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Veröffentlicht am 16.04.2022

Clevere Sauberfrau

Mord und Wischmopp (Mord und Wischmopp 1)
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"Mord und Wischmopp" von Mirjam Munter ist der Beginn einer neuen Reihe im Bereich des Cosykrimis.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Putzfrau Pamela Schlonski, die im Ruhrgebiet eine eigene Firma ...

"Mord und Wischmopp" von Mirjam Munter ist der Beginn einer neuen Reihe im Bereich des Cosykrimis.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht die Putzfrau Pamela Schlonski, die im Ruhrgebiet eine eigene Firma mit Namen "Sauberzauber" betreibt. Zu ihrer Arbeitsroutine gehört auch die Reinigung in den Vereinsräumen eines Fotoclubs. Dabei stolpert sie fast über die Leiche des Vorsitzenden. Ganz nebenbei bekommt sie einige Hinweise und Verdachtsmomente mit und damit ist ihr Detektivsinn voll aktiviert.
Die Figuren und nicht nur die der Pamela in diesem Buch sind so lebensnah und echt dargestellt, dass man sie fast vor Augen hat und sich einbildet, sie zu kennen. Deshalb macht es sehr viel Spaß sie nicht nur bei den Ermittlungen, sondern auch ein Stück weit in ihren Alltag zu begleiten.
Dieses lebensechte ist mir beim lesen öfter mal aufgefallen, ich dachte dann nur, genau so ist es. Der Schreibstil ist hier voller Humor und auch die örtliche Mundart kommt nicht zu kurz. Trotz dem Leichten und Lustigen kommt aber auch die Spannung um den Fall nicht zu kurz und man konnte bis fast zum Schluß miträtseln, wer hier der Täter war. Das hat mir gut gefallen.
Ein sehr schöner Regionalkrimi mit viel Witz, für mich manchmal fast zu viel und einer sehr sympathischen Protagonistin, der ich noch viele weitere Fälle wünsche.

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Veröffentlicht am 16.04.2022

In der Unterwelt von Wien

Das Mädchen und der Totengräber (Die Totengräber-Serie 2)
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"Das Mädchen und der Totengräber" von Oliver Pötzsch ist schon der zweite Fall aus der Leopold von Herzfeldt- Reihe. Ich habe auch den ersten Teil gelesen und sehr gemocht. Auch dieser Fall hat mich nicht ...

"Das Mädchen und der Totengräber" von Oliver Pötzsch ist schon der zweite Fall aus der Leopold von Herzfeldt- Reihe. Ich habe auch den ersten Teil gelesen und sehr gemocht. Auch dieser Fall hat mich nicht enttäuscht und ich würde hier auch gerne noch weitere lesen.
Im Wien des Jahres 1894 taucht im Kunsthistorischen Museum eine Leiche auf, die da in dieser Form nicht hingehört. Der Tote ist ein berühmter Professor für Ägyptologie und wird erst seit kurzer Zeit vermisst. Gefunden wird aber seine fachgerecht präparierte Mumie. Das stellt die Ermittler natürlich vor so einige Rätsel. Wie gut, dass Totengräber Augustin Rothmayer grade ein Buch über die Totenkulte verschiedener Völker schreibt, von dem wir hier auch immer einige Auszüge zu lesen bekommen.
Leopold bringt hier modernere Ermittlungsmethoden ins Spiel, die nicht bei jedem Anklang finden, seine Freundin macht Tatortfotos, was auch nicht als Arbeit für eine Frau empfunden wird und der Totengräber hilft mit seinem sehr umfangreichen Wissen über alles Tote in der Welt. Die Figuren sind lebensecht und sympathisch, die Kriminalfälle verzwickt und spannend und das ganze Buch trotz viel Tod und Blut ist mit viel Humor geschrieben.
Sehr gut haben mir die Ausflüge in das historische Wien gefallen und die Schilderung einiger, für uns, sehr ausgefallenen Zeitvertreibe dieser Epoche.
Das Buch ist für Krimi-Fans genauso zu empfehlen wie für die Leser von historischen Geschichten, ich warte gespannt auf den nächsten Teil.

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Veröffentlicht am 12.04.2022

Würdiger und spannender Nachfolger

Der Mann, der zweimal starb (Die Mordclub-Serie 2)
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"Der Mann, der zweimal starb" von Richard Osman ist schon der zweite Teil der Donnerstagsmordclub-Serie. Nachdem mir der erste Teil hier gut gefallen hatte, habe ich diesen hier in der Hörbuchversion gehört.
Die ...

