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Steffi58

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2024

Wichtiges Thema , leider nicht gut umgesetzt

Die InvesTiere
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An dem Buch wäre ich wahrscheinlich in der Buchhandlung vorbeigelaufen , das Cover ist nicht sehr ansprechend gestaltet. Auch hinter den Titel muss man erst steigen.
Vom Klappentext war ich sofort begeistert, ...


An dem Buch wäre ich wahrscheinlich in der Buchhandlung vorbeigelaufen , das Cover ist nicht sehr ansprechend gestaltet. Auch hinter den Titel muss man erst steigen.
Vom Klappentext war ich sofort begeistert, diese Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte und Themen rund um Unternehmensgründung und Finanzen finde ich total interessant. Die Leseprobe war interessant und unterhaltsam. Nett der Titel Die InvesTiere in seiner Doppeldeutigkeit . Startup Roman hört sich erstmal etwas langweilig an und eher nach Theorie.
Der Autor Jan Grobbel versucht dies zu vermeiden: mit den Tierfiguren , dem Kaninchen Rosi und ihr bester Freund Hamster Erik , die gemeinsam ein Unternehmen aufbauen wollen. Dabei stoßen sie auf verschiedenste Schwierigkeiten. Der Roman will nicht belehren , will nett sein und ist sicher auch unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich. Ob eine Tiergeschichte für Teenager das richtige Mittel der Wahl ist , wage ich leider zu bezweifeln.
Die Länge des Textes erschlägt selbst den erwachsenen Leser , für die Teenies hätte ich mir Graphiken , Tabellen und Zeichnungen zur Verdeutlichung der doch sehr komplexen Thematik gewünscht.
Meine älteste Enkelin , 12 Jahre , ist jetzt in dem Alter , in dem man sich schon mal mit der Thematik Investition, Finanzen, Unternehmertum beschäftigen kann. Ich bin mir leider ziemlich sicher , dass sie , trotz guten Willens, das Handtuch relativ zeitig werfen wird.
Schade, die Idee ist lobenswert, leider hapert es an der altersgerechten Umsetzung.
Der erwachsene Leser, der sich nicht an den tierischen Protagonisten stört, kann sicher Interessantes mitnehmen.

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Veröffentlicht am 22.03.2024

Welch ein Leuchten!

Die sieben Türen
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Ich liebe dieses Buch mit seiner tollen inhaltlichen und grafischen Gestaltung !
"Die sieben Türen" von Autor Adrian Draschoff und Illustratorin Natascha Baumgärtner ist ein sehr gelungenes Buch zum Verschenken ...

Ich liebe dieses Buch mit seiner tollen inhaltlichen und grafischen Gestaltung !
"Die sieben Türen" von Autor Adrian Draschoff und Illustratorin Natascha Baumgärtner ist ein sehr gelungenes Buch zum Verschenken und Selbstbehalten.
Das kleines Leuchten begegnet im Dunkeln der kleinen Raupe Yara, die es durch die sieben Türen führt. Dahinter verbirgt sich das Leben in seiner Gesamtheit und mit seinen Gegenpolen ; Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass, Mut und Angst, Glück und Trauer, Jetzt und Unendlichkeit, Alles und Nichts und Leben und Tod. Keins existiert ohne das Andere – ein nahezu philosophisches Buch.
Das kleine Leuchten lernt sehr viel dabei , wobei seine Fragen oft auch unbeantwortet bleiben. Was für ein kluges Buch für die ganze Familie und dazu noch so liebevoll gestaltet und insgesamt hochwertig ausgestattet.
Ein Buch , das man einfach nicht weglegen kann, sondern es immer wieder gerne zur Hand nimmt. Solche Bücher brauchen wir um Ruhe zu finden und zu uns selbst in einer so anspruchsvollen Zeit wie gegenwärtig.

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Veröffentlicht am 02.03.2024

Endlich der zweite Teil

Das Opernhaus: Rot das Feuer
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Dresden und die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren um 1848 und das dramatische Schicksal von Elise und Christian. Bereits im ersten Teil des Semperoper-Epos hat mir die Verbindung von Kunst ...

Dresden und die Semperoper als Schauplatz von politischen Wirren um 1848 und das dramatische Schicksal von Elise und Christian. Bereits im ersten Teil des Semperoper-Epos hat mir die Verbindung von Kunst und Politik sehr gut gefallen.
Das Cover passt wieder sehr gut zur Thematik des Buches der Autorin Anne Stern. Auch ihr bereits gewohnter flüssiger Schreibstil lädt zum Lesen ein.
Ich war gespannt auf Teil 2 , die Fortsetzung des ersten Romanbestsellers ; Dunkel der Himmel, goldhell die Melodie.
Ich wurde nicht enttäuscht; Cover und Schreibstil konnten mit meinen Erwartungen mithalten. Auch historisch schließt das Buch an seinen Vorgänger an. Wir befinden uns wieder in Dresden, diesmal im Jahr 1849. Die Protagonistin ist wiederum Elise. Sie lebt jetzt dort als gefeierte Violinistin und Ehefrau des bekannten Komponisten Adam Jacobi. Ihre Liebe gilt immer noch der Semperoper; aber auch den Kunstmaler Christian, für den sie schon im ersten Teil entflammte, hat sie nicht vergessen…
Die Autorin verknüpft diese emotionale Welt des Theaters gekonnt mit den historischen Ereignissen des Jahres 1849. Die Bevölkerung ist beunruhigt, Frauen und Minderheiten wollen ihre Rechte wahrnehmen
Da ich ein großer Dresden Fan bin , kann ich dieses Buch als Unterhaltungslektüre auf jeden Fall empfehlen.

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Veröffentlicht am 20.02.2024

Kunst und Literatur gemeinsam

Die Entflammten
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Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und ...

Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und Literatur . Erleichternd, dass die gefundenen Figuren zur näheren Erklärung an den Anfang gestellt wurden. Der Roman spielt natürlich in Frankreich mit den durch van Gogh und seinen malenden Zeitgenossen bekannten Orten Paris, Arles und Auvers-sur-Oise und in den Niederlanden in Bussum , Laren und Amsterdam.
Uns begegnen Jo und Gina; zwei Frauen in zwei verschiedenen Epochen. Die Eine ist verheiratet mit Theo van Gogh , dem Bruder von Vincent, die Andere Kunsthistorikerin .
Das Buch ist durchaus informativ und die Autorin beschreibt unterhaltsam das leidenschaftliche Leben der Jo van Gogh-Bonger. Gelungen erscheint mir die Mischung aus Roman und Doku-Fiktion. Der Schreibstil ist sehr klar, passt aber nicht so ganz zur dargestellten Farbigkeit des Themas. Das liegt vielleicht auch daran, dass Simone Meier nicht nur Autorin ist , sondern auch Journalistin. Die Kenntnisse im Bereich Kunstgeschichte sind jedenfalls unterhaltsam umgesetzt.


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Veröffentlicht am 11.02.2024

Tolles Kinderbuch

Die Stadt der Schattenschläfer und die Melodie der Albträume
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Ich kenne Olivia Vieweg von "Endzeit" , einer knapp 300 Seiten starken Graphic Novel. Sie stammt aus Thüringen und der Comic spielte auch da. Schon damals fiel mir auf , dass sie ein Gespür für gute Szenen ...

Ich kenne Olivia Vieweg von "Endzeit" , einer knapp 300 Seiten starken Graphic Novel. Sie stammt aus Thüringen und der Comic spielte auch da. Schon damals fiel mir auf , dass sie ein Gespür für gute Szenen hat , die sie dann einfühlsam koloriert richtig zur Geltung bringt. Diesmal ein Kinderbuch, aber das Gruselthema geht dabei nicht ganz verloren.
Sie hat sich diesmal eine Illustratorin zur Unterstützung geholt : Jana Heidersdorf, die nicht nur ein wunderschönes gelb- schwarzes Cover gestaltet hat , sondern deren zarte Illustrationen im Inneren des Buches auch hinreißend gelungen sind.
Auch hier lässt die Autorin die Geschichte , auch wenn sie noch so fantastisch daherkommt , in einer realen Stadt spielen; in Quedlinburg. Im idyllischen Quedlinburg wird Blasmusik wie eine Religion zelebriert. Jedes Kind spielt ein Blasinstrument und es scheint, als gäbe es hier niemals traurige Gesichter. Sehr zum Unmut von Elly. Die 13-Jährigen hasst Blasmusik wie sonst niemand . Deshalb träumt sie davon , der „Blasmusikhölle“ zu entfliehen und sich dahin zu begeben , wo Heavy-Metall-Musik heilig ist.
Und diese Quedlinburg birgt so einige Geheimnisse....
Diese Geschichte ist spannend und modern erzählt , oft mit einem Augenzwinkern. Der Schreibstil ist gut verständlich , auch durch die Einteilung in Kapitel und einen guten Zeilenabstand.
Ein tolles Leseerlebnis , sicher auch bald für meine Enkelin.

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