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Veröffentlicht am 03.09.2021

Das bisschen Haushalt…

Barbara stirbt nicht
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Werbung Ehepaar Roman AlinaBronsky Bestseller Barbara Sterben Krankheit Haushalt Ehemann Rente Tütensuppe Routine Neuanfang DianeJordan Kaffee
Das bisschen Haushalt…
Barbara stirbt nicht …
Diane Jordan
In ...

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Ehepaar

Roman

AlinaBronsky

Bestseller

Barbara

Sterben

Krankheit

Haushalt

Ehemann

Rente

Tütensuppe

Routine

Neuanfang

DianeJordan

Kaffee
Das bisschen Haushalt…
Barbara stirbt nicht …
Diane Jordan
In meinem neuesten Roman „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky geht es turbulent zu. Eine langjährige Ehe, wie sie wohl einige, aus der Beobachtung oder im näheren Umfeld nur zu gut kennen. Mich zumindest, hat es sofort irgendwie an meinen verstorbenen Papa erinnert. Der wusste auch nicht wie man die Spülmaschine, Waschmaschine oder den Staubsauger bedient und hat sich diesbezüglich auch jahrzehntelang auf meine Mama verlassen. Die Romanfigur Walter Schmidt ist genau so ein Exemplar. Seine bessere Hälfte Barbara hat vorher den gesamten Haushalt geschmissen, dies ist ihr nun aber leider nicht mehr möglich. Herr Schmidt krempelt sein Leben daher noch einmal komplett um. Die Bestsellerautorin erzählt den Plot gekonnt und mit viel bitterbösem Witz. Der Schreibstil ist flüssig, voller Gefühl und humorvoll. Der vorher distanziert wirkende Walter ist plötzlich Pfleger, Hausmann und fürsorglicher Gefährte für seine Barbara, obwohl das vorher nie der Fall war. Und er lernt Dinge, die er vorher gern seiner Barbara überlassen hat. Diesen Weg als Leserin mit zu verfolgen ist ungewöhnlich und neu für mich. Und ich bin froh, dass ich einen modernen Partner habe, der mich immer und überall unterstützt. Aber früher oder auch im Buch war das oft anders. Putzen, Haushalt, Kochen oder Kinder war meist den Frauen vorbehalten, die Männer hielten sich zurück und überließen diesen Kampfplatz ihren Frauen. Und es gab in den Siebzigern sogar einen Schlager, an den ich mich nur zu gut erinnere , „Das bisschen Haushalt“ von Johanna von Koczian. Für mich hat er bis heute nicht an Aktualität eingebüßt und ist in älteren Ehen wohl so noch an der Tagesordnung. Diese Ungleichverteilung erfährt nun auch Walter Schmidt als seine Ehefrau Barbara schwer erkrankt. Sein Leben und das von Barbara wird komplett auf den Kopf gestellt. Das bei diesem unfreiwilligen Neuanfang einiges schief geht, kann man sich sicherlich denken. Und wie im richtigen Leben gelten plötzlich andere und neue Maßstäbe. „Gleichheit und Gerechtigkeit“, lassen mich als Leser, durch diesen Roman über solche Missstände in „alten“ Ehen nachdenken. Das Cover erachte ich ebenfalls als sehr gelungen. Zitronengelb und heiter, wirkt das Chaos des verschütteten Kaffeepulvers im Filter konträr und als Betrachter schießen mir einige Fragen durch den Kopf, die aber beim Lesen alle beantwortet wurden. Nicht zuletzt die Wandlung, die Herr Schmidt auf seine alten Tage noch durchmacht und die einen als Leserin hoffen lassen. Denn für eine Neuorientierung und Verhaltensverbesserung ist es „fast“ nie zu spät.
Inhalt:
Herr Schmidt taut auf.
Walter Schmidt ist ein Mann alter Schule: Er hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man sich eine Tütensuppe macht und ohne jemals einen Staubsauger bedient zu haben. Schließlich war da immer seine Ehefrau Barbara. Doch die steht eines Morgens nicht mehr auf. Und von da an wird alles anders.
Mit bitterbösem Witz und großer Warmherzigkeit zugleich erzählt Alina Bronsky, wie sich der unnahbare Walter Schmidt am Ende seines Lebens plötzlich neu erfinden muss: als Pflegekraft, als Hausmann und fürsorglicher Partner, der er nie gewesen ist in all den gemeinsamen Jahren mit Barbara. Und natürlich geht nicht nur in der Küche alles schief. Doch dann entdeckt Walter den Fernsehkoch Medinski und dessen Facebook-Seite, auf der er schon bald nicht nur Schritt-für-Schritt-Anleitungen findet, sondern auch unverhofften Beistand. Nach und nach beginnt Walters raue Fassade zu bröckeln – und mit ihr die alten Gewissheiten über sein Leben und seine Familie.
»Barbara stirbt nicht« ist das urkomische Porträt einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen mit einem Schlag außer Kraft gesetzt werden, und ein berührender Roman über die Chancen eines unfreiwilligen Neuanfangs.
»Barbara war perfekt, dachte er überrascht. Natürlich gab es auf der Welt noch mehr alte Frauen, schon wegen der Statistik, aber Herr Schmidt hatte sie alle gesehen: kein Vergleich zu Barbara.«
Autorin:
Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg, Russland geboren und lebt seit ihrer Kindheit in Deutschland. Ihr Debütroman „Scherbenpark“, der unter anderem für den Jugendliteraturpreis nominiert war, wurde auf Anhieb zu einem Bestseller und für das Kino verfilmt. Es folgten weitere hocherfolgreiche Bücher, zuletzt der Roman „Baba Dunjas letzte Liebe“, der lange auf der Spiegel-Bestsellerliste stand und für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Alina Bronsky lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Weitere Bücher:
Und du kommst auch drin vor, Baba Dunjas letzte Liebe, Spiegelriss, Spiegelkind, Das Geschenk, usw.
Fazit: **** Der Roman „Barbara stirbt nicht“ von Alina Bronsky ist bei Kiepenheuer & Witch verlegt worden. Das gebundene Buch hat 256 urkomische Seiten die mit bitterbösem Witz erzählt werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2021

