7 Jahre Single nach einer Trennung - eine neue Sichtweise
Schnell.liebigLina schreibt autobiografisch über ihre Trennung von Dominik und den folgenden 7 Jahren als Single. Sie meldet sich auf Tinder an und hat enorm viele (Blind) Dates. Ich hatte teilweise den Eindruck, sie ...
Lina schreibt autobiografisch über ihre Trennung von Dominik und den folgenden 7 Jahren als Single. Sie meldet sich auf Tinder an und hat enorm viele (Blind) Dates. Ich hatte teilweise den Eindruck, sie stürzt sich leichtsinnig ins Abenteuer, lässt unbekannte Männer in ihre Wohnung, verliebt sich ein kleines bisschen in Gustav und doch ist er nicht der Richtige, weil er nicht ankommen will. Er empfindet sie als den Ruhehafen, aber ist das alles, reicht das? Sie besucht ihre Freundin Maggie in Südafrika und lernt dort Nathan kennen – hier hatte ich das Gefühl: es kann was werden. Aber leider hing er noch an seiner Ex und kommt später mit dieser auch wieder zusammen. Lina kann mit ihm abschließen, auch wenn es weh tut. Das ist aber auch der Moment, wo sie anfängt aufzuräumen, Tinder und oberflächliche Kontakte zu löschen und sich von dieser Art „warmhalten“ zu trennen. Sie trifft erneut Gustav, kommt aber zu dem Ergebnis, dass sie mit ihm abschließen kann. An einer Stelle kritisierte eine Freundin ihr Verhalten als schlampig. Zugegeben – das dachte ich an einigen Stellen auch. Aber es ist ein Stück mehr als das. Es zeigt, das zum einem die Verfügbarkeit und das ständige Suchen, auch dazu führt, dass viele sich selbst noch nicht gefunden haben. Lina brachte es an einer Stelle auf den Punkt: wenn du dich selbst liebst, kann es auch ein anderer tun. Ich habe durch das Buch einen anderen Blick auf Singles bekommen. Ich bin schon lange in einer glücklichen, ehrlichen Beziehung und völlig unbedarft frage ich die Singles, was denn das Singleleben so macht. Es ist nicht mal bös gemeint, reduziert aber auch Singles nur auf das Eine. Ich habe auch viele Kontakte im Handy, vielleicht sollte ich auch mal „aufräumen“ und schauen, wer eigentlich nur noch „warmgehalten“ wird. Danke, ein sehr offener Einblick in das Privatleben von Lina Mallon.