Profilbild von Steffi_liest

Steffi_liest

Lesejury Star
offline

Steffi_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Finale - humorvoll, blutig und verstörend

Black Bird Academy - Liebe den Tod
0

Stella Tack bleibt im dritten und letzten Band der Black Bird Academy-Reihe ihrem Stil treu. Die Geschichte rund um die Exorzisten, die Dämonen und alle, die irgendwo so zwischendrin rangieren, war auch ...

Stella Tack bleibt im dritten und letzten Band der Black Bird Academy-Reihe ihrem Stil treu. Die Geschichte rund um die Exorzisten, die Dämonen und alle, die irgendwo so zwischendrin rangieren, war auch in diesem Band extrem blutig und für mich auch oft verwirrend, weil ich mir schwer vorstellen konnte, wie die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere aussehen. Auf der anderen Seite habe ich auch schon lange nicht mehr so viel gelacht bei einem Fantasy-Buch - vor allem Lore war nie um einen dummen Spruch verlegen und erinnerte mich in seiner Art ein wenig an die Romane von Terry Pratchett.

Die Handlung war im wahrsten Sinne des Wortes "fantastisch" - die Autorin zauberte immer wieder irgendwelche neuen Dämonen oder Features aus dem Hut, die die Geschichte für mich noch komplexer und noch schwerer greifbar machte. Zugleich verliefen am Ende irre viele Fäden im Sande - oft ein Zeichen für einen vierten Band, was ich mir in diesem Fall jedoch weder vorstellen kann, noch wünsche.

Gefallen hat mir in diesem Band das Setting in Japan und auch, dass wir Crain ein bisschen besser kennenlernen konnten. Komplett unnötig fand ich im Rückblick auf alle drei Bände die Einleitungen zu den einzelnen Kapiteln, in denen einzelne Dämonen aus der Mythologie und ihre Eigenschaften beschrieben werden, die aber zugleich größtenteils niemals im Buch auftauchen. Ich bin recht schnell dazu übergegangen, diese Absätze zu überspringen.

Nach wie vor hatte ich auch in diesem dritten Band das Gefühl, dass Stella Tack den Jugendbüchern eigentlich noch nicht entwachsen ist. Zugleich waren dann zwischendrin immer wieder so Szenen eingebaut, die selbst für mich als Erwachsene komplett drüber waren, entweder in punkto Grausamkeit oder in Form einer ziemlich extremen Sexszene, die für mich den Anschein erweckten, als sollte das Buch gezwungenermaßen seinen Weg in die Erwachsenenabteilung der Buchhandlung finden.

Mein Fazit: Ich liebe die Jugendbücher der Autorin und bin nach dieser Reihe der Meinung, dass sie dort auch sehr gut aufgehoben ist. Zur Black Bird Academy habe ich leider bis zum Ende keinen richtigen Zugang gefunden, so dass ich auch für Band 3 nicht mehr als 2,5 von 5 Sternen vergeben kann.

Veröffentlicht am 09.11.2025

Enttäuschend

Wild Mountain Eagles: Knox & Delta
0

Für eine gute Sports Romance bin ich immer zu haben. Die Story rund um die Wild Mountain Eagles hörte sich für mich auch richtig gut an, aber leider konnte mich das Buch dann trotzdem nicht packen.

Woran ...

Für eine gute Sports Romance bin ich immer zu haben. Die Story rund um die Wild Mountain Eagles hörte sich für mich auch richtig gut an, aber leider konnte mich das Buch dann trotzdem nicht packen.

Woran lag's? Zum einen am Schreibstil der Autorin. Die Sprache klang an vielen Stellen total gestelzt, fast schon antiquiert. Ich musste mich tatsächlich oft mehr über die Wortwahl aufregen, als dass ich mich auf den Inhalt konzentrieren hätte können. Leider hat dadurch auch meine Beziehung zu den Protagonisten gelitten - zu beiden konnte ich bis zum Ende keine Verbindung aufbauen, da ich vor meinem geistigen Auge eher zwei Mittfünfziger hatte als Anfang-Dreißig-jährige.
Zum anderen fühlten sich viele Stellen in der Geschichte total konstruiert an. Ich habe mir so oft gedacht: What??? So reagiert doch kein normaler Mensch!

