schnell gibt es einen Toten.
Das Buch ist eine regelrechte Studie über dieses Leben auf dem Land, es gibt einsame Cottages, es gibt eine mörderische Hitze und Dürre, es gibt das Dorf und seine Bewohner. Keiner sagt, was er wirklich denkt, alle halten zusammen und es fällt Außenseitern schwer sie zu verstehen.
Die Menschen und auch das Land werden so gut geschildert, dass man sich mitten hinein versetzt fühlt und meint, sie zu kennen und dann kommt es doch ganz anders.
Trey hat einen Plan, sie laviert damit zwischen den Erwachsenen und verfolgt ihre eigenen Ziele, was eine Weile ganz gut gelingt.
Mich hat diese Art der Erzählung und auch die Story total gefesselt, es machte mir, obwohl es eine sehr düstere Geschichte ist, viel Spaß hinter die Fassaden zu blicken und versuchen, etwas vorherzusehen. Es war mir nicht gelungen.

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