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Veröffentlicht am 18.10.2022

Hand in Hand um die Welt

Couple of Men
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"Couple of Men: Ein Männerpaar reist um die Welt" von Karl Krause und Daan Colijn ist kein Reiseführer im herkömmlichen Sinn. Es bietet einen queeren Sti-Mix mit hohem Unterhaltungsfaktor.
Zu Beginn erfährt ...

"Couple of Men: Ein Männerpaar reist um die Welt" von Karl Krause und Daan Colijn ist kein Reiseführer im herkömmlichen Sinn. Es bietet einen queeren Sti-Mix mit hohem Unterhaltungsfaktor.
Zu Beginn erfährt man, wie sich die beiden kennen- und lieben lernten und es wird auch viel berichtet über ihre Schwierigkeiten einen Weg in das Leben zu finden, das sie jetzt leben. Es sind beeindruckende Storys und Anekdoten dabei.
Dann geht es mit den beiden auf Weltreise und durch ihre Augen nimmt man vieles, egal ob bekannt oder auch nur erlesen, auf ganz neue Art und Weise wahr. Und das tut sehr gut, einem eine andere, eine aufregende Art die Welt zu sehen, zeigen zu lassen.
Egal ob ein Kapselhotel in Tokio, ein Kreuzfahrtschiff, Trolle auf Island und Schnee in Kanada, immer gibt es viel Interessantes und Neues zu erzählen. Das tun sie auf eine sehr sympathische, warmherzige Art und Weise, man muss die beiden einfach mögen.
Sehr viel erfährt man über die LGBTQ+-Communitys rund um die Welt, auf die sie als schwules Paar da natürlich ihr Augenmerk richten. Grade hier gab es für mich sehr viel Wissenswertes und Neues zu erfahren.
Noch positiv anmerken möchte ich die vielen Farbfotos im Buch, ich liebe es, wenn ich etwas nicht nur erzählt, sondern auch gezeigt bekomme. Dazu sind auch die vielen QR-Codes im Buch, sie bieten weitere Bilder, Videos und Blogeinträge.
Ein klein wenig mehr Reisebeschreibung hätte ich mir an vielen Stellen dann doch gewünscht, das ist so mein Kritikpunkt an dem Buch.

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Veröffentlicht am 13.10.2022

Die Wunderwelt rund um uns

Die verborgenen Zeichen der Natur
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»Die verborgenen Zeichen der Natur« von Craig Caudill mit Illustrationen von Carrie Shryock ist ein wunderbares Sachbuch für Kinder und alle Junggebliebenen.
Das Buch führt uns durch verschiedene Bereiche ...

»Die verborgenen Zeichen der Natur« von Craig Caudill mit Illustrationen von Carrie Shryock ist ein wunderbares Sachbuch für Kinder und alle Junggebliebenen.
Das Buch führt uns durch verschiedene Bereiche der Natur und verschiedene Lebensräume. Es geht in den Wald, in den Ozean, die Berge, die Wüste und viele andere verschiedene Orte. Wir bekommen den Regenbogen erklärt und auch den nächtlichen Sternenhimmel. Ganz viel lernt man hier über Orientierung, hauptsächlich durch aufmerksames Beobachten mit allen Sinnen. Es wird gezeigt, wie wichtig es ist, aufmerksam und im Hier und Jetzt zu leben und seine Umwelt wirklich wahrzunehmen. Auf diese Weise können neugierige und intelligente Kinder lernen, das Abenteuer Natur anzunehmen und sich draußen wohlzufühlen.
Ganz besonders hinweisen möchte ich auf die vielen passenden, wunderschönen und kindgerechten Illustrationen in diesem Buch, sie sind wirklich etwas ganz besonderes. Auch die Texte sind leicht verständlich, kindgerecht und kurz.
Eine absolute Empfehlung für alle Naturliebhaber und die, die es werden wollen.

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Veröffentlicht am 13.10.2022

Neue Reihe von Poznanski

Stille blutet
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"Stille blutet" von Ursula Poznanski ist der erste Band einer neuen Reihe rund um die Ermittlerin Serafina Plank. Ich würde das Buch einer Mischung aus Krimi und Thriller zuordnen.
Nadine Just ist Nachrichtensprecherin ...