Und am Ende wird (fast) alles gut …

Mein letzter Wunsch
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Mein letzter Wunsch

Diane Jordan

Herbstzeit ist Lesezeit und die neuesten Novitäten finden sich langsam in den Buchhandlungen ein. Mein neuester Roman “Mein letzter Wunsch“ von Nicolas Sparks ist zudem ...


Mein letzter Wunsch

Diane Jordan

Herbstzeit ist Lesezeit und die neuesten Novitäten finden sich langsam in den Buchhandlungen ein. Mein neuester Roman “Mein letzter Wunsch“ von Nicolas Sparks ist zudem von meinem Lieblingsautor. Ich besitze mehrere seiner Bestseller und war mit meinem Lieblingsmenschen auch schon in einigen Verfilmungen im Kino. Bei den Romanen von Nicolas Sparks legt man sich vorsorglich gleich einige Päckchen Taschentücher parat, dass weiss ich unterdessen aus Erfahrung und empfehle es daher auch den anderen Mitlesern. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Rechts ein Leuchtturm, ein Strandweg, das Meer, einige Wasservögel und darüber ein herrlicher Sonnenaufgang. Der Klappentext stimmt wehmütig und liest sich dramatisch. Die Protagonistin Maggie ist erst 16 und wird ungewollt schwanger. Gespannt fange ich an zu lesen und lege das Buch auch nicht wieder aus der Hand. Der Plot hat es in sich. Die Charaktere Maggie, Bryce, die Tante, Familie sowie Mark sind gut gewählt und fein beschrieben. Die Geschichte spielt 2019 in der Gegenwart in Manhattan und gewährt dem Leser auch schnell einen Rückblick in die Vergangenheit, in das 1995 und den damaligen Ereignissen. Der Schreibstil und die Wortwahl sind flüssig und angenehm zu lesen. Zwischen den einzelnen Kapiteln taucht immer wieder eine kleine Muschel auf, deren Bedeutung dem Leser später auch erläutert wird. Ich leide sehr mit der Protagonistin, die wie ich, auch Fotografin ist, und möchte zeitweise einfach zwischen die Seiten springen und sie kräftig in die Arme nehmen. Irgendwie ist ihr ganzes Leben verkorkst und ihre Entscheidungen, kann ich einerseits nachvollziehen, aber andererseits auch nicht. Und ich bin froh nicht in ihrer Haut zu stecken. Ungewollt schwanger, sehr jung, das Baby zur Adoption freigeben und die dramatischen Ereignisse die noch folgen. Ihre große Liebe Bryce und Mark in begriffen. Der junge Mann (Mark), der ihr in der letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch erfüllt und diese ganze Geschichte erst irgendwie rund macht, lassen für mich am Ende trotzdem alles gut werden. Aber ich möchte auf keinen Fall zu viel verraten und empfehle daher das Buch selber zu lesen.


