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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Könnte mich nicht packen

Beyond Shattered Moons
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Vieles an der Geschichte von Madelyn und den Knight Brüdern hätte mich eigentlich angesprochen. Das Setting im Verlagswesen hat mir zum Beispiel total gut gefallen. Und - obwohl ich Dreiecksgeschichten ...

Vieles an der Geschichte von Madelyn und den Knight Brüdern hätte mich eigentlich angesprochen. Das Setting im Verlagswesen hat mir zum Beispiel total gut gefallen. Und - obwohl ich Dreiecksgeschichten nicht so gut leiden kann - auch die Gefühlswelt, die Maddie mit den beiden so ungleichen Brüdern verbindet, fand ich sehr spannend. Außerdem mochte ich die Themen, mit denen die drei zu kämpfen haben. Anna Savas hat diese mit viel Sensibilität und Tiefe beschrieben.

Dennoch konnte mich nach dem ersten Teil nun auch der zweite Teil nicht packen. Das Buch hat knappe 600 Seiten und war leider ziemlich langatmig. Jede Menge Platz für innere Monologe, Zweifel und Hin und Her. Phasenweise musste ich mich leider ziemlich durchkämpfen. Außerdem mochte ich die Lösung mit der Amnesie nicht, so als hätte die Autorin eine Möglichkeit gebraucht, um Wes auf elegante und schadlose Weise loszuwerden.

Alles in allem war die Reihe bisher interessant, aber die Gefühle kamen nicht bei mir an, weil sich die Bücher zu lang gezogen haben. Wie die Geschichte von Wes weiter geht, weil ich aber trotzdem wissen - Band 3 steht schon in den Startlöchern.

Veröffentlicht am 10.04.2026

Leider ein wenig langweilig...

Beneath Broken Skies
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Die Bücher von Anna Savas lese ich eigentlich immer gerne. "Beneath Broken Skies" konnte mich aber nicht vollends überzeugen - es war mir an vielen Stellen zu langatmig und zu vorhersehbar.

Die Idee, ...

Die Bücher von Anna Savas lese ich eigentlich immer gerne. "Beneath Broken Skies" konnte mich aber nicht vollends überzeugen - es war mir an vielen Stellen zu langatmig und zu vorhersehbar.

Die Idee, einen Roman in den heiligen Hallen eines Verlagshauses spielen zu lassen, fand ich so einfach, dass sie schon fast wieder genial war. Ich liebe schöne Bücher, vor allem die, die besonders aussehen - vom Farbschnitt über die Veredelungen im Cover bis hin zu Bildern und Illustrationen im Inneren des Buchs. Die Passagen, in denen es um den Prozess bei der Herstellung eines Buchs geht, fand ich deshalb total interessant.
Die Liebesgeschichte wiederum konnte mich nicht so richtig packen. Vieles war absolut vorhersehbar und deshalb für mich oft zu langatmig geschrieben. Gerade bei den spicy Szenen gab es jede Menge Wiederholungen und zu viel inneren Monolog, so dass ich am Ende nur noch überflogen habe. Die Gefühle von Maddie und Wes konnte ich oft nicht so richtig nachvollziehen, es war zu viel Rühr-mich-nicht-an gefolgt von Es-geht-mir-schlecht,-bitte-tröste-mich. Ihre Emotionen fühlten sich für mich an wie ein Echo aus der Vergangenheit - so richtig konnte ich mit beiden nicht mitfühlen, was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass auch am Ende des Buchs nach wie vor nicht klar ist, was vor 6 Jahren eigentlich passiert ist. Es ist wie ein fehlendes Puzzleteil, das, wenn man es am Ende einbaut, das ganze Bild in einem komplett anderen Licht erscheinen lässt. Insofern bin ich gespannt, ob es hierzu in Teil 2 eine Auflösung gibt.

In punkto Charakterentwicklung hat mir Maddie ganz gut gefallen. Ihre Bindungsangst kam ganz klar rüber und man konnte beobachten, wie sie ihre Ängste Stück für Stück losließ und es wagte, zu hoffen. Wes ist für meinen Geschmack etwas blass geblieben - vermutlich auch eine Folge dessen, was in diesem Buch so hartnäckig totgeschwiegen wird.

