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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2024

Mittelmäßiger Reihenauftakt

Things We Never Got Over (Knockemout 1)
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Die Buchreihe rund um das Örtchen Knockemout wird ja als absolute TikTok-Sensation vermarktet. Das wollte ich natürlich auf die Probe stellen und habe mir mit "Things we never got over" den ersten Band ...

Die Buchreihe rund um das Örtchen Knockemout wird ja als absolute TikTok-Sensation vermarktet. Das wollte ich natürlich auf die Probe stellen und habe mir mit "Things we never got over" den ersten Band zu Gemüte geführt.

Der Roman funktioniert nach dem Schema "Jungfrau in Not trifft auf mächtiges Alpha-Männchen". Dementsprechend viele Klischees werden bedient und dementsprechend schwach kommt die Protagonistin Naomi im Vergleich zu Protagonist Knox rüber. Sehr auffallend war die oft vulgäre Sprache, die Knox an den Tag legt, sowie die äußerst expliziten Sex-Szenen - sowas muss man mögen oder man liest halt drüber.
So richtig warm geworden bin ich mit den beiden als Paar nicht.

Punkten konnte dafür das Umfeld - Knockemout hat ein paar wirklich interessante und liebenswerte Charaktere zu bieten, die mir des öfteren ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert haben. Liza J. ist zum Beispiel eine davon, ebenso wie Waylay oder Stef, wobei letzterer ja kein Knockemouter ist, sondern nur als seelische Unterstützung mal eben kurzerhand seinen zweiten Wohnsitz dort aufschlägt.

Kein Liebesroman ohne Lehre: Naomi entwickelt sich von der People Pleaserin zu einer Frau, die für ihre eigenen Wünsche einsteht. Knox wiederum überwindet seine Bindungsängste, als er erkennt, dass ihm von jetzt auf gleich sein Glück entrissen werden könnte. Beides an sich sehr wichtige Gedanken, verpackt allerdings in einen etwas überzogenen Roman.

Mein Fazit: Das Buch war nicht schlecht, hat mich aber auch nicht vom Hocker gerissen. Ich empfand es im Ganzen als ziemlich langatmig und war leider kein Fan der Protagonisten und vor allem von Knox übertriebener Männlichkeit und seiner derben Ausdrucksweise. Ich bin gespannt, ob sein Bruder Nash das im zweiten Band besser hinbekommt... Für Band 1 gibts von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 03.09.2024

Leidenschaft pur!

Never Be My Love (Never Be 3)
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Wow, Dion und L. sind wirklich ein mega heißes Couple! Die ganze Geschichte sprüht geradezu vor Leidenschaft, sowohl im körperlichen Sinne, als auch im emotionalen. Denn so tief die beiden sich auch lieben, ...

Wow, Dion und L. sind wirklich ein mega heißes Couple! Die ganze Geschichte sprüht geradezu vor Leidenschaft, sowohl im körperlichen Sinne, als auch im emotionalen. Denn so tief die beiden sich auch lieben, so sehr fetzen sie sich auch und so groß ist die Verzweiflung ob der Unmöglichkeit ihrer Liebe.

Dion kam in den ersten beiden Bänden extrem oberflächlich rüber. Dass sie sich aufgrund der plötzlichen Einsamkeit (weil ihre besten Freundinnen nun ja in glücklichen Beziehungen stecken) so stark hinterfragt und verändert, ging mir persönlich zwar etwas schnell, aber ich mochte die neue Dion viel zu gern, um mich davon stören zu lassen. Ihr temperamentvolles Wesen blitzt ja trotzdem noch oft genug durch. Ich habe es geliebt, wie sie im Laufe des Buches gelernt hat, sich zu behaupten und zu ihren Wünschen und Träumen zu stehen.

L. fand ich von Anfang an richtig toll, eigentlich schon bei seinem ersten Auftritt in Band 1. Ein richtiger Chauffeurshottie, einerseits still, andererseits schlagfertig. Und stille Wasser sind ja bekanntlich tief. Sein Background lässt mich ein bisschen daran zweifeln, ob die Geschichte in der Realität für Dion und ihn am Ende so gut ausgegangen wäre wie die Autorin sich das ausgedacht hat. Immerhin mussten die beiden lange warten damit sie ihr Happy bekommen.
Ihr fragt euch, warum ich ihn L. nenne? Tja, Ladies, lest das Buch und findet es selbst heraus...

