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Veröffentlicht am 24.06.2023

Wie alles begann

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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"Der Morgen" von Marc Raabe ist nicht mein erstes Buch des Autors und es hat es geschafft, mich von Beginn an gut zu unterhalten. Es geht hier wieder um eine Reihe und dieses ist der Auftaktband.
Es gibt ...

"Der Morgen" von Marc Raabe ist nicht mein erstes Buch des Autors und es hat es geschafft, mich von Beginn an gut zu unterhalten. Es geht hier wieder um eine Reihe und dieses ist der Auftaktband.
Es gibt hier Tote, mitten in Berlin und sie alle tragen eine Besonderheit auf dem Körper. In den Fällen ermitteln Art Mayer und die Anwärterin Nele Tschaikowski. Beide unterscheiden sich vom Charakter sehr und es ist interessant zu lesen, wie es Nele mit der Zeit versteht, sich etwas Respekt zu verschaffen.
Die Handlung ist hier zweigeteilt und geht immer wieder weit in die Vergangenheit zurück, in die Kindheit von Art und was ihm dort widerfahren ist. Auch diese Erlebnisse sind sehr spannend und man kann sehen, wie das den jetzigen Art geprägt hat. Nicht ganz unwichtig sind auch die damaligen Freunde, die im aktuellen Fall wieder auftauchen.
Und nicht zuletzt ist hier der deutsche Bundeskanzler involviert, in welcher Rolle, ist nicht gleich absehbar.
Ich mochte die Ermittler beide sehr, die Figuren waren glaubhaft und brachten Tempo ins Geschehen. Mir hat der Vergangenheitsteil besser gefallen, obwohl sich beide gut ergänzt haben.
Gegen Ende war es mir ein bisschen viel hin und her, aber ich warte trotzdem sehr gespannt auf den Nachfolger.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört, überzeugend gesprochen von Peter Lontzek.

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Sehnsucht nach Leben

Wo du mich findest
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"Wo du mich findest" von Anne Barns ist ein Buch, dass sich sehr leicht lesen lässt. Und doch spricht es immer wider mal etwas an, was einen zwingt innezuhalten und nachzudenken und das ist hier das Besondere.
Sophie ...

"Wo du mich findest" von Anne Barns ist ein Buch, dass sich sehr leicht lesen lässt. Und doch spricht es immer wider mal etwas an, was einen zwingt innezuhalten und nachzudenken und das ist hier das Besondere.
Sophie hat einige schwere Verluste hinter sich, die sich nicht so leicht verkraften lassen. Um sich wieder selbst zu finden, reist sie an die Ostsee. Dort sieht sie einen Mann, sie spricht nicht mal mit ihm, aber wieder zu Hause träumt sie von ihm.
Sie beginnt ihre Träume aufzuschreiben und lebt mehr in ihnen als in der Realität. Auch ihrem Mann bleibt das nicht verborgen und Sophie steht vor einer Entscheidung.
Jetzt kehrt sie am die Ostsee zurück, mietet sich auf Rügen ein und versucht diesen Mann wiederzufinden.
Das Buch ist von einer Leichtigkeit getragen, obwohl es nicht oberflächlich bleibt. Es erzählt von Verlusten und Trauer, von Freundschaften und Liebe, von Zweifeln und Vertrauen, von Träumen und dem realen Leben.
Ich mochte Sophie sehr, obwohl ich viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Die Autorin versteht es mich mitzunehmen, ans Meer, in die Träume von Sophie, in ihre Gedanken und Wünsche.
Ein unaufgeregtes Buch, dass ich sehr gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Macht nachdenklich

„Hat die Mutti heute frei?"
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„Hat die Mutti heute frei?" von Felix Schenk ist ein Buch, dass mich als Frau und Mutter sehr interessiert und dann auch bewegt hat.
Ich bin selber noch in den alten Rollenbildern verfangen, hier wurde ...

„Hat die Mutti heute frei?" von Felix Schenk ist ein Buch, dass mich als Frau und Mutter sehr interessiert und dann auch bewegt hat.
Ich bin selber noch in den alten Rollenbildern verfangen, hier wurde mir auch oft ein Spiegel vorgehalten, hätte es aber gerne anders erlebt und gelebt. Vergangenes können wir nicht ändern, aber hier sieht man die großen Chancen der jungen Generationen.
Ein Buch, dass man jedem Vater und werdendem Vater in die Hand drücken sollte.
Das Buch ist sehr witzig und unterhaltsam geschrieben, es hat so gar nichts mit erhobenem Zeigefinger zu tun. Der Autor erzählt, in Kapitel unterteilt, aus seinem Leben, deinem Alltag als Vater, der bei weitem nicht immer ohne Probleme abläuft. Als Vater genauso wenig wie als Mutter.
Hier wird aber auch beschrieben, dass man als Vater in einigen Punkten nicht so ernst genommen wird, dass die Gesellschaft noch stark in den Rollenklischees verhaftet ist. Aber das muss ja nicht so bleiben, jeder einzelne kann was dafür tun.
Ich habe dieses Buch mit großem Vergnügen gelesen und auch genug Themen zum nachdenken erhalten, wobei ich dem Autor nicht in allen Punkten zustimmen würde, aber das ist ja egal, Hauptsache ist, das Thema rückt weiter in den Fokus.