Mein Fazit: Für 500 Seiten passiert in diesem Buch leider erstaunlich wenig. Ich befürchte, dass die ganze Reihe auch in zwei Bänden gut erzählt werden hätte können. Ich bin jetzt gespannt auf Band 2 und hoffe, dass mit Adams Auftauchen und dem Cliffhanger aus Band 1 nochmal ein bisschen Spannung in die Geschichte kommt.

Veröffentlicht am 07.04.2026

Packend von der ersten bis zur letzten Seite

WHISPERS. Die Wahrheit wird dich zerstören
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Von Ayla Dade kannte ich bisher nur Romance und New Adult-Bücher. Nach "Whispers" kann ich aber sagen: Ja, sie kann auch Dark Academia verdammt gut. "Whispers" war packend von der ersten bis zur letzten ...

Von Ayla Dade kannte ich bisher nur Romance und New Adult-Bücher. Nach "Whispers" kann ich aber sagen: Ja, sie kann auch Dark Academia verdammt gut. "Whispers" war packend von der ersten bis zur letzten Seite, der Spannungsbogen ließ zu keiner Zeit nach und selbst jetzt stehe ich noch da und bin fassungslos, wie der Roman zu Ende gegangen ist.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen Willow, Ben, Deepika und Jacob, die nach dem gewaltsamen Tod ihres Kommilitonen Henry alle unter Mordverdacht geraten. Auslöser hierfür war die Campus-App "Whispers", die den Studenten Challenges gegen Sozialpunkte auferlegt. Doch für die 4 Protagonisten - die Alphas, wie sie schon bald genannt werden - wird aus dem Spaß ganz schnell Ernst, als die Challenges immer grausamer und skrupelloser werden und es bald nicht mehr nur um ihre Zukunft, sondern auch um Leben und Tod geht.

Der Roman zeigt auf eindrückliche Weise die Schattenseiten der sozialen Medien auf. Außerdem war es absolut meisterhaft, wie die Eindrücke aller Handelnden verschwammen und man sich bei niemandem sicher sein konnte, ob er nicht doch etwas mit dem Mord zu tun hat. Schnell kristallisierte sich heraus, dass jeder einzelne etwas zu verbergen hat - und dass niemand so wirklich unschuldig ist.

Total gut gefallen hat mir die Gruppendynamik der Alphas, die nach und nach immer mehr zu einer Einheit zusammengewachsen sind. Außerdem hat mir auch die Charakterarbeit sehr imponiert - ich konnte die Handelnden jederzeit vor meinem geistigen Auge sehen, mit ihnen fühlen und erahnen, wie sie ticken.

Mein Fazit: Ein fantastischer Dark Academia-Roman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Gerne mehr davon!

Veröffentlicht am 04.04.2026

Dame auf e8...

Check & Mate – Zug um Zug zur Liebe
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Ein Liebesroman im Schach-Milieu? Klingt mega angestaubt... Ich habe mich trotzdem an "Check & Mate" von Ali Hazelwood ran gewagt. Die ersten 80 Seiten des Buchs entsprachen auch ziemlich meinen Erwartungen ...

Ein Liebesroman im Schach-Milieu? Klingt mega angestaubt... Ich habe mich trotzdem an "Check & Mate" von Ali Hazelwood ran gewagt. Die ersten 80 Seiten des Buchs entsprachen auch ziemlich meinen Erwartungen - die Geschichte konnte mich überhaupt nicht packen und ich war an dem Punkt schon genervt von den ständigen Andeutungen über Mals Schach-Vergangenheit.
Doch dann erschien Defne auf der Bildfläche - und mit Mallorys tristem Tagesablauf veränderte sich auch ihr Wesen. Das Schach rückte mehr in den Vordergrund und es gab erste Interaktionen mit Nolan, die mir sehr gut gefallen haben. Ich hätte nie gedacht, wie anstrengend die Turnier-Vorbereitung eines Schachspielers sein könnte und dass tatsächlich gefühlt jeder einzelne Zug beim Schach einen Namen hat.. Die Handlung entwickelte sich ab hier jedenfalls viel spannender, so dass ich das Buch dann am Ende doch noch ganz gerne gelesen habe.

