Cover-Bild Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe Life
  • Genre: Ratgeber / Gesundheit
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 30.04.2020
  • ISBN: 9783431070026
Pixie Turner

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen

Valérie Thieme (Übersetzer)

Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner hat sie wissenschaftlich untersucht und rebelliert gegen die Diät-Apostel. Sie will wieder Lust auf Essen machen mit Gerichten, die keinem Trend folgen, sondern einfach verdammt lecker schmecken. Ob ein leichter Linsen-Feigen-Salat, Kürbislasagne, die wirklich satt macht, oder Birnentarte mit Salzkaramell - Pixies Rezepte sind gesundheitsbewusst, doch ideologiefrei. Köstliche KIassiker, exotische Gemüsekombinationen und herrliche Kuchen für Genuss ohne schlechtes Gewissen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2020

Spieglein, Spieglein ...

5

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen


Spieglein, Spieglein an der Wand ☺, wer kennt es nicht, das Märchen von der „bösen“ Stiefmutter, die die Allerschönste im ganzen Land ...

Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen


Spieglein, Spieglein an der Wand ☺, wer kennt es nicht, das Märchen von der „bösen“ Stiefmutter, die die Allerschönste im ganzen Land sein wollte. Mein neuestes Buch „Wellness Rebel“ von Pixie Turner greift gekonnt einige Mythen rund ums Essen auf. Das finde ich eine ganz witzige Idee, denn mal Hand aufs Herz, ich werde bestimmt nicht die einzige sein, die hin und wieder eine „neue“ Diät ausprobiert. Der dicke Ratgeber ☺ kommt mit 70 leckeren und leichten Rezepten daher. Das gefällt mir sehr gut, ebenso die teils doch witzigen Fotos zum Rezept oder Text. Dadurch ist die Lektüre nicht so knochentrocken. Das Inhaltsverzeichnis ist übersichtlich und humorvoll, mit einem kleinen grünen Kochlöffel, der eine Blätterranke zu haben scheint, unterteilt. Neben Clean Eating, dem „richtigen“ Essen, Gluten, Detox, Fetten usw. geht es auch Rohkost und Zucker an den Kragen. Der Leser erkennt, (grins, wie ich auch) nach und nach Diätbullshit und lernt sein Essen wieder zu genießen. Die folgende Einleitung gefällt mir hervorragend, denn sie erinnert mich ein wenig an meine eigene Kindheit und meine Familie, allerdings nur in Bezug auf den Anbau vom frischem Obst und Gemüse. Betroffen und erschrocken habe ich dann die weiteren Seiten gelesen...
Orthorexie, Essstörungen, die bei jungen oder aber auch älteren Menschen durch eine falsche Wahrnehmung entstehen können, finde ich tragisch. Aber den Mut darüber zu sprechen und andere zu warnen, finde ich besonders lobens- und erwähnenswert.
Sich ausgewogen zu ernähren ist goldrichtig und andauernde Verbote und Einschränkungen führen zwangsläufig zu ausufernden Fressattacken, das kann ich selber aus Erfahrung beisteuern. Die Rezepte die Pixie Turner vorstellt, gefallen mir sehr gut, das ein oder andere Rezept habe ich begeistert nachgekocht und für sehr schmackhaft befunden. Die Tricolore Pesto Penne, die Feta-Päckchen mit Zaziki oder die superleckere Vanille-Zitronen-Cheesecake haben es mir besonders angetan und diese wird es definitiv auch öfter bei uns geben. Aber auch auf die Birnentarte mit Salzkaramell habe ich ein gieriges Auge geworfen. Leider sind durch die Corona-Zeit, einige der Zutaten momentan nicht im örtlichen Handel bei uns zu bekommen, daher muss das jetzt warten, bis die Zeiten wieder besser werden.
Ungewöhnlich und anders, als die weiteren „Kochbücher“, „Ernährungsfibeln“ und Ratgeber die ich bisher kenne, mag ich dieses „Aufklärungswerk“ mit seinen „witzigen“ Chemieformeln, die mich ein wenig an meine Schulzeit erinnern. Der Bauplan mancher Moleküle wurde einem so noch einmal in Erinnerung gerufen. Und ich habe mich mit der Materie, dem Essen allgemein, den Rezepten und der falschen Einteilung in „gut“ und „böse“, gehörig und lernfähig auseinandergesetzt! Ich empfehle dieses Buch daher gerne weiter!!

