Viel hängen blieb nicht
Es war einmal das HuhnDieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? ...
Dieses Buch geht auf die geschichtlichen Hintergründe des Huhns ein. Woher stammt es, welche Rückschlüsse können anhand Knochenfunden geschlossen werden? Welchen Stellenwert hatte das Huhn für den Menschen? Und wie veränderte sich dieser im Laufe der Jahre und in Bezug verschiedenster Kulturen?
Besonders zu Anfang wirkt diese Lektüre akademisch und trocken, was meinen persönlichen Lesefluss stark beeinträchtigt hat. Die Problemstellung wurde anhand wissenschaftlicher Methoden erklärt, die jedoch auch ein gewisses Maß an Vorkenntnis und akademischen Interesses voraussetzen. Die einzelnen Kapitel beginnen oft mit einer Situationsbeschreibung eines Interviews und wechselt dann rasch zu sachlichen Themen. Hierbei wandelt der Leser durch die Zeitgeschichte und verfolgt, wie sich das Weltbild bezüglich des Huhns verändert hat. Vieles jedoch bleibt schwammig. Wissenschaftler sehen sich vor einem Problem Knochenfunde zu interpretieren und auch die Betrachtung verschiedener Kulturen wirft teilweise eine große Diskrepanz auf. Erst gegen Ende gelangt das Buch zu noch heute existierenden Ansichten und legt den Finger auf Probleme aktueller Tierhaltung und Massenproduktion- jedoch ist auch hier der Informationsfluss lückenhaft.
Ich fand dieses Buch, nach großer anfänglicher Skepsis, durchaus noch interessant. Viel daraus „mitnehmen“ lies sich für mich jedoch nicht -weder zur eigenen Meinungsbildung, noch in Bezug auf die Haltung einer eigenen Hühnerschar.