"Stille blutet" von Ursula Poznanski ist der erste Band einer neuen Reihe rund um die Ermittlerin Serafina Plank. Ich würde das Buch einer Mischung aus Krimi und Thriller zuordnen.
Nadine Just ist Nachrichtensprecherin und verkündet live und vor laufender Kamera ihren eigenen Tod, der in Kürze erfolgen soll. Obwohl sie das ganze als einen schlechten Scherz abtut, ist ihr nicht ganz wohl bei der Sache. Zu recht, denn nicht lange danach findet Ihr Ex Tibor Glaser sie ermordet in ihrer Garderobe vor.
Es dauert gar nicht lange, da versammeln sich unter dem Hashtag #inkürzetot so einige solcher Todesnachrichten im Netz. Vieles davon ist nicht ernst zu nehmen und doch gibt es schon bald das nächste Opfer. Und auch bei diesem wird eine Verbindung zu Tibor Glaser hergestellt. Auch bei der Polizei scheint Fina die Einzige zu sein, die an seine Unschuld glaubt.
Die Spannung bleibt hier von Beginn an hoch und der Schreibstil weiß zu fesseln, am liebsten würde man das Buch nicht mehr weglegen. Viele der Charaktere im Buch sind und bleiben unsympathisch und auch einige der Handlungen von Tibor konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Mich stört etwas, dass ein Handlungsstrang im Buch so gar nicht aufgelöst wurde, man jetzt also auf den nächsten Band warten muss.

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Wer bin ich und wo

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
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"Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" von Natasha Pulley ist jetzt das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Auch hier reisen wir wieder in die Vergangenheit, in mehrere davon.
Joe Tournier ...

"Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit" von Natasha Pulley ist jetzt das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Auch hier reisen wir wieder in die Vergangenheit, in mehrere davon.
Joe Tournier steht eines Tages des Jahres 1898 am Bahnhof Gare du Roi in Londres und weiß weder, wer er ist, noch wie er hierher gekommen ist. Wenig später erreicht ihn eine Postkarte von vor 90 Jahren. Darauf abgebildet ist ein Leuchtturm vor Eilean Mor. In ihm wird eine unbestimmte Sehnsucht geweckt, den Absender dieser Postkarte zu finden, der ihn vermisst. Und so macht er sich schon bald auf den Weg und auf eine Suche, von der er nicht ahnen kann, wie abenteuerlich diese werden wird.
Hier gibt es Piraten, es gibt Seeschlachten, Belagerungen, eine Liebesgeschichte und Zeitreisen. Alles ist hier sehr geschickt miteinander verknüpft und es dauert auch eine ganze Weile, bis ich den Zusammenhang gesehen habe.
Mir gefällt sehr, wie hier dargestellt wird, welche Auswirkungen kleine Änderungen am Lauf der Geschichte haben können und werden. Hierbei geht es um komplette Familien, die existieren oder nicht, um den Ausgang großer Schlachten und Kriege und damit um den großen Verlauf der Weltgeschichte.
Das alles erzählt die Autorin aber in einem angenehmen Plauderton, dem man gerne folgt und sich das Gehirn beim hin.und herdenken verbiegen läßt.
Ich bin ein Fan von Zeitreisen und liebe schon deshalb diese Geschichte sehr, aber auch Liebhaber von historischen Seeschlachten werden auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Leben in Barcelona

Simón
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"Simón" von Miqui Otero ist ein Roman, der mich jetzt etwas ratlos zurückläßt.
Die Hauptfigur, der Held, wächst in Barcelona auf inmitten einer Baraja, einer typischen Nachbarschaftskneipe. Dort spielt ...

"Simón" von Miqui Otero ist ein Roman, der mich jetzt etwas ratlos zurückläßt.
Die Hauptfigur, der Held, wächst in Barcelona auf inmitten einer Baraja, einer typischen Nachbarschaftskneipe. Dort spielt sich das komplette Leben der Eltern, von Onkel und Tante und Cousin Rico ab. Alle Stammgäste gehören quasi zum Familienalltag dazu.
Rico ist der beste Freund von Simón, bringt ihm Bücher, zeigt ihm die Stadt und Lebensweisheiten. Simón liebt seine Bücher und lebt in den Geschichten.
Simón ist noch ein Kind, als Rico verschwindet, plötzlich und ohne ein Wort des Abschieds. Irgendwie endet damit die Kindheit von Simón.
Wir begleiten ihn dann noch viele Jahre durch sein weiteres Leben, durch seine Ausbildung zum Koch, verschiedene Affären und auch eine feste Freundschaft aus Kindertagen. Wir begleiten ihn durch viele Irrungen und Wirrungen zurück zu seinen Ursprüngen, in die Stadt, in der alles begann.
Barcelona ist eine großartige Kulisse für dieses Werk, wobei ich gerne mehr vom Flair dieser Stadt gespürt und gelesen hätte.
Die Handlung ist nicht komplett linear, wir springen da schon so manches Mal voraus und zurück und irgendwie fehlte mir dem Ganzen irgendwo der rote Faden.
Vieles wurde aufgeworfen und angesprochen, weniges davon vertieft und beendet. Die Sprache war mir teilweise zu übertrieben und blumig, einfach lesen ließ es sich nicht immer.
Hier wird das Leben und seine Chancen, die es bietet, gefeiert und dann werden die Chancen wieder zerstört. Mich hat das etwas ratlos zurückgelassen, ich denke, ich habe nicht ganz verstanden, was der Autor mir hier sagen will.

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