Inhalt / Klappentext:
Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner hat sie wissenschaftlich untersucht und rebelliert gegen die Diät-Apostel. Sie will wieder Lust auf Essen machen mit Gerichten, die keinem Trend folgen, sondern einfach verdammt lecker schmecken. Ob ein leichter Linsen-Feigen-Salat, Kürbislasagne, die wirklich satt macht, oder Birnentarte mit Salzkaramell - Pixies Rezepte sind gesundheitsbewusst, doch ideologiefrei. Köstliche KIassiker, exotische Gemüsekombinationen und herrliche Kuchen für Genuss ohne schlechtes Gewissen.

Die Autorin:
Pixie Turner hat jeden Ernährungstrend mit - und sich selbst damit nur unglücklich gemacht. Heute bloggt die Ernährungswissenschaftlerin als "Plantbased Pixie" über Rezepte und Diätmythen, sie tritt als Speakerin auf und scheut nicht die Konfrontation mit Influencern, die ihre Follower vornehmlich mit schlechtem Gewissen an sich binden.

Mehr Bücher der Herausgeberin:
The Insta-Food Diet, The No Need To Diet Book, Pixie’s Plates

Fazit: 5***** „Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen“ ist im lübbe life Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 304 fantastische Seiten, voller genialer Rezepte und Fotos.






























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Veröffentlicht am 09.05.2020

Schluss mit schwarz und weiß, es gibt auch bunt

2

Eine neue Nachricht blinkt auf…es ist mal wieder das Internet. Alltäglich werden wir Menschen mit Mythen, News, Meinungen, Neuheiten, Versprechungen, Werbesprüchen oder vielversprechenden Bildern überschüttet. ...

Eine neue Nachricht blinkt auf…es ist mal wieder das Internet. Alltäglich werden wir Menschen mit Mythen, News, Meinungen, Neuheiten, Versprechungen, Werbesprüchen oder vielversprechenden Bildern überschüttet.
Hier ist der Preis besser, dort der Zuckergehalt weniger und da nur gesunde Zutaten enthalten. Tagtäglich müssen wir so viel aufnehmen, dass man aufhört sich mit Hintergründen und Fakten zu beschäftigen und anfängt alles zu glauben. Doch das ist falsch, denn dadurch macht man sich selber kaputt und rutscht in eine Spirale hinein, die auch anfängt einen selber zu belasten.
Und genau dafür ist dieses Buch da. Denn Pixie Turner ist eine smarte Frau mit einem Bachelorabschluss in Biochemie, einem Master of Science in Ernährungswissenschaften und sie ist Mitglied im britischen Verband für Ernährung. Durch das Lesen des Buches bekommst du keine neuen Mythen und Ideen wie man sich gesund ernähren soll, sondern sie klärt die „Verbote“ bei gesunder Ernährung auf. Pixie Turner musste selber die Erfahrung machen, was Nachrichten und Diättipps alles mit einem machen können. Allerdings nahm sie sich daraus etwas positives und fing an zu lernen, was wirklich wichtig ist. Und das bringt sie in ihrem Buch stilvoll rüber.
Das Buch ist in verschiedene Mythen eingeteilt. Zu Beginn stellt die Autorin sich kurz vor und geht dabei auch auf ihre Geschichte ein. Die nächsten Kapitel setzten sich mit verbreiteten Ernährungsmythen auseinander. Jedes Thema erläutert sie basierend auf wissenschaftlichen Fakten. Passend gibt es zu jedem Thema entsprechende Rezepte. Doch bevor sie ins Detail geht, handelt es in dem Buch von allgemeinen Fachbegriffen, die zwar jeder kennt, aber bestimmt nicht genau definieren kann. Erstmal klingt alles etwas kompliziert, aber trotz allem hat Pixie es geschafft, diese Begriffe verständlich und gut zu erklären. Außerdem bekommen wir als Leser nicht nur grobe Beispiele, sondern durch das Nennen von Nahrungsmitteln ganz konkrete.
Richtig gut lässt sich dieses vielfältige Thema aber vor allem durch die wunderschöne Gestaltung lesen. Denn anhand von Bildern, Sprüchen und Abbildungen merken wir uns alles etwas besser. So funktioniert das Ganze ja auch in der Werbebranche, nur das es sich im Buch nicht um leere Versprechungen dreht.
Oft gibt es Bücher, die voller toller, aber nicht umsetzbarer Rezepte sind. Durch eigene Erfahrungen kann ich von diesem Exemplar behaupten, dass wir hier vom Gegenteil reden. Jeder hat diese oder auch ähnlich Zutaten zu Hause, die man benötigt und selbst faule oder untalentierte Köche motiviert diese Gerichtsauswahl. Alle ausprobierten Speisen waren vorzüglich und kam bei jedem meiner Familie gut an. Ich wurde inspiriert und auf viele neue Ideen gebracht und somit gelernt, dass hinter jedem Rezept viel Wissen steckt und das Mythenfrei.
Zusammenfassend kann man sagen, dass jeder seinen eigenen Bezug zum Essen hat und ob sich die Einstellung dazu nach dem Lesen ändert ist ebenfalls von Person zu Person unterschiedlich. Doch eines kann ich versprechen, man bekommt neue Sichtweisen und mehr Klarheit. Umsetzten musst du die vielen Tipps trotz allem alleine. Ich bin sehr glücklich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde von Lesejury gelesen zu haben und kann es kaum erwarten andere Menschen mit diesen neuen Gedanken die mir durchs lesen gekommen sind zu inspirieren.

