Profilbild von vipfoto

vipfoto

Lesejury Star
offline

vipfoto ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit vipfoto über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2026

Zeitreise

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
0

Endlich, endlich geht es weiter. Auf den dritten Band meiner vorliegenden Romantasy-Reihe habe ich mich sehr gefreut! Dieses Mal geht es in die wunderschönen Highlands. Und schaut euch nur das traumhafte ...

Endlich, endlich geht es weiter. Auf den dritten Band meiner vorliegenden Romantasy-Reihe habe ich mich sehr gefreut! Dieses Mal geht es in die wunderschönen Highlands. Und schaut euch nur das traumhafte Cover und den passenden Farbschnitt an. Als Betrachter sieht man da das Zahnrad der Uhr, fluffige, lilafarbene Disteln, emsige Hummeln und einen passenden Dudelsack. Ich bin schwer begeistert, wie toll das alles zusammenpasst. In den Highlands war ich selbst schon vor Ort und liebe die geheimnisvolle und traumhafte Landschaft dort sehr. Im Roman „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ von Kira Licht geht es wieder um eine spannende Zeitreise und diesmal zusätzlich um heftiges Gefühlschaos. Die wichtigsten Protagonisten sind Lilla, Damien und Collin. Das Buch startet mit einer Zusammenfassung „Was bisher geschah“ und das finde ich ganz raffiniert gemacht, so kommt man als Leser wieder flott in die Geschichte rein. Dann folgt ein packender Prolog und wir befinden uns im Jahr 1947 in Westminster Abbey in England. Die einzelnen Kapitel zieren Distel- oder Dudelsack- Symbole, je nachdem ob Lilly oder Damian ihre Sicht der Dinge wiedergeben. Der Plot ist genial und aufregend. Es gibt einige Trigger, wie Erpressung, Kämpfe oder Tod, dass sollte man vorab berücksichtigen. Aber meiner Lese-Liebe hat das keinen Abbruch getan. Die Seiten sind beim Lesen nur so vor meinen Augen dahingeflogen. Die Spannungskurve war gut angelegt. Und die Suche nach der Perle von Tortuga, hat mich „Raum und Zeit“ vergessen lassen. Als Leser hat man einiges über das Leben zur damaligen Zeit, die Highlands und die Herausforderungen auf „Burg Dunvegan“ ganz nebenbei gelernt. Ich liebe den bunten Mix aus „Time Travel“, fiktiv und historisch. Der Schreibstil und die Wortwahl von Kira Licht sind angenehm und machen Lust auf mehr. Und wie immer habe ich auch dieses Mal mit meinen Romanfiguren kräftig mitgelitten. Puuuuh, Liebeskummer, besonders Lilly tat mir leid.

… „Ich habe dich geliebt, Damien, ich habe um dich gekämpft. Doch jetzt muss ich frei sein, um nicht zu zerbrechen.“…

Da verdrückt man schon ein paar Tränen und möchte sich das Gefühlschaos so gar nicht vorstellen. Aber, zum Glück, es gibt ein „Liebes-Dreieck“ und Collin taucht auf. Am Anfang fand ich ihn mega unsympathisch. Allerdings hat sich das im Laufe der Geschichte geändert. Aber ich möchte euch selbstverständlich nicht zu viel verraten, denn es soll ja spannend bleiben.
Und ob die „Zeitreise“ glückt und die Perle gesichert werden kann, erfahrt ihr, wie ich, wenn ihr Teil drei der packenden Zeitreise lest.

Fazit: ***** „A Spark of Time- Ein Treffen in den Highlands” von Kira Licht ist im One-Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 406 starke Seiten und einen pfiffigen Anhang, der Lust auf Band vier macht, der hoffentlich bald erscheint.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2026

Tierwohl

Gekommen, um zu bleiben
0

Mein neuestes Buch „Gekommen, um zu bleiben“ von Madeleine Becker ist ein ganz, ganz besonderes Lesehighlight. Die Autorin ist auf Instagram unter @frau_freudig sehr aktiv und das merkt man ihrer Publikation ...