… Eine erste große Liebe, die nicht sein kann …

Inhalt:
Maggie ist noch nicht einmal 16, als sie ungewollt schwanger wird. Ihre entsetzten Eltern schicken sie zu einer alleinstehenden Tante nach Ocracoke Island in North Carolina. Die Insel erscheint Maggie so trostlos wie ihr ganzes Leben – bis sie den jungen Bryce kennenlernt. Zwischen den beiden entspinnt sich ein ganz besonderes Band. Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern …


Der Autor:
Nicholas Sparks, 1965 in Nebraska geboren, lebt in North Carolina. Mit seinen Romanen, die ausnahmslos die Bestsellerlisten eroberten und weltweit in über 50 Sprachen erscheinen, gilt Sparks als einer der meistgelesenen Autoren der Welt. Mehrere seiner Bestseller wurden erfolgreich verfilmt. Alle seine Bücher sind bei Heyne erschienen, zuletzt »Wenn du zurückkehrst«.


Weitere Bücher:
Wenn Du zurückkehrst, Wo wir uns finden, Das Wunder eines Augenblicks, Das Leuchten der Stille, Du bist nie allein, Seit du bei mir bist, Die Nähe des Himmels, Wie ein einziger Tag, usw.

Fazit: ***** Der Roman „Mein letzter Wunsch“ von Nicolas Sparks ist im Heyne Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 480 Seiten, die sehr auf die Tränendrüse drücken und nachdenklich stimmen.


  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2021

Packende Geschichte ...

Die fremde Spionin
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Die fremde Spionin

Diane Jordan

Berlin ist immer eine Reise wert und ist unglaublich schillernd und aufregend, für mich kleines Land-Ei zumindest. Mein neuester Roman „Die fremde Spionin“ von Titus ...


