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Veröffentlicht am 26.10.2021

Meisterhafte Rettungsaktion

Die Walin
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"Die Walin" von Christian Mahlow ist ein wunderbares kleines Buch mit einer Parabel.
Der Protagonist besucht regelmäßig im Ozeanarium eine Walin, die dort in einem Aquarium lebt. Er bewundert die Schönheit ...

"Die Walin" von Christian Mahlow ist ein wunderbares kleines Buch mit einer Parabel.
Der Protagonist besucht regelmäßig im Ozeanarium eine Walin, die dort in einem Aquarium lebt. Er bewundert die Schönheit des Tieres sehr. Man kann sich sein Erstaunen vorstellen, als ebendiese Walin eines Tages mitten in seinem Wohnzimmer liegt, auf dem Trockenen.
Er versucht sich Hilfe zu holen und alles zu tun, was für ihn im Bereich des Möglichen liegt, dem Meereswesen zu helfen. Die Geschichte klingt so fantastisch und grotesk, es macht sehr viel Spaß sich darin zu versenken. Erzählt wird sie aus der Sicht des Protagonisten, der für uns namenlos bleibt.
Sehr schnell beginnt man sich zu fragen, wo seine Grenzen liegen bei der Liebe zur Walin und auch bei den Hilfsmaßnahmen zu ihrem Überleben.
Als Leser habe ich hier ganz vielfältige Möglichkeiten diese Erzählung zu deuten und zu verstehen, vielleicht ist auch keine davon wahr, oder alle. Das spielt aber wirklich nur eine ganz untergeordnete Rolle, denn diese Geschichte wird mir noch lange in meinem Kopf bleiben.
Was mich absolut überzeugt hat, ist das Gesamtkonzept von diesem Buch, das Cover, die Seitengestaltung, die wunderbar in die Erzählung eingebundenen, Illustrationen, alles das stellt zusammen ein kleine Kunstwerk dar. Respekt dem Autor und dem Verlag für diese tolle Umsetzung.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Gedankenspiele

Auszeit
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"Auszeit" von Hannah Lühmann beschreibt die Geschichte einer Freundschaft und einer Selbstfindung.
Henriette fühlt sich nicht wohl in ihrem Leben, beruflich fühlt sie sich nicht angekommen, ja noch nicht ...

"Auszeit" von Hannah Lühmann beschreibt die Geschichte einer Freundschaft und einer Selbstfindung.
Henriette fühlt sich nicht wohl in ihrem Leben, beruflich fühlt sie sich nicht angekommen, ja noch nicht mal auf dem richtigen Weg, ihr ungeborenes Kind ist nur noch eine schmerzhafte Erinnerung. Da bietet ihre beste Freundin ihr gemeinsame Zeit in einer Ferienhütte im Wald an. Die beiden Frauen reden, arbeiten und genießen die Natur. Hauptsächlich um ihr Kind, dass durch ihre Entscheidung nicht leben durfte, dreht sich ihre Trauer. Aber auch die Dissertation, die nicht so richtig Gestalt annimmt, liegt ihr auf der Seele.
Henriette hat das Gefühl, dass ihr das Leben insgesamt nicht gelingt und sie planlos nichts auf die Reihe kriegt. Teilweise hat sie sehr interessante Gedankengänge, dann zerfließt sie wieder in Mitleid mit sich selbst.
Das Buch hat interessante Ansätze und lässt sich gut lesen, aber irgendwie entglitt mir die Protagonistin mit ihren Gedanken immer mehr.

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Veröffentlicht am 26.10.2021

Revolverheldaugen

Die Rache der Polly McClusky
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"Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ist ein Thriller über ein ganz außergewöhnliches Mädchen und ihren Vater.
Nate hat im Gefängnis so mächtig Ärger, dass ihm sein Tod und er seiner Familie ...

"Die Rache der Polly McClusky" von Jordan Harper ist ein Thriller über ein ganz außergewöhnliches Mädchen und ihren Vater.
Nate hat im Gefängnis so mächtig Ärger, dass ihm sein Tod und er seiner Familie angedroht wird. Er kann fliehen und Polly noch rechtzeitig holen, für ihre Mutter ist es zu spät. Auf der Flucht lernen sich Vater und Tochter erstmals richtig kennen und mit der Zeit auch achten und lieben.
Polly schleppt immer einen Teddy mit und als Tarnung färbt sie sich die Haare quietschrot, ihr Vater macht mit ihr Kampftraining und sie gewinnt an Selbstbewußtsein.
Die beiden fliehen quer durchs Land, was das Ganze zu einer Art Roadtrip macht, aber hauptsächlich geht es um die Geschichte zwischen Polly und ihrem Vater. Polly kann mit ihrem analytischen Verstand so manche Situation retten, dennoch geht es in diesem Buch mit sehr viel Gewalt zur Sache, Gewalt, in die ein Kind nicht verwickelt sein sollte.
Von Anfang an faszinierend ist die Geschichte, wie sich Vater und Tochter aneinander annähern, in diesem Sumpf aus Gewalt, Blut, Drogen und Flucht. Die Bilder die hier gezeigt werden, sind schockierend, kalt, ohne Beschönigung.
Von Anfang an ist hier eine Spannung vorhanden, an die nicht viele Bücher rankommen, es ist beklemmend und hast, aber auch voller Liebe und Hoffnung.

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Veröffentlicht am 25.10.2021

Starke Frauen und Mädchen

Book Rebels
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"Book Rebels" beschreibt 75 Heldinnen aus der Literatur in Wort und Bild.
Zu jeder der beschriebenen Frauen und Mädchen gibt es eine Doppelseite. Einmal eine wunderbar aussagekräftige Illustration zu ...

"Book Rebels" beschreibt 75 Heldinnen aus der Literatur in Wort und Bild.
Zu jeder der beschriebenen Frauen und Mädchen gibt es eine Doppelseite. Einmal eine wunderbar aussagekräftige Illustration zu der Figur und auf der anderen Seite ein kurzes Porträt zum Buchtitel und Autor. Selbstverständlich wird hier auch die Besonderheit jeder Heldin vorgestellt und auch ein treffendes Zitat aus dem Buch. Besonders gut gefallen hat mir, dass verschiedene Autorinnen hier zusammenarbeiten. Dadurch werden die Texte noch abwechslungsreicher.
Es sind Klassiker enthalten, wie Jane Eyre und Miss Marple, Figuren aus alten Zeiten, wie Iphigenie und Antigone, aber auch allseits bekannte wie Alice, Heidi und Pippi Langstrumpf. Auch modernere Heldinnen wie Katniss und Starr spielen hier eine Rolle.
Für mich war das eine gelungene Mischung aus altbekannten und von mir geliebten Figuren und mir gänzlich unbekannten Heldinnen. Einige davon werde ich jetzt ganz sicher kennenlernen, da mich da beim Lesen die Neugier gepackt hat.
Allen Figuren ist gemein, dass sie Heldinnen sind, jede in ihrer Zeit und auf ihrem Gebiet, sie sind stark, wissbegierig und setzen sich mutig durch.
Ein Quellenverzeichnis, Glossar und umfangreiche Autoreninfos runden dieses rundum gelungene Buch ab. Ich bin mir sicher, dass ich noch mehr als einmal darin blättern und lesen werde. Für alle Leseratten, nicht nur für Mädchen, uneingeschränkt zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.10.2021

Gefangen in der Stille

Die Dornen der Stille
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"Die Dornen der Stille" von Astrid Korten ist ein sehr komplexer Psychothriller, bei dem man quasl gezwungen ist, auch um die Ecke zu denken.
Hier geht es um Alex, einen Drehbuchautor, der sich an die ...

"Die Dornen der Stille" von Astrid Korten ist ein sehr komplexer Psychothriller, bei dem man quasl gezwungen ist, auch um die Ecke zu denken.
Hier geht es um Alex, einen Drehbuchautor, der sich an die Polizei wendet, um ein Verbrechen zu verhindern. Dabei gibt er sogar Einblick in sein Tagebuch.
Erzählt wird hier im Stil eines Tagebuchs aus Alex Leben, das nochmals eine Wendung nimmt, als die Familie den Nachbarjungen David bei sich aufnimmt. Das gemeinsame Aufwachsen der Jungen ist von einer sonderbaren Atmosphäre geprägt, ihre Beziehung zueinander eine sehr komplexe.
Zwischendurch wird die Erzählung unterbrochen von sehr gewalttätigen Briefen und Geschichten und auch vom Fortgang der Ermittlungen im Büro der Polizei.
Von Anfang an hat mich die Geschichte sehr gefesselt, wollte ich mehr über das Schicksal von Alex erfahren, der tragischerweise alle seine Beziehungen verlor. Beim Lesen mußte man hier wirklich sehr aufmerksam sein, um den Faden nicht zu verlieren, keine Geschichte zum so nebenbei lesen.
Der Schreibstil der Autorin ist gekonnt flüssig und souverän schafft sie Bilder, die mir vor Augen stehen. Teilweise war ich tiefer im Geschehen, als ich es wünschte.
Das Ende brachte nochmal eine Wendung und verknüpfte einige, der für mich noch losen Fäden. Es ist definitiv nicht der letzte Thriller der Autorin, den ich gelesen habe, weil ihre Bücher sehr viel Abwechslung beinhalten und anspruchsvoll sind.

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