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Veröffentlicht am 05.07.2020

In dubio pro reo...

Die Mörderinsel
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Ein verregnetes Sommertags-Wochenende bietet sich geradezu für den neuen Kriminalroman „Die Mörderinsel“ von Eric Berg an, wie ich finde. Das Cover ist ansprechend und passend gestaltet. Es sieht nach ...

Ein verregnetes Sommertags-Wochenende bietet sich geradezu für den neuen Kriminalroman „Die Mörderinsel“ von Eric Berg an, wie ich finde. Das Cover ist ansprechend und passend gestaltet. Es sieht nach Strand, Meer und Dramatik durch den Himmel aus. Eingekuschelt mit Decke und Tee lese ich genüsslich, welche Schreckensdinge auf Usedom passieren, während ich Zuhause gut behütet sitze. Durch die Lektüre genieße ich meine kleine Stippvisite auf der Ostseeinsel. Der Roman hat es in sich, soviel sei verraten. Die Protagonisten sind vortrefflich gewählt und gut beschrieben. Die Journalistin Doro Kagel ist mir schon aus dem Nebelhaus bekannt und vertraut. Und ich freue mich, wieder mit ihr ermitteln zu können. Vom Gericht wird der Mordverdächtige Holger Simonsmeyer „in dubio pro reo“ freigesprochen. Die Inselbevölkerung gerät dadurch in Aufruhr und kurz darauf geschieht der nächste Mädchen-Mord. Die Frage nach dem Schuldigen bleibt? Ebenso das Unbehagen und „wem kann man noch trauen“? Eine wahre Hexenjagd beginnt und endet für die Familie Simonsmeyer dramatisch, denn ihr Haus in Trenthin brennt bis auf die Grundmauern ab. Der Autor hat meines Erachtens die Thematik Selbstjustiz gut als Kriminalromanthema aufgegriffen. Auch wenn ich mir sicher bin, dass „wenn Rache Gerechtigkeit bringen soll“, viele Menschen auf der Strecke bleiben. UEs liegt auf der Hand, dass das „Drama“ damit nicht weniger klein wird. Der Spannungsaufbau ist Eric Berg gut gelungen, es gibt viele Wendungen und Überraschungen. Der Schreibstil und die Wortwahl sind der Thematik angepasst. Als Leser wird man an vielen Stellen nachdenklich und fragt sich, „was haben Schuld und Sühne“ miteinander zu tun. Wie wird man einem Mord gerecht? Gibt es dafür überhaupt eine gerechte Strafe? Und nicht zu vergessen, der Mob der meint, selbst einzugreifen und für Gerechtigkeit sorgen zu müssen.


... noch 34 Tage bis zum zweiten Mord ...

Inhalt:
Ein ermordetes Mädchen, ein freigesprochener Täter, ein Dorf in Aufruhr ... Der neue Küstenkrimi mit Doro Kagel

Frühsommer: Der Hotelbesitzer Holger Simonsmeyer, angeklagt des Mordes an einer jungen Frau aus seinem Heimatdorf Trenthin, wird freigesprochen. Er und seine Familie hoffen, damit sei nun endlich alles überstanden. Doch im Dorf herrscht Misstrauen, nur wenige glauben an die Unschuld des Hoteliers. Dann wird erneut ein junges Mädchen ermordet aufgefunden …
Spätsommer: Schockiert steht die Journalistin Doro Kagel vor den Ruinen eines ausgebrannten Hauses in Trenthin. Vor Monaten hatte Bettina Simonsmeyer sie inständig gebeten, ebenso ausführlich über den Freispruch ihres Mannes zu berichten wie zuvor über den Mordprozess. Doro hatte abgelehnt. Nun hat die Familie einen schrecklichen Blutzoll bezahlt. Von Schuldgefühlen geplagt beginnt Doro, den Fall neu aufzurollen …


Der Autor:
Eric Berg zählt seit vielen Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen lang gehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman »Das Nebelhaus«, der 2017 mit Felicitas Woll in der Hauptrolle der Journalistin Doro Kagel verfilmt wurde. Seither begeistert Eric Berg mit jedem seiner Romane Leser und Kritiker aufs Neue und erobert regelmäßig die Bestsellerlisten. In seinem neusten Kriminalroman »Die Mörderinsel« ermittelt Doro Kagel in ihrem zweiten Fall.

Weitere Bücher:
Das Nebelhaus, Totendamm, Das Küstengrab, Die Schattenbucht
Fazit: 4**** Der Krimi „Die Mörderinsel“ ist im Limes Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 480 spannende Seiten, die auf meiner Lieblingsinsel Usedom spielen und einem beim Lesen eine herrliche Gänsehaut zaubern.



























  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

Reise in die Vergangenheit...

Zwei Wochen im Juni
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Irgendwann trifft es jeden, wie ein Keulenschlag ... Ein liebgewonnener Mensch verstirbt, meist sind es die Eltern oder Großeltern und man muss das Haus leer räumen! Das ist dann sehr bedrückend und drückt ...

Irgendwann trifft es jeden, wie ein Keulenschlag ... Ein liebgewonnener Mensch verstirbt, meist sind es die Eltern oder Großeltern und man muss das Haus leer räumen! Das ist dann sehr bedrückend und drückt zusätzlich auf die Tränendrüse. Mein neuester Roman „Zwei Wochen im Juli“ von Anne Müller beschreibt genau diese Gefühle. Das schwierige Thema wird als leichte Sommerlektüre und als grandiose Familiengeschichte dargeboten. Die Protagonistinnen Ada und Toni sind Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten und sich trotzdem lieben. Als die Mutter verstirbt, muss das Elternhaus an der Ostsee leergeräumt werden, um es zu verkaufen. Diese Reise in die Vergangenheit ist herzergreifend, traurig und Mut machend zugleich. Ich kann mich so gut in die beiden Romanfiguren hineinversetzen. Musste ich doch mit meiner Mama und Schwester vor einigen Jahren das Haus meiner Großmutter im Sauerland leerräumen. Jedes Teil, was da in den Müllsack wanderte, schien da eine stumme Anklage zu sein. Es ist uns unsagbar schwer gefallen! Der Schreibstil der Autorin Anne Müller ist, meiner Meinung nach, vortrefflich. Die Bilder, die vor meinem geistigen Auge entstehen, sind eindringlich. Detailreich beschrieben, meine ich mir einzubilden, die salzige, frische Meeresluft, das Haus an der See, die Gegenstände darin und die Schwestern persönlich zu kennen. Besonders gut gefällt mir gleich am Anfang das Zitat: „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort...“ (Joseph von Eichendorff).
Das ist so schön und treffend ausgewählt, ebenso wie das hübsche Cover und der Titel des Buches. Berührend von der ersten bis zur letzten Seite kann ich diesen Familienroman nur empfehlen! Aber ich würde vorsorglich eine Stange Taschentücher zur Lektüre parat legen, da es doch sehr aufs Gemüt drückt. Aber gleichzeitig ist der Roman auch wohltuend tröstlich.

...Ein zärtlicher Familienroman, der von dem erzählt, was bleibt...

Inhalt:
Wenn das geliebte Elternhaus verkauft werden muss - und die eigenen Träume zu leben beginnen

Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch.

Die Autorin:
Anne Müller wuchs in Schleswig-Holstein auf und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Theater- und Literaturwissenschaften arbeitete sie zunächst als Radiojournalistin, dann als Drehbuchautorin. »Sommer in Super 8«, ihr erster literarischer Roman, fand viele begeisterte Leserinnen und Leser. »Zwei Wochen im Juni« ist ihr neuer Roman, der wieder in ihre Heimat an der Ostsee führt.

