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Veröffentlicht am 11.04.2023

Abenteuer auf zwei Rädern

Great Divide
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"Great Divide: 4500 km mit dem Gravelbike durch die Rocky Mountains" von Markus Weinberg und Mathias Müller ist eine fantastische Beschreibung einer Abenteuertour. Einmal zu lesen begonnen, konnte ich ...

"Great Divide: 4500 km mit dem Gravelbike durch die Rocky Mountains" von Markus Weinberg und Mathias Müller ist eine fantastische Beschreibung einer Abenteuertour. Einmal zu lesen begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich lese aber auch sehr gerne und viel solche Berichte über Rad-, Wander-,Boots- und andere Touren.
Es geht hier um die Great Divide, 4500 Kilometer von Kanada bis Mexiko, immer entlang der nordamerikanischen Wasserscheide. Das Rennen hat zwar einen gemeinsamen Start, aber zwei Richtungen, ist ein Solorennen und wird nicht betreut. Jeder ist alleine unterwegs und ohne Team im Hinterland. Deshalb haben letztendlich auch die beiden Autoren kein Team gebildet, sondern waren solo unterwegs, streckenweise mit wechselnden Begleitungen. Dadurch ist jeder Streckenabschnitt aus den beiden verschiedenen Perspektiven beschrieben.
Jedem der Abschnitte ist eine Karte vorangestellt und eine Beschreibung der Besonderheiten. Dann kommt ausführlich, was jeder der beiden auf diesem Abschnitt erlebt hat, wie er ihn wahrgenommen hat. Erstaunlich, wie unterschiedlich das dann ist.
Aufgelockert wird der Text durch viele sehr schöne farbige Fotos und zwischendurch gibt es auch immer mal wieder ein doppelseitiges Interview eines anderen Teilnehmers.
Es ist ein sehr ehrliches Buch, auch Tiefs und Tränen werden nicht verschwiegen, Zweifel und Gefahr. Unsagbar schön auch die Beschreibungen der Natur und die vielen Begegnungen mit wildlebenden Tieren.
Es ist ein Buch, um die Strecke kennenzulernen, ohne sie zu fahren. Ich bin hier sehr gerne gedanklich dabei gewesen, Dank an die Autoren.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Heute fahre ich bis zur nächsten Ecke, da gibt es Eis

Der Schokoriegel-Effekt
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"Der Schokoriegel-Effekt: mit einfachen Mitteln große Ziele erreichen" von Jonas Deichmann mit Unterstützung von Dr. Alexander Doujak bietet Rat und Inspirationen für ein erfülltes, erfolgreiches Leben ...

"Der Schokoriegel-Effekt: mit einfachen Mitteln große Ziele erreichen" von Jonas Deichmann mit Unterstützung von Dr. Alexander Doujak bietet Rat und Inspirationen für ein erfülltes, erfolgreiches Leben – beim Sport, im Alltag und im Business.
Der Autor, Jonas Deichmann, ist dafür bekannt, immer wieder Höchstleistungen, vor allem sportliche, zu erbringen. Ich lese sehr gerne solche Bücher über die Abenteuer in der heutigen Zeit. Sehr gerne vom Sportler selbst geschrieben und mit Fotos bereichert.
In diesem Buch geht es jetzt hauptsächlich um die Selbstmotivation, denn die Höchstleistung spielt sich im eigenen Kopf ab. Das wird hier in den einzelnen Kapiteln mithilfe von Impulsfragen gelöst.
Mir gefällt auch sehr gut die Art und Weise, wie der Autor aus seinem Leben und seinen Abenteuern erzählt, genauso möchte ich das lesen. Dafür fallen die Erklärungen mit der Motivation manchmal auch etwas kurz aus. Für Neueinsteiger super, man kann mit dem Buch richtig arbeiten, sich was erarbeiten.
Wer da schon etwas tiefer in der Materie steckt, wird hier enttäuscht zurück bleiben.
Insgesamt ist das Buch gut und übersichtlich gegliedert, bietet Anleitung und Anregung zum selbst handeln und man kann das Buch gleich nutzen, um seine eigenen Erfolge zu dokumentieren.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Perfekt bis auf das letzte Drittel

Going Zero
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"Going Zero" von Anthony McCarten hat mich von Beginn an so gefesselt, dass ich ihn fast am Stück weggelesen habe. Einmal begonnen, kann man ihn kaum noch aus der Hand legen.
Um die CIA zu bedingungsloser ...