Mein Fazit: Dion und L. haben sich mit großem Feuerwerk in mein Herz gestohlen. Für mich der beste Band der Reihe und ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.08.2024

Etwas langatmig, aber dennoch packend

Never Be My Enemy (Never Be 2)
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"Never be my enemy" hat im Vergleich zum Vorgänger-Band nochmal eine Schippe drauf gelegt. Das Buch war zwar wieder ähnlich langatmig wie Teil 1, aber es konnte mich trotzdem noch einen Ticken mehr fesseln. ...

"Never be my enemy" hat im Vergleich zum Vorgänger-Band nochmal eine Schippe drauf gelegt. Das Buch war zwar wieder ähnlich langatmig wie Teil 1, aber es konnte mich trotzdem noch einen Ticken mehr fesseln. Vor allem dürfte das an den Protagonisten gelegen haben, die es beide geschafft haben, mich in diesem Band zu überraschen.

Jasper war für mich schon in "Never be my date" die spannendste Figur und ein absolutes Überraschungspaket, weil so viele seiner Motive im Unklaren geblieben sind. Man wusste zwar, dass man es hier mit einem äußerst fähigen und gleichzeitig manipulativen Kerl zu tun hatte, hatte aber keine Ahnung, wie tief seine Geheimnisse gingen. Jetzt erfährt der Leser, was den jungen Mann antreibt - und für mich war diese Erkenntnis absolut schockierend. Ich konnte plötzlich gut verstehen, warum Jasper so sehr auf Rache aus war, und war froh, dass er am Ende den Rat von Cameron und Granny El annehmen und beherzigen konnte. Im Herzen ist er ein zuckersüßer Typ, der schon viel zu viel erleiden musste - der perfekte Broken Hero.

Auch in Abbie steckt mehr als man anfangs vermutet hätte. Sie kam in Band 1 immer so ein bisschen streberisch und mitläuferisch rüber; in Band 2 schafft sie es nun endlich, sich von ihren Freundinnen zu emanzipieren und ihre eigenen Träume zu verfolgen. Ich habe es sehr genossen, wie sie sich mit Jaspers Hilfe ihre bunten Momente geschaffen hat.

Auch in diesem Teil der Reihe gibt es wieder ein Spiel unter den Studierenden namens "Never be my enemy". Hier hat mich ein wenig gestört, dass es anfangs so präsent war und urplötzlich komplett unwichtig. Ich hätte das Game gerne noch bis zum Ende mitverfolgt - so war das irgendwie eine Sackgasse und nur ein Mittel zum Zweck.

Mein Fazit: Eine deutliche Steigerung zu Band 1, aber leider immer noch arg langatmig. Trotzdem eine sehr gute Unterhaltung mit tiefgehenden Themen, die trotz allem in Leichtigkeit und Zuversicht verpackt sind. Hierfür gibts von mir 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Friends to Lovers - für mich der schwächste Band der Reihe

Beyond Us
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Eli ist unter den Hutton-Brüdern der wildeste, derjenige, der als Kind schon immer von einem Ärger zum nächsten stolperte und der auch als Erwachsener keinen rechten Plan hat, was er im Leben erreichen ...

Eli ist unter den Hutton-Brüdern der wildeste, derjenige, der als Kind schon immer von einem Ärger zum nächsten stolperte und der auch als Erwachsener keinen rechten Plan hat, was er im Leben erreichen will. Nach einer derben Beziehungsklatsche freundet er sich mit Hope an und gründet mit ihr eine WG - allerdings nicht, ohne vorher einen Pakt zu schließen, der besagt, dass zwischen beiden niemals etwas emotionales oder körperliches entstehen darf. Ob sie sich daran wohl halten können?

Zuerst zu den positiven Punkten:
Grundsätzlich mag ich am Friends-to-Lovers-Trope, dass die Protagonisten für gewöhnlich eine sehr humorvolle, innig-freundschaftliche Beziehung zueinander haben. Das liegt in der Natur der Dinge und hat mir auch an diesem Roman wieder gut gefallen. Man hat sofort gemerkt, dass Hope und Eli auf einer Wellenlänge liegen.
Ich fand die Idee (und auch die Wortwahl) für den Pakt super lustig. Und auch die Tatsache, dass Hope keine klassischen Modelmaße aufweist und trotzdem den heißbegehrten Tänzer abkriegt, hab ich sehr gefeiert.