Weitere Bücher:
Sommer in Super 8

Fazit: ***** Sterne. Der Roman “Zwei Wochen im Juni“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Buch hat 240 Seiten, die sich großartig mit den Themen: „Abschied nehmen“, „Loslassen“ und dem „Neuanfang“ beschäftigen!

















  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.07.2020

Augenlicht ...

Der unsichtbare Garten
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Der unsichtbare Garten
Diane Jordan

Gesundheit ist ein wichtiges Gut, wenn nicht sogar das Wichtigste. Erst wenn man erkrankt und das Alltägliche eben nicht mehr selbstverständlich ist, begreift man es ...

Der unsichtbare Garten
Diane Jordan

Gesundheit ist ein wichtiges Gut, wenn nicht sogar das Wichtigste. Erst wenn man erkrankt und das Alltägliche eben nicht mehr selbstverständlich ist, begreift man es schmerzlich. Ich spreche da aus Erfahrung und bin vielleicht gerade deshalb an meinem neuesten Roman, „Der unsichtbare Garten“ von Karine Lambert, fasziniert hängen geblieben. Das Cover ist raffiniert gemacht und bekommt auf den zweiten Blick eine besondere Bedeutung. Milchig, wie durch eine trübe Linse, erkennt man schemenhaft helle und dunkle Elemente. Nimmt man den Schutzumschlag behutsam ab, kommen farbenfrohe florale Elemente zum Vorschein. Der Klappentext rührt und lässt mich gleich zu Anfang an das Päckchen Taschentücher zum Lesen greifen.
Gespannt und gebannt fange ich an zu lesen. Der Protagonist Vincent wird vom Leben arg gebeutelt. Eine fiese Diagnose für die es keine Heilung gibt, ein privater Beziehungs-Scherbenhaufen, Chaos und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Aber Vince lässt sich nicht entmutigen und versucht das Beste aus der ausweglosen Situation zu machen. Mit dem vortrefflich passenden Zitat „Wer einen Garten anlegt, glaubt an den nächsten Tag“ (Audrey Hepburn) beginnt der Roman. Da ist was dran. Ich halte mich selber sehr gerne im Garten auf und freue mich über alles was da kreucht, fleucht, grünt und blüht. Und der Romanheld nimmt sich, trotz schwieriger Lebenssituation, so einiges vor. Er verfällt nicht in die so typische Hoffnungslosigkeit, sondern er versucht dass sich etwas zum Besseren wendet. Voller Elan versucht er, trotz seines Handicaps, einen verwilderten Garten bei seinen Großeltern auf Vordermann zu bringen, obwohl er eigentlich Tennislehrer ist. Mit dieser körperlichen Ertüchtigung kann er meines Erachtens auch leichter seinen Frust, seine Rückschläge, Probleme und Krisen meistern. Und mit einer Portion „Glaube, Liebe und Hoffnung“ und einigen guten Freunden sieht die Welt gleich viel freundlicher aus. Besonders, wenn man kaum noch etwas sieht. Das Mitgefühl der Dorfbewohner und die Hilfe seiner Nachbarin Coline geben dem Buch zusätzlichen Halt. Die Autorin hat alle Charaktere liebevoll erdacht und mit Worten detailreich beschrieben. Protagonist Vincent gefällt mir persönlich recht gut, da er mit seinem Verhalten so authentisch wirkt. Die Wortwahl ist der Thematik angemessen. Emotionen kommen nicht zu kurz, werden aber auch nicht übertrieben dargestellt. Vincent gilt mein ganzes Mitgefühl, denn gerade als begeisterte Fotografin, Malerin und Vielleserin weiss ich was das für ein Drama ist, wenn man plötzlich kaum noch etwas sieht. Und jeder hat bestimmt in seiner Kindheit einmal das Spiel „Blinde Kuh“ gespielt und erinnert sich noch daran, wie unbehaglich man sich mit verbundenen Augen gefühlt hat und man nichts mehr sehen konnte. Karine Lambert hat einen Roman erschaffen, der nachdenklich macht und den Leser ein klein wenig ehrfürchtiger nach der Lektüre zurücklässt. Und nicht nur in Zeiten von Corona gilt: Passt auf euch auf und bleibt gesund. Nehmt euch Zeit für die großen und kleinen Wunder am Straßenrand und im eigenen Garten. Es lohnt sich , genau wie dieses tolle Buch!

