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Veröffentlicht am 21.02.2025

Ein Volltreffer!

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten
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Kennt ihr das, wenn ihr nach der Lektüre von einem Buch noch ganz beseelt seid? Wenn die Gedanken noch immer um die Geschichte kreisen und ihr euch zurück ins Geschehen wünscht?
So erging es mir mit „Flora ...

Kennt ihr das, wenn ihr nach der Lektüre von einem Buch noch ganz beseelt seid? Wenn die Gedanken noch immer um die Geschichte kreisen und ihr euch zurück ins Geschehen wünscht?
So erging es mir mit „Flora Magica“. Ich hab mich in den Seiten verloren, in dieser märchenhaft entrückten Atmosphäre und der Magie der Pflanzen. Auch für mich wurde die Villa Cunabula rasch zum Sehnsuchtsort und Flora eine Frau, der ich nur zu gerne einmal begegnet wäre. Die Faszination ihrer Urenkel für die Macht der Pflanzen konnte ich daher sehr, sehr gut nachvollziehen und ich habe mich mit ihnen so verbunden gefühlt. Es ist aber auch spürbar, dass dieses Band der Auftakt einer Serie ist, der erst den Grundstein für ein größeres Abenteuer legt. Man erhält schon etwas Einblick in die Magie, doch vieles bleibt auch noch sehr vage- wie Samen, die erst noch keimen und erblühen.

Aus jeder geschriebenen Seite und aus jeder dieser wunderschönen, außergewöhnlichen Illustrationen spricht so viel Herzblut! Da sind abgedruckte Briefe, Pflanzenportraits von realen und magischen Gewächsen, ihrer Mystik und ihrem Nutzen, Hintergrundwissen und bewegende Zitate, die schwarz-weißen Bilder greifen die Handlung wunderbar auf, sie sind faszinierend schön und detailreich. Dazu enthält die Geschichte erstaunlich viel Tiefe und Wahrheit. Sie spricht sehr emphatisch von Verlust und Tod, von Familie und Zugehörigkeit, enthält aber auch schon zarte Andeutungen Richtung Pharma- und Agrarindustrie.

Für mich ist dieses Buch absolut gelungen. Es hat mich verzaubert und berührt. Wir, ich und meine Kinder sind fasziniert von Pflanzen, deren Wirkung und lieben die Natur, haben aber auch ein Faible für magische Geschichten. „Flora Magica“ war für uns ein absoluter Volltreffer!

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Veröffentlicht am 19.02.2025

Unbedingt lesen, es ist großartig!

Motte und die Metallfischer
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Gut 330 Seiten in nur wenigen Tagen vorzulesen - Gott, mir tut jetzt noch der Hals davon weh. ABER es hat sich gelohnt und ich konnte das Drängen um mehr seitens meiner Tochter nur allzu gut verstehen. ...

Gut 330 Seiten in nur wenigen Tagen vorzulesen - Gott, mir tut jetzt noch der Hals davon weh. ABER es hat sich gelohnt und ich konnte das Drängen um mehr seitens meiner Tochter nur allzu gut verstehen. Denn auch mich hat Mottes Geschichte unheimlich gepackt!

Motte, die eigentlich Schmetterling heißt, ist ein Mädchen, das so ganz anders ist als ihre Mutter sie sich wünscht. Sie macht sich nämlich nichts aus Klamotten oder Haaren. Hübsch zu sein kümmert sie nicht. Sie trägt schwarz, sie ist etwas mollig und vor allem abenteuerlustig. Und so kommt es, dass sie eines Tages unter der Anleitung von Lehrer Lukas und gegen den Willen ihrer Mutter, mit dem Metallfischen beginnt. Doch dann bleibt der Magnet bleibt an einem im Schlamm verborgenen U-Boot hängen und reißt Motte in ein unerwartetes Abenteuer.