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Veröffentlicht am 22.06.2023

Wirklich für Fans der Reihe

Die Wissenschaft von Game of Thrones
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"Die Wissenschaft von Game of Thrones" von Jean-Sébastien Steyer ist ein Sachbuch und doch wieder nicht, weil es sich ja mit einer fiktiven Welt beschäftigt. Diese Welt wird hier aber so analysiert und ...

"Die Wissenschaft von Game of Thrones" von Jean-Sébastien Steyer ist ein Sachbuch und doch wieder nicht, weil es sich ja mit einer fiktiven Welt beschäftigt. Diese Welt wird hier aber so analysiert und dargestellt, dass sie für alle Fans jetzt wirklich echt und real entsteht.
Das Buch ist sehr umfassend und es ist logisch in verschiedene Bereiche, wie Geografie, Schifffahrt, Klima Geschichte und Sprache gegliedert. Jedes Kapitel wird von einem Spezialisten auf diesem Gebiet übernommen. Dadurch wird es teilweise auch fachlich sehr speziell, aber nie langweilig.
Man kann dieses Buch von vorne bis hinten durch lesen, muss man aber nicht, man kann sich seine Interessengebiete auch rausuchen, es gibt keinen durchgehenden Faden, den man verliert.
Für Fans der Serie, egal ob Bücher oder Filme, ist dieses Buch wirklich ein Kompendium, dass es in sich hat. Ich kenne die Serie aus beiden Medien und habe trotzdem noch einige Feinheiten besser verstehen können und erkenne die Leistung von George R.R. Martin noch mehr als zuvor an und hoffe, dass er auch noch einen Abschluss schreibt.
Durch die vielen Autoren, die hier zu Wort kommen, ist jedes Kapitel in anderer Art und Weise geschrieben, was ich nicht negativ empfinde. Einer ist sachlicher, der nächste geht mehr in die Tiefe. Es gibt natürlich Kapitel, die mich bedeutend mehr interessierten als andere.
Manches war mir zu fachlich und zu genau analysiert, wie die verschiedenen Schiffe, vieles fand ich zu kurz abgehakt, beispielsweise die großen Häuser und Charaktere, da hätte es noch viel tiefer gehen können.
Das Buch ist sehr wertig gearbeitet, es ist illustriert, wobei ich gerne noch mehr Grafiken, Illustrationen und Fotos gehabt hätte, gerade bei einem solchen bildgewaltigen Werk.

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Veröffentlicht am 21.06.2023

Wunderbare Erzählung

Die letzte Erzählerin
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"Die letzte Erzählerin" von Donna Barba Higuera ist zwar ein Jugendbuch, aber ebenso eine ganz wunderbare Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Ein kleiner Teil der Menschheit ist beim aufbrechen, ...

"Die letzte Erzählerin" von Donna Barba Higuera ist zwar ein Jugendbuch, aber ebenso eine ganz wunderbare Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Ein kleiner Teil der Menschheit ist beim aufbrechen, weg von der Erde, die es schon in ganz kurzer Zeit nicht mehr geben wird.
Auch Petra Peña mit Eltern und ihrem Bruder ist unter ihnen. Der Abschied ist sehr schmerzhaft und schwer, aber auch das Kommende lockt. Die Reise auf dem Raumschiff wird Jahrhunderte dauern und alles für die Neubesiedlung des erwählten Planeten ist mit an Bord.
Doch als Petra geweckt wird, ist alles ganz anders als geplant und gedacht. Ihre Familie findet sie nicht und es herrscht ein ganz anderer Ton und jede Erinnerung an die Erde ist verboten und ausgelöscht. Und das, obwohl Petra Geschichten liebt und sammelt und Erzählerin werden wollte.
Das Buch ist von Beginn an toll, es hat eine sehr schöne, fast poetische Sprache. Geschichten werden immer wieder mit eingeflochten. Die Bedeutung von Geschichten und Sagen und Märchen für jede Kultur wird hier sehr hervorgehoben und das auf eine wirklich sehr schöne Art und Weise.
Nebenbei weiß das Buch auch noch mit einigen Twists zu überraschen, obwohl es eher eine ruhige Erzählung ist.
Ein Buch, das zeigt, wie wichtig unsere Geschichte, unsere Wurzeln und Vorfahren sind und wie wir sie uns bewahren müssen.

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