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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Solides Büchlein

Willkommen beim Kinderarzt
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Beim Arzt bleibt oft nicht die Zeit dem Kind alles zu erklären, was Ängste schüren kann. Verständlicherweise. Und da setzt dieses Buch an. Es ist ein kleines Pappbilderbuch, das anhand mehrerer kleiner ...

Beim Arzt bleibt oft nicht die Zeit dem Kind alles zu erklären, was Ängste schüren kann. Verständlicherweise. Und da setzt dieses Buch an. Es ist ein kleines Pappbilderbuch, das anhand mehrerer kleiner Patienten auf die verschiedensten Untersuchungen eingeht. Ob Verletzung, Impfung oder Krankheit- in einfachen Worten und mit schöner Bebilderung erklärt es das Vorgehen. Gleichzeitig gibt der ‚Kids.Doc‘ der in Form einer Zeichnung samt Sprechblase am Rand auftaucht auch noch Tipps für Eltern. Ich kannte diesen Influencer bisher noch nicht, seine Tipps wirken aber fundiert, sind aber mit etwas Menschenverstand auch selbsterklärend. Dass aber dieses Buch unter seinem Namen vermarktet wird, ist irreführend. Die letzte Seite verrät: nur die Tipps stammen von ihm, die Geschichte aber nicht, was ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht fand.
Aber gut, letztendlich geht es darum, ob das Buch dem Kind gefällt und das tut es. Wobei die Handlung eher informativer Natur ist. Es ist durchaus interessant und erfüllt auch seinen Zweck der Aufklärung und Angstprävention.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

7x7 Talente und rosa Schaum

Freiheit für die Waldwiesel
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Es gibt so Bücher, da ist ganz schnell klar- die sind etwas besonderes. Und bei „Freiheit für die Waldwiesel“ war das bei uns so. Die Buchbeschreibung war ja schon recht interessant, aber was wir dann ...

Es gibt so Bücher, da ist ganz schnell klar- die sind etwas besonderes. Und bei „Freiheit für die Waldwiesel“ war das bei uns so. Die Buchbeschreibung war ja schon recht interessant, aber was wir dann wirklich an Handlung bekamen, war einfach TIERISCH gut! Selbst mich als Erwachsene hat sie so richtig in den Bann gezogen. Und das Kind, das las plötzlich tagelang bei jeder Gelegenheit. Und das heißt hier was, denn gelesen wird sonst kaum freiwillig.

Es geschieht richtig viel in dieser Geschichte, Längen existieren praktisch nicht. Dazu ist die Handlung auch wahnsinnig durchdacht und witzig. Sie ist eine Mischung aus Fiktion und Wirklichkeit. Viele der tierischen Details sind echt, Piet und seine Freunde werden aber auch leicht vermenschlicht und müssen Hürden meistern und sich dem Stadtleben stellen, um die Wiesel-Population aus der ‚Fabrik‘ zu retten. Es geht um Vertrauen und Freundschaft, Mut und Durchhaltevermögen, darin das Richtige zu tun und Vorurteile zu überwinden. Die Tiere wurden allesamt sehr plastisch dargestellt und allen voran sind uns Piet und Hugo sehr rasch ans Herz gewachsen.
Die Geschichte enthält aber auch eine ungeahnte Tiefe, die sehr viel Gesprächsstoff liefern kann, manchmal ausgelöst durch einen einzigen Satz, wie „ das ist untierlich! Toni, du Mensch!“
Geht bitte darauf ein und lest das Buch dafür am besten gemeinsam mit dem Kind (oder zeitnah auch selbst). Was sich aus diesem Gesprächen ergibt ist sehr bereichernd. Und aus diesem Grund kann ich mir Piets Geschichte auch gut als Schullektüre vorstellen. Der Verlag stellt hierfür sogar begleitendes Material mit sehr schönen Impulsen bereit.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Die Furchtlosen

Irida 2. Irida und das Rätsel der Ruine
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Irida, das Abenteuer geht weiter! Und das auf vortrefflichste Weise. Ja, Band 2 gefiel mir sogar noch weitaus besser als das erste. Jetzt beginnt das Abenteuer erst so richtig an Fahrt aufzunehmen. Die ...

Irida, das Abenteuer geht weiter! Und das auf vortrefflichste Weise. Ja, Band 2 gefiel mir sogar noch weitaus besser als das erste. Jetzt beginnt das Abenteuer erst so richtig an Fahrt aufzunehmen. Die Handlung knüpft an die vorangegangene an und baut auf dieser auf. Um besser ins Buch zu starten enthält es zwar eine kurze Zusammenfassung darüber was geschah, doch ist es mehr eine Erinnerungshilfe und ersetzt das erste Buch nicht. Lest also bitte chronologisch.
Die Furchtlosen heften sich nun den ‚Seifensiedern‘ an die Fersen, spionieren diese aus und wollen herausfinden was diese im Schilde führen. Doch irgendwann wird klar, dieses Abenteuer ist weit größer als die Clique vermutet hatte. Mit diesem Buch vergrößert sich die Welt von Irida, dem Kaninchen wird eine etwas bedeutendere Rolle als bisher zuteil und auch Linnea wird präsenter. Viele bisher noch offene Fragen finden ihren Abschluss, aber lange nicht alle. Es gäbe also auch nach Abschluss dieses Abenteuers Anknüpfungspunkte für neue Handlungen. Eine davon wird sogar bereits angedeutet, was mich darauf hoffen lässt, dass diese Serie fortgeführt wird.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Wird seltsam

Heartbreak Hotel
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Toll illustriert, doch die Handlung wird zum Ende hin doch etwas seltsam. Wobei ich bis zur Existenz des Hotels noch gerne mitgegangen bin. Die Tage allein in Zimmern fand ich aber schon etwas komisch. ...

Toll illustriert, doch die Handlung wird zum Ende hin doch etwas seltsam. Wobei ich bis zur Existenz des Hotels noch gerne mitgegangen bin. Die Tage allein in Zimmern fand ich aber schon etwas komisch. Ja, sie geben dem Gast Zeit auf seine Weise zu trauern, aber bieten eben keine Hilfestellung. Und das hat mich ehrlich überrascht. Was dann anschließend kam, darüber schweige ich. Mein Fall war es leider nicht. Wie aber das Hotel und die realen Erinnerungen bildlich dargestellt wurden, war super wodurch man der Geschichte gut folgen konnte. Auch die Gesichtsausdrücke und Emotionen werden gut wiedergegeben. Die Reihenfolge der Texte hatten mich, die ohne größere Comic-Vorerfahrung das Buch las, erst kurz rätseln lassen, erkannte das System dahinter aber rasch.

Zeichnerisch toll, inhaltlich etwas abgefahren, ging es in eine etwas andere Richtung als ich dachte. Daher kann ich es eher für Leser empfehlen, die sich für übernatürliches begeistern können.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Minitags

Das Signal
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Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben ...

Ursula Poznanskis Bücher sind und bleiben für mich doch immer wieder ein Highlight. Sie schreibt ungemein fesselnd und bildlich. Die von ihr auch hier genutzte Ich-Perspektive hält den Leser auf dem selben Wissensstand wie die Protagonistin Viola und erzeugt dadurch eine schöne Spannung. Gleichzeitig ermöglicht es einem aber auch tief in Violas Welt einzutauchen. Ihre Gedankengänge und Handlungen lenken den Leser selbst emotional ganz gut und veranlassen einen bereits früh Adams Motivation zu hinterfragen. Violas Schlussfolgerungen wirken zur Mitte hin dann aber doch etwas schleppend. Es dauert einfach ein bisschen, bis meine Vermutungen als Leser auch bei ihr ankamen und sie sie entsprechend in ihren Überlegungen aufnahm. Auch fußt die ganze Handlung auf einen Gedächtnisverlust, der erstaunlich wenig hinterfragt wurde und dessen Existenz selbst Viola trotz ihrer Nachforschungen kaum zu bekümmern schien. Dies und auch eine Begebenheit gegen Ende wirkte auf mich leider doch etwas konstruiert. Lesefreude und Spannung büßte ich dadurch aber nicht ein. Der Spannungsbogen stieg zu Anfang rasch auf ein angenehmes Niveau, sank zur Mitte, dank einiger Längen, etwas ab um dann aber nochmals deutlich an Höhe zu gewinnen. Dem Ende wurde im Vergleich zur restlichen Handlung etwas weniger Zeit gewidmet, inhaltlich war aber auch der Schluss hervorragend und mit unvorhergesehenen, aber passenden Twists belegt.

Daher eine klare Leseempfehlung meinerseits. Auch wenn dieser Thriller weit weniger technikaffin oder zukunftsorientiert war, als ich dachte. Blutig oder grausam wird es nicht. Es sind mehr die Geheimnisse und das Verborgene, was fasziniert und für Atmosphäre sorgt.

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