Inhalt:
Vincent wird erblinden. Sämtliche Träume, Familie und Freunde, der geliebte Beruf – alles verloren in wenigen Wochen. So ausweglos fühlt es sich für Vincent an, als er die Diagnose einer seltenen Augenkrankheit erhält. Rastlos arbeitet er eine Liste an letzten Abenteuern und Wünschen ab. Erst bei einem Besuch auf dem Land, im verwilderten Garten seines Großvaters, findet er wieder zu sich. Er will den alten Gemüsegarten bestellen, solange er noch sieht. Und während er jätet, gräbt und sät, tritt Nachbarin Coline zwischen seine Cosmeen und Küchenkräuter. Wenn er sich einer Fremden öffnen kann, dann vielleicht auch einem neuen Leben? Langsam versteht Vincent, dass die Welt für ihn bald neue Farben tragen wird.

Die Autorin:
Karine Lambert ist eine belgische Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und der Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Die Romane der Bestsellerautorin erscheinen in über 25 Ländern.

Weitere Bücher:
Und jetzt lass uns tanzen
Das Haus ohne Männer
Eines Tages in der Provence


Fazit: ***** Sterne. Der Roman “Der unsichtbare Garten“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Buch hat 288 Seiten, die wunderbar das Gefühl vermitteln, dass es ohne Hoffnung auch keine Zukunft gibt!



















  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.07.2020

Aus dem Leben ...

Ans Vorzelt kommen Geranien dran
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Ans Vorzelt kommen Geranien dran: Die Online-Omi geht campen


Diane Jordan

Als Kind der 70ziger ging es jedes Jahr begeistert mit unserem Kleinanzeigen DDR-Zelt, vielen Koffern, unserem Hund Biene, dem ...

Ans Vorzelt kommen Geranien dran: Die Online-Omi geht campen


Diane Jordan

Als Kind der 70ziger ging es jedes Jahr begeistert mit unserem Kleinanzeigen DDR-Zelt, vielen Koffern, unserem Hund Biene, dem Wellensittich Bubi und einigen Guppys in einer alten, orangen Ente (Citroën 2CV4) nach Pelzerhaken auf den Ostsee-Campingplatz. Das Cover des funkelnagelneuen Romans von Renate Bergmann, „Ans Vorzelt kommen Geranien dran“, weckte bei mir sofort Kindheitserinnerungen an längst vergangene Zeiten und den Wunsch, dieses Buch zu lesen. Mit viel Charme beschreibt Torsten Rohde, der eigentlich hinter dem Pseudonym von Renate Bergmann steckt, die Abenteuer der rüstigen Rentnerin Renate. Kauzig, schnodderig, ehrlich, mit dem Herz auf dem rechten Fleck und einer gehörigen Prise Humor werden die Erlebnisse auf dem Campingplatz geschildert. Sei es das Leben der Zelt- und Caravan-Gemeinde, der Platzwart, der Strand (FKK), der Urlauber an sich, alles wird detailreich beschrieben und aufs Korn genommen. Jeder Camper wird bestätigen können, dass es soooooo tatsächlich auf dem Campingplatz zugeht. News erfährt man an der Wasserstelle oder im Waschhaus, ein Schnäpschen geht immer oder auch zwei oder drei ... Mit liebevollen Übertreibungen, Binsenweisheiten zur modernen Technik und humorigen Ableitungen, begleite ich Renate und ihre Freunde Ilse und Kurt auf über 250 Seiten durch die Urlaubszeit und pflanze mit ihr gedanklich die Geranien oder mähe den Rasen in der mit Windschutz abgesteckten Parzelle. Schade eigentlich, dass es sie so gar nicht gibt und das sie nur eine Kunstfigur ist. Sie ist so vortrefflich und vor allem realistisch beschrieben, dass sie mir tatsächlich ans Herz gewachsen ist. Aber vielleicht lebt ihr Doppel-gänger tatsächlich irgendwo... Und dann wäre ich gerne mit ihr befreundet - !

Inhalt:
Des Campers Fluch ist Regen und Besuch!

„Wissen Se, Urlaubszeit ist doch die schönste Zeit! Ich hör Sie schon sagen: Frau Bergmann, Sie als Rentnerin haben doch immer Urlaub!, aber das ist Unsinn: Wenn man sich wirklich erholen will, muss man mal raus. Ilse und Kurt wollten mit in die Sommerfrische, aber das war gar nicht so einfach, die wollten nämlich zelten. Du liebes bisschen. Ich habe sie überredet, doch wenigstens einen Campingbus mit richtigem Bett und Spültoilette zu nehmen. Aber damit hat Kurt auf dem Zeltplatz gleich heimlich eine kleine Runde gedreht. Bald drei Stunden haben wir gebraucht, die Heringe wieder einzuklopfen und das Vorzelt wieder aufzubauen.“ Renate Bergmann packt die Badehose, die Grillzange und das Handy ein und geht campen. Freuen Sie sich auf Renates Abenteuer mit Kurt und Ilse und dem miesepetrigen Platzwart Günter Habicht!
Der Autor:
Renate Bergmann, geb. Strelemann, wohnhaft in Berlin. Trümmerfrau, Reichsbahnerin, Haushaltsprofi und vierfach verwitwet: Seit Anfang 2013 erobert sie Twitter mit ihren absolut treffsicheren An- und Einsichten – und mit ihren Büchern die ganze analoge Welt.

Torsten Rohde, Jahrgang 1974, hat in Brandenburg/Havel Betriebswirtschaft studiert und als Controller gearbeitet. Sein Twitter-Account @RenateBergmann, der vom Leben einer Online-Omi erzählt, entwickelte sich zum Internet-Phänomen. «Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker» unter dem Pseudonym Renate Bergmann war seine erste Buch-Veröffentlichung – und ein sensationeller Erfolg, auf die zahlreiche weitere, nicht minder erfolgreiche Bände und ausverkaufte Tourneen folgten.

Weitere Bücher:
Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker (Band 1)
Das bisschen Hüfte (Band 2)
Kennense noch Blümchenkaffee (Band 3)
Über Topflappen freut sich jeder (Band 4)
Wer erbt, muss auch genießen (Band 5)
Wir brauchen viel mehr Schafe (Band 6)
Das kann man doch noch essen (Band 7)
Besser als Bus fahren (Band 8)
Ich seh den Baum noch fallen (Band 9)
Ich habe gar keine Enkel (Band 10)
Das Dach muss vor dem Winter drauf (Band 11)
Die Reste frieren wir ein (Band 12)
Dann bleiben wir eben Zuhause (Band 13)
Fazit: 4**** Der Roman „Ans Vorzelt kommen Geranien dran“ ist im Ullstein Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 256 unterhaltsame Seiten, die einen den Alltag vergessen lassen und die Lachmuskeln reizen.

  • Cover
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Veröffentlicht am 02.07.2020

Klacker, klacker ...

Die Rückkehr des Würfelmörders
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Die Rückkehr des Würfelmörders

Diane Jordan

Denkt man an Würfel, hat man unweigerlich Spiel und Spass im Kopf. Mir geht es zumindest so , aber neuerdings wird mir beim Klackern der fallenden Würfel ...

Die Rückkehr des Würfelmörders

Diane Jordan

Denkt man an Würfel, hat man unweigerlich Spiel und Spass im Kopf. Mir geht es zumindest so , aber neuerdings wird mir beim Klackern der fallenden Würfel und der angezeigten Augenzahl irgendwie gruselig zumute. Ob das an meinem neuen Thriller „Die Rückkehr des Würfelmörders“ von Stefan Ahnhem liegt? Ich vermute es fast, denn vorher hatte ich solche beklemmenden Gefühle nicht. Nachdem der Würfelmörder abrupt mit einem Cliffhanger und mich mit einigen offenen Fragen fassungslos zurücklies, freue ich mich nun auf die Fortsetzung. Die blutrünstige Mordserie
geht rasant im südschwedischen Schonen, in der Provinz Skåne län, weiter. Kommissar Fabian Risk, der schon im ersten Band ermittelt hat, erkennt nach und nach, das der Mörder ein teuflisches Spiel mit ihm und den zahlreichen Opfern spielt. Als Leser ist es gar nicht so einfach, bei den vielen Handlungssträngen, Mordwaffen und Tatorte im Kopf zu behalten und nicht den Überblick zu verlieren. Trotzdem schafft der Autor es mit einer flotten Schreibe, den Leser in den Bann zu ziehen. Die Wortwahl ist authentisch und der Thematik angemessen. Der Thriller beginnt mit einem Auszug aus Band 1. Dann wird schnell die These aufgestellt, dass es keinen Mord ohne Motiv gibt. Aber hier ist alles anders, denn Bosheit hat noch nie ein Motiv gebraucht. Und eine schlechte Gesinnung hat der Würfelmörder. Oder wie Novalis schon sagte: "Bosheit ist nichts als eine Gemütskrankheit." Menschliche Abgründe machen sich breit und regen zum intensiven Nachdenken an. Aber auch die mathematischen Basteleien und das Geheimnis zum „Ikosaeder“ und dem „X“ werden nach und nach gelüftet. Die Spannungskurve steigt nach und nach steil an. Besonders gut gefallen hat mir der abschließende, entscheidenden Machtkampf im Freizeitpark. Spannend, effektvoll und dramatisch zugleich. Der Plot ist mitreißend bis zum harten Ende.
Und dem Leser wurden immer wieder Finten gelegt und mit vielen Wendungen gab es mehrere Gänsehautmomente, bis ich den/ die wahren Täter erkannt habe.


Inhalt:
Der Würfel ist sein Schicksal. Wer kann den Mörder stoppen?

Die brutale Mordserie von Helsingborg nimmt kein Ende. Der Würfelmörder tötet völlig willkürlich: Ein Rentner wird in einer Plastikhülle erstickt. Ein Kind wird nachts in seinem Bett ermordet. Ein Segler wird mit einem Schwert auf seinem Boot enthauptet. Kommissar Fabian Risk begreift als Erster, dass die Morde zusammenhängen: Alle haben kein Motiv und immer neue Methoden. Als Risk an einem Tatort einen Würfel findet, erkennt er, dass dieser Fall wie kein anderer ist. Der Mörder spielt ein Spiel. Und die Regeln kennt nur er selbst. Wird der Würfel auch über Risks Leben entscheiden?

"Es packt dich auf der ersten Seite und lässt dich nicht mehr los." Hjorth & Rosenfeldt

“Stefan Ahnhem gehört zur internationalen Krimi-Elite” Krimi-Couch

Wie das Töten begann, lesen Sie in „Der Würfelmörder“
Der Autor:
Stefan Ahnhem ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und preisgekrönt. Bevor Ahnhem begann, selbst Krimis zu schreiben, verfasste er Drehbücher unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Kopenhagen.

Weitere Bücher:
Der Würfelmörder - Band 1, Und morgen du, Herzsammler, Minus 18 Grad,
Fazit: 5***** Der Thriller: „Die Rückkehr des Würfelmörders – Band 2“ ist im Ullstein Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 512 aufregende Seiten, die einem die Haare zu Berge stehen lassen!




























  • Cover
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