Ich liebe es, wie fein, emphatisch und bildlich diese Geschichte erzählt wird. Dazu bereichern alle im Buch vorkommenden Personen mit ihrem Charakter und ihren Eigenarten die Handlung auf eine sehr individuelle Weise. Motte als Protagonistin, gefiel mir dabei besonders gut und auch Lehrer Lukas oder Lelie haben mich sehr beeindruckt. Motte und ihre Mutter verstehen sich jedoch nicht gut. Dies liegt hauptsächlich an den sich deutlich voneinander unterscheidenden Interessen der beiden und dem Druck als alleinerziehende Mutter, den Unterhalt zu bestreiten. Und letzteres wird leider dank des unsympathischen Arkon Boldwerd immer schwieriger. Die ganze Stadt leidet unter diesem selbstbezogenen Millionär. Doch mit Mottes U-Boot könnte sich all das vielleicht bald ändern. Wie das sein kann? Das lest ihr im Buch…


Die Geschichte hatte auf uns eine ungeheure Sogwirkung. Sie hat erstaunlich viel emotionale Tiefe, zeigt, wie kostbar etwas wertlos erscheinendes sein kann und wie der erste Blick (auch in Bezug auf Menschen) auch täuschen kann. Motte findet unter den heruntergekommenen Metallfischern rasch Freunde und ein Paradies in einer aufgegebenen Werft. Mit einem gemeinsamen Feindbild vor Augen, einer Mission und gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen und Unterstützung aber schaffen sie wirklich Grosses.

Mottes Geschichte wird aber zugleich von einer Vielzahl von Illustrationen unterstützt, die hier unbedingt auch Erwähnung finden müssen. Sie sind allesamt nur dreifarbig, wobei selbst die Farbgebung sich mit dem Rostrot stark an der Handlung orientiert. Die Bilder sind recht detailliert gestaltet, zeigen Ausschnitte aus der Handlung und nehmen dabei gerne auch mal eine oder 2 gesamte Buchseiten ein. Teilweise besitzen die Bilder sogar Wimmelbuchcharakter.

Wir sind Mottes Abenteuer und dem Charme dieses Buches jedenfalls vollkommen erlegen. Motte wird uns noch lange beschäftigen und erhält hier auf jeden Fall Zugang zum Lieblingsbuch-Regal.

Und ja, es ist ein absolutes MUST READ, dass ich nur jedem ans Herz legen kann und dazu auch eine wunderbare Geschenkidee.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Bezaubernd schön

Wundermähne – Teil 1: Die Pferdemagie erwacht
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„Die Pferdemagie erwacht“ ist das erste Band einer ganz neuen magischen Reihe für junge Pferdeliebhaber ab circa 6 Jahre. Gelesen mit schöner, sanfter Stimme und in, für Kinder sehr gut verständlichem ...

„Die Pferdemagie erwacht“ ist das erste Band einer ganz neuen magischen Reihe für junge Pferdeliebhaber ab circa 6 Jahre. Gelesen mit schöner, sanfter Stimme und in, für Kinder sehr gut verständlichem Tempo liest Kristin Alia Hunold über ein Mädchen namens Elli, die mithilfe verwunschener Farben ein Land bereist, in dem Pferde wild leben und Magie existiert. Doch diese ist, am Tag ihres Erscheinens außer Kraft gesetzt und Elli muss den Pferden helfen, sie wiederzuerlangen.
Ich habe dieses Hörbuch gemeinsam mit meiner Tochter gehört und beide waren wir begeistert von der märchenhaften Atmosphäre der Geschichte, der emphatischen Erzählweise und dem sehr kreativen und spannenden Abenteuer. Trotz der verzauberten Welt wirkte das Geschehen sehr glaubhaft und greifbar. Mir als Mutter fiel jedoch eine etwas stärkere Betonung mancher Wörter auf, die mir teilweise etwas zu gewollt erschien. Mein Kind aber störte sich überhaupt nicht daran, erwähnt haben möchte ich es dennoch.
Schön ist auch, dass ein pferdeliebender Junge zur Geschichte gehört und die Handlung damit nicht zum reinen Mädchenabenteuer wird.

Ich kann dieser Reihe jedem jungen Pferdefreund, der Lust hat diesen Tieren mal auf magischer Weise zu begegnen, nur sehr ans Herz legen. Umbra ist toll und läd wirklich zum Träumen ein.

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Veröffentlicht am 18.02.2025

Magische Muschelfarben

Wundermähne – Teil 2: Auf der Suche nach dem Seelenpony
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Das zweite Band von „Wundermähne“ führt uns zurück ins geheime Tal. Ellis Pferd ruft sie und bittet um Hilfe, denn die Sicherheit von ganz Umbra ist bedroht. Liron, der Hüter der Pferde, wird bald 10 Jahre ...

