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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2024

Endlich der zweite Teil

Das Opernhaus: Rot das Feuer
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Dresden und die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren um 1848 und das dramatische Schicksal von Elise und Christian. Bereits im ersten Teil des Semperoper-Epos hat mir die Verbindung von Kunst ...

Dresden und die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren um 1848 und das dramatische Schicksal von Elise und Christian. Bereits im ersten Teil des Semperoper-Epos hat mir die Verbindung von Kunst und Politik sehr gut gefallen.
Das Cover passt wieder sehr gut zur Thematik des Buches der Autorin Anne Stern. Auch ihr bereits gewohnter flüssiger Schreibstil lädt zum Lesen ein.
Ich war gespannt auf Teil 2 , die Fortsetzung des ersten Romanbestsellers ; Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie.
Ich wurde nicht enttäuscht; Cover und Schreibstil konnten mit meinen Erwartungen mithalten. Auch historisch schließt das Buch an seinen Vorgänger an. Wir befinden uns wieder in Dresden, diesmal im Jahr 1849. Die Protagonistin ist wiederum Elise. Sie lebt jetzt dort als gefeierte Violinistin und Ehefrau des bekannten Komponisten Adam Jacobi. Ihre Liebe gilt immer noch der Semperoper; aber auch den Kunstmaler Christian, für den sie schon im ersten Teil entflammte, hat sie nicht vergessen…
Die Autorin verknüpft diese emotionale Welt des Theaters gekonnt mit den historischen Ereignissen des Jahres 1849. Die Bevölkerung ist beunruhigt, Frauen und Minderheiten wollen ihre Rechte wahrnehmen
Da ich ein großer Dresden Fan bin , kann ich dieses Buch als Unterhaltungslektüre auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.02.2024

Kunst und Literatur gemeinsam

Die Entflammten
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Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und ...

Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und Literatur . Erleichternd, dass die gefundenen Figuren zur näheren Erklärung an den Anfang gestellt wurden. Der Roman spielt natürlich in Frankreich mit den durch van Gogh und seinen malenden Zeitgenossen bekannten Orten Paris, Arles und Auvers-sur-Oise und in den Niederlanden in Bussum , Laren und Amsterdam.
Uns begegnen Jo und Gina; zwei Frauen in zwei verschiedenen Epochen. Die Eine ist verheiratet mit Theo van Gogh , dem Bruder von Vincent, die Andere Kunsthistorikerin .
Das Buch ist durchaus informativ und die Autorin beschreibt unterhaltsam das leidenschaftliche Leben der Jo van Gogh-Bonger. Gelungen erscheint mir die Mischung aus Roman und Doku-Fiktion. Der Schreibstil ist sehr klar, passt aber nicht so ganz zur dargestellten Farbigkeit des Themas. Das liegt vielleicht auch daran, dass Simone Meier nicht nur Autorin ist , sondern auch Journalistin. Die Kenntnisse im Bereich Kunstgeschichte sind jedenfalls unterhaltsam umgesetzt.


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Veröffentlicht am 11.02.2024

Tolles Kinderbuch

Die Stadt der Schattenschläfer und die Melodie der Albträume
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Ich kenne Olivia Vieweg von "Endzeit" , einer knapp 300 Seiten starken Graphic Novel. Sie stammt aus Thüringen und der Comic spielte auch da. Schon damals fiel mir auf , dass sie ein Gespür für gute Szenen ...

Ich kenne Olivia Vieweg von "Endzeit" , einer knapp 300 Seiten starken Graphic Novel. Sie stammt aus Thüringen und der Comic spielte auch da. Schon damals fiel mir auf , dass sie ein Gespür für gute Szenen hat , die sie dann einfühlsam koloriert richtig zur Geltung bringt. Diesmal ein Kinderbuch, aber das Gruselthema geht dabei nicht ganz verloren.
Sie hat sich diesmal eine Illustratorin zur Unterstützung geholt : Jana Heidersdorf, die nicht nur ein wunderschönes gelb- schwarzes Cover gestaltet hat , sondern deren zarte Illustrationen im Inneren des Buches auch hinreißend gelungen sind.
Auch hier lässt die Autorin die Geschichte , auch wenn sie noch so fantastisch daherkommt , in einer realen Stadt spielen; in Quedlinburg. Im idyllischen Quedlinburg wird Blasmusik wie eine Religion zelebriert. Jedes Kind spielt ein Blasinstrument und es scheint, als gäbe es hier niemals traurige Gesichter. Sehr zum Unmut von Elly. Die 13-Jährigen hasst Blasmusik wie sonst niemand . Deshalb träumt sie davon , der „Blasmusikhölle“ zu entfliehen und sich dahin zu begeben , wo Heavy-Metall-Musik heilig ist.
Und diese Quedlinburg birgt so einige Geheimnisse....
Diese Geschichte ist spannend und modern erzählt , oft mit einem Augenzwinkern. Der Schreibstil ist gut verständlich , auch durch die Einteilung in Kapitel und einen guten Zeilenabstand.
Ein tolles Leseerlebnis , sicher auch bald für meine Enkelin.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Weiter geht es

