Profilbild von SteffMcFly

SteffMcFly

Lesejury Star
offline

SteffMcFly ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit SteffMcFly über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2022

Nicht überzeugend

Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen
0

Klappentext: Schon immer hat Heidi Wood sich gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie zu weit! Heidis Mann Chris ...

Klappentext: Schon immer hat Heidi Wood sich gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und deren Baby mit nach Hause bringt, geht sie zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter - und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten. Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Ist es nun schon zu spät, um seine Familie zu retten?

Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht und versprach eine spannende Geschichte mit schrecklichen Geheimnissen, die es aufzudecken galt.

Meine Hoffnungen wurden aber ziemlich schnell begraben, da sich bereits die ersten Seiten so sehr in die Länge zogen, dass ich mich wirklich durchbeißen musste, um das Buch nicht für immer zu schließen.
Die ersten Seiten befassen sich ellenlang mit dem Alltag der Familie, den Wetterbegebenheiten und komischerweise wird sehr viel über das Essverhalten der Familie geschrieben und wie sehr der Mann des Hauses damit nicht zurechtkommt.
So plätscherten die ersten 2/3 des Buches einfach nur dahin, ohne wirklich an Fahrt aufzunehmen.

Leider konnte mich die Geschichte so gar nicht überzeugen, weil meine Erwartungen aufgrund des Klappentextes so ganz anders waren, als sie letztendlich in der Geschichte verpackt wurden. Spannungselemente waren kaum bis gar nicht vorhanden, ebenso die Atmosphäre schien gar nicht vorhanden, obwohl das eigentlich kaum möglich ist.
Auch zu den Charakteren konnte ich keinerlei Beziehung aufbauen, da sie relativ unsympathisch und oft nicht nachvollziehbar handelten. Zudem wurde bei ihrer Beschreibung nur an der Oberfläche gekratzt und auch sonst hatte ich das Gefühl, dass sie austauschbar, gesichtslos und einfach nicht authentisch gewesen sind.

Ein ausschweifender Schreibstil tat sein Übriges, um die Geschichte möglichst langatmig zu gestalten und Nebensächlichkeiten viel mehr Bedeutung beizumessen als eigentlich nötig gewesen wäre. Schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2022

Flacher Spannungsbogen

Die folgsame Tochter
0

Der Albtraum einer glücklich zu scheinenden Ehefrau: Selena sitzt auf der Arbeit, wirft einen kurzen Blick auf die NannyCam und erwischt ihren Mann inflagranti mit der Nanny.
Auf der Zugfahrt nach Hause ...

Der Albtraum einer glücklich zu scheinenden Ehefrau: Selena sitzt auf der Arbeit, wirft einen kurzen Blick auf die NannyCam und erwischt ihren Mann inflagranti mit der Nanny.
Auf der Zugfahrt nach Hause begegnet sie einer jungen Frau, die in ihr etwas auszulösen scheint, denn Selena vertraut ihr an, dass ihr Mann sie betrügt. Nur wenige Tage später ist die Nanny auf einmal spurlos verschwunden. Während die Polizei die Ermittlungen aufnimmt, erinnert sich Selena an einen Satz, den die Fremde aus dem Zug zu ihr sagte: „Was wäre, wenn dein Problem einfach so verschwinden würde?“

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, die jeweils mit dem Namen über dem Kapitel zuordenbar ist. Anfangs war ich schlichtweg überfordert, weil mir weder die Namen etwas sagten noch konnte ich mit den Geschichten der einzelnen Personen etwas anfangen, da sie teilweise im Hauptstrang noch nicht erwähnt worden sind.
Nach und nach lüfteten sich die Zusammenhänge und bildeten ein immer klarer werdendes Bild.

Was als Verwirrung und Informationsüberforderung begann, wurde nach und nach durchschaubarer und leider auch vorhersehbar, weswegen die Geschichte von Seite zu Seite ihren Reiz für mich verlor.

Auch die Spannung wird nach einem anfänglichen Aufbäumen sehr schnell flacher und kann nicht wieder an Fahrt gewinnen.

Ein großer Twist bzw. Durchbruch an Zusammenhängen ließ mich noch einmal gespannt sein, aber auch danach flachte es erstaunlich schnell wieder ab und konnte mich auch nicht mehr packen.

Das Potenzial war da, für mich aber nicht ganz genutzt, was etliche Längen und Durststrecken mit sich zog.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Nicht ganz überzeugend

Die Überlebende
0

472 Tage lang befand sich die College-Studentin Flora Dane in Gefangenschaft. Sie wurde am hellichten Tage gekidnappt und konnte ihrem Peiniger nur durch einen Zufall entkommen. Vor sieben Jahren ist ihr ...

472 Tage lang befand sich die College-Studentin Flora Dane in Gefangenschaft. Sie wurde am hellichten Tage gekidnappt und konnte ihrem Peiniger nur durch einen Zufall entkommen. Vor sieben Jahren ist ihr die Flucht gelungen, doch vergessen kann sie nicht. An ihren Wänden hängen Fotos von Mädchen, die weniger Glück zu haben scheinen als sie. Mädchen, die noch immer vermisst werden und vielleicht bereits tot sind. Als Flora erneut verschwindet, nimmt sich D. D. Warren dem Fall an.

Ich bin sehr gut in die Geschichte hinein gekommen und war von Anfang an gefesselt. Eine Frau, die gekidnappt wird, aber seltsam ruhig bleibt und ihrem Peiniger letztendlich das Handwerk legt. Nicht nur ich, sondern auch Ermittlerin D. D. Warren können kaum glauben, was wir erleben, weswegen Warren auch anfangs skeptisch Flora gegenübersteht und nicht genau weiß, in welche Richtung es die junge Frau zieht. Ist sie Opfer oder Täter?

Die Geschichte an sich hat mich wirklich sehr gefesselt, das Drumrum macht es mir aber schwer, sie auch wirklich zu mögen. Eine Frau, die dreimal gekidnappt wird? Nicht unmöglich, aber doch schon sehr zufällig.

Die Charaktere waren für mich auch wenig greifbar, weswegen ich eine Ewigkeit brauchte, um mit D. D. warm zu werden. Flora hat sich leider von Seite zu Seite meiner Sympathie entzogen, was es schwierig machte, mitzufühlen.

Die Geschichte ließ mich tatsächlich ein wenig ratlos zurück. Es ist eine faszinierende und grausame Geschichte, jedoch konnte sie mich aufgrund der für mich seltsam anfühlenden Charaktere nicht wirklich überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Eher Roman mit Spannungselementen

Breakdown - Sie musste sterben. Und du bist schuld
0

Eine einsame Landstraße. Eine ermordete Frau. Und du bist die Einzige, die ihr hätte helfen können.
Es ist dunkel, ein Unwetter tobt und die junge Lehrerin Cass will so schnell wie möglich nach Hause. ...

Eine einsame Landstraße. Eine ermordete Frau. Und du bist die Einzige, die ihr hätte helfen können.
Es ist dunkel, ein Unwetter tobt und die junge Lehrerin Cass will so schnell wie möglich nach Hause. Als sie auf der verlassenen Landstraße ein parkendes Auto sieht, trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Sie steigt nicht aus, um der Fahrerin Hilfe anzubieten. Sie fährt weiter. Am nächsten Tag erfährt sie, dass die Frau in ihrem Auto ermordet wurde. Und nicht nur das: Cass kannte das Opfer. Von Schuldgefühlen geplagt, fragt sie sich, ob sie die schreckliche Tat hätte verhindern können. Dann erhält sie plötzlich anonyme Anrufe – am anderen Ende nur bedrohliches Schweigen. Ist der Mörder jetzt auch hinter Cass her?

Die Geschichte wird aus Cass Perspektive erzählt, weswegen es aufgrund ihrer Gedanken und Emotionen ein leichtes ist, Sympathie zu ihr aufzubauen. Auch wenn sie nicht immer nachvollziehbar handelt und ich oft den Kopf über ihre Naivität und teilweise vielleicht auch Dummheit schütteln musste, ist sie durchaus ein Charakter, der Empathie weckt.

Die Idee der Geschichte konnte mich wirklich überzeugen, aber leider scheiterte es ein wenig an der Umsetzung. Die Ausbleibenden Wendungen und das Dahindümpeln der Geschichte ließen mich oft in der Luft hängen. Dennoch mag ich den Schreibstil von B. A. Paris echt gern. Er plätschert nur so dahin und ist auch ohne Spannung wirklich gut konsumierbar.

Leider fehlt mir, genau wie bei "Saving Grace" auch hier ein wenig die Spannung, weswegen ich nicht von einem Psychothriller, sondern lediglich von einem Roman mit Spannungselementen sprechen würde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Unvorhergesehene Wendungen

Das Therapiezimmer
0

Sam ist Psychotherapeut und beschließt mit seiner Frau Annie, in seine Heimatstadt zurückzukehren, um sich dort um seine demenzkranke Mutter zu kümmern und mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. ...

Sam ist Psychotherapeut und beschließt mit seiner Frau Annie, in seine Heimatstadt zurückzukehren, um sich dort um seine demenzkranke Mutter zu kümmern und mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen. Er hätte niemals ahnen können, dass die vertraulichen Gespräche mit seinen Patientinnen durch die Lüftungsschlitze ins obere Stockwerk dringen. Und eines Tages ist er verschwunden.

Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt. Hauptsächlich aus der Sicht des Protagonisten Sam, aber auch zwei andere Charaktere erzählen die Begebenheiten aus ihrer Position heraus und geben den Leser
innen somit Einblicke in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.

Sam ist ein sehr emphatischer Psychotherapeut, wirkt professionell und lösungsorientiert. Kaum ist er wieder in seiner Heimatstadt, hat er mit alten Vorurteilen zu kämpfen, die ihn aber nicht minder sympathisch wirken lassen.

Der Schreibstil ist in meinen Augen sehr atmosphärisch und lässt eine gewisse Anspannung und Bedrohung durch die einzelnen Seiten wabern. Gespickt mit Wendungen, die ich niemals erwartet hätte, war es eine sehr kurzweilige und spannende Geschichte, die mich auch noch Stunden nach Beenden des Buches nicht loslässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere