Nicht ganz überzeugend
Die Überlebende472 Tage lang befand sich die College-Studentin Flora Dane in Gefangenschaft. Sie wurde am hellichten Tage gekidnappt und konnte ihrem Peiniger nur durch einen Zufall entkommen. Vor sieben Jahren ist ihr ...
472 Tage lang befand sich die College-Studentin Flora Dane in Gefangenschaft. Sie wurde am hellichten Tage gekidnappt und konnte ihrem Peiniger nur durch einen Zufall entkommen. Vor sieben Jahren ist ihr die Flucht gelungen, doch vergessen kann sie nicht. An ihren Wänden hängen Fotos von Mädchen, die weniger Glück zu haben scheinen als sie. Mädchen, die noch immer vermisst werden und vielleicht bereits tot sind. Als Flora erneut verschwindet, nimmt sich D. D. Warren dem Fall an.
Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen und war von Anfang an gefesselt. Eine Frau, die gekidnappt wird, aber seltsam ruhig bleibt und ihrem Peiniger letztendlich das Handwerk legt. Nicht nur ich, sondern auch Ermittlerin D. D. Warren können kaum glauben, was wir erleben, weswegen Warren auch anfangs skeptisch Flora gegenübersteht und nicht genau weiß, in welche Richtung es die junge Frau zieht. Ist sie Opfer oder Täter?
Die Geschichte an sich hat mich wirklich sehr gefesselt, das Drumrum macht es mir aber schwer, sie auch wirklich zu mögen. Eine Frau, die dreimal gekidnappt wird? Nicht unmöglich, aber doch schon sehr zufällig.
Die Charaktere waren für mich auch wenig greifbar, weswegen ich eine Ewigkeit brauchte, um mit D. D. warm zu werden. Flora hat sich leider von Seite zu Seite meiner Sympathie entzogen, was es schwierig machte, mitzufühlen.
Die Geschichte ließ mich tatsächlich ein wenig ratlos zurück. Es ist eine faszinierende und grausame Geschichte, jedoch konnte sie mich aufgrund der für mich seltsam anfühlenden Charaktere nicht wirklich überzeugen.