Die fremde Spionin

Diane Jordan

Berlin ist immer eine Reise wert und ist unglaublich schillernd und aufregend, für mich kleines Land-Ei zumindest. Mein neuester Roman „Die fremde Spionin“ von Titus Müller reizt mich auf den ersten Blick. Das Cover ist ein echter Eyecatcher. Teilendsättigte Farben, das Brandenburger Tor, einige alte, nostalgisch anmutende Autos sowie Passanten. Auffällig in der Signalfarbe feuerrot sticht der Buchtitel sowie eine Frau in roter Bekleidung mit Handtasche hervor. Die Farbe symbolisiert für mich sofort Leben, Leidenschaft, Liebe, aber auch drohende Gefahr und Krieg oder Verletzte. Puuuuh, dass scheint ein Buch ganz nach meinem Geschmack zu sein. Der Klappentext ist spannend geschrieben und verspricht gute Unterhaltung. Der Auftakt der Spionin-Reihe hat es in sich. Die Protagonisten Ria Nachtmann, Fjodor Sorokin, Stefan Hähner sowie Alexander Schalck, um nur einige zu nennen, sind vortrefflich erdacht und authentisch beschrieben und wirken durchaus realistisch. Der Plot ist zudem raffiniert aufgebaut. Die neue Romanreihe ist eine Trilogie, in der vom Bau bis zum Fall der Berliner Mauer alles gut recherchiert und mit viel Fachwissen aufbereitet durch den Autor, verständlich an den Leser übermittelt wird. Sehr spannend und gut gemacht, wie ich finde. Ich könnte mir den Dreiteiler auch gut als TV-Produktion vorstellen. Das beschriebene Familienschicksal geht mir unter die Haut, besonders weil auch zwei kleine Kinder betroffen sind. Unvorstellbar, was sie da erleiden mussten. Die Ost-West Geschichte wird dramatisch und nervenkitzelig erzählt. Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Zeitreise und die Geschehnisse fesseln mich sehr. Fiktion gemischt mit Realität, scheinbare Wahrheiten und Heimatliebe sind gut gemixt, wie ein Agentencocktail a la James Bond. Undurchsichtig und teils unvorstellbar, begibt man sich als Leser immer tiefer in dieses „Katz und Maus“ Spiel der Stasi und des KGB. Und ich frage mich als Leserin, was waren eigentlich die Ziele der DDR-Wirtschaftsspionage. Welche Techniken hatten die Spione. Gibt es Unterschiede und/oder Abgrenzungen zwischen Agent und Spion? Nach und nach werden viele meine Fragen geklärt und es kommt etwas Licht ins Grau der Unterwelt und deren Machenschaften. Der Schreibstil des mir vorher unbekannten Autors gefällt mir sehr. Und ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es Ria im Folgeband weiter ergeht. Beim nächsten Berlin Besuch werde ich bestimmt noch genauer hinsehen und auch dem Deutschen Spionagemuseum in Berlin mal einen Besuch abstatten.
Ostberlin, 1961
Inhalt:
Ria ist zehn Jahre alt, als ihre Eltern von der Staatssicherheit abgeholt werden. Sie wird von ihrer kleinen Schwester getrennt und in einer Adoptivfamilie untergebracht. Seither führt Ria in Ostberlin ein scheinbar angepasstes Leben. Erst als der BND sie als Informantin rekrutiert, sieht sie ihre Chance gekommen. Mithilfe des westlichen Geheimdienstes will Ria sich an der DDR rächen und endlich ihre Schwester wiederfinden. Doch dann erfährt sie im Sommer 1961 von einem ungeheuerlichen Plan, der ihr Schicksal und die Zukunft beider deutscher Staaten für immer verändern könnte …
Der Autor:
Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, hat 13 Romane und 7 Sachbücher geschrieben. Er ist Mitglied des PEN-Clubs und wurde u. a. mit dem C. S.-Lewis-Preis, dem Sir-Walter-Scott-Preis und dem Homer-Preis ausgezeichnet. Seine große Spionin-Trilogie erzählt die Geschichte einer mutigen Frau – und drei Jahrzehnte deutsch-deutscher Geschichte.
Weitere Bücher:
Das zweite Geheimnis, Nachtauge, Der Tag X, Der den Sturm stillt, Tanz unter Sternen, Der letzte Auftrag, Die goldenen Jahre des Franz Tausend, Die Brillenmacherin, Die Todgeweihte, Berlin Feuerland, Vom Glück zu leben, usw.
Fazit: ***** Der Roman „Die fremde Spionin“ von Titus Müller ist unglaublich spannend, lehrreich und informativ. Er geht unter die Haut und lässt den Leser auch nach der Lektüre nicht so schnell los, mir zumindest ging es so.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2021

Ausweglos …

Nur ein Schritt
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Nur ein Schritt

Diane Jordan

Das Cover meines neuesten Thrillers „Nur ein Schritt“ von Samantha M. Bailey zeigt eine einsam am Bahnsteig stehende Frau, an dem gerade ein Zug durchfährt. Diffuses Licht, ...


Nur ein Schritt

Diane Jordan

Das Cover meines neuesten Thrillers „Nur ein Schritt“ von Samantha M. Bailey zeigt eine einsam am Bahnsteig stehende Frau, an dem gerade ein Zug durchfährt. Diffuses Licht, Spiegellungen und die Signalfarbe rot des Titels verheißen nichts Gutes. Als echter Thriller-Fan verschlinge ich den Klappentext in kürzester Zeit. Der Plot ist faszinierend und schockierend zugleich. Der flüssige Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, gefällt mir sehr gut. Ebenso das Geschriebene am Anfang zur „Mutterliebe“ des christlichen, amerikanischen Predigers Edwin H.Chapin. Die Wortwahl ist wohlüberlegt und treffend. Die Charaktere Morgan sowie Geschäftsfrau Nicole, das Baby oder Freundin Tessa sind genial und treffend erdacht und fein beschrieben. Innerhalb des Thrillers finden zwei Perspektivwechsel statt, was ich ganz spannend finde. Der Erzählstil ist fantastisch, mal in der ersten, dann wieder in der dritten Person. Die Kapitel sind mal aus Morgans, dann aus Nicoles Sicht geschildert, was Abwechslung und Spannung generiert. Hin und wieder blitzt ein Chliffhanger auf. Die Spannung bleibt durchweg erhalten und die Dramatik kommt auch nicht zu kurz, was mir sehr gut gefällt. Nervenkitzel und Gänsehautgefühl wechseln sich ab, ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Fein konstruiert und gut recherchiert kommen auch ein paar nachdenklich machende, schwere Themen an die Oberfläche und regen zum Nachdenken an. Wochenbettdepression, Panikattacken und Wahnvorstellungen werden dem Leser nähergebracht, obwohl sonst so etwas eher nicht an die Oberfläche kommt und besprochen wird. Psychische Erkrankung sind eben häufig noch ein großes Tabu-Thema, obwohl es einige Mütter oder auch Väter gibt, die nach einer Geburt darunter leiden. Absolut spannend und lesenswert fügen sich hier nach und nach die Fäden zusammen und ergeben einen Sinn. Und ich bin froh, dass ich nicht unter solchen Erkrankungen leide, denn das muss die Hölle sein und bedarf auch sofort geeignete Hände, die dann Hilfe gewährleisten.

Inhalt:

Packend. Abgründig. Schockierend. Für alle Thrillerfans von Gillian Flynn und Megan Miranda

»Nimm mein Kind!«, sagt die Fremde und stürzt vor den einfahrenden Zug. Morgan steht fassungslos mit dem Baby in den Armen am Gleis. Schnell gerät sie in Verdacht, nicht so unschuldig und ahnungslos zu sein, wie sie aussagt. Denn sie wünscht sich schon lange ein Kind. Doch wie konnte die Fremde das wissen? Und wieso hat sie Morgan in ihrem Testament berücksichtigt, obwohl sie einander noch nie begegnet sind? Morgan muss die Wahrheit herausfinden. Dabei stößt sie auf jemanden, der für die Erreichung seiner Ziele töten würde …

Die Autorin:
Samantha M. Bailey lebt in Kanada und arbeitet als Journalistin in Toronto, unter anderem für die Oxford University Press. Bailey ist die Co-Gründerin von BookBuzz, einem interaktiven Event für Autorinnen und Autoren in New York und Toronto. Weil sie lesen fast so sehr liebt wie schreiben, findet man sie mit einem guten Buch auf dem Sofa, wenn sie nicht gerade neue Geschichten verfasst. »Nur ein Schritt« ist ihr spannendes Debüt, das in sieben Sprachen übersetzt wurde.

Fazit: ***** Lesespass vom Feinsten, diese Autorin solltet ihr euch merken. Der Debüt-Thriller gefiel mir außerordentlich gut und macht Lust auf weitere coole Geschichten der Autorin. Der Thriller „Nur ein Schritt“ von Samantha M. Bailey ist im Diana Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 335 Seiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2021

Geheimtipp ...

Das Grandhotel an der Alster
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Das Grandhotel an der Alster

Geheimtipp …

Diane Jordan


Hamburg ist immer eine Reise wert, finde ich zumindest. Und jetzt kann ich lesetechnisch direkt ins Hamburg um Neunzehnhundert eintauchen, was ...