Gefallen hat mir das Eishockey-Setting und auch der Team-Spirit. Doch das allein reicht mir leider nicht, um die Reihe weiter zu verfolgen.

Mein Fazit: Eine Rahmengeschichte mit viel Potential, das leider in der Umsetzung verpufft. Hierfür gibts leider nur 2 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 29.10.2025

Sportsromance - süß und spicy

Behind the Net
0

Pippa und Jamie haben es mir in diesem Buch nicht so einfach gemacht. Ich mochte die Eishockey-Vibes in dieser Sportsromance sehr gerne, hätte aber so meine Schwierigkeiten mit den Protagonisten. Jamie ...

Pippa und Jamie haben es mir in diesem Buch nicht so einfach gemacht. Ich mochte die Eishockey-Vibes in dieser Sportsromance sehr gerne, hätte aber so meine Schwierigkeiten mit den Protagonisten. Jamie war einerseits zuckersüß, der totale Kümmerer, aber andererseits auch fast schon toxisch männlich. Pippa ist neben ihm fast schon ein wenig untergegangen - sie hätte gerne mehr Selbstbewusstsein und mehr eigenen Willen haben dürfen.
Zwei Dinge haben mich richtig genervt: zum einen die mangelhafte Kommunikation zwischen den beiden, gerade in der ersten Hälfte des Buchs. Zum anderen war's mit schlicht zu spicy - das Körperliche stand schon oft im Vordergrund.

Abgesehen davon hat mir die Handlung gefallen und auch die tieferen Themen hatten großes Potential. Leider ging das aber ein wenig unter zwischen all dem Sex.

Mein Fazit: Das Buch liest sich total gut dahin, aber ich hatte mir mehr Tiefe gewünscht. Für ein solides Mittelmaß und 3 von 5 Sternen reicht's aber.

Veröffentlicht am 18.10.2025

Wunderschöne Rockstar-Cinderella-Story

Dream and Dare (Faith-Reihe 3)
0

Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft ...

Ich freue mich riesig, dass ich zu Band 3 der Faith-Reihe von Sarah Stankewitz nun eine positive Rezension schreiben kann, nachdem mich Band 1 leider gar nicht begeistern konnte. In "Dream & Dare" trifft Isaac, der Frontman der Band "Crashing December", auf Hope, die sich und ihren Bruder mit Straßenmusik und Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Nach anfänglicher Skepsis auf beiden Seiten kommen sich die Protagonisten näher und merken, dass sie nicht nur auf der Bühne, sondern auch sonst wunderbar harmonieren. Wären da nur nicht die dicken Päckchen, die beide seit ihrer Kindheit zu tragen haben und die plötzlich ihr frisch gefundenes Glück bedrohen...

Hope ist ein total taffes Mädchen, das alle Herausforderungen annimmt, die ihr das Leben vor die Füße schmeißt. Ich mag ihre positive Einstellung, ihre Ehrlichkeit und ihr Engagement für andere, das leider im Falle ihres Bruders an Selbstaufgabe grenzt. Auch Isaac hat mir als Typ gut gefallen, auch er ist von Grund auf freundlich, loyal und liebevoll, und das trotz der schlimmen Erfahrungen in seiner Kindheit. Mit Hope entdeckt er sogar seine romantische Ader, was leicht ins kitschige abrutschen hätte können, wenn die Szene in der Gondel nicht gleichzeitig so sexy gewesen wäre. Außerdem liebe ich das Verhältnis innerhalb der Band - man merkt einfach, dass die Jungs für einander durchs Feuer gehen würden.

Sarah Stankewitz traut sich mit ihrem Roman an ziemlich heftige Themen ran. Die Schlüsselszene war für mich der Moment im Pflegeheim, als Isaac seine Stimme wiederfindet. Ganz ehrlich: zu sagen, dass ich ein paar Tränchen verdrückt habe, wäre stark untertrieben. Die Szene war unglaublich gut und ergreifend geschrieben, man fühlte in jedem Satz Isaacs Verletzlichkeit, seine Trauer, aber auch seine Stärke. Ich habe mit ihm gelitten, mich aber zugleich gefreut, dass er die Gelegenheit bekommen hat, seine Worte an die richtige Person zu richten.
Ganz grundsätzlich fand ich auch das Ende sehr gelungen - ich mochte die Art, wie Hope und Isaac erst mal ihre eigenen Probleme angingen, ohne den anderen dabei vollständig aus den Augen zu verlieren. Das ganze wirkte sehr natürlich und verlieh dem Roman Größe, ohne nochmal auf unnötiges Drama zurückzugreifen.

Mein Fazit: Ein ganz wundervolles Buch, das sich trotz schwerer Themen seine Leichtigkeit bewahrt hat. Einen klitzekleinen halben Stern Abzug gibts, weil die Geschichte, wie Hope zur Band kam so unrealistisch war. Der Rest ist aber allemal 4,5 von 5 Sternen wert. Große Empfehlung!

Veröffentlicht am 12.10.2025

Finale. Endlich.

The Brightest Stars - beloved
0

Ich hatte mit den ersten beiden Bänden der Reihe so meine liebe Not, dennoch wollte ich in Band 3 nachlesen, wie es mit Kael und Karina ausgeht. Anna Todd hat die Leser ja ganz schön auf die Folter gespannt ...

Ich hatte mit den ersten beiden Bänden der Reihe so meine liebe Not, dennoch wollte ich in Band 3 nachlesen, wie es mit Kael und Karina ausgeht. Anna Todd hat die Leser ja ganz schön auf die Folter gespannt und wohl im Schreibprozess zu Band 3 auch nochmal Band 1 und 2 überarbeitet. Ich habe die beiden ersten Teile in der Ursprungsfassung gelesen und bin sicher, dass die Überarbeitung nur zu ihrem besten war. Band 3 hat mir nun auch ein wenig besser gefallen, auch wenn ich bis zum Ende kein Fan der Reihe geworden bin.

Der Lesefluss ist mir in diesem Teil leichter gefallen als in den vorherigen, es gab mehr klare Strukturen und weniger von diesen unsäglichen Längen. Die Handlung bietet Spannung, Drama und weiterhin komplett verwirrte Gefühle. In der Beziehung von Karina und Kael kehrt bis zum Schluss keine Ruhe ein, was vermutlich daran liegt, dass beide erst mal ihren eigenen Krempel auf die Reihe kriegen müssen. In punkto Charakterentwicklung kann man sicherlich sagen, dass die Protagonisten ein paar Schritte nach vorne geschafft haben, auch wenn ich gerade bei Kael das Gefühl hatte, dass er sein Glück zu sehr von Karina abhängig machte. Grundsätzlich habe ich mich richtig schwer damit getan, die Liebe der beiden nachzuvollziehen, es fühlte sich ganz oft toxisch und zwanghaft und irgendwie ungesund an.
Das Ende war für mich stimmig und passend zur Geschichte. Alles, was darüber hinaus gegangen wäre, hätte nicht zu den Protagonisten gepasst.

Mein Fazit: Finale. Endlich. Ich bin ehrlich froh, dass ich diese Reihe jetzt endgültig von meiner Leseliste streichen kann, da ich bis zum Ende einfach nicht damit warm geworden bin. Dennoch honoriere ich, dass Anna Todd das Schicksal von (ehemaligen) US-Soldaten zum Thema ihrer Reihe gemacht hat. Einzig die Ausarbeitung und vielleicht auch meine Erwartungshaltung waren hierzu nicht passend. Für Band 3 der Reihe vergebe ich 3 von 5 Sternen.