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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2021

Unbesiegbare Protagonistin führte zu Irritation

Ich weiß, wo sie ist
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Zehn Jahre ist es bereits her, dass Francines Tochter Autumn verschwunden ist. Fast auf den Tag genau erhält sie einen Zettel, der ihr ohne Absender durch den Briefschlitz geschoben wurde, auf dem steht: ...

Zehn Jahre ist es bereits her, dass Francines Tochter Autumn verschwunden ist. Fast auf den Tag genau erhält sie einen Zettel, der ihr ohne Absender durch den Briefschlitz geschoben wurde, auf dem steht: Ich weiß, wo sie ist.
Am Tag darauf steht ein übel mitgenommenes und sichtlich verstörtes, junges Mädchen vor ihr und behauptet, den Brief geschrieben zu haben. Zunächst hält Francine die Nachricht für einen geschmacklosen Scherz, doch das Mädchen weiß Dinge über ihre Tochter, die Francine hält es für einen grausamen Scherz. Doch das Mädchen weiß erschreckend viel über ihre Tochter. Ist Autumn noch am Leben?

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist fesselnd, spannend und reißt einen mit in das Geschehen.

Die Charaktere sind ausreichend beschrieben, sodass man schnell Sympathien bzw. Antipathien entwickelt.

Jedoch wurde ich absolut nicht warm mit dem Buch. Was anfangs noch nachvollziehbar für mich schieb, wurde für mich immer konstruierter und artifizieller. Francine scheint eine Frau zu sein, die nicht nur unfassbares Glück, sondern auch unbesiegbar ist. Nicht nur, dass viele ihrer Reaktionen und Handlungen nicht wirklich nachvollziehbar sind, alles scheint ihr wie aus dem Nichts zuzufliegen, was es für mich leider schwer machte, die Geschichte für authentisch zu halten.

Ein guter Ansatz, aber durch die allem erhabene Protagonistin, ging für mich leider jegliche Glaubwürdigkeit verloren.

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Veröffentlicht am 20.12.2021

Dein Trauma holt dich ein

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken
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Sandra alias Sandy scheint ein perfektes Leben zu haben. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum ...

Sandra alias Sandy scheint ein perfektes Leben zu haben. Ein Traumhaus mitten in der Natur. Einen Mann, der sie auf Händen trägt. Eine 15-jährige Tochter, ihr großes Glück. Bis aus dem Traum ein Alptraum wird: Zwei Fremde dringen in ihr Haus ein, schlagen ihren Mann brutal nieder und nehmen Mutter und Tochter als Geiseln. Draußen tobt ein Sturm. Es gibt keinen Ausweg. Schon gar nicht für Sandra. Denn sie kennt einen der Männer — und wollte ihn um jeden Preis vergessen.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf mehreren Zeitebenen geschrieben. An sich eine gute Sache, um einen allumfassenderen Blick für die Ereignisse, Hintergründe und vor allem Zusammenhänge zu bekommen. Nach und nach werden die einzelnen Erzählfäden zusammengewoben und bilden am Ende ein vollständiges Bild.
Was mir leider gar nicht gefallen hat, war die Perspektive des Hundes, da diese für mich die komplette Spannung und Seriosität genommen hat. Schade.

Die Charaktere waren so weit wie nötig beschrieben, um Einblicke in ihre Gefühlswelt zu bekommen und Handlungen nachvollziehbarer zu machen.
Was mir jedoch total fehlte: Der Punkt, an dem Sandra verstand, um wen es sich bei einem der Männer handelt. Die Fäden wurden nach und nach zu einem Strang genommen, jedoch fehlte jeglicher Aha-Moment bei ihrem Charakter. Von einer auf die andere Seite wurde es als Fakt hingenommen, wer der Peiniger ist, was für mich absolut nicht nachvollziehbar war.

An sich eine gute Idee, jedoch konnte mich die Geschichte leider nicht wirklich umhauen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sich dieser einzelne Tag über knapp über 300 Seiten zog oder ob einfach die Würze bzw. die Spannung fehlte. Ich konnt einfach nicht warm werden.

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Veröffentlicht am 20.12.2021

Verschwundene Mädchen

DEAR AMY - Er wird mich töten, wenn Du mich nicht findest
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Die Lehrerin Margot Lewis schreibt nebenbei für eine Ratgeber-Kolumne namens "Dear Amy". Als eines Tages ein Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet, ist sie extrem beunruhigt. Kurz darauf erhält sie einen ...

Die Lehrerin Margot Lewis schreibt nebenbei für eine Ratgeber-Kolumne namens "Dear Amy". Als eines Tages ein Mädchen aus ihrer Klasse verschwindet, ist sie extrem beunruhigt. Kurz darauf erhält sie einen Brief von einem vor Jahren verschwundenen Mädchen, deren Fall stark an das Verschwinden ihrer Schülerin erinnert.
Doch ist der Brief des Mädchens echt? & warum schickt das Mädchen Margot den Brief?

Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln beschrieben. Hin und wieder sind die Erzählenden die verschwundenen Mädchen, selten der Entführer, der Großteil wird jedoch aus Margots Sicht geschrieben. So erzählt die Leser*in einen allumfassenden Einblick in die momentanen Gefühlslagen oder sogar in die Vergangenheit der Charaktere.

Die Charaktere sind nicht unbedingt rund beschrieben, sondern tauchen lediglich mit dem Kopf an die Wasseroberfläche, was für die Geschichte aber vollkommen ausreichend ist.

Der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Er plätscherte nur so dahin, hielt sich nicht mit unnötigen Füllwörtern auf und ließ es zu, dass ich mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren konnte.

Die Spannung war nicht nonstop auf dem Höhepunkt und ließ manches Mal auch auf sich warten, jedoch reichte es für mich aus, um den Thriller in einem Rutsch zu lesen. Solide Geschichte, die hier und da ein paar Spannungsmomente misste, aber dennoch einen Twist am Ende bereithielt.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Wow!

Verity
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Lowen Ashleigh ist eine nicht sonderlich bekannte Autorin, die noch nicht ganz ihren Weg gefunden zu haben scheint. Eines Tages erhält sie ein Angebot, das sie auf gar keinen Fall ablehnen kann: Sie wurde ...

Lowen Ashleigh ist eine nicht sonderlich bekannte Autorin, die noch nicht ganz ihren Weg gefunden zu haben scheint. Eines Tages erhält sie ein Angebot, das sie auf gar keinen Fall ablehnen kann: Sie wurde auserwählt, die bekannte Psychothriller-Reihe von Bestsellerautorin Verity Crawford zu Ende schreiben. Seit einem Autounfall ist und mehreren Schicksalsschlägen ist diese nicht mehr ansprechbar und daher nicht mehr in der Lage, die Reihe fortzusetzen.
Angefixt von der hohen Summe, die sie dafür erhalten würde, akzeptiert Lowen das Angebot. Ein maßgeblicher Anreiz scheint auch Veritys Ehemann Jeremy zu sein, zu dem sie sich von Anfang an hingezogen fühlt. Während Lowen in den Notizen von Verity nach etwaigen Handlungssträngen für die Fortsetzung der Reihe sucht, fällt ihr deren Tagebuch in die Hand, das Schreckliches offenbart.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat es Colleen Hoover geschafft, mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da zwischen jeder einzelnen Zeile die bedrohliche Atmosphäre zum Greifen nahe war.

Die Spannung flachte meines Erachtens kein einziges Mal ab, sondern zwang mich, immer weiter und weiter zu lesen.

Die Dialoge und Gedankengänge waren für mich nachvollziehbar und absolut authentisch.

Auch die Charaktere haben mich sofort jeder auf seine eigene Art und Weise berührt und waren so real gezeichnet, dass ich mit jedem einzelnen mitfühlen konnte.

Der Twist am Ende hat mir den Rest gegeben, da ich damit niemals gerechnet hätte.

Alles in allem ein sehr atmosphärischer und extrem düsterer Roman, der mich noch immer beschäftigt.

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Veröffentlicht am 08.12.2021

Nicht vollends überzeugend

Die Frau ohne Namen
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Jessica Farris ist als Kosmetikerin in New York tätig, lebt in keiner festen Beziehung, mag eher One-Night-Stands und Geld ist immer sehr knapp bei ihr – warum, wird auch im Laufe des Buches noch näher ...

Jessica Farris ist als Kosmetikerin in New York tätig, lebt in keiner festen Beziehung, mag eher One-Night-Stands und Geld ist immer sehr knapp bei ihr – warum, wird auch im Laufe des Buches noch näher erläutert. Als sie von einer Ethik- und Moralstudie hört – die sehr gut bezahlt werden soll - schleicht sie sich in diese ein. Und wird auch tatsächlich genommen....

Initiiert wird diese Studie von der Psychologin Dr. Lydia Shields. Was soll und ist der Zweck so einer Studie? Jessica hinterfragt das einfach nicht, obwohl sehr intime Fragen gestellt werden. Auch mir als Leser war am Anfang nicht klar, was das alles sollte; ich fand es nur sehr seltsam, und habe mich gefragt, ob das wirklich alles so anonym ist wie angepriesen….

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Lydia und Jess erzählt, und ist sehr flüssig geschrieben, aber mit der Zeit zieht es sich. Der Leser bekommt intensive Einblicke in das Leben von Jessica und diese wird auch immer tiefer in das makabre Spiel der Psychologin hineingezogen. Bis mal klar ist, um was es Ihr geht…. das dauert und das ist auch alles ziemlich konstruiert.

Mehr sage ich dazu nicht, das müsst Ihr schon selber lesen. „Atemberaubende Twist“ habe ich jedenfalls nicht gefunden….

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