Mein neuestes Buch „Gekommen, um zu bleiben“ von Madeleine Becker ist ein ganz, ganz besonderes Lesehighlight. Die Autorin ist auf Instagram unter @frau_freudig sehr aktiv und das merkt man ihrer Publikation auch an. Das Druckwerk handelt dieses Mal von ihrem Haus im Wald, den Hühnern, Hürden und von dem Zauber eines Neuanfangs. Hach, das hat doch etwas, das einen sofort anspricht, denn so einen kleinen Sehnsuchtsort hat wohl jeder irgendwie. Das Cover ist hinreißend gestaltet und als Betrachter sieht man eine junge, hübsche Frau mit Strohhut, die inmitten einer buntgemischten Hühnerschar in die Kamera strahlt und optimistisch aussieht. Auf ihrem Schoß liegt ein rotweißer Kater. Die Szene wirkt wie aus einer anderen Zeit und sieht sehr idyllisch aus. Schlägt man das Buch weiter auf, findet man im Booklet eine stilisierte Übersichtskarte vom Haus im Wald und seiner Anlage drum herum.
… Wer immer mehr will, wird nie genug bekommen. …
Das Buch punktet mit zusätzlichen Natur- und Tierfotos, die mir als Fotografin sehr gut gefallen und das vorliegende Exemplar so sehr persönlich und einzigartig wirken lassen.
… Für die eine Person, die diesen Ort hier geliebt hätte – und ihn leider doch niemals kennenlernen wird. …

Zusätzliches Bild- und Videomaterial zum vorliegenden Buch gibt es auf einer eigens angelegten Instagram-Seite. Hier wurde einfach an alles gedacht. Eine weitere tolle und coole Idee, die mir sehr gut gefällt. Und sogar an die passende Playlist und den passenden Soundtrack zu den einzelnen Kapiteln wurde gedacht.
Lesetechnisch startet das Buch mit einem Prolog im Oktober 2025. Dann folgt ein Rückblick in den September 2023. Als Leser lernt man Madeleine Becker, ihren Freund Lukas, ihre Tiere sowie einen Teil ihrer engsten Freunde kennen. Als Leser ist man spürbar und fast hautnah beim Umzug von Kärnten in die Steiermark dabei. Dort hat das junge Paar sich einen renovierungsbedürftigen Bauernhof zugelegt und startet motiviert und voller Elan durch. Auf den ersten Blick schockt mich das etwas und ich finde das Vorhaben extrem waghalsig. Und tatsächlich gelingt auch nicht alles auf Anhieb und es gibt einige Rückschläge. Aber als Leser darf man an diesen Erlebnissen teilhaben und ich gucke auch regelmäßig auf der angelegten Instagram-Seite vorbei und betrachte die Fotos und Kurzvideos. An der Frage, „was braucht es wirklich zum Glücklichsein“, kommt man als nachdenklicher Leser nicht drum herum. Und das wiederum gefällt mir ausgezeichnet.

… eine von der Abendsonne in goldenes Licht getauchte Obstwiese zum Beispiel, Krähen, die die Hühner vor Bussarden retten, …

Die mir vorher unbekannte Madeleine Becker hat einen wunderbaren Schreibstil. Leicht lesbar, empathisch und einfühlsam. Als Leser springt einen unweigerlich, über kurz oder lang, das Kopfkino an. Die Autorin hinterfragt und schaut genau hin und stellt sich die Frage, wie kann man Menschen- und Tierwohl bestmöglich vereinen? Oder was kann ich als einzelne Person im Kleinen für die Umwelt tun? Mit welchen Menschen möchte ich mich umgeben? Und nicht zuletzt die alles entscheidende Frage: Welches Leben möchte ich leben? Und obwohl ich zwar naturverbunden bin, aber lieber in der Stadt wohne, als auf einem Bauernhof, lässt mich das Buch, an der ein oder anderen Stelle, sehr nachdenklich werden.
Gerade Umzüge, Neuanfänge und aufwendige Renovierungsarbeiten in alten Räumlichkeiten, die man auf den ersten Blick „irgendwie nicht gesehen oder wahrgenommen hat“, habe ich so selbst erlebt und fühle mich durch das Gelesene in „Gekommen, um zu bleiben“ in diese Zeit zurückversetzt. Allerdings gibt es auch einige Trigger, wie Tod von Haus- oder auch Nutztieren, die für Zartbesaitete verstörend wirken könnten oder stark auf die Tränendrüse drücken, wie bei mir. Und, auch die Beziehung zwischen Madeleine und Lukas hat zum Ende „aus den verschiedensten Gründen“ etwas Patina angesetzt und wirkt nicht mehr so „glücklich“, wie am Anfang. Aber ich drücke den Beiden jedenfalls fest die Daumen, dass es wieder besser wird!

Fazit: **** Gekommen, um zu bleiben – Unser Haus im Wald von Madeleine Becker ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Anhang und Glossar 285 Seiten die mit etwas ratlos und traurig zurückgelassen haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

Familiengeheimnis

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
0

"Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann, erschienen im Knaur Verlag, ist der Abschluss der Dilogie "Die Bücherfrauen vom Listland". Schon der Einband zeigt in warmen Pastellfarben die Schönheit ...

"Der Duft des Strandhafers" von Gabriella Engelmann, erschienen im Knaur Verlag, ist der Abschluss der Dilogie "Die Bücherfrauen vom Listland". Schon der Einband zeigt in warmen Pastellfarben die Schönheit der Norddeutschen Küsten- und Dünenlandschaft, bei der natürlich eine verwitterte Bank sowie ein strahlender Sonnenuntergang und im Hintergrund die Meeresvögel nicht fehlen dürfen. Der Roman zeichnet sich durch einen bildgewaltigen Schreibstil aus und entführt die Leser auf eine zauberhafte und authentische Reise in den mystisch-rauen Norden von Sylt, Husum, Amrum und Föhr. Die einzelnen Kapitel sind dann mit liebevoll gestalteten Silhouetten des Meeres in Form von Wellen und Küstenvögeln verziert. So macht der Einstieg in die einzelnen Kapitel gleich doppelt Spaß, die sorgfältige Recherche der Autorin verleiht der Handlung eine beeindruckende Tiefe und Glaubwürdigkeit, die mir hervorragend gefällt. Aber auch die stimmige Zeichnung des typisch Norddeutschen, seiner Sagenwelt, aber auch der dunkleren Kapitel der Vergangenheit wird eindrucksvoll gezeichnet und atmosphärisch dicht, zum Leser transportiert. Die Geschichte entfaltet sich auf mehreren Ebenen – Vergangenheit und Gegenwart – und bietet eine „feel-good“ Unterhaltung mit einer berührenden und dramatischen Familiensaga voller Geheimnisse und starker Frauen, die mich beim Lesen die eine oder andere Träne gekostet hat. Besonders das Schicksal des Vogelwarts Nanning Jessen, hat mich mehrfach zu Taschentüchern greifen lassen. Der Roman beginnt mit einem hilfreichen Personenregister und einem einstimmenden Prolog, der mich als begeisterte Leserin der Fortsetzung schnell wieder in die Geschichte eintauchen lässt. Die Verknüpfung der Zeitebenen hat Gabriella Engelmann geschickt umgesetzt und der Roman hält so die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Die Charaktere sind vielschichtig und glaubwürdig dargestellt. Die wichtigsten Protagonisten sind dieses Mal Martje, Hark, Keike, Vogelwart Nanning, Fee sowie Anna, Fenja, Eric und Leevke und dem Klabautermann Bo. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren sind fein gesponnen und tragen maßgeblich zur emotionalen Tiefe des Romans bei. Die Liebe zu Büchern, der Natur, der Heimat sowie dem Meer zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verbindet die Protagonisten auf besondere Weise. Die Atmosphäre des rauen Nordens und auch die historischen „Likedeeler“ werden lebendig und detailreich geschildert, was den Lesern das Gefühl gibt, selbst Teil dieser faszinierenden Welt zu sein. Die spannende Spurensuche nach der vermissten Martje wird sensibel und reflektiert behandelt und fügt der Erzählung eine wichtige historische Dimension hinzu. Die Seiten sind beim Lesen nur so vor meinen Augen dahingeflogen. Ich wollte unbedingt erfahren, was damals alles passiert ist und ob die beiden Schwestern noch zueinander finden. Der fesselnde Roman macht jedenfalls starke Lust auf einen Aufenthalt am Meer und weitere Bücher dieser fantastischen Autorin.

Fazit: ***** "Der Duft des Strandhafers" ist ein großartiger Abschluss der "Die Bücherfrauen vom Listland"-Dilogie. Der Roman überzeugt mit einem bildgewaltigen Schreibstil, einer gut recherchierten und authentischen Handlung sowie einer zauberhaften Erzählweise. Die Kombination aus dramatischen Familiengeheimnissen, der Liebe zu Büchern und dem mystischen Norden macht dieses Buch und auch den Auftakt davor zu einem wahren Lesegenuss. Das broschierte Taschenbuch hat mit Danksagung und Nachwort 317 Seiten die mich stark beeindruckt haben und die das Inselflair zu mir als Leserin haben „rüber schwappen“ lassen.



  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde ...

Frankie – Unter Menschen
0

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde

Frankie – Unter Menschen
0

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere