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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2025

Wider Erwarten totale Begeisterung!

Blackwell Palace. Feeling it all
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Ich bin gerade komplett erstaunt über mich selbst, weil mir dieses Buch so gut gefallen hat! Ich bin absolut kein Fan von TV-Formaten wie dem "Bachelor" und kann dennoch sagen, dass mich die Handlung dieses ...

Ich bin gerade komplett erstaunt über mich selbst, weil mir dieses Buch so gut gefallen hat! Ich bin absolut kein Fan von TV-Formaten wie dem "Bachelor" und kann dennoch sagen, dass mich die Handlung dieses Romans total in ihren Bann gezogen hat. Ich konnte den Abschluss der Frozen Hearts-Reihe nicht aus der Hand legen und habe die Geschichte von Blair und Edward in einem Rutsch durchgesuchtet.

Nachdem die ersten beiden Bände der Reihe sich in erster Linie um Paola gedreht haben, gibt es seitens der Handlung nach Band 2 einen kleinen Cut. Das Liebesdreieck um Pao hat sich aufgelöst, ebenso wie der Kriminalfall um das Verschwinden von April Sanders - und zurück bleibt Edward, der nun im dritten Band im Rahmen einer Spiderflix-Show seine große Liebe suchen und finden soll. Doch wie es sich im Blackwell Palace nun mal so gehört, gilt es auch diesmal wieder jede Menge Geheimnisse aufzudecken, Intrigen zu spinnen und Beziehungen auf den Prüfstand zu stellen, bevor den King am Ende ein Happy End erwarten kann.
Im Mittelpunkt des Romans steht außerdem Blair Wagner, die in den ersten beiden Bänden eine sympathische, später aber auch intrigante Nebenrolle hatte. Sie ist Teilnehmerin der Dating-Show und rückt aber gleichzeitig auch ins Zentrum einer mörderischen Intrige. Denn nur eines ist sicher im Blackwell Palace: Nichts ist so wie es scheint...

Mir hat die gut ausgewogene Mischung aus Romance und Thriller super gefallen. Die Geschichte war spannend und nicht zu offensichtlich, die Gefühle absolut greifbar und die Protagonisten komplett liebenswert. Da die Kapitel aus der Sicht unterschiedlicher Personen, in erster Linie von Edward und Blair, geschrieben sind, konnte man sich einen guten Überblick über die Gedanken und die Gefühlslage der beiden verschaffen. Ich konnte erahnen, wie die beiden ticken, und konnte auch die konfusen, oft zerstörerischen Gedankengänge gut nachvollziehen.

Der Schreibstil von Ayla Dade ist äußerst modern. In der gesamten Reihe hat sie sich oft in bildhaften, prosaischen Vergleichen verloren, woran ich mich aber schnell gewöhnt habe. Hier in Band 3 gab es noch eine weitere Auffälligkeit, nämlich die wirren Gedanken von Blair und Edward, die völlig chaotisch ohne Punkt und Komma, teilweise sogar durchgestrichen, mitten in der Erzählung auftauchten. Anfangs fand ich das total störend, aber es ist mit der Zeit weniger geworden und es war auch einfacher zu akzeptieren, als man verstanden hat, wie es in den Köpfen der beiden aussieht.

Bemängeln muss ich in erster Linie die Lektoratsleistung - ich habe lange kein Buch mehr gelesen, in dem mich so viele Schreibfehler, fehlende Wörter etc. angesprungen haben.
In der Handlung könnte man wahrscheinlich auch noch den ein oder anderen Logikfehler entdecken. Oder aber man denkt nicht zu groß drüber nach und genießt einfach.

Mein Fazit: Ein absolut gelungener Reihen-Abschluss und ein total kurzweiliges Lesevergnügen. Hat mir richtig gut gefallen und bekommt deshalb 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.01.2025

Geheimisse über Geheimnisse...

Blackwell Palace. Wanting it all
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Band 2 der Frozen Hearts-Reihe von Ayla Dade hat mir etwas besser gefallen als Band 1. In erster Linie lag das wahrscheinlich an der Handlung, die diesmal extrem spannungsgeladen, geheimnisvoll und packend ...

Band 2 der Frozen Hearts-Reihe von Ayla Dade hat mir etwas besser gefallen als Band 1. In erster Linie lag das wahrscheinlich an der Handlung, die diesmal extrem spannungsgeladen, geheimnisvoll und packend war. Die Geschichte um das Verschwinden und den Tod von Edwards Freundin April zieht in Paolas und Charles Cliquen große Kreise, immer wieder tauchen neue schockierende Details auf und immer wieder rückt ein neuer Verdächtiger in den Mittelpunkt der Ermittlungen.
Weiterhin gab es diesmal viel mehr Gefühl, vor allem in der Interaktion zwischen Charles und Paola. Endlich war die Verbindung der beiden auch spürbar - nicht nur körperlich, sondern auch von Herzen kommend.

In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass der Schreibstil von Ayla Dade etwas anstrengend wäre, in erster Linie aufgrund der vielen Vergleiche und Zitate. Und ja, das Buch ist definitiv ein wenig überfrachtet, was vor allem die Dialoge manchmal extrem unnatürlich wirken lässt. Dennoch schätze ich an Büchern ein gutes Wortspiel oder eine gut durchdachte Metapher, so dass es mich persönlich eher gefreut als gestört hat.

Die Charaktere haben in diesem Band mehr Tiefe bekommen, auch wenn Paola nach wie vor nicht meine Lieblings-Protagonistin ist. Ich war erstaunt, weil ich vor allem Sofia als Person super spannend fand - durch ihr Verhalten Paola gegenüber hat sie wahre Größe bewiesen, und ich würde mich freuen, in Band 3 noch mehr über sie und ihre Familienverhältnisse zu erfahren.

Was mich etwas gestört hat: Die Interaktion zwischen den Handelnden wirkte oft recht willkürlich. Beispiel gefällig? Über eine Person kommt etwas wahrhaft Schockierendes ans Licht. Das Kapitel endet - und im nächsten Kapitel sitzen alle wieder beieinander und finden das auf einmal gar nicht mehr so schlimm. Oder auch Paolas Verhältnis zu den Blackwell-Brüdern, das immer irgendwie random wirkte - im einen Moment ist sie total angepisst von Edward, im nächsten Moment gehts mit ihm heiß zur Sache. Um nur zwei Beispiel von mehreren zu nennen. Ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte etwas runder gewesen wäre - so wirkten die Kapitel irgendwie lieblos aneinandergereiht.

Mein Fazit: Ein kurzweiliger Roman, der immer mal wieder von recht expliziten Sex-Szenen (teilweise auch BDSM) "unterbrochen" wird. Für mich persönlich hätte es auch weniger Spice getan, aber ich habe mich von dem Buch im gesamten trotzdem gut unterhalten gefühlt. Hierfür gibts 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.01.2025

Dekadenz regiert die Welt

Blackwell Palace. Risking it all
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Dekadenz regiert die Welt im Blackwell Palace, dem Nobelhotel der Familie Blackwell in St. Moritz. Die Söhne und Töchter aus reichem Hause vergnügen sich auf Bällen ebenso wie bei winterlichen Pool-Parties ...

Dekadenz regiert die Welt im Blackwell Palace, dem Nobelhotel der Familie Blackwell in St. Moritz. Die Söhne und Töchter aus reichem Hause vergnügen sich auf Bällen ebenso wie bei winterlichen Pool-Parties und Polo-Turnieren auf dem zugefrorenen Moritzersee, während die Angestellten des Hotels sehnsüchtig davon träumen, Teil der High Society zu sein. Doch der schöne Schein trügt - vor allem die Blackwell-Brüder haben einiges vor der Welt zu verbergen. Mittendrin die neue Sommelière Paola Cortessa, die bald schon dem Charme der Brüder erliegt, obwohl sie doch eigentlich ganz andere Pläne für ihren Aufenthalt im Blackwell Palace hatte...

Das Setting des Romans gefällt mir gut, man fühlt sich durch Ayla Dades Beschreibungen direkt in die Schweiz versetzt.
Die Protagonisten sind eher interessant als sympathisch - vor allem bei Paola finde ich das sehr schade, da sie ja eigentlich die Person sein sollte, mit der man sich identifizieren können sollte. Ihr Charakter ist mir zu unbedacht, zu naiv (wie man vor allem am Ende des Buchs sieht) und auch zu unstet. Ihre Entscheidungen kommen gefühlt aus dem Nichts, sind zwar jedes Mal begründet, aber die Entscheidungsgrundlage ist jedes Mal eine andere. Ich habe deshalb leider keinen Draht zu ihr gefunden.
Die Charaktere von Charles und Edward konnte ich noch eher nachvollziehen. Edward der ewige Zweite, der "Abgelehnte", der eigentlich sehr tief fühlt, dies aber immer hinter seiner rebellischen Fassade verbirgt. Und Charles, der absolute Misanthrop mit dem Rettersyndrom, der eine schwierige Kindheit zu verarbeiten hat und sich deshalb nicht erlaubt, überhaupt etwas zu fühlen. Charles war für meinen Geschmack etwas zu impulsiv, während Edward komplett unberechenbar rüberkam. Obwohl die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten geschrieben sind, hatte ich am Ende nicht das Gefühl, Edward zu kennen.

Die Handlung fand ich durchaus packend, auch wenn manches ziemlich abwegig war. Paola arbeitet zum Beispiel gefühlt nicht, sondern hängt die ganze Zeit nur mit ihren Freunden und den Blackwell-Brüdern ab. Am Ende gibt es einen Riesen-Plottwist, von dem ich noch nicht genau weiß, was ich von ihm halten soll. Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass diese Entwicklung sich im zweiten Band wieder in Luft auflöst, auf welche Weise auch immer... Gut gefallen hat mir die Story rund um April, und ich bin gespannt, wie sich das Ganze am Ende herausstellt.

Es gibt in diesem Buch einige sehr explizit beschriebene BDSM-Szenen. Ich fühle mich hierbei zwangsläufig immer an Shades of Grey erinnert, muss aber leider sagen, dass Charles gegen Christian nicht ankommt. Ganz grundsätzlich fand ich diese Szenen immer sehr willkürlich eingestreut, oft war die Situation nicht passend und man hatte das Gefühl, es war mal wieder an der Zeit für ein wenig Spice...

Mein Fazit: Ich bin komplett unvoreingenommen in diese Reihe gestartet und verlasse Band 1 nun mit etwas gemischten Gefühlen. Handlung und Setting sind auf jeden Fall interessant, ebenso wie die Gefühlswelt von Charles und Edward. Paola konnte mich leider gar nicht begeistern. Der Schreibstil war sehr bildhaft, es gab jede Menge Zitate aus deutschen Literaturklassikern und auch zwei selbst geschriebene Gedichte, wofür ich ausdrücklich ein großes Lob aussprechen möchte. Dennoch fühlten sich die Protagonisten durch Ayla Dades Beschreibungen mal eben lockere 5-7 Jahre jünger an als sie eigentlich sein sollten. Aus diesen Gründen gibts von mir 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.01.2025

Abschied von den Dreamland Billionaires

Dreamland Billionaires - Final Offer
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„The final offer“ ist der Abschlussband der Dreamland Billionaires-Reihe von Lauren Asher. Die drei Bände waren eine ziemliche Achterbahnfahrt für mich – nachdem ich Band 1 ganz schrecklich fand und Band ...

„The final offer“ ist der Abschlussband der Dreamland Billionaires-Reihe von Lauren Asher. Die drei Bände waren eine ziemliche Achterbahnfahrt für mich – nachdem ich Band 1 ganz schrecklich fand und Band 2 mich total überzeugen konnte, ist Band 3 nun irgendwo in der Mitte angesiedelt.

Was hat mir gefallen? In erster Linie Cal. Ich kann gut verstehen, warum sich Lana in sein nüchternes Ich verliebt hat. Mit seiner spitzbübischen, charmanten Art ist er einfach der geborene Herzensbrecher, während seine hingebungsvolle und aufmerksame Ader ihn zum perfekten Partner macht. Doch auch seine dunkle, süchtige Seite hat mir gut gefallen – ich finde zwar, dass Lauren Asher ihn für einen Alkoholkranken zu kontrolliert dargestellt hat, konnte aber seine Pein und seinen Kampf gegen die Sucht gut mitfühlen.

Cami war natürlich auch ein großes Plus an der Geschichte. Was für ein zuckersüßes Mädchen! Alana wiederum konnte ich nicht so gut greifen. Sie war mir in ihrer ganzen Haltung Cal gegenüber viel zu unklar, was natürlich daran lag, dass sich ihre Gefühle so im Widerstreit befunden haben. Dennoch gingen mir gerade die körperlichen Zugeständnisse ihrerseits viel zu schnell. Außerdem hätte ich gerne mehr Konditor-Vibes gehabt – ihr Wunsch nach einer eigenen Bäckerei kam so völlig aus dem Nichts und man hatte nicht das Gefühl, dass es einen Großteil ihres Alltags ausmacht.

Die Handlung ist für mich das größte Manko an der Geschichte. Es ist ja völlig klar, dass das Ziel von Lauren Asher in Form von Großvaters letztem Willen war, Cal zu seinem Glück mit Lana aber vor allem auch mit sich selbst zu zwingen. Die Art, wie das Ganze dann angeleiert und auch fortgeführt wurde, fand ich aber total hanebüchen und ich konnte mich damit überhaupt nicht anfreunden.

Vom Schreibstil her kann ich mich nicht beklagen – ich bin gut durch das Buch gekommen und hatte grundsätzlich Spaß beim Lesen.

Mein Fazit: Eine realistischere Rahmenhandlung wäre nett gewesen. So gibt’s für das Buch 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.01.2025

Postapokalyptischer Herzschmerz

Ruins of Love. Gespalten (Grace & Hayden 2)
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Ich mag die Geschichte von Grace und Hayden immer noch, auch wenn meine anfängliche Begeisterung ein wenig abgeflaut ist. Sehr deutlich ist geworden, wie zerrissen die beiden sich fühlen und wie schwierig ...

Ich mag die Geschichte von Grace und Hayden immer noch, auch wenn meine anfängliche Begeisterung ein wenig abgeflaut ist. Sehr deutlich ist geworden, wie zerrissen die beiden sich fühlen und wie schwierig es in einer Welt wie der ihren ist, eine Beziehung zu führen. Ich fand aber auf jeden Fall schön, mehr von Grace und ihrem Leben in Greystone zu erfahren.

Nach Band 2 habe ich nun ein wenig Angst, dass sich die Geschichte - die sich ja immerhin auf 4 Bände erstreckt - totlaufen wird. Für meine Begriffe ist relativ vorhersehbar, was geschehen wird. Und deshalb wird es auch immer schwieriger werden für Grace und Hayden als Paar. Schon in Band 2 haben sich die intimen Szenen immer irgendwie unpassend angefühlt und ich fürchte, das wird im Krieg mit Greystone nicht besser werden. Dafür, dass es sich ja um ein sehr düsteres Szenario handelt, geht vieles zu leicht und wird in seiner Schwere nicht gewürdigt. Ich bin gespannt, wie Megan Devos die Geschichte sinnig weiterführt.

Mein Fazit: Nicht mehr so gut wie Band 1, aber nach wie vor eine interessante Geschichte mit einem liebenswerten Couple. Hierfür gibts 2,5 von 5 Sternen.