Mit Mallory bin ich dennoch über die gesamte Länge des Buchs nicht warm geworden. Sie kam mir manchmal furchtbar naiv vor und ich fand ihre Art, mit Konflikten umzugehen, ganz schrecklich. Nolan hat mir besser gefallen, bei ihm hatte ich immer das Gefühl, genau zu wissen, woran man ist. Als Paar haben die beiden auch gut funktioniert für mich, allerdings konnte ich die häufige Funkstille zwischendrin nicht nachvollziehen. Vermutlich ging es darum, die Lovestory künstlich zu verlangsamen.

Mein Fazit: Der Ausflug in Schach-Umfeld war definitiv nicht so altbacken wie erwartet. Das Buch bekommt von mir trotzdem nur eine mittelmäßige Bewertung, weil ich so große Startschwierigkeiten hatte und leider keine Verbindung zu Mallory aufbauen konnte.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Hoffnungsvolle Romantasy, gewürzt mit jeder Menge Spice

We Reach for the Light
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Das "Angels & Demons"-Duett von Emma Scott ist komplett anders als die Bücher, die wir bisher von ihr kennen. Ihr Ausflug in das Romantasy-Genre war wohl Teil ihres Trauer- und Bewältigungsprozesses nach ...

Das "Angels & Demons"-Duett von Emma Scott ist komplett anders als die Bücher, die wir bisher von ihr kennen. Ihr Ausflug in das Romantasy-Genre war wohl Teil ihres Trauer- und Bewältigungsprozesses nach dem Verlust zweier geliebter Menschen - es geht um Leben und Tod, ein Leben nach dem Tod, Trauer, aber auch ganz viel Hoffnung.

Von Cole haben wir im ersten Band noch nicht allzu viel mitgekriegt, dennoch fand ich Lucys besten Freund schon damals ziemlich cute und habe mich dementsprechend auf seine Geschichte sehr gefreut. Ich mochte seine hingebungsvolle Künstler-Seele richtig gerne, seine Art, die Menschen nicht nur anzusehen, sondern richtig zu sehen und sie wahrzunehmen, um dann das perfekte Portrait von ihnen zu malen.
Ambri war auf seine Weise ebenfalls sehr liebenswert, auch wenn er natürlich in allem sehr extrem war. Seine Vergangenheit fand ich total spannend, und ich finde man konnte seine Zerrissenheit und seine Sehnsucht danach, wirklich gesehen zu werden, gut nachfühlen.
Ich lese nicht oft m/m-Romance, aber in diesem Buch fand ich die Chemie echt richtig gelungen. Cole und Ambri haben total gut gematcht und ich habe ihre Liebesgeschichte sehr gerne verfolgt. Der Roman war auch echt spicy und teilweise sehr explizit - wer damit ein Problem hat, muss leider weite Textabschnitte überspringen.

Den Fantasy-Anteil der Handlung fand ich wie bereits im ersten Band ein wenig wirr und willkürlich. Vieles wurde nicht zu Ende erklärt, man fühlte sich am Schluss ein wenig im Regen stehen gelassen. Dafür mochte ich das Thema mit der Kunst total gerne, und ich konnte die Bilder von Ambri direkt vor meinem geistigen Auge sehen. Im ersten Band gab's ja regelmäßig Coles Bilder von Lucy für uns Leser - das wäre im zweiten Band auch schön gewesen, eben mit Ambri als Motiv.

Mein Fazit: Erfrischend anders, voller guter Ansätze, aber gerade im Fantasy-Teil nicht ganz ausgegoren. Ich mochte aber die Message des Buchs (vor allem die Erklärung für unsere "Laster" und "inneren Dämonen") und habe am Ende gelernt, dass Liebe und Hoffnung sogar den Tod überdauern. Von mir gibt's 3,5 von 5 Sternen.