Das Grandhotel an der Alster

Geheimtipp …

Diane Jordan


Hamburg ist immer eine Reise wert, finde ich zumindest. Und jetzt kann ich lesetechnisch direkt ins Hamburg um Neunzehnhundert eintauchen, was mich sehr neugierig und aufgeregt macht. Der Roman „Das Grandhotel an der Alster“ von Susanne Rubin gefällt mir Covertechnisch auf den ersten Blick. Als Betrachter sieht man ein Teilstück der Alster mit einem kleinen weißen Segelboot, im Hintergrund das prächtige Hotel Jacoby und darüber mit dem hanseatischen Schriftzug das Bildnis einer anmutigen Frau, die den Kopf zur Seite gedreht hat und Perlenohrringe trägt.
Der Klappentext macht neugierig und flott lese ich begierig den Prolog zum Einstieg.
Inhalt: Die Protagonisten Emily Magnussen, Ryan Maclane, Lina Jacoby sowie Chefkoch Martin sind mir sofort sympathisch. Der Schreibstil und die Wortwahl sind treffend. Die Autorin ist mir schon durch „Die Frau des Kaffeehändlers“ bekannt und vertraut. Auch dieses Buch mochte ich sehr gerne. Die historische Familiensaga ist ganz nach meinem Geschmack. Der Plot ist äußerst spannend und unterteilt sich in verschiedene Zeitebenen. Zu Beginn befinden wir uns im Jahre 1899, dann folgt ein Zeitsprung nach 2019 und der Leser lernt Ryan Maclane kennen. Es folgt ein Wechsel zwischen Schottland und Hamburg, am nächsten Tag. Im nächsten Kapitel befinden wir uns im Jahr 1918. Ich verschlinge Kapitel um Kapitel. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin, liebe ich doch solche geheimnisvollen Familiengeschichten. Das der Plot in Hamburg angesiedelt ist, finde ich als Pinnebergerin mit Faible für Hamburg besonders toll. Ich liebe es, lesetechnisch so eine Zeitreise in die Vergangenheit anzutreten. Gut recherchiert, Fiktion mit einem Hauch Geschichte gemixt, macht dieser Roman eine durchweg gute Figur. Das geheimnisvolle Erbe und die unmögliche Liebe (sowie der Spoiler: Zwillingsgeschichte) machen die Geschichte für mich authentisch und rund. Auch die Anmerkung der Autorin zu Prinzessin Mary gefallen mir sehr gut und ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch, dieser besonderen Autorin.

Ein unerwartetes Erbe, eine unmögliche Liebe und ein erschütterndes Geheimnis

Hamburg, 2019: Als der Besitzer des Hotel Jacoby stirbt, ist die Überraschung groß: Das Hotel geht nicht an seine Kinder, sondern an Ryan Maclane aus Schottland. Emily Magnussen regelt die Übergabe – sie ist sofort fasziniert von Ryan, der ebenfalls nicht weiß, warum er das prestigereiche Hotel erbt. Gemeinsam gehen sie dem Geheimnis auf den Grund.
Sechzig Jahre zuvor: Nach dem Tod ihres Mannes hat Lina Jacoby das Hotel ihrer Eltern allen Zweiflern zum Trotz durch die Kriegsjahre gebracht und will ihm nun zu neuem Glanz verhelfen. Dass sie sich in ihren Chefkoch Martin verliebt, macht es nicht leichter. Da taucht eine Hebamme auf, die Lina eine unfassbare Geschichte erzählt, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, ins Wanken bringt …


Die Autorin:
Susanne Rubin ist eine waschechte »Hamburger Deern«. Zusammen mit ihrem Mann, einem pensionierten Kriminalbeamten, lebt sie in ihrer geliebten Heimatstadt. Nach eigener Aussage ist ihr Mann ihr persönlicher Held, und ihre inzwischen erwachsenen Söhne sind die wunderbarsten der ganzen Welt. Sie liebt das Schreiben und Spieleabende mit ihrer Familie. »Das Grandhotel an der Alster« ist ihr dritter Roman bei Heyne.

Weitere Bücher:
Die Frau des Kaffeehändlers, Die Erben von Gut Lerchengrund

Fazit: ***** Der Roman „Das Grandhotel an der Alster“ von Susanne Rubin begeistert mich als Leserin sofort. Das Taschenbuch ist im Heyne Verlag erschienen und hat 432 spannende, romantische und geheimnisvolle Seiten.




  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere