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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Viel hängen blieb nicht

Es war einmal das Huhn
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Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? ...

Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? Und wie veränderte sich dieser im Laufe der Jahre und in Bezug verschiedenster Kulturen?

Besonders zu Anfang wirkt diese Lektüre akademisch und trocken, was meinen persönlichen Lesefluss stark beeinträchtigt hat. Die Problemstellung wurde anhand wissenschaftlicher Methoden erklärt, die jedoch auch ein gewisses Maß an Vorkenntnis und akademischen Interesses voraussetzen. Die einzelnen Kapitel beginnen oft mit einer Situationsbeschreibung eines Interviews und wechselt dann rasch zu sachlichen Themen. Hierbei wandelt der Leser durch die Zeitgeschichte und verfolgt, wie sich das Weltbild bezüglich des Huhns verändert hat. Vieles jedoch bleibt schwammig. Wissenschaftler sehen sich vor einem Problem Knochenfunde zu interpretieren und auch die Betrachtung verschiedener Kulturen wirft teilweise eine große Diskrepanz auf. Erst gegen Ende gelangt das Buch zu noch heute existierenden Ansichten und legt den Finger auf Probleme aktueller Tierhaltung und Massenproduktion- jedoch ist auch hier der Informationsfluss lückenhaft.

Ich fand dieses Buch, nach großer anfänglicher Skepsis, durchaus noch interessant. Viel daraus „mitnehmen“ lies sich für mich jedoch nicht -weder zur eigenen Meinungsbildung, noch in Bezug auf die Haltung einer eigenen Hühnerschar.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

1 Coco, 2 Katzen, 3 Igel

Coco und ihre Freunde - Ein Such- und Zählbuch
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Coco ist ein wirklich schönes Buch um Kindern die Mengen zu verdeutlichen. Die Seiten sind sehr interessant gestaltet. Blickfang ist dabei jeweils eine Szene, in der der Vogel „Coco“ verschiedene befreundete ...

Coco ist ein wirklich schönes Buch um Kindern die Mengen zu verdeutlichen. Die Seiten sind sehr interessant gestaltet. Blickfang ist dabei jeweils eine Szene, in der der Vogel „Coco“ verschiedene befreundete Tiere sucht. Diese werden immer in entsprechender Zahl links neben dem Bild vorgestellt und von einem sehr kurzen Text begleitet, der zum Suchen animiert. Diese Suchspiele beschäftigen das Kind nicht nur auf spannende und interessante Art und Weise, sondern vertiefen durch aktives Mitzählen (gemeinsam mit oder durch den Vorlesenden) zudem das Mengenverständnis sehr gut. Sind zu Anfang die versteckten Tiere noch recht groß, ändert sich das mit zunehmender Menge und es wird kniffeliger. So bleibt das Interesse bestehen und die Lektüre kann dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechend angepasst und gegebenenfalls verkürzt werden. Auch fasst ein Wimmelbild mit allen im Buch vorkommenden Tieren den Inhalt dieses Werkes zum Schluss auch nochmals zusammen.

Auf mich wirkt dieses Buch sehr durchdacht. Mein Kind zeigte sehr viel Freude an den Suchen und hatte auch nach mehrmaligem Ansehen noch Spaß daran die Bilder näher zu betrachten. Mir als Mutter fehlte zwar die Zusammenhänge und Hintergründe der Suchen, da die Seiten keine wirklich aufeinander aufbauende Geschichte enthalten, das Zählen ist dadurch aber dennoch Bestandteil des Buches und wird tatsächlich spielerisch eingeübt. Dazu ergibt sich durch das Fehlen einer übergeordneten Handlung die Möglichkeit einzelne Seiten unabhängig voneinander zu bearbeiten. Vielleicht also ist dies ja genau so gewollt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Dieses Mal: Dana

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal ...

Ich habe alle bisher erschienenen Bände gehört und schwankte bei jedem einzelnen zwischen Euphorie und dem Empfinden, dass es eine Spur too much war, es ins unglaubwürdige abzudriften drohte.
Dieses Mal freute ich mich darauf, dass Arts Verbindungen „nach oben“ nimmer ganz so extrem thematisiert wurden und der Strang sich stattdessen auf Danas verschwinden konzentrierte. Und trotzdem blieb etwas, was mich nicht überzeugen konnte. Raabes Täterprofil wirkte weit hergeholt und wurde mir in letzter Zeit in Krimis einfach schon zu oft für Erklärungen herangezogen, was letztendlich diesem Band einiges an Spannung nahm und zugleich dieser Personengruppe ein Image generiert, dass diese bei Leibe nicht verdient haben. Irgendwann ist auch mal genug. Mit diesem Band werde ich wohl, auch wenn ich mich größtenteils gut unterhalten fühlte, wohl Abstand von dieser Reihe nehmen.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Rosa Federspur und „Mehr“

Drei Wasserschweine wollen's wissen
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Juhuu! Emmy, Tristan und Raul wagen sich erneut ins Mehr! Bereits das erste Band dieser Reihe hatte uns ja auf ganzer Linie überzeugt und die Freude erneut mit den drei Capybara auf Abenteuerreise gehen ...

Juhuu! Emmy, Tristan und Raul wagen sich erneut ins Mehr! Bereits das erste Band dieser Reihe hatte uns ja auf ganzer Linie überzeugt und die Freude erneut mit den drei Capybara auf Abenteuerreise gehen zu dürfen, war daher entsprechend groß.

Mir persönlich hat dieses aktuelle Band sogar noch einen Ticken besser gefallen, da mir die Handlung in sich etwas schlüssiger erschien. Emmy, Tristan und Raul untersuchen das mysteriöse Verschwinden der Flamingos und heften sich an deren rosa Federspur. Doch was brachte die Vögel dazu ihr Gehege so überstürzt zu verlassen?

Wieder kommt man während des Lesens mit einer ganzen Reihe von Zoobewohnern in Berührung, deren Eigenheiten sehr schön herausgearbeitet wurden und tolle, einzigartige Charaktere formen, die skurril, geheimnisvoll oder auch mal ganz schön überdreht wirken können und dadurch ne Menge Bewegung und Spannung in die Handlung bringen. Gegen Leseunterbrechungen meinerseits wurden daher auch gern mal lautstark protestiert, was ich jedoch nur zu gut nachvollziehen konnte.

Auffallend- auch dank Design dem Vorsatzpapier abgedruckten Übersichtsplan- war, dass sich der Aufbau des Zoos im Vergleich zum ersten Band verändert und sich den Bedürfnissen der neuen Handlung angepasst hat. Ich finde diese nicht schlimm, meinen kleiner Schlaufuchs kam aber rasch drauf, dass dieses Mal irgendetwas anders war. Doch während des normalen Lesens spielte dies keine Rolle und führte nicht zu Ungereimtheiten im Handlungsverlauf. Nur waren die Gehege einfach anders angeordnet. Aber wer will schon lesen, dass Tristan, Emmy und Raul zig Gehege passieren müssen um zum aktuellen Handlungsort zu gelangen? Da finde ich diese Lösung hier doch deutlich besser.

Große Faszination lösten jedoch nicht nur die exotischen Tiere und die spannende Handlung aus, sondern auch die liebevolle Darstellung unserer Wasserschweine, die man einfach ins Herz schließen muss. Sie springen mehrfach über ihren eigenen Schatten, beweisen Mut, Zusammenhalt und Empathie, besitzen jeder für sich spezielle Eigenschaften und Stärken und ergänzen sich dadurch großartig!
Ich hoffe bereits jetzt, dass der nächste Band nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Denn wir brennen auf mehr „Mehr“!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Persönliche Erfahrungen kombiniert mit interessanten Tierportraits

Die verborgene Tierwelt unserer Städte
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Zugegeben, erwartet hatte ich von diesem Buch etwas anderes und ich bin mir auch nicht sicher ob ich wirklich so viele Informationen darüber gewollt hätte, was in unseren Wohnungen so alles mit uns lebt. ...

Zugegeben, erwartet hatte ich von diesem Buch etwas anderes und ich bin mir auch nicht sicher ob ich wirklich so viele Informationen darüber gewollt hätte, was in unseren Wohnungen so alles mit uns lebt. Doch spannend und interessant war es schon. Das Buch wechselt dabei wiederkehrend zwischen dem Erleben des Autors und den wissenschaftlichen Informationen zu den, ihm begegneten Tieren- beginnend bei Schaben, Ameisen, Käfern (und ich muss Marco Granata recht geben, dass hier die häusliche Umgebung den Ekel in der Tat steigert) über in der Stadt lebende Vögel bis hin zu größeren Säugetieren und Fischen und verbindet dadurch alles zu einem großen Ganzen. Diese Herangehensweise empfand ich als ungewöhnlich, aber auch persönlich und sehr spannend zu lesen. Selbst wenn mir die Tiere außerhalb unserer eigenen Behausungen deutlich mehr zusagten, wirkten die Informationen zu den allen Tieren fundiert und interessant. Begleitend zu den Tierportaits wurden bunte, naturgetreuen Illustrationen ins Buch integriert, die für mein Empfinden jedoch gern etwas größer abgebildet hätten werden können. Nichts desto trotz ist dieses Buch sowohl Blickfang als auch Quelle erstaunlichen Wissens. Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es hätte mich nicht in seinen Bann geschlagen.

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