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Veröffentlicht am 13.08.2022

Die Macht der Bäume

Die letzten Eschen
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"Die letzten Eschen" von Barbara Tapasco ist eine ganz besondere Geschichte aus dem Reich der Fantasy.
Im Königreich Korasi grassiert eine furchtbare Seuche, ab einem bestimmten Alter können Menschen daran ...

"Die letzten Eschen" von Barbara Tapasco ist eine ganz besondere Geschichte aus dem Reich der Fantasy.
Im Königreich Korasi grassiert eine furchtbare Seuche, ab einem bestimmten Alter können Menschen daran erkranken und es gibt scheinbar kein Heilmittel, um ihren Tod zu verhindern.
Wanare ist keine Nemeton, also eine Heilerin und trotzdem verspürt sie eine übermächtige Verbindung zu den Bäumen. Dadurch wird es ihr möglich mithlife der Eschen Menschen von der Seuche zu heilen. Aber die Eschen im Königreich sind selten geworden und unantastbar. Wanare macht sich strafbar, um ihren geliebten Eltern zu helfen und dabei bleibt es nicht.
Die Welt des Königreichs und seiner Bewohner baut sich hier nach und nach bis ins Detail beim lesen auf. Sie war so gut beschrieben, dass es mir möglich war, tief darin einzutauchen. Die Idee mit den Verbindungen zu den Bäumen ist großartig und wird auch sehr gut umgesetzt.
Die Charaktere mag ich sehr, sie sind fein gezeichnet und ausgearbeitet, dürfen Ecken und Kanten haben, sind nicht nur gut oder böse. Sie lernen dazu und dürfen sich weiterentwickeln, sie machen Fehler und es macht Freude ihnen beim leben und Abenteuer erleben zuzusehen.
Es gibt auch eine Romanze, die aber zum Glück eher im Hintergrund bleibt. Viele Lehren kann man hier aus diesem Buch ziehen und der Natur wird hier die Achtung und Aufmerksamkeit gezollt, die sie verdient.
Eine Empfehlung für Fantasyliebhaber ist diese Geschichte mit der frischen und unverbrauchten Idee und dem gut lesbaren Schreibstil der Autorin allemal.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Action über den Wolken

Flug 416
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"Flug 416" von T. J. Newman ist ein Thriller, der mir sehr gefallen hat, auch weil man wirklich merkt, dass die Autorin sich in dem Thema gut auskannte. Ihre jahrelange Erfahrung als Flugbegleiterin merkte ...

"Flug 416" von T. J. Newman ist ein Thriller, der mir sehr gefallen hat, auch weil man wirklich merkt, dass die Autorin sich in dem Thema gut auskannte. Ihre jahrelange Erfahrung als Flugbegleiterin merkte man an sehr vielen Stellen im Buch.
Kapitän Bill Hoffman wird kurz nach dem Start in Los Angeles von einem Mann kontaktiert, der ihn vor eine bittere Wahl stellt. Er soll das Flugzeug mit den 149 Seelen an Bord auf ein bestimmtes Ziel abstürzen lassen oder seine Frau und die beiden Kinder sterben sehen. Der Kapitän gerät dadurch in eine furchtbare Lage, weigert sich aber, diese Entscheidung zu treffen. Durch einen Trick gelingt es ihm noch sich Verbündete bei der Crew zu schaffen.
Das Buch beginnt sofort spannend und bleibt es wirklich fast die ganze Zeit über. Dadurch, dass die Perspektiven oft gewechselt werden, fühlt es sich fast wie rasante Schnitte beim Film an und als Leser weiß man hier immer mehr, als jeder andere der Beteiligten.
Mir gefielen hier einige der Charaktere sehr, beispielsweise die Ehefrau des Piloten oder die Flugbegleiterin, die mit sehr viel Mut und Einfallsreichtum mithilft, die Situation zu entschärfen. Leider wurden auch einige der zu erwartenden Klischees bedient, so die Reaktion der Regierung oder der Täterhintergrund.
Beim lesen ist hier die Zeit wirklich wie im Flug vergangen und ich wurde sehr gut unterhalten, nicht mehr und nicht weniger. Eine Empfehlung für Thrillerfans!

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Spannender als der Auftakt

A Psalm of Storms and Silence. Die Magie von Solstasia
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"A Psalm of Storms and Silence" ist der ganz zauberhafte Abschlußband der Dilogie von Roseanne A. Brown. Hier ist auf jeden Fall zu empfehlen die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn ...

"A Psalm of Storms and Silence" ist der ganz zauberhafte Abschlußband der Dilogie von Roseanne A. Brown. Hier ist auf jeden Fall zu empfehlen die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, denn die Handlung wird fortgesetzt und der erste Band ist zum Verständnis notwendig.
Karina befindet sich mit ihren Verbündeten auf der Flucht und Malik ist im Palast von Ziran verblieben. Die komplette Welt steht am Abgrund der Zerstörung und nur ein bestimmtes Ritual kann sie noch retten. Beide Charaktere wollen alles für die Rettung der Welt geben und doch schaffen sie es immer noch nicht, sich zu vertrauen und zusammenzuarbeiten.
Wie schon im ersten Band wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Karina und Malik erzählt. Beide Stränge treiben die Handlung voran und sind sehr spannend angelegt.
Der Erzählstil der Autorin gefällt mir gut, sie schafft mit ihren Beschreibungen eine Welt, die ich direkt vor Augen sehe. Sehr gut gefällt mir auch, das mal ein wenig andere Fantasyelemente dazukommen, die aus anderen Kulturen stammen. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und wirken sehr authentisch auf mich, da sie auch mal falsche Entscheidungen treffen dürfen.
Die Reise in die Welt von Sonande hat mir sehr gefallen, dieser Band noch etwas mehr als der erste.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Ohne roten Faden

Meine verlorene Freundin
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"Meine verlorene Freundin" von Milena Busquets ist ein Roman, der mich nach dem Ende ein wenig ratlos zurückläßt.
Die Protagonistin ist Autorin, Mitte 40 und zieht zwei Jungs von verschiedenen Vätern ...

"Meine verlorene Freundin" von Milena Busquets ist ein Roman, der mich nach dem Ende ein wenig ratlos zurückläßt.
Die Protagonistin ist Autorin, Mitte 40 und zieht zwei Jungs von verschiedenen Vätern auf. Sie hat eine Beziehung, die sie aber selbst noch in Frage stellt und jetzt möchte sie sich erinnern. An eine Freundin aus lange vergangenen Tagen, die vor vielen Jahren als Jugendliche plötzlich und sehr schnell verstarb. Sie versucht sich an die Umstände von Gemas Tod zu erinnern, wann sie sie zuletzt sah, was sie besprachen. Die Protagonistin geht auf eine Suche in die Vergangenheit.
Die Autorin hat einen guten Schreibstil, manche ihrer Sätze gingen mir richtig unter die Haut und dadurch las sich das Buch sehr gut.
Mir hat hier aber ein konsequenter roter Faden, eine Handlung gefehlt. Die Geschichte springt von einem Punkt zu anderen, nichts wird vertieft, nichts zum Abschluß gebracht.
Die Figuren bleiben mir fern und fremd, ja sind mir nicht sympathisch. Mir fehlte hier auch die Geschichte um die Freundin, die immer nur am Rande mal auftauchte, da die Protagonistin mehr mit sich und ihren Problemen beschäftigt war.
Hier wurde sehr viel Potential verschenkt, denn die Sprache weiß zu gefallen und die Geschichte klang auch sehr spannend.

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Veröffentlicht am 08.08.2022

Wunderbar illustriert

Der Schrank
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"Der Schrank" von Simon Sailer ist der letzte Teil der Essiggassen-Trilogie, die ich alle in der Reihenfolge des Erscheinens gelesen habe. Das ist aber nicht nötig, da die Novellen abgeschlossen sind und ...

"Der Schrank" von Simon Sailer ist der letzte Teil der Essiggassen-Trilogie, die ich alle in der Reihenfolge des Erscheinens gelesen habe. Das ist aber nicht nötig, da die Novellen abgeschlossen sind und nicht zusammenhängen.
Das Buch ist genauso wunderbar gestaltet wie die anderen beiden, ein kleines Hardcover mit Lesebändchen und wirklich wunderschönen Illustrationen von Jorghi Poll. Von den drei Büchern habe ich mich inhaltlich mit diesem am schwersten getan, vielleicht weil ich schon mit diesem fantastischen Aspekt gerechnet habe.
Im Mittelpunkt steht hier die Möbelpackerin Lena, die gemeinsam mit ihren beiden Kollegen einen großen und schweren Schrank abholen und transportieren soll. Beschrieben werden hier auch ihre sehr problematischen Arbeits- und Lebensbedingungen. So hat sie mit ihrem Mann täglich nur eine ganz kurze gemeinsame Zeit und Aufträge müssen erfüllt werden, auch wenn sich Bedingungen sehr verschlechtern.
Lena wird einem schnell sympathisch, sie ist offen, hat einen guten Draht zu den Kollegen und kann zupacken. Dann kommt der wunderschöne, alte, handgearbeitete Schrank ins Spiel und einige Dinge werden surreal. Nach und nach sind beide Kollegen verschwunden, die Gegend mit Tieren bevölkert und Lena teilt uns ihre Gedanken mit.
Die Geschichte hatte mich schnell in ihren Bann gezogen, aber total bezaubert haben mich hier wirklich die Illustrationen, diese haben den Text nicht nur gestützt, sondern ihn sogar weitergeführt. Wie bei den anderen beiden Büchern wird auch hier sehr viel der Erklärungen der Fantasie des Lesers überlassen, mir gefällt das aber gut.

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