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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2019

Die Reinsten ?

Die Reinsten
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Künstliche Intelligenz , von der wir überwacht werden ,die unsere Zukunft lenkt – brauchen wir die ? Sind sie wirklich „rein“ und was ist das „rein“?
Nach dem Cover und dem Buchtrailer war ich gespannt, ...

Künstliche Intelligenz , von der wir überwacht werden ,die unsere Zukunft lenkt – brauchen wir die ? Sind sie wirklich „rein“ und was ist das „rein“?
Nach dem Cover und dem Buchtrailer war ich gespannt, aber nach der Leseprobe stellten sich mit obige Fragen.
Zum Inhalt:
Der Autor Thore D. Hansen zeigt uns eine Gesellschaft am Rande der Existenz. Wir sind im ausgehenden 22. Jahrhundert. Nach einer verheerenden Zeit von Kriegen, Seuchen und Klimakatastrophen führt die künstliche Intelligenz "Askit" die letzten Überlebenden in eine Ära des Friedens. Elite der neuen Welt sind die von Askit ständig überwachten "Reinsten", die als Wissenschaftler für die Regeneration des Planeten arbeiten.
Eve Legrand ist die Protagonistin dieses Romans ; sie ist eine geachtete Reinste. Die Askit -Gemeinschaft scheint sich positiv auf das Überleben der Menschen auszuwirken – so empfindet es jedenfalls Eve und will sich für diese Welt einsetzen. Aber sie wird nicht ausgewählt , sondern ohne nähere Erklärung einfach verstoßen. Sie flieht in die Zonen , die nicht von "Askit" kontrolliert werden. Dort erlebt sie eine Welt , die meilenweit von ihrem Vorstellungsvermögen entfernt ist. Erst jetzt erkennt sie die Problematik der Einteilung der Gesellschaft in Reinste und Kolonisten und der Schaffung des perfekten Menschen , die totale Kontrolle durch Askit .
Viele meiner Fragen vom Anfang wurden beantwortet , aber neue , teilweise beängstigende tauchten auf. Ein Buch , welches uns nachdenklich zurücklässt.
Insgesamt eine wichtige Geschichte über Menschlichkeit ; ein spannender Thriller, ein aufrüttelnder Science-Fiction-Roman

Veröffentlicht am 28.02.2019

wie skurril!

Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer
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Was für ein Cover – wenn man da nicht neugierig wird !
Schon die Leseprobe des Buches "Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer" war ungewöhnlich interessant ; auch von der Aufmachung ...

Was für ein Cover – wenn man da nicht neugierig wird !
Schon die Leseprobe des Buches "Onkel Stan und Dan und das ungeheuerlich ungewöhnliche Abenteuer" war ungewöhnlich interessant ; auch von der Aufmachung her . Gemma Correll kreiert so wunderbar ungewöhnliche Illustrationen - bevor man anfängt zu lesen , lacht man schon aus vollem Halse. Die kleinen Zeichnungen sind noch dazu mit witzigen Bemerkungen ergänzt. Hier nur ein Beispiel : S.49: „So tun wie ein Tisch“ – zum Wegschmeißen komisch.
Insgesamt das ganze Buch - ein bisschen verrückt.
Gut , dass da die Kapitel übersichtlich sind und ein wenig Ruhe in die Sache bringen.
Es handelt sich um eine gut abgestimmte Symbiose aus Text und Bildern. Für pfiffige Leseanfänger durchaus schon geeignet - ist auch der weite Zeilenabstand hilfreich.
Als Vorlesebuch hatte mein 5jähriger Enkel durchaus seinen Spaß.
Aber auch mich als Erwachsenen hat das Buch begeistert , vor allem weil es „Ungewöhnlichkeit“ zur Normalität erhebt , und das gibt es viel zu selten im Alltag. Und dennoch vermittelt A.L.Kennedy uns auch „ernsthafte „ Werte , wie Mut , Freundschaft und Zusammengehörigkeit.
Skurril und wertvoll zugleich!

Veröffentlicht am 01.02.2019

Tolles Buch nicht nur für kleine Tierfreunde

Ein Affe an der Angel
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Schon die Ausgangssituation ist toll: „… ein ganz normaler Regentag….“ ist eine , die die Kinder alle kennen. Und daraus entwickelt sich eine Geschichte voller Abenteuer mit tierischen Freunden..
.
Darko, ...

Schon die Ausgangssituation ist toll: „… ein ganz normaler Regentag….“ ist eine , die die Kinder alle kennen. Und daraus entwickelt sich eine Geschichte voller Abenteuer mit tierischen Freunden..
.
Darko, ein kleiner Tierforscher und Entdecker wohnt im achten Stock eines Mehrfamilienhauses. Er liebt Tiere und ist sozusagen Experte für Abenteuer und Ideen gegen Langeweile.
Das Buch „Ein Affe an der Angel besteht aus 3 fantastischen Tiergeschichten des Autors Jonny Bauer , die Darkos Fantasie entspringen. Die meisten Tiere in seinen Abenteuern kennt er aus seinem großen Tierlexikon .
Darko ist super ausgerüstet - mit Multifunktionsweste mit vielen Taschen für seine Ausrüstung: Taschenlampe, Cowboy-Streichhölzern, Knallfröschen, Juckpulver, Hustensaftbetäubungsmittel und noch andere wichtige Dinge. Da schlägt jedes Jungenherz höher .Aber nicht nur mein Enkel (5) fand diese Geschichten super , sondern auch seine 7-jährige Schwester.
Das Buch enthält wunderschöne Illustrationen, die den Leseanfängern das Lesen erleichtern können – meine Enkelin hatte als Erstleserin dank des richtigen Text-Bilder-Verhältnis kaum Probleme beim Selbstlesen.
Spannende, ziemlich detailgetreue Zeichnungen bereiten auch Erwachsenen viel Freude beim Lesen und Vorlesen. Die Bilder animieren zum genauen Betrachten und Aufsuchen- ein bisschen wie bei den allseits beliebten Wimmelbildern. Und der coole Sprachstil entspricht genau dem , was Kindern im Vorschulalter und jungem Schulalter gefällt.
Und wie nebenbei werden auch wirklich wichtige Fragen geklärt ; beispielsweise wenn es um die Betreuung eines Meerschweinchens geht.
In alle diese Situationen können sich die Kinder gut hinein versetzen. durch die Gestaltung der Geschichte – die Tiere verschwinden am Ende immer wieder im Lexikon – erkennen die Kinder sehr wohl , dass es sich um Fantasiegeschichten handelt und nicht der Realität entspricht.

Das Buch ist zum Vorlesen ab 5 Jahren geeignet und zum Selbstlesen schon ab der ersten Klasse möglich.

Veröffentlicht am 26.12.2018

Zwei tolle Schwestern

Ziemlich beste Schwestern – Mit Karacho in den Winter (Ziemlich beste Schwestern 3)
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"Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho in den Winter" der Autorin Sarah Welk wurde als bereits 3. Buch dieser Kinderbuchreihe vorgestellt.
Ich kannte die anderen beiden Bände nicht – werde sie aber ...

"Ziemlich beste Schwestern - Mit Karacho in den Winter" der Autorin Sarah Welk wurde als bereits 3. Buch dieser Kinderbuchreihe vorgestellt.
Ich kannte die anderen beiden Bände nicht – werde sie aber definitiv für meine Enkel kaufen..

Die beiden Schwestern – das sind Mimi und Flo , die sich in diesem Band auf verschiedene Winter- und Schneeabenteuer einlassen. Manchmal kommt eine Katastrophe dabei heraus, oft sind es einfach lustige Begebenheiten und Überraschungen für ihre Eltern.
Das Buch ist aus der Sicht der 7 jährigen Mimi geschrieben worden deshalb auch für Leseanfänger – wie meine Enkelin- leicht zu lesen und gut verständlich.
Die farbenfrohen Illustrationen erleichtern das Verständnis zusätzlich , sodass auch mein 5jähriger Enkel allem gut folgen konnte
Die Geschichten , die erzählt werden sind mitten aus dem Leben gegriffen – immer wieder gibt es authentische Situationen- Situationen , die wir genauso kennen und die die Kinder auch sofort wieder erkannt haben.
Meinen beiden Enkeln hat das Buch super gefallen , sie fanden es absolut cool und haben sich oft nicht mehr eingekriegt vor Lachen.

Klar : volle Punktzahl!

Veröffentlicht am 06.11.2018

Geschichte mit den Augen eines Halbwüchsigen betrachtet

Guten Morgen, Genosse Elefant
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Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene ...

Ein toller Start
… Mein Klassenlehrer, Genosse Professor Michail Michailow, sagt, in Amerika gibt’s Eis in hundertsiebenunddreißig verschiedenen Geschmacksrichtungen und dreihundertsechsundsiebzig verschiedene Automodelle. Hier, in der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, gibt’s nur fünf Automodelle. Alle schwarz. Und Eis schmeckt nach Eis oder nach Schokolade. …
Ein interessantes Cover
Roter Stern mit Löffel und Elefanten , schon das Cover zeigt die Absurdität dieses Romans.
Ein angenehmer Schreibstil
Der Protagonist erzählt in einer erfrischend kindlich naive Art offen über die Zustände in der UdSSR – und wird ein unterschätztes Sprachrohr der Zeitgenossen.
Ein sehr individuelles Buch
„Genosse Elefant“ entpuppt sich als der „große “ Josef Stalin; viele Fakten in dem Roman sind unglaublich oder doch nicht ??? Historische Wahrheit ist nicht das Thema des Buches – der Autor schreibt sie sozusagen neu. Die ehemalige Sowjetunion wird auf höchst amüsante Art und Weise kritisiert.
Man kann dieses Buch nicht in eine literarische Schublade stecken – und genau deshalb lohnt es sich , den Roman zu lesen. Die Art, sich mit einem schwierigen Teil der Geschichte zu befassen, erhält von mir 4 Punkte.