Das zweite Band von „Wundermähne“ führt uns zurück ins geheime Tal. Ellis Pferd ruft sie und bittet um Hilfe, denn die Sicherheit von ganz Umbra ist bedroht. Liron, der Hüter der Pferde, wird bald 10 Jahre und hat noch immer kein Seelenpferd, was die Sicherheit des Landes untergräbt und Naturkatastrophen entstehen lässt. Nun heißt es handeln! Doch wo sollen unsere Freunde nach diesem unbekannten Seelenpferd suchen? Eine Reise soll Antworten bringen. Doch um das Orakel von Umbra erreichen zu können, müssen einige Abenteuer und Prüfungen bestanden werden. Und die Zeit drängt…

Band 2 dieser Reihe ist wirklich genauso magisch, märchenhaft und abenteuerlich, wie der erste Teil. Kristin Alia Hunold liest unheimlich gut (und mit einer spürbaren Verbesserung zum Teil 1). Ihre sanfte, warme Stimme harmoniert toll mit der Geschichte und lässt Kinder wie gebannt lauschen. Aber auch die Handlung gefiel uns, meiner Tochter und mir, wieder ausgesprochen gut. Nun, da man schon etwas mit der Magie und dem geheimen Tal vertraut ist, weitet sich die Welt von Umbra und neue Wesen werden eingeführt. Die Pferdemagie aber bleibt weiterhin Mittelpunkt der Handlung, denn nur mithilfe einer Seelenverbindung zwischen Liron und seinem Pferd stabilisiert sich die Lage des Landes wieder und Umbra bleibt geschützt. Liron und Elli sind die einzigen Menschen dieses Landes, doch langweilig wird die Handlung dadurch beileibe nicht. Auch die tierischen Charaktere, darunter natürlich auch die Pferde, haben großen Einfluss auf die Geschichte. Selbst wenn Elli oder Liron sie nicht alle sprechen hören können, ist eine Kommunikation und ein Austausch mit ihnen möglich, was die Tiere mit einbindet und sie aktiv agieren lässt.
Die Abenteuer sind dabei kindlich, unschuldig, werden aber trotzdem sehr spannend und ergreifend erzählt. Selbst Themen, wie Ehrlichkeit und Zusammenhalt wurden darin aufgegriffen und verarbeitet.

Ach, Umbra ist einfach zum Verlieben schön! Hoffentlich dauert es bis Band 3 nimmer allzu lange… denn wie Elli, fällt auch uns das Warten auf ein Wiedersehen schwer.

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Für mehr Wildnis auf dem Teller

Wilde Pflanzen essen
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Hier werden kurz und knackig Infos aufgetischt. UND dies in fröhlicher „Surival Siglinde“- Manier mit treffsicheren Humor und tollen Illustrationen. Und letztere springen regelrecht ins Auge. Sie sind ...

Hier werden kurz und knackig Infos aufgetischt. UND dies in fröhlicher „Surival Siglinde“- Manier mit treffsicheren Humor und tollen Illustrationen. Und letztere springen regelrecht ins Auge. Sie sind in einem Cartoonartigem Stil- bunt, fröhlich, auffällig. Besonders die jüngere Generation werden diese wohl sehr gefallen und dadurch womöglich auch animiert werden mehr Wildnis in ihr Leben zu lassen. Oder auf den Teller. Oder beides.
Die Seiten sind so aufgebaut, dass jeder Pflanze eine gesamte Seite der Bestimmung gewidmet wurde. Die andere enthält eine kurze Vorstellung, Serviervorschläge, und was ich besonders toll finde, unter „Hirnfutter“ Informationen zum Geschmack, zu Inhaltsstoffen, Wirksamkeit und Vorkommen. „Richtige“, ausführlichere Rezepte befinden sich jedoch erst gegen Ende des Buches. Ich für mich, finde diese Aufteilung äußerst praktisch. Die Pflanzenportraits bleiben somit übersichtlich und wer dennoch mehr wissen möchte, schlägt hinten nach. Super!
Viel Vorwissen brachte ich noch nicht mit, aber ich stieß in diesem Buch dennoch auf das ein oder andere Vertraute, ABER (und das überwog gewaltig) auch auf sehr viel Neues! Auf Pflanzen, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie essbar sind und auch welche, von denen mehr Bestandteile nutzbar waren, als ich je zu träumen wagte. Geschmackstechnisch muss ich mich jedoch noch etwas gedulden, denn nun im Februar wächst noch nicht allzu viel. Aber mich reizt es gerade tierisch sofort loszuziehen. Und diese Euphorie verdanke ich diesem Buch! Ich will so vieles darin unbedingt testen, unbedingt selbst schmecken und erleben!

Tipp: Zum Buch zugehörig befinden sich auf der Kosmos App noch Fotografien der vorgestellten Pflanzen.

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