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Veröffentlicht am 15.01.2022

Das Schottland meiner Träume ….

Highland Hope 4 - Eine Bäckerei für Kirkby
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Highland Hope 4 - Eine Bäckerei für Kirkby: Roman (Highland-Hope-Reihe, Band 4)
Das Schottland meiner Träume ….
Diane Jordan
Der Januar ist nass, kalt und endlos grauuuuuuuuuuuu. Da träumt man schnell ...

Highland Hope 4 - Eine Bäckerei für Kirkby: Roman (Highland-Hope-Reihe, Band 4)
Das Schottland meiner Träume ….
Diane Jordan
Der Januar ist nass, kalt und endlos grauuuuuuuuuuuu. Da träumt man schnell von himmelhohen Bergspitzen oder endlosen saftigen dunkelgrünen Grasebenen. Und Schottland mit seinen fantastischen Hochebenen und Küsten hat es mir besonders angetan, genau wie mein neuestes Taschenbuch. Zu gerne habe ich da jetzt zu Teil 4 der Highland Hope Serie „Eine Bäckerei für Kirkby“ von Charlotte McGregor gegriffen, denn Teil 1 bis 3 habe ich bereits begeistert gelesen. Und auch diesmal werde ich nicht enttäuscht. Das Cover reiht sich harmonisch mit seinen typischen Landhäusern, der Bäckerei und dem Kopfsteinpflaster, zu den anderen Heyne-Titeln der Serie ein. Gut gefällt mir zudem die Übersichtskarte des Dorfes im Inneren des Buchumschlages sowie die Widmungen zu Beginn. Der Plot ist ganz nach meinem Geschmack, genauso wie die sympathischen Protagonisten, Landärztin Anna Campbell, ihr Maine-Coon-Waldkatzen-Kater sowie Musiker Lennox Fraser, die passend erdacht und gut beschrieben sind. Den Ort Kirkby gibt es zwar nicht tatsächlich, der ist fein erdacht, aber das tut meiner Leseliebe keinen Abbruch. Die Autorin schafft es innerhalb kürzester Zeit, mich durch ihre bildhafte Sprache voll und ganz in den Bann zu ziehen. Mein Kopfkino springt an und ich bin gedanklich in dem niedlichen, malerischen Kirkby. Sehe die Old Bakery, rieche das verführerische Shortbread oder den Duft der leckeren Butterkekse, sehe den Pub, die Destillerie sowie die eine oder andere Nebenfigur aus Teil 1 bis 3 der mir ans Herz gewachsenen Buchserie. Auch hier geht es wieder um eine „besondere“ Liebesgeschichte, die wie im wirklichen Leben erst ein paar Hindernisse und Schwierigkeiten meistern muss, um das persönliche Glück zu festigen. Der Schreibstil und die Wortwahl gefallen mir sehr, ebenso wie die kleine aber feine Liebelei, die sich da zwischen der braven Anna und dem „schwarzen Schaf“ Lennox anbahnt. Das dann noch Heimlichtuerei und Ungeklärtes nach und nach aufgedeckt wird, freut mich als Bücherwurm mit einem Faible für Familiengeheimnisse besonders. Auch wenn das Buch für meinen Geschmack, viel zu schnell lesetechnisch beendet wurde und ich doch noch zu gerne etwas in Kirkby verweilt wäre. Aber, da helfe ich mir jetzt und backe erst einmal „Granny Fraser‘s Famous Shortbread“ für meinen Lieblingsmenschen und mich, dazu gibt es dann heißen Early Grey. Bye-bye….
Inhalt:
Annabel bringt das Herz von Lennox zum Klingen ... und gemeinsam verwirklichen sie ihre Träume
Die Landärztin Anna Campbell hätte nie gedacht, dass sie sich so in das malerische Kirkby verlieben würde. Auch ihr Maine-Coon-Kater genießt die täglichen Besuche in der Old Bakery, in der Kristie das beste Shortbread von ganz Schottland backt. Hier trifft die optimistische Anna auch immer wieder auf den rätselhaften Lennox Fraser. Dieser fühlt sich als das schwarze Schaf der Familie. Insbesondere Vater Marlin ist strikt gegen Lennox´ Karriere als Musiker. Als Waise weiß Anna wie es ist, sich alleine durchzukämpfen. Die beiden scheinen perfekt füreinander. Doch ein lang gehütetes Familiengeheimnis kann nicht länger verheimlicht werden und stellt alles auf den Kopf...
Die Autorin:
Mit Sehnsuchtsorten kennt sich Charlotte McGregor aus. Schon in frühester Kindheit fühlte sie sich zu Städten und Ländern hingezogen, die sie nur aus Büchern oder Filmen kannte. Kein Wunder, dass sie aus ihrem Fernweh einen Beruf gemacht hat. Die Journalistin schrieb jahrelang Reiseberichte für Zeitungen und Magazine, ehe sie ihre Lieblingsorte auch in Romanen verewigte. Derzeit schlägt ihr Herz für Schottland, wo sie regelmäßig mit ihrem Mann durch Städte, Dörfer und die Highlands streift und sich voller Enthusiasmus auf Whisky, Haggis und Kilts stürzt.
Weitere Bücher:
Highland-Hope 1-3
Fazit: ***** Der Roman „Highland-Hope- Eine Bäckerei für Kirkby“ von Charlotte McGregor ist im Heyne Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 478 unterhaltsame Seiten, die nach und nach verzaubern und einen die norddeutsche Kälte im Januar erträglicher machen.

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Veröffentlicht am 29.12.2021

Tickende Zeitbombe …

Mit dem Rücken zur Wand
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Die letzten zwei Jahre waren durch die Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen nicht einfach. Manche Frauen und Kinder hat es laut Medienberichten richtig hart getroffen, denn sie wurden ...

Die letzten zwei Jahre waren durch die Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen nicht einfach. Manche Frauen und Kinder hat es laut Medienberichten richtig hart getroffen, denn sie wurden zu Hause in den eigenen vier Wänden Opfer körperlicher Gewalt durch den Partner, Bruder oder Vater. Mein neuester Roman „Mit dem Rücken zur Wand“ ist nach einer wahren Geschichte von der Bestseller-Autorin Hera Lind aufgegriffen und veröffentlicht worden. Auf gut 496 Seiten wird ergreifend und eindrucksvoll das Schicksal von Protagonistin Sara geschildert. Bedrückend und beklemmend geht Hera Lind auf die dramatischen Ereignisse ein. Versucht das unbegreifliche sachlich zu vermitteln und die Spirale der Gewalt aufzuzeigen, die sich wie ein Strudel mit spiralförmiger Bewegung immer weiter und schneller nach unten bewegt. Als Leserin habe ich ein paarmal kräftig schlucken müssen oder mir ein paar Tränen aus den Augenwinkeln wischen müssen. Der Vater von Sara ist ein echter Choleriker, der aufbrausend und jähzornig auf „Taten“ von Sara oder ihrer Mutter reagiert. Das Vorstrafenregister des Familientyrannen ist lang. Die Gewalt in der häuslichen Ehegemeinschaft beginnt schleichend mit herabsetzenden Äußerungen. Da ist nichts partnerschaftliches in der Beziehung. Keine „Augenhöhe“ oder irgend etwas gemeinschaftliches. Respekt und Sicherheit fehlen Sara sowie ihrer Mutter gänzlich. Sie werden misshandelt und derb immer wieder geschlagen. Außer der Oma, einem Lehrer sowie einem Arztehepaar hilft niemand der minderjährigen Sara. Jahre später kommt es zu der unguten Situation, dass die „erwachsene“ Sara das Haus ihrer verstorbenen Oma erbt und damit unmittelbare Nachbarin zum Vater wird. Dieser knüpft unvermittelt wieder an sein altes Verhaltensmuster Sara gegenüber an.
Psychische Gewalt ist plötzlich wieder an der Tagesordnung. Es gibt einen ekeligen Mix aus Demütigungen, Drohungen und Einschüchterungen. Sara kann wieder nicht aus ihrer fiesen Situation ausbrechen, zumal sie zwei Kleinkinder und einen Hund hat, für die sie ebenfalls verantwortlich ist. Die Polizei die eingeschaltet wird, unternimmt nichts. Die Verzweiflung die da aus jeder Seite trieft kann man förmlich spüren und auch die irrsinnige Idee, die das Trio Sara, Helga, Marius aushecken, kann ich aus der gegebenen Situation nachvollziehen. Obwohl Gewalt immer Gegengewalt auslöst und meist keine Lösung ist. Auch die Unterscheidung in einfache und gefährliche Körperverletzung war mir so nicht geläufig und hat mich zusätzlich betroffen gemacht. So schnell werden dann „Opfer“ zu „Tätern“. Ich wäre gerne zwischen die Seiten gesprungen und hätte der Familie geholfen, allerdings ist das mit dem Blick von außen so eine Sache und wahrscheinlich, gerade weil der Vater so ein explosives Pulverfass war, auch nicht so ganz ohne. Meiner Meinung nach müsste eher eingegriffen werden und auch die Strafen sollten drastisch erhöht werden, wenn ein Familienmitglied, wie hier der Vater so entgleist und eine ganze Familie terrorisiert. Das der ausgeheckte Plan mit der Abreibung für den Vater vor Gericht landete und so die „Opfer“ zu „Tätern“ wurden ist doppelt unschön, denn ich habe eine Menge Mitgefühl für die Betroffenen, auch wenn die Umsetzung des Plans nach hinten losging. Und denken kann man vieles, aber es dann tatsächlich in die Tat umzusetzen sollte man, wie dieses Buch beweist, lieber unterlassen. Auf alle Fälle sensibilisiert das Taschenbuch und macht auf diese „schwarzen Schafe“ und ihre körperlichen Übergriffe innerhalb der Familie aufmerksam.

Inhalt:
Sara ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder. Als sie überraschend das Haus ihrer Großmutter erbt, könnte sie aufatmen, wäre da nicht ihr Vater im Nachbarhaus, der ihre Kindheit zur Hölle werden ließ. Er war gewalttätig. Gegen Sara und ihre Mutter. Jahre sind seitdem vergangen, und weil es finanziell eng ist, bezieht Sara mit ihrer Familie das Haus. Doch der Vater nebenan wird wieder zur Gefahr. Diesmal lässt Sara sich seine Attacken aber nicht mehr gefallen. Sie ist erwachsen. Und sie hat einen Plan ...

Die Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Seit einigen Jahren schreibt sie ausschließlich Tatsachenromane, ein Genre, das zu ihrem Markenzeichen geworden ist. Mit diesen Romanen erobert sie immer wieder die SPIEGEL-Bestsellerliste. Zuletzt stieg »Die Hölle war der Preis« direkt auf Platz 1 ein, gefolgt von »Die Frau zwischen den Welten« und »Grenzgängerin aus Liebe« jeweils auf Platz 2. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Weitere Bücher:
Für immer deine Tochter, Grenzgängerin aus Liebe, Die Hölle war der Preis, Über alle Grenzen, Vergib uns unsere Schuld, Die Frau zwischen den Welten, Die Frau die frei sein wollte, Hinter den Türen, Mein Mann, seine Frauen und ich, Die Sehnsuchtsfalle, Gefangen in Afrika, Die Frau, die zu sehr liebte, Der Mann, der wirklich liebte, Der Prinz aus dem Paradies, u.v.m.



Fazit:
***** Der Roman „Mit dem Rücken zur Wand“ von Hera Lind ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 496 beklemmende Seiten, die zeigen, wie wentscheidend Hilfe im Bereich häuslicher Gewalt ist und wichtig eine konstruktive Auseinandersetzung und Unterstützung ist, um nicht am Ende als traumatisiertes Opfer oder gar als Täter dar zu stehen.



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Veröffentlicht am 29.12.2021

Krankheit, Ängste & Sorgen …

Sternstunde
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Sternstunde: Die Schwestern vom Waldfriede - Roman − Der Auftakt der neuen mitreißenden Bestsellersaga (Die Waldfriede-Saga 1)
Als Fotografin habe ich einige spannende „Lost Places“ im Berliner Umland ...


Sternstunde: Die Schwestern vom Waldfriede - Roman − Der Auftakt der neuen mitreißenden Bestsellersaga (Die Waldfriede-Saga 1)
Als Fotografin habe ich einige spannende „Lost Places“ im Berliner Umland besucht. Unter anderem die großartigen Beelitzer Heilstätten. Das war ein gigantischer Krankenhauskomplex zur Behandlung von Tuberkulosepatienten, der mich fototechnisch schwer beeindruckt hat. Mein neuester Roman „Sternstunde: Die Schwestern vom Waldfriede“ von Corina Bomann, die mich schon mit einigen ihrer anderen Bücher begeistern konnte, musste daher mit auf meinem Gabentisch zum Weihnachtsfest liegen. Das Cover ist ein echter Eyecatcher. Man ahnt den Krankenhauskomplex, sieht eine Allee mit lichtdurchfluteten Bäumen und sieht links seitig eine angeschnittene junge Frau in Schwesterntracht. Deutlich erkennbar ist die Rote Kreuzbinde am Arm. Der Klappentext ist ganz nach meinem Geschmack und Lesebeuteschema. Der Plot des neuen broschierten Taschenbuchs ist mitreißend, die Protagonisten sind glaubwürdig und fein beschrieben. Als Leser begibt man sich auf eine Zeitreise. Berlin um 1919 und die Anfänge der neugegründeten Klinik in Zehlendorf stehen noch in den Startlöchern. Oft reibt man sich beim Lesen der Seiten verwundert die Augen und denkt, wie unterentwickelt das damals doch noch alles war. Und wie weit sich die Medizin und ihre Ärzte, Pfleger und die medizinischen Geräte bis heute weiterentwickelt haben. Vor allem das Röntgengerät. Irgendwie bin ich froh, nicht zur damaligen Zeit gelebt zu haben. Trotz allem den Spagat vom hier und jetzt in die frühen Anfänge beschreibt Bomann gekonnt und feinfühlig, mal aus Hannas, dann aus der Sicht von Dr. Conradi. Ich konnte die Handlung gut nachvollziehen und bin gut in die Geschichte eingetaucht. Mein Kopfkino hat zudem gute Arbeit geleistet. Corina Boman schafft es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Medizin, wie zum Beispiel den Klinikleiter Dr. Conradi sowie sein Pflegepersonal durch detailreiche und wortgewandte Schreibe zum Leben zu erwecken. Krankheiten, Ängste und Sorgen werden realistisch wiedergegeben, man fühlt förmlich mit den Protagonisten mit. Ich konnte den dicken Schmöker kaum aus den Händen legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Das Krankenhaus “Waldfriede“ versuchte damals humanitäre Hilfe zu leisten. Aber auch christliche und ethische Werte werden durch die junge Krankenschwester Hanna weitergeben, was mir sehr gut gefällt. Trotz ihres eigenen schweren Schicksalsschlags (Tod ihres Verlobten) gibt Hanna für „ihre“ Patienten und den Waldfrieden alles. Hürden und Hindernisse meistert sie gekonnt und bravourös. Und was mir auch gut gefällt, dass in diesem Roman die Rolle der arbeitenden Frau so gut recherchiert wiedergegeben wird. Und auch zahlreiche Stolpersteine, wie die freikirchliche Glaubensgemeinschaft der Adventisten und entweder ledig zu sein und damit als Oberschwester arbeiten zu dürfen oder verheiratet und damit ans Haus gebunden zu sein, machen den Roman spannend. Ein guter Mix aus Fiktion und Historie. Mir hat es prima gefallen und ich fiebere jetzt schon der Fortsetzung entgegen, denn ich möchte zu gerne erfahren, wie es meinen Romanfiguren weiter ergeht. Und ob zum Ende noch alles gut wird und meine Fragen alle beantwortet werden.
Für ihre Patienten ist sie immer da- doch kann sie auch ihr eigenes Herz heilen?
Inhalt:
Berlin, 1919. Nach Kriegsende lastet der Verlust ihres Verlobten schwer auf der jungen Krankenschwester Hanna. Nur ihre Berufung an die neu gegründete Klinik Waldfriede in Zehlendorf kann sie von ihrem privaten Kummer ablenken, denn nichts will sie mehr, als Menschen in Not zu helfen. Bis das Waldfriede seine Tore für die ersten Patienten öffnen kann, vergehen allerdings Monate voller harter Arbeit, knapper Lebensmittel und Ungewissheit. Ermutigt durch das unerschütterliche Vertrauen des sympathischen Klinikleiters Dr. Conradi übersteht Hanna diese schwere Zeit – doch gerade als sich das Waldfriede wie ihr neues Zuhause anfühlt, stellt ihre Vergangenheit sie erneut auf harte Bewährungsproben. Und auch die Klinik scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Immer wieder bringen finstere Intrigen und Schicksalsschläge die hoffnungsvolle Zukunft des Hauses in Gefahr …
Nach wahren Begebenheiten: Inspiriert von der Chronik einer Krankenschwester erzählt Erfolgsautorin Corina Bomann von der Geburtsstunde der Berliner Waldfriede-Klinik.
Die Autorin:
Corina Bomanns Romane sind mit einer Gesamtauflage von über zwei Millionen Exemplaren nicht aus den Bestsellerregalen wegzudenken. Ihre beliebten historischen Sagas stehen regelmäßig auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste – so zuletzt die Bände »Die Farben der Schönheit. Sophias Triumph« und »Die Frauen vom Löwenhof. Mathildas Geheimnis«. Mit der Waldfriede-Saga erscheint ab Dezember 2021 ihre neue groß angelegte historische Reihe im Penguin Verlag. Corina Bomann lebt in Berlin-Zehlendorf.
Weitere Bücher:
2. Leuchtfeuer. Die Schwestern vom Waldfriede
3. Sturmtage. Die Schwestern vom Waldfriede
4. Wunderzeit. Die Schwestern vom Waldfriede
Fazit:
***** Der Roman „Sternstunde – Die Schwestern vom Waldfrieden“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat gut 606 Seiten, die mich schwer begeistert haben. Die Spiegel Bestseller Autorin Corina Bomann hat einen mitreißenden Auftakt zur vierteiligen Saga geschaffen, der den Leser tief in die Anfänge des Krankenhaus-Aufbaus in Berlin tauchen lässt.

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Veröffentlicht am 19.12.2021

Eisenbahnromantik ...

Der Glanz der Novemberrosen
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Diane Jordan
Ich liebe historische Romane und ganz besonders mein neuestes Taschenbuch "Der Glanz der Novemberrosen" von Martha Sophie Marcus, dass ich ganz schnell und begeistert aufgesogen habe. Der ...

Diane Jordan
Ich liebe historische Romane und ganz besonders mein neuestes Taschenbuch "Der Glanz der Novemberrosen" von Martha Sophie Marcus, dass ich ganz schnell und begeistert aufgesogen habe. Der Liebesroman trifft voll und ganz meinen Geschmack. Das Cover ist hinreißend und vortrefflich gestaltet. Man sieht die Protagonistin Sophie (adrett & fein gekleidet), das beschriebe Werk im Nebel und angedeutete goldene Novemberrosen. Der Plot ist spannend und gut durchdacht. Der bildhafte Schreibstil und die Wortwahl, der mir vorher unbekannten Autorin, gefallen mir sehr. Hervorragend recherchiert und ergreifend und unter die Haut gehend, vom Anfang bis zum Ende. Die Figuren sind liebevoll erdacht und fein beschrieben. Sie passen vortrefflich in die Zeit. Die Lebensumstände werden gut nachvollziehbar beschrieben. Mein Kopfkino springt schnell an. Ich könnte mir das Ganze auch sehr gut verfilmt und zur Weihnachtszeit a la „Sissssi“ und „Vom Winde verweht“ vorstellen. Bürgertum versus Arbeiter. Die Protagonisten Sophie, Karl, Lina und Ernst passen für meinen Geschmack perfekt. Die Seiten sind vor meinen Augen lesetechnisch nur so dahingeflogen. Die Liebenden wurden fein in Szene gesetzt. Die Autorin schafft es kurzerhand, sprachlich feine Bilder zu erzeugen, die vor dem inneren Auge auftauchen. Ich als Leserin mit viel Fantasie, bilde mir schnell ein, das Werksgelände zu kennen. Das Öl, die Gerüche, das Hämmern und laute Rattern der Maschinen tauchen vor meinem geistigen Auge auf. Ich liebe schon nach kurzer Zeit diese Familiensaga aus der Gründerzeit.
Die verbotenen Liebe zwischen Sophie und Karl sind genau nach meinem Geschmack, wenn ein Krimi für mein zartes Gemüt mal wieder tooooo much war. Die Klassenunterschiede der Gesellschaftsschichten werden dem Leser fantastisch und anschaulich nähergebracht. Puuuh, echt fies… Nun bin ich mitten drin im Geschehen…. „Die Blüte der November Rosen“ ist Teil 2, erscheint aber erst im März 2022. Wie überstehe ich das nur, denn ich will unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Inhalt:
Hannover Mitte des 19. Jahrhunderts: Als Töchter des Lokomotivfabrikanten Georg Brinkhoff wachsen Sophie und ihre Schwestern in Reichtum auf. Aber anders als ihre Familie sieht Sophie die Nöte der Arbeiter. Als sie sich für soziale Gerechtigkeit engagiert, lernt sie den verheirateten Fabrikschmied Karl kennen. Es ist für beide Liebe auf den ersten Blick. Doch hin- und hergerissen zwischen ihrer verbotenen Beziehung und dem Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie heiratet sie schließlich den Ingenieur Ernst Drave, für den sie nichts empfindet. Ihre Liebe zu Karl ist jedoch stärker denn je. Und so beginnen beide ein gefährliches Doppelleben ...

Die Autorin:
Martha Sophie Marcus, geboren 1972 im Landkreis Schaumburg, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik und verbrachte anschließend zwei Jahre in Cambridge. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Lüneburg. Seit ihrem grandiosen Debüt »Herrin wider Willen« hat sie weitere erfolgreiche Romane veröffentlicht. Eine Fortsetzung von »Der Glanz der Novemberrosen« erscheint bei Goldmann unter dem Titel »Die Blüte der Novemberrosen«.

Weitere Bücher:
Die Bogenschützin, Salz und Asche, Das Gold der Mühle, Der Rabe und die Göttin, Herrin wider Willen, Herrin des Nordens, Das Mätressenspiel, Lady Annes Geheimnis, Kaffeeklatsch mit Goldfisch, Elsternseele und Rabenherz, u.v.m.

Fazit:
*****
Der Roman „Der Glanz der November Rosen“ von Martha Sophie Marcus ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 Seiten. Mein Geschenk-Tipp: Zum Fest!!!!!!!

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Serienmorde zur Zeit der Pariser Surrealisten …

Stadt der Mörder
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Stadt der Mörder
Um meinen neuesten Kriminalroman „Stadt der Mörder“ von Britta Habekost genial zu finden, muss ich etwas weiter ausholen und mich erst einmal ein wenig in die damalige Zeit einlesen und ...

Stadt der Mörder
Um meinen neuesten Kriminalroman „Stadt der Mörder“ von Britta Habekost genial zu finden, muss ich etwas weiter ausholen und mich erst einmal ein wenig in die damalige Zeit einlesen und mein Wissen auffrischen. Denn es geht etwas weit gefasst um den Surrealismus. Dieser ist meiner Meinung nach aus dem Dadaismus entstanden. „Dada“ wurde gegründet, um gegen das etablierte Bürgertum zu protestieren. Besonders gegen den Katholizismus und gegen den Nationalismus, soweit ich mich erinnere. Der Plot ist spannend und ansprechend geschrieben. Er entführt den Leser ins Paris um 1924. Die Protagonisten sind gut erdacht und fein beschrieben. Der kriegsversehrte Ermittler Julien Vioric könnte so durchaus zur damaligen Zeit gelebt haben. Aber auch die beiden Schwestern Lysanne oder Isabelle sind perfekt erdacht. Bildgewaltig beschreibt Britta Habekost die damalige düstere Zeit, recht stimmungsvoll. Dort tummeln sich zahlreiche Künstler des Surrealismus, die nach neuen Zielen suchen. Die Kunstrichtung „Dada“ war für viele ein seelischer Zustand und ein Ausdruck des Protests! Allerdings ohne eigenen Inhalt. Laut meines Wissens, wollten die Künstler des Surrealismus dagegen mehr erreichen. Frei, revolutionär und unabhängig sollte die neue Kunst sein. Das Buch beginnt mit einem Zitat von Louis Aragon, einem französischen Dichter, der durch Leo Tolstoi, Maxim Gorki oder Breton beeinflusst wurde und meines Erachtens gut passt. Die Kriminalgeschichte ist spannend und unterhaltsam aufgebaut. Fakten und Fiktion wechseln sich ab und zeichnen ein plastisches Bild der damaligen Zeit. Rauschgift, Morde, Paris am Abgrund, Künstler und einige schräge Vögel sind gekonnt miteinander kombiniert und ergeben einen feinen Krimi. Bürgerliche Normen werden ausgehebelt und verstören und faszinieren gleichermaßen. Das Cover sieht übrigens fantastisch aus. Mit Pariser Chic in goldener Schrift ausgestattet, der Titel und Autorenname. Neckisch, mit einem praktischen Lesebändchen, ebenfalls in Gold, wirkt es elitär und großartig. Das Deckblatt ist zweigeteilt, düster gehalten in schwarz-weiß, mit vielen grauen Schattierungen. Das Wahrzeichen der Eifelturm verschwindet angedeutet im Hintergrund. Darüber befindet sich ein Automobil aus den Zwanzigern, indem eine adrette, junge Frau in der offenen Tür wartet und zur Seite schaut, was sehr geheimnisvoll aussieht. Unten läuft ein Schattenriss-Mann, wahrscheinlich der Ermittler, über eine Brücke. Ein ansprechendes Szenario und eine feine Filmszene, die sofort mein Kopfkino anspringen lässt.

Inhalt:
Ein kriegsversehrter Ermittler, ein Mörder unter Künstlern und eine Stadt am Abgrund ...

Paris im Dezember 1924: Es ist ein bitterkalter Morgen, als die Leiche des sechzehnjährigen Clément Faucogney am Place du Panthéon entdeckt wird. Der Anblick des entstellten Körpers ist selbst für Ermittler Julien Vioric kaum zu ertragen – und er ist den Schützengräben von Flandern nur knapp entronnen. Die Beweise führen Vioric in die Passage de l’Opéra, zu einer jungen Frau, die sich auf der Suche nach ihrer Schwester in größte Gefahr begeben hat. Doch noch weiß sie nichts davon. Sie ist bereits dem Charme der Pariser Dichter und der betörenden Schönheit der Stadt verfallen. Nicht ahnend, dass sie der Schlüssel zu allem ist. Nicht ahnend, dass sie bereits im Visier des Mörders steht ...
Bildgewaltig schreibt Britta Habekost über das historische Paris der Surrealisten, das von einem grausamen Serienmörder heimgesucht wird.

Die Autorin:
Britta Habekost, geboren 1982 in Heilbronn, studierte Literatur sowie Kunstgeschichte und arbeitete unter anderem als Museumsführerin. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für surrealistische Dichter wie André Breton und Louis Aragon, die sie in ihrem historischen Kriminalroman »Stadt der Mörder« gekonnt durch die Szenerie wandeln lässt. Wenn sie nicht gerade an einem Buch schreibt, reist sie mit ihrem Mann durch Asien.

Weitere Bücher:
Ein dunkles Spiel, Eine dunkle Lüge, Rieslingmord, Winzerfluch, Rebenopfer, Weingartengrab, usw.


Fazit: **** Der Kriminalroman „Stadt der Mörder“ von Britta Habekost ist im Penguin Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 464 Seiten, die mir sehr gut gefallen haben.

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