Verborgen
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Als ich das Cover sah - in schwarz-weiß, ahnte ich gleich , dass das ein weiterer Band der tollen Island-Krimireihe sein muss. Ich kenne bereits beide Vorgänger und mir war sofort klar, dass es wieder ...

Als ich das Cover sah - in schwarz-weiß, ahnte ich gleich , dass das ein weiterer Band der tollen Island-Krimireihe sein muss. Ich kenne bereits beide Vorgänger und mir war sofort klar, dass es wieder spannend wird . Und richtig; der Band Buch "Verborgen startet zugleich rasant und ziemlich gefühlsgeladen !... und auch diesen Band habe ich verschlungen!
Das Cover gliedert sich gut in die Reihe der beiden anderen Bände ein, und es führt direkt zur Düsternis des Buches hin.
Bei einem Hausbrand in der Kleinstadt Akranes kommt ein junger Mann ums Leben, Kommissarin Elma und ihr Team nehmen sich des Falles an. Zunächst weisen die Indizien auf einen tragischen Unglücksfall hin .
Aber wie bereits in den Vorgängerbänden ist wieder nichts so, wie es zunächst scheint.
Eva Björg Ægisdóttir ist wahrlich ein Profi in Sachen psychologische Spannungsliteratur, sie schafft eine düstere , aber auch spannende Atmosphäre.
Gut gefallen hat mir, dass es ein Personenregister gab und eine Karte von Island. So konnte man die Handlung besser einordnen und sich Elmas Team zugehörig fühlen.
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Überrascht

Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge
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„Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge“ ist der Titel des neuen Buches von Bestsellerautor Michael Tsokos. Er hat es gemeinsam mit seiner Frau Anja geschrieben. Es ist im Droemer Verlag erschienen.
Heinz ...

„Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge“ ist der Titel des neuen Buches von Bestsellerautor Michael Tsokos. Er hat es gemeinsam mit seiner Frau Anja geschrieben. Es ist im Droemer Verlag erschienen.
Heinz Labensky ist der Protagonist und wohnt mit seinen 79 Jahren in einem Seniorenheim – Feierabendheim ; wie er es nennt. Er hat immer schon im Osten Deutschlands gelebt und hat sich da wohl gefühlt. Sein IQ ist niedrig und er ist eher naiv zu bezeichnen. Mit verschiedensten Aushilfsjobs hat er sich seinen Lebensunterhalt verdient und erwartet jetzt als Rentner nicht mehr viel vom Leben. Eines Tages erhält er einen Brief von der angeblichen Tochter von Rita, Heinz‘ Jugendliebe und ehemals besten Freundin. Diese Rita ist vor vielen Jahren plötzlich aus seinem Leben spurlos verschwunden. Ohne lange zu überlegen startet Heinz Labensky im FlixBus von Erfurt in Richtung Ostsee , um diese Tochter aufzusuchen,
Einen guten literarischen Kniff finde ich die Wahl des zu fantastischen Geschichten neigenden , aber gleichzeitig naiven Haupthelden. Heinz‘ Erzählungen strotzen nur von Übertreibungen , ja Unglaubwürdigkeiten und zeigen , wie er sich im Leben eingerichtet hat ; Luftschlösser brauchten keine Baugenehmigung, aber sie halfen einem, nicht die Hoffnung zu verlieren.
Dadurch ist es möglich , einen realistischen Blick hinter die Fassade der DDR zu werfen.
Ich finde die Verknüpfung von Fakten und Fiktion sehr gut gelungen.

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