"Going Zero" von Anthony McCarten hat mich von Beginn an so gefesselt, dass ich ihn fast am Stück weggelesen habe. Einmal begonnen, kann man ihn kaum noch aus der Hand legen.
Um die CIA zu bedingungsloser Zusammenarbeit mit ihm zu bewegen, ruft Silicon-Valley-Wunderkind Cy Baxter zu einem Wettbewerb auf. 10 ausgewählte Kandidaten sollen einem neuen Überwachungsprojekt seiner Firma für 30 Tage entgehen und wer das schafft, dem winken 3 Millionen Dollar. Das ist eine sehr spannende Vorgabe, da man ja selber weiß, we schwer es ist, keinerlei Datenspuren zu hinterlassen. Und hinter diesen 10 Personen ist dann ja rund um die Uhr ein ganzes.perfekt ausgebildetes Team auf den Fersen, mit der neueseten Soft- und Hardware.
Die einzelnen Kandidaten werden eingeführt, das hätte für mich gerne noch ausführlicher sein dürfen, der Fokus liegt hier eindeutig und fast ausschließlich auf der Bibliothekarin Kaitlyn Day. Schade um das Potential, denn es wurden ja jeweils 5 Spezialisten und 5 Normalbürger ausgewählt.
Abwechselnd zu kurzen Kapiteln von den Kandidaten gibt es welche von den Verfolgern und auch dem Firmenchef Cy Baxter, der auch noch ein ganz eigenes Ziel verfolgt. Damit ist er aber nicht der einzigste, denn auch Kaitlyn verfolgt ganz eigene Pläne.
Sehr spannend ist diese Verfolgungsjagd gemacht, wenn vorgestellt wird, welche Methoden die einzelnen Kandidaten nutzen und was sie, letztendlich, verraten hat. Kaitlyns Tricks hätte ich auch gerne noch intensiver mitverfolgt, die werden erst später etwas aufgeklärt.
Ganz erschreckend wird hier herausgestellt, welche Methoden zur Überwachung und Verfolgung es schon gibt, die meisten sind uns alltäglich bekannt und was da noch denkbar wäre. Das macht auch Angst, wenn man nicht paranoid ist.
Das Buch hat von Anfang an viel Tempo, schon durch die kurzen, schnell wechselnden Perspektiven und dem Countdown mit der Zeit.
Im letzten Drittel des Buches gibt es nochmal eine komplette Wendung des Inhalts zu einem anderen Thema, die ich so überhaupt nicht gebraucht hätte und die mir so auch nicht gefiel, in diesem Zusammenhang. Das konnte mir das Lesevergnügen, welches ich bis dahin hatte, aber auch nicht mehr zerstören.
Wenn das Buch bei der begonnenen Thematik geblieben wäre, wäre es fast der perfekte Thriller gewesen.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Plötzlich alleinstehend mit Kind

Räume des Lichts
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"Räume des Lichts" von Yuko Tsushima ist schon 1979 erstmalig erschienen und ein wirklich zeitloser Klassiker.
Ich lese sehr gerne Bücher aus dem asiatischen Sprachraum, vor allen Dingen, wenn sie so gut ...

"Räume des Lichts" von Yuko Tsushima ist schon 1979 erstmalig erschienen und ein wirklich zeitloser Klassiker.
Ich lese sehr gerne Bücher aus dem asiatischen Sprachraum, vor allen Dingen, wenn sie so gut übersetzt wurden, wie dieses hier.
Das Buch wird aus der Sicht einer jungen Frau erzählt, ihren Namen erfahren wir nicht, die alleine mit ihrer dreijährigen Töchter in eine neue Wohnung einzieht. Ihr Mann hat sie verlassen, zu ihrer Mutter will sie nicht wieder ziehen und diese Wohnung kann sie sich leisten.
Sie betritt zum ersten Mal die Räume auf dem Dach und in der Wohnung ist nichts, außer Licht, viel Licht. Die Protagonistin versucht sich mit ihrer Tochter wieder ein Leben aufzubauen, doch das scheint für eine alleinerziehende Mutter in dieser Kultur sehr schwierig zu sein.
Sie scheitert manchmal schon an den einfachsten Aufgaben, beispielsweise eine kleine Feier zum Geburtstag der Tochter zu organisieren. Hier wird sehr offen über ihre Emotionen und Träume gesprochen, hart und ungeschönt. Manchmal ist das schwer zu ertragen, fühlt man sich fast wie ein Voyeur.
Dabei kommt immer wieder die Meisterschaft der Autorin zum Vorschein, die es schafft Alltäglichkeiten in Literatur zu verwandeln und uns miterleben zu lassen.
Die Protagonistin leidet, sie hat es schwer, sie bräuchte Hilfe, aber man empfindet beim lesen keine Sympathie für sie, kommt ihr nicht nahe. Viele ihrer Handlungen kann ich auch nicht nachempfinden, was auch nicht an der anderen Kultur liegt. Diese Beschreibungen des Alltags und der Gepflogenheiten dort sind übrigens sehr gut und spannend eingebaut.
Eine zentrale Rolle spielt in all dem Licht hier auch der Tod, er ist unterschwellig immer greifbar, das Wechselbad der Gefühle gut spürbar. Dass man als Mutter nicht automatisch nur Liebe und Fürsorge empfindet, wird genauso gut dargestellt, wie die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

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Veröffentlicht am 11.04.2023

Vergangenheit kommt nach

Verschwiegen
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"Verschwiegen" von Eva Björg Ægisdóttir ist der erste Band in einer Reihe von Island-Krimis.
Akranes ist eine überschaubare und beschauliche isländische Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Dann wird ...

"Verschwiegen" von Eva Björg Ægisdóttir ist der erste Band in einer Reihe von Island-Krimis.
Akranes ist eine überschaubare und beschauliche isländische Kleinstadt, in der jeder jeden kennt. Dann wird aber in der Nähe des Leuchtturms eine Frauenleiche gefunden, zunächst unbekannt, aber trotzdem keine Fremde in dem kleinen Ort.
Die Polizistin Elma, selbst aus diesem Ort stammend, übernimmt gemeinsam mit ihren Kollegen Saevar und Hördur die Ermittlungen. Was zunächst nach einer einfachen und überschaubaren Angelegenheit klingt, geht dann allerdings immer weiter in die Tiefe und auch in die Vergangenheit.
Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt und es kommen hier eine Vielzahl von Beteiligten zu Wort, so dass recht häufig die Perspektive wechselt.
Als Hörbuch fand ich es da schon recht anspruchsvoll, immer genau zu folgen, wann und um wen es gerade geht, dafür hatte ich den Vorteil, die teils für mich sehr ungewohnten Namen vorgelesen zu bekommen.
Ich hätte nicht geahnt, wie weitreichend sich diese Geschichte entwickelt und wer und was da alles beteiligt ist und habe auch sehr lange gebraucht, um den Schuldigen zu erkennen. Viel hängt hier damit zusammen, was verschwiegen wird und aus welchen Gründen, was das noch Jahre später für Konsequenzen für die Betroffenen haben kann.
Die Geschichte ist eher eine der ruhigen, aber intelligent aufgebauten Kriminalfälle, Action sucht man hier vergeblich und auch die Spannung ist nur teilweise hoch. Doch durch das lokale Flair zog mich die Geschichte in ihren Bann und ich werde die Reihe auch weiter verfolgen.

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