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Veröffentlicht am 07.05.2020

Sehr hochwertig, wissenschaftlich aber nicht konsequent umgesetzt

2

Pixie Turner räumt in “Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen” mit unterschiedlichen Diätmythen, zu Themen wie Gluten, Detox, Fetten, Superfoods, Basen, Rohkost und Zucker, ...

Pixie Turner räumt in “Wellness Rebel. Diätbullshit erkennen und Essen wieder lieben lernen” mit unterschiedlichen Diätmythen, zu Themen wie Gluten, Detox, Fetten, Superfoods, Basen, Rohkost und Zucker, auf. Hierzu argumentiert die ausgebildete Ernährungswissenschaftlerin auf Basis von Fakten unterschiedlicher Veröffentlichungen und Studien und zeigt leckere, gesunde Rezepte auf, die uns den Spaß am Essen wiederbringen sollen.

Die Rezepte zu den einzelnen Themenbereichen sind sehr abwechslungsreich und absolut nachkochbar, auch mit Zutaten, die man normalerweise zuhause hat. Insbesondere die Bilder zu den Rezepten sind sehr hochwertig und machen Lust aufs Nachkochen – und das bereits beim Durchblättern. Bei den Desserts merkt man allerdings, dass die Autorin aus England stammt. Ich empfand die Rezpete alle als zu süß und würde empfehlen, die Zuckermenge an den persönlichen Geschmack anzupassen.

Fokus des Buches sind allerdings nicht die Rezepte, sondern die wissenschaftliche Herangehensweise an unterschiedliche Diätformen. Hier muss ich als Naturwissenschaftlerlin leider sagen, dass mich die Autorin nicht überzeugen konnte. Sie selbst kritisiert selbsternannte Gesundheitsexperten nicht auf Basis von Fakten zu argumentieren und doch hat selbst ihr Buch hier einige Schwächen. Viele der Aussagen sind leider wissenschaftlich nicht fundiert . Trotzdem schafft sie es, den Leser zu sensibilisieren und nicht mehr jedem Diättrend blind zu folgen.

Dies schafft sie insbesondere durch ihren Schreibstil und ihre Persönlichkeit. Das Buch fußt auf den eigenen Erfahrungen der Autorin mit unterschiedlichen Diäten und kommt in der Einleitung daher sehr persönlich daher. Ihr Schreibstil ist sehr offen und direkt – wie man bereits am Titel erkennen kann. Die Inhalte sind leicht verständlich. Zwar argumentiert sie zu Beginn auch auf Basis chemischer Strukturen, ein tiefes Verständnis wird allerdings nicht benötigt, da es sich dabei eher um Zusatzwissen handelt, dass man für die Lektüre selbst nicht benötigt.

Die Gesamtaussage des Buches, nicht jedem Trend zu verfallen ohne ih erst einmal zu hinterfragen und sein Essen einfach zu genießen und dabei natürlich auf Ausgewogenheit zu achten, kann ich uneingeschränkt zustimmen. Auch als Rezeptbuch kann ich dieses Buch wirklich sehr empfehlen. Als wissenschaftlichen Ratgeber zu den unterschiedlichen Mythen allerdings, liefert es nicht den Tiefgang, den man als Wissenschaftler erwartet. Für Einsteiger allerdings, die nur zu gern jedem Hype verfallen, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Konnte mich, als Naturwissenschaftlerin, nicht komplett überzeugen...

2

》INHALT:
Keine Macht den Diät-Gurus!
Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin ...

》INHALT:
Keine Macht den Diät-Gurus!
Selbst ernannte Gesundheitsexperten predigen auf allen Kanälen ihre vermeintlich heilsbringenden Lehren von Detox, Low Carb und Co. Die Ernährungswissenschaftlerin Pixie Turner hat sie wissenschaftlich untersucht und rebelliert gegen die Diät-Apostel. Sie will wieder Lust auf Essen machen mit Gerichten, die keinem Trend folgen, sondern einfach verdammt lecker schmecken. Ob ein leichter Linsen-Feigen-Salat, Kürbislasagne, die wirklich satt macht, oder Birnentarte mit Salzkaramell - Pixies Rezepte sind gesundheitsbewusst, doch ideologiefrei.
Köstliche KIassiker, exotische Gemüsekombinationen und herrliche Kuchen für Genuss ohne schlechtes Gewissen.

》EIGENE MEINUNG:
Das Cover von „Wellness Rebel“ empfinde ich als sehr ansprechend, modern, frühlingshaft und "gesund". Der Titel ist durchaus etwas brachial, aber aussagekräftig. Er weist auch schon auf die manchmal sehr raue Ausdrucksweise im Buch hin. Das Buch hat eine hohe Qualität: Einband und Papier sind fest, es gibt ein hilfreiches Lesebändchen und das Format (22,5 x 2,7 x 22,8 cm) gefällt mir gut. Insgesamt umfasst es ca. 300 Seiten. Am Ende des Buches finden sich Literaturhinweise und ein Register.

Das sehr minimalistische Inhaltsverzeichnis imponiert mir ebenfalls – hier zeigt sich schon, dass es keinen extra Rezeptteil gibt, sondern zu den Themen passende Rezepte dem jeweiligen Kapitel angeschlossen sind:
- Einleitung/“Clean Eating“
- Einleitung/Das „Richtige“ essen
- Gluten
- Detox
- Fette
- Superfoods
- Basen
- Rohkost
- Zucker
- Nachwort/Genieß dein Essen

Der Schreibstil ist locker und angenehm persönlich gefärbt. Allerdings hätte es für mich den ein oder anderen Kraftausdruck nicht gebraucht. Bei Sachbüchern lege ich mehr Wert auf gute Recherche und Quellen, als eigene Überzeugungskraft des Autors. Und hier haben wir auch schon mein Hauptproblem mit der Autorin: Es ist sicher erfrischend ein Sachbuch mit einer sehr persönlichen Geschichte zu beginnen und die eigene Meinung immer wieder einfließen zu lassen. Mir ging hierbei jedoch die objektive Auseinandersetzung mit manchen Themen verloren. Besonders bei Bereichen, die ich durch meinen Beruf als Dipl.-Ing. für Gartenbau selbst einschätzen kann (z. B. Pflanzenschutzmittel, biologische Produktion vs. konventionell) wurde mir bewusst, dass die Autorin hier zu wenig auf Fakten basierte Inhalte präsentiert, sondern vor allem ihre Überzeugungen. Als Naturwissenschaftlerin ist mir das zu wenig und teilweise war es schlicht und einfach einseitig und konträr zu meiner beruflichen Erfahrung. Dies ließ mich im Nachgang dann leider auch andere Kapitel von denen ich weniger Ahnung habe und den Mehrwert des Buches für mich noch mal stark hinterfragen.