"Der Mann, der zweimal starb" von Richard Osman ist schon der zweite Teil der Donnerstagsmordclub-Serie. Nachdem mir der erste Teil hier gut gefallen hatte, habe ich diesen hier in der Hörbuchversion gehört.
Die Seniorenresidenz in Coopers Chase und ihre, uns schon bekannten, Bewohner stehen hier wieder im Mittelpunkt und es dreht sich alles um funkelnde Diamanten, aber nicht nur. Diesmal geht es um eine richtig große Ermittlung mit vielen Beteiligten. Nicht nur die Senioren, sondern auch der MI5, die Mafia, eine Drogenhändlerin und die Polizei spielen hier eine wichtige Rolle.
Besonders gefällt mir hier wieder der teilweise recht schwarze Humor und dass man die Senioren aus dem Mordclub noch weiter und besser kennenlernt. Das Buch lebt hier nicht unbedingt von dem Kriminalfall, obwohl dieser hier schon etwas verzwickt und auch spannend war, sondern eher von der Atmosphäre. Das ist teils so haarsträubend und unrealistisch, aber auch sehr emotional und flüssig erzählt, dass man öfter ins schmunzeln kommt.
Die Hörbuchversion ist sehr gut und passend gesprochen von Beate Himmelstoß und Johannes Steck, ich kann sie sehr empfehlen. Man hört jeden der Charakter gut heraus, die Stimmen passen wirklich hervorragend.
Dieser Teil hat mir etwas besser gefallen, als der erste, empfehlen würde ich aber die Einhaltung der Reihenfolge, da die Charakterentwicklung eine große Rolle spielt.

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Veröffentlicht am 11.04.2022

Anspruchsvolle Science Fiction

Rosewater
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"Rosewater" von Tade Thompson ist ein außergewöhnliches Buch und der Auftakt einer Trilogie. Am ehesten würde ich das Buch als Science Fiction und Thriller bezeichnen.
Rosewater ist der Name einer Stadt, ...

"Rosewater" von Tade Thompson ist ein außergewöhnliches Buch und der Auftakt einer Trilogie. Am ehesten würde ich das Buch als Science Fiction und Thriller bezeichnen.
Rosewater ist der Name einer Stadt, in Nigeria, die rund um eine eigenartige Kuppel entstanden ist. Diese Kuppel ist nicht irdisch und hat viele verschiedene Effekt, unter anderem kann sie heilen. Die Stadt Rosewater wächst schnell.
Hier im Buch begleiten wir Kaaro, einen ehemaligen Dieb, der jetzt für Regierungsbehörden arbeitet. Kaaro besitzt ganz ungewöhnliche Kräfte, er ist ein Finder. Er kann Personen und auch Orte und Gedanken wiederfinden und darin ist er der Beste. Diese Fähigkeit steht mit der sporenartigen Xenosphäre in Verbindung, eine Folge des Kontaktes mit der Kuppel und der Präsenz darin.
Jetzt beginnt eine Seuche um sich zu greifen, an der viele mit der besonderen Begabung sterben. Kaaro läuft also die Zeit davon.
Dieses Buch springt in unterschiedlichen Zeiten hin und her, dadurch setzen sich die vielen Informationen erst nach und nach zu einem Bild zusammen. Einerseits erlebt man die Entwicklung von Kaaro zu dem Menschen der er jetzt ist und dann geht es um die Ereignisse in der Gegenwart, um die Suche nach der Ursache für das Sterben der Begabten. Da die Kapitel zeitlich überschrieben sind, macht das Zurechtfinden hier keine Probleme.
Kaaro kam mir nicht wirklich nahe, viele seiner Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen, das störte mein Lesevergnügen aber nicht. Auch der Spannungsbogen wurde hier nur langsam aufgebaut, bleibt dann aber konstant hoch.
In diesem Buch geschehen Dinge, die man sich rational nicht erklären kann, es liest sich mal ganz anders, hier wurde eine gute Idee sehr innovativ umgesetzt. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzungen der Geschichte.

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Veröffentlicht am 10.04.2022

Zwei Frauen im Auto

Ende in Sicht
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"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne ist die Geschichte zweier Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und doch Gemeinsamkeiten haben und finden.
Juli ist 15 und springt von einer Autobahnbrücke, ...

"Ende in Sicht" von Ronja von Rönne ist die Geschichte zweier Frauen, die kaum unterschiedlicher sein könnten und doch Gemeinsamkeiten haben und finden.
Juli ist 15 und springt von einer Autobahnbrücke, sie überlebt, obwohl sie sterben will. Hella ist 69 und auf dem Weg in die Schweiz, in ihren geplanten Tod. Und dabei fällt ihr Juli sozusagen vor das Auto.
Auf jeden Fall fühlt sich Hella verpflichtet, sich um Juli zu kümmern und fährt mit ihr ins nächste Krankenhaus. Aber ganz so schnell wird Hella das Mädchen dann doch nicht wieder los und sie lernen sich langsam etwas besser kennen.
Auch als Leser lernt man nach und nach die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten besser kennen und verstehen. Jede der beiden berichtet mit viel Humor und Sarkasmus aus ihrem Leben und von ihren Problemen.
Es geht hier nicht ganz ernsthaft um den Tod und das Sterben, sondern alles ist in viel schwarzen Humor verpackt, ohne das Thema lächerlich zu machen. Das Buch ist stellenweise schon sehr emotional, aber immer mit einem leichten Augenzwinkern, ich mochte diese Art sehr.

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