Was hat mich gestört:
Zum einen hatte ich das Gefühl, dass in ein viel zu harmonisches Buch ein komplett unnützes Drama eingebaut wurde. Mir ist schon bewusst, dass das Buch nicht ohne Drama auskommen hätte können, da es sonst womöglich langweilig geworden wäre. Die Art und Weise fand ich aber arg konstruiert, und beide haben für meinen Geschmack total überreagiert.
Zum anderen hatte ich gehofft, dass Elis Geschichte mit weniger Kitsch auskommen würde wie die drei Vorgänger-Bände. Ich wurde aber herbe enttäuscht, denn die Story war stellenweise sogar noch kitschiger als alles zuvor Dagewesene. In meiner Welt braucht es weder Ehering noch Baby um glücklich zu sein - in Abby Brooks Welt ist das eine ohne das andere scheinbar nicht möglich.

Mein Fazit: An sich eine schöne Geschichte mit tollen Charakteren, die sich sehr von den Protagonisten der ersten drei Teile abheben. Trotzdem reichts für mich nur für 3 von 5 Sternen - ich hätte mir wirklich mehr Abwechslung im Verlauf der Story erhofft.

Veröffentlicht am 18.08.2024

Wunderschöne "Second Chance"-Lovestory

Beyond Now
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"Beyond Now" ist der dritte Teil der Romanreihe rund um die Hutton-Familie. Grundsätzlich können die einzelnen Teile dennoch getrennt von einander gelesen werden.

Caleb hat mich sehr beeindruckt. Er ist ...

"Beyond Now" ist der dritte Teil der Romanreihe rund um die Hutton-Familie. Grundsätzlich können die einzelnen Teile dennoch getrennt von einander gelesen werden.

Caleb hat mich sehr beeindruckt. Er ist einer dieser Menschen, der schon sehr früh im Leben gewusst hat, was er will - sowohl privat als auch beruflich - und der dann unabhängig von allen Widrigkeiten alles daran setzt, sich diesen Traum zu erfüllen. Er scheint völlig mit sich im Reinen zu sein, ein sehr ruhiger, überlegter und gesettelter Charakter, dessen Gesellschaft ich mir äußerst angenehm vorstelle. Dies spiegelt sich auch in seiner Liebe zum Meer und seinem Beruf als Kapitän eines Ausflugsboots wider.
Maisie hatte es in ihrer Kindheit nicht leicht - umso verständlicher ist es, dass sie so lange in einem Leben verweilt, das so viel besser zu sein scheint als das Leben des dürren, ständig hungernden Mädchens, das sie einst war. Erst durch das Wiedersehen mit Caleb nimmt Maisie wahr, dass ihr etwas wichtiges fehlt und dass sie zwar gut ist in ihrem Job, sich dadurch aber auch selbst aufopfert und überhaupt nicht lebt. Mir gefiel ihre energiegeladene Art und ihre Bereitschaft, sich auf Unvorhergesehenes einzulassen und dadurch dem Glück eine Chance zu geben.
Die beiden zusammen sind für mich ein ganz tolles, liebevolles Paar, sehr zugewandt und respektvoll im Umgang mit einander.

Einen Kritikpunkt muss ich anbringen, der allerdings reine Geschmackssache ist: Ich wünsche allen Protagonisten ein Happy End, bin aber der Meinung, dass es dafür nicht immer zwangläufig einen Ring braucht. Leider sieht die Autorin das wohl anders, wenn ich mir die ersten drei Teile der Reihe so ansehe... Dennoch würde ich mir wünschen, dass sie in Elis Geschichte Mut zeigt und ihm ein flexibleres Ende gönnt.

Mein Fazit: Der Roman ist schön leicht und lässt sich gut zwischendrin lesen. Sicherlich ist er kein Meisterwerk des Tiefgangs und dennoch ist die Message ganz deutlich erkennbar: Lebe! Denn was hat man von all dem Glanz und Glamour, wenn man neben all der Schufterei sein ganzes Leben verpasst? Für "Beyond Now" gibts von mir 4 von 5 Sternen.