Der Aufbau hat mir gut gefallen: Jeweils ein abgeschlossenes Themengebiet, plus entsprechende Rezepte. Dazwischen finden sich Fotografien und auf Einzelseiten herausgestellte Zitate aus den Texten. Auch an den Texträndern werden wichtige Kernaussagen nochmals herausgegriffen. Allerdings waren die Inhalte an sich nicht immer leicht zu erfassen. Die Autorin versucht in einfachen Worten Informationen zu vermitteln und verwendet dann doch wieder chemische Formeln oder Strukturen, die den Text nicht wirklich bereichern. An einigen Stellen musste ich Abschnitte mehrmals lesen, weil sie mir trotz verständlicher Sprache nicht eingängig waren. Komplizierte Formulierungen machten einfache Erklärungen so etwas zu Nichte.

Die Rezeptauswahl ist abwechslungsreich, enthält jedoch nur vegetarische und vegane Gerichte. Dabei finden sich Suppen, Hauptgerichte, Nachspeisen, Brotaufstriche etc. im Buch. Die einzelnen Rezepte sind mit Zutatenliste, Personenangaben, ausführlicher Beschreibung, Fotografie und ab und an versch. Tipps ausgestattet. Die Zutaten sind meist gut zu erhalten und der erste Versuch von „Dinkel mit Halloumi & Süßkartoffel“ konnte mich überzeugen. Andere Leserundenteilnehmer fanden gerade viele Nachspeisenrezepte viel zu süß.

Positiv am Buch fand ich jedoch die Auseinandersetzung mit dem Thema Social Media/Bloggern und den dort propagierten „richtigen Ernährungsweisen“, Trends und den daraus möglicherweise bei einigen entstehenden Essstörungen. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Ernährung, dem eigenen Körper, den Abläufen dahinter, aktuell modernen Trends etc. ist eine wichtige Basis für ein gesundes Verhältnis zum Essen.

》FAZIT:
Diät- und Ernährungsmythen unter die Lupe nehmen – grundsätzlich eine schöne Idee mit interessanten Ansätzen, sehr lockerer Sprache und tollen Rezepten. Mir war es jedoch an einigen Stellen – auch im Vergleich zu Büchern wie „Der Ernährungskompass“ von Ben Kast – zu hemdsärmelig.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

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2

Das Buch kommt überraschend wertig daher. Im untypischen quadratischen Format mit einem sehr dicken Hardcover und einem Lesezeichenbändchen versehen, soll es vermutlich den Preis von 22€ rechtfertigen.

Für ...

Das Buch kommt überraschend wertig daher. Im untypischen quadratischen Format mit einem sehr dicken Hardcover und einem Lesezeichenbändchen versehen, soll es vermutlich den Preis von 22€ rechtfertigen.

Für den Einstieg ins Buch wählt die Autorin, die den Leser gleich in der vertraulichen Du-Form anspricht, ein Kapitel über ihren Leidensweg mit diversen Diäten und legt anschließend einige chemische Grundlagen für die folgenden Kapitel. Sie sind fachlich geschrieben, aber für den nicht bewanderten Leser durchaus verständlich. Das Buch ist schließlich kein wirkliches Fachbuch.

Im Folgenden setzt sie sich mit 7 Ernährungsmythen auseinander. Die Kapitel beginnen jeweils mit ca. 10 Seiten Grundlagen und werden anschließend von zum Mythos passenden Rezepten ergänzt. Wer sich schon anderweitig mit Ernährung auseinandergesetzt hat, findet dabei nicht immer etwas Neues.
Das Buch ist durchbrochen von seitengroßen Fotos von Pixie mit Essen oder Essens-Kleidung und Zitaten aus dem Kapitel. Kernaussagen des jeweiligen Kapitels finden sich zudem nochmals am Rand.

Was als Fazit oder Empfehlung von der Autorin für den Leser bleibt, ist: "Genieße dein Essen", dem ich grundsätzlich nicht widerspreche.
Doch bleibt es letztlich dem Leser überlassen, ob er den sonstigen Empfehlungen Pixies allein folgt und denen anderer "Gurus" und Experten abschwört oder nicht. Andere Autoren haben schließlich auch eine akademische Ausbildung zu den von ihnen beleuchteten Themen. Zudem merkt jeder selbst, welches Essen der eigene Körper verträgt oder nicht.

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