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Veröffentlicht am 14.07.2021

Erwachsen werden

Der große Sommer
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"Der große Sommer" von Ewald Arenz ist ein absolutes Wohlfühlbuch, ein Buch für den Urlaub, die Ferien, den Sommer am See.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Frieder, der mit seiner Familie nicht wie ...

"Der große Sommer" von Ewald Arenz ist ein absolutes Wohlfühlbuch, ein Buch für den Urlaub, die Ferien, den Sommer am See.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Frieder, der mit seiner Familie nicht wie sonst mit in den Urlaub fahren darf, sondern er bleibt zurück und muß lernen für seinen Schulabschluß. Dazu bleibt er bei seinen Großeltern und der strenge, unnahbare Großvater soll ihm zu besseren schulischen Leistungen verhelfen.
Trotz allem wird dieser Sommer für Frieder so ganz anders, als er es sich vorgestellt hat. Er lernt seinen Großvater als ganz anderen Menschen kennen, er lernt ihn zu verstehen und zu mögen. Er erlebt ein erstes heftiges Verliebtsein und auch herbe Enttäuschungen. Er verbringt einen wunderbaren letzten Sommer zwischen Kindheit und Erwachsensein.
Frieder ist ein ganz liebenswerter Junge, der sensibel und intelligent ist, von Selbstzweifeln geplagt, es aber auch schafft mit viel Mut Hindernisse zu überwinden. Dem Autor gelingt es hier mit einer sehr einfühlsamen und auch bildgewaltigen Sprache einen Sommer der Jugend wieder auferstehen zu lassen. Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Eltern sind peinlich

Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt (Eltern 6)
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"Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt" von Pete Johnson ist der neueste Streich in der Reihe rund um Lachnummer Luis und seine Familie.
Das Buch ist wieder in Tagebuchform verfasst und damit in ...

"Wie man seine Eltern richtig groß rausbringt" von Pete Johnson ist der neueste Streich in der Reihe rund um Lachnummer Luis und seine Familie.
Das Buch ist wieder in Tagebuchform verfasst und damit in kurzen Kapiteln sehr gut zu lesen.
Luis bekommt ein Interview, weil er ja immer noch an seinem Plan arbeitet, als Komiker berühmt zu werden. Irgendwie schaffen es dann aber seine Eltern in die Show und Luis unterstützt sie sogar mit Rat und Tat. Alles in seiner unnachahmlich flapsigen und lustigen Art. Es gibt hier so einige Stellen, wo man sich das Grinsen nicht verkneifen kann. An einigen Stellen empfand ich das Geschehen schon etwas zu viel und übertrieben.
Auch wenn man kein weiteres Buch aus der Reihe kennt, läßt sich dieses gut lesen und verstehen. Ich denke mal, man kann es Für Kinder so ab acht Jahren empfehlen. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Abenteuer mit Luis und seinen Freunden.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Junge will Leben

Der Junge, der das Universum verschlang
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"Der Junge, der das Universum verschlang" von Trent Dalton ist für mich eine ganz besondere Erzählung. Bist du ein guter Mensch? Diese Frage stellt sich hier sehr oft und es sind nicht die Farben in Schwarz ...

"Der Junge, der das Universum verschlang" von Trent Dalton ist für mich eine ganz besondere Erzählung. Bist du ein guter Mensch? Diese Frage stellt sich hier sehr oft und es sind nicht die Farben in Schwarz oder Weiß, sondern die Grautöne, die dieses Buch beherrschen.
Eli Bell ist ein Junge mit einem Bruder, der nicht spricht, einer Mutter, die drogenabhängig ist , einem Vater, der die Kinder ertränken wollte und enem Stifvater, der dealt. Sein Babysitter ist der Ausbrecherkönig aus Boggo Road und ein verurteilter Mörder und vor allem sein bester Freund. Wenn man das so liest, nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für ein gutes Leben.
Es ist absolut spannend zu lesen, wie normal die beiden ihren Alltag versuchen zu meistern und was sich ihnen für Probleme in den Weg legen. Erzählt wird hier abwechselnd in mehreren Zeitebenen, manche Dinge erfährt man erst in Rückblicken in die Vergangenheit und versteht die Zusammenhänge damit immer besser. Der Autor erzählt mit klaren Worten und schonungslos offen von Gewalt und Mißbrauch, aber er schafft trotzdem Hoffnung für die Antwort auf die Frage: Bist du ein guter Mensch?
Hier wird in die Welt der Fantasie des Jungen eingetaucht und auch in den knallharten Realismus seiner Umwelt, hier werden Emotionen offenbart, Trauer, Wut, Zorn, Hass, aber auch großes Vertrauen, Freundschaft und Liebe.
Die Sprache in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen, es hat mich tief berührt und wird wohl länger in meinen Gedanken bleiben.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Freundschaft und Vergangenheit

Die Geschichte von Kat und Easy
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"Die Geschichte von Kat und Easy" von Susann Pásztor ist eine Geschichte zweier bester Freundinnen, die sich früfer plötzlich trennten und sich jetzt wiedersehen, fast ein ganzes Leben später.
Kat und ...

"Die Geschichte von Kat und Easy" von Susann Pásztor ist eine Geschichte zweier bester Freundinnen, die sich früfer plötzlich trennten und sich jetzt wiedersehen, fast ein ganzes Leben später.
Kat und Easy waren zwei junge Mädchen, die zusammen im Klub abhingen, zusammen das erste Gras rauchten, die ersten Drinks nahmen und sich das erste Mal verliebten. Blöderweise in denselben Mann. Fripp ist ein ernster, belesener junger Mann, der im Jugendzentrum arbeitet und mit Easy befreundet ist, aber mit Kat zu einem Festival fährt. Dann verunglückt er.
Jetzt führt Kat einen erfolgreichen Blog und Easy hat Familie und ein Haus auf Kreta. Dort verbringen die beiden ein paar Tage miteinander, wobei immer noch vieles ungesagt bleibt.
Sehr gut gefällt mir das abwechselnde erzählen aus den Jugendjahren der Mädchen und dann die Gedanken der beiden Frauen in der Gegenwart. Man spürt in jedem Satz, wie sehr sie ihrer einstigen Vertrautheit und Freundschaft nachspüren wollen und wie sie sich gegenseitig vermissen.
Es ist fast tragisch mitzuerleben, wie sehr die Mißverständnisse und all das Ungesagte noch so viele Jahre später zwischen ihnen stehet und wie sehr sie sich doch noch immer mögen und brauchen. Sie trauern wohl beide den Jahren nach, die sie verloren haben, weil sie es nicht schafften miteinander zu reden, sich gegenseitig Halt zu geben und füreinander dazusein.
Dieses Buch beschreibt sehr gut das Wesen und den Wert der Freundschaft und wie leicht sowas kaputtgehen kann. Nicht ganz so überzeugt hat mich das Ende der Story, da hätte ich es gerne noch etwas ausführlicher gehabt.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Leben auf der Überholspur

Gold, Gauner und türkischer Honig
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"Gold, Gauner und türkischer Honig" von Yasemin Schreiber Pekin ist eine wirklich ganz außergewöhliche Geschichte. Erzählt wird hier von den Frauen der Familie über drei Generationen, 111 Jahre hinweg ...

"Gold, Gauner und türkischer Honig" von Yasemin Schreiber Pekin ist eine wirklich ganz außergewöhliche Geschichte. Erzählt wird hier von den Frauen der Familie über drei Generationen, 111 Jahre hinweg und durch mehrer Länder. Männer gab es in deren Leben natürlich auch, vorzugsweise als Leichen in Tiefkühltruhen. Aber nein, das ist hier keine blutige Mördergeschichte, aber ein seichter Liebesroman ist es ganz sicher auch nicht.
Im Verlauf des Buches musste ich mehrmals lachen, weil aus der Handlung heraus schon sehr skurrile Situationen entstanden.
Wir beginnen mit Ayda, die von ihrer Großmutter in ein Erdbebengebiet in die Türkei gerufen wird. Zwischen den ganzen Wirren und dem dortigen Chaos erzählt sie ihr ihre wahre Lebensgeschichte, angefangen mit Rokselana, ihrer Urgroßmutter.
Besonders war hier, dass Persönlichkeiten der jewiligen Zeiten wie Dali oder auch die Monroe mit eingebunden waren, das hat mir gut gefallen.
Alle Frauen in der Familie waren sehr außergewöhnliche, sehr starke Persönlichkeiten, die ein abenteuerliches und nicht immer legales Leben führten.
Die Erzählung ist nie langweilig und sprüht vor Action und Witz, es ist eine Achterbahnfahrt durch die Zeiten und Orte hinweg.
Mir persönlich wurde es zwischendurch auch mal zu unübersichtlich, aber das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dieser wunderbaren Geschichte.

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