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Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde ...

Frankie – Unter Menschen
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Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2026

In der Fremde

Frankie – Unter Menschen
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Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ...

Eins der liebsten Haustiere der Deutschen sind Katzen. Ein kleiner Kater begibt sich in meinem neuen Hörbuch von Jochen Gutsch auf ein großes Abenteuer und eine Reise quer durchs Land. „Frankie-Unter Menschen“ ist schon Teil zwei der Serie, die ich begeistert erwartet habe. Das Cover ist ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man den struppigen, kleinen Kater mit Hawaiihemd und großen mintgrünen Kulleraugen. Der Hintergrund ist in lila, das für mich Luxus und Eleganz ausstrahlt. Der Titelschriftzug ist weiß mit mint. Endlich kehrt Frankie zurück und ich erfahre, wie es ihm, mit und in „seinem Umfeld“ weiter ergeht. Da ich vor kurzem eine Augen OP hatte, passt das Hörbuch für mich gerade sehr gut, der Plot ist einfach genial und mitreißend. Die Protagonisten sind toll erdacht und gut beschrieben. Als Zuhörer wird man innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen und muss sich mit den unterschiedlichsten Charakteren auseinandersetzen. Mir ging es zumindest so. Das Gedicht „Moon River“ gibt dem Zuhörer gleich am Anfang einen Vorgeschmack auf Fernweh oder die Sehnsüchte nach Zuhause. Die Laufzeit der CD beträgt fünf Stunden und 56 Minuten und wird perfekt und dermaßen unterhaltsam von Matthias Matschke gelesen. Er gibt dem Hörspiel, nicht zu Letzt durch seine atmosphärische Vertonung, eine „Seele“. Und so kann man beim „Vorspann“, dem „Kater des Verrückten“, „Denkfehler“ und „Du bist der Herrscher“ ruckzuck wieder in die zutiefst bewegende Geschichte eintauchen. Es gibt einige Trigger, wie Depressionen bei Gold, verursacht durch den Tod seiner Frau. Ein zunehmendes Problem in aktuell vielen Gesellschaften. Dem Gegenüber stehen aber auch einige witzige und kluge Sprüche oder Einwände von Frankie, die nachhaltig auf die Zuhörerschaft wirken dürften.

… Im Grunde hat Frankie alles, was ein Kater braucht: Riesen-Fernseher, Riesen-Bett, Futter mit Soße …

Leider ist der kleine Kater traurig, denn sein Menschenfreund Gold sitzt in der Irrenanstalt/Klapse und Frankie gerät bei einem Streifzug erst in eine Mülltonne, weil er einem Leberwurstrest nicht wieder stehen konnte und dann in ein Müllauto, dass ihn in die Fremde bringt. Dabei trifft er auf das Mädchen „Shattab“, das abgehauen ist. Gemeinsam begeben sie sich auf ein großes Abenteuer, quer durchs Land. Der Autor Jochen Gutsch schafft es, mir als Lauscher, das beklemmende Gefühl, dass man bestimmt hat, wenn man „sein Zuhause verliert“, perfekt zu vermitteln. Auf der Suche nach dem Rückweg begegnen „Frankie und Shattab“ den unterschiedlichsten Menschen und Tieren, wie z.B. dem Skywalker, Hieronymus, zwei Aaskrähen oder den brutalen Jugendlichen ohne Empathie und Mitgefühl. Als Zuhörer habe ich ordentlich mitgelitten oder habe mich auch über den einen oder anderen Zeitgenossen gewundert. Zum Glück gab es aber auch einige Stellen, wo ich herzhaft lachen musste. Und irgendwie musste ich beim Zuhören der Geschichte auch an die zahlreichen Kriegsflüchtlinge auf der ganzen Welt denken, denn die haben es „ohne Mitgefühl“ und mit den enormen Verständigungsproblemen, den sozialen, religiösen und kulturellen Unterschieden, dem zunehmenden Fremdenhass, in der Fremde bestimmt genauso schwer, wie „Frankie und Shattab“! Zum Glück gibt es im Hörbuch einen „richtig guten Plan“ und später treiben die beiden Abenteurer auf einem Fluss Richtung „Arsch der Welt“. Ob, dass gut geht? Ich verrate es euch nicht, denn es lohnt sich auf alle Fälle die Lesung selber anzuhören.

Fazit: ***** Frankie -Unter Menschen von Jochen Gutsch ist im „der Hörverlag“ erschienen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ich wünsche mir noch eine weitere Fortsetzung, denn ich habe Frankie unterdessen ins Herz geschlossen.


  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 10.03.2026

In der Fremde

Moosland
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Mein neuer Roman „Moosland“ von Katrin Zipse hat ein ansehnliches Cover in zarten, pastelligen Farben. Als Betrachter sieht man eine stilisierte isländische Landschaft mit einer kargen Grasfläche im Vordergrund ...

Mein neuer Roman „Moosland“ von Katrin Zipse hat ein ansehnliches Cover in zarten, pastelligen Farben. Als Betrachter sieht man eine stilisierte isländische Landschaft mit einer kargen Grasfläche im Vordergrund und Schemen angedeuteten Berge im Hintergrund. Überragt von einem endlosen hellblauen und wolkenfreien Himmel. Der Titel „Moosland“ ist haptisch fühlbar und es gibt ein grünes Lesebändchen, was mir sehr gut gefällt und praktisch ist. Ich könnte mir das Szenario auch gut als großformatiges Gemälde vorstellen. Die wichtigsten Protagonisten in der vorliegenden Geschichte sind Gerda, Elsa, Sola, Inkibjörk, Joun, Oulawür, Skuhli, Haltdor und Steinunn. Die fiktive, deutsche Romanfigur Elsa ist schwer traumatisiert und kommt im Sommer 1949 nach Island, um auf einem abgelegenen Bauernhof zu arbeiten. Sie ist eine von vielen, denn rund 300 andere Frauen, wie auch Elsa oder Gerda, versuchen ebenfalls in der Fremde einen Neuanfang oder ihr Glück zu finden.

… Sie will laufen, nur laufen und niemals ankommen …

Elsa ist der Sprache nicht mächtig und kann sich daher zunächst nicht mit der Bauersfamilie verständigen. Ich hatte auch so meine Schwierigkeiten, die isländischen Namen zu lesen und am Anfang zu behalten und kann die Protagonistin daher gut verstehen. Zudem trauert sie, um ihre verstorbene Freundin Sola und zieht sich daher auch extrem zurück und schweigt. Der Schreibstil von Katrin Zipse ist sehr bildgewaltig und anschaulich. Die Autorin beschreibt einfühlsam, wie Elsa, nach und nach zu ihrer neuen Sprache und auch eine neue Heimat findet. Als Leser kann man ihre anfänglichen Fremdheitsgefühle, die harte Arbeit auf dem Gehöft, die Verständigungsproblematik, das fremde Essen usw. hautnah mitverfolgen. Ich vermute mal, dass dem „armen Menschenkind“ zwischenzeitlich alles egal war und sie nichts weiter zu verlieren hatte, als daher dem Aufruf der isländischen Bauernpartei zu folgen.
…Vom Meer aus gesehen sind alle Häuser gleich …
Der Neuanfang in der Fremde ist holperig und durchaus schwierig. Gerda, die auf einem entfernten Bauernhof untergekommen ist, wird zu ihrer Brieffreundin. Als Stadtmensch muss Elsa sich erst einmal an das harte und entbehrungsreiche Landleben gewöhnen. Besonders schwer tut sie sich mit den Hühnern, da sie diese als Furcht einflößend und abschreckend empfindet. Ich nehme an, dass Elsa diese Geflügel-Phobie durch den Tod von Sola entwickelt hat. Anders erklären, könnte ich mir diese irrationale Panik sonst nicht. Aber sie gibt sich große Mühe, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Sie lernt reiten und übt heimlich mit dem Knecht Isländisch. Ganz langsam nähren sich die Deutsche und die isländische Bauernfamilie an. Als Leser bekommt man nach und nach Einblicke in die Tradition, Sitten, Gebräuche, das Leben und die harte Landarbeit. Aber auch Elsa verändert sich im Verlauf der Geschichte, ebenso wie die beiden Bauernsöhne.
… Hier ist der Himmel immer zu weit. Es ist ein Himmel, dem man nicht entrinnen kann …
Und dann gibt es auch noch die verschwundene Tochter der Bauernfamilie, Steinunn, über die niemand spricht und die totgeschwiegen wird. Ich vermute mal, dass auch das für die damalige Zeit typisch war. Themen oder Probleme zu ignorieren und nicht darüber zu sprechen und es so „unter den Teppich zu kehren“. Aber mit der Zeit kommt Elsa den „Familiengeheimnissen“ auf dem Hof auf die Spur und akklimatisiert sich in ihrer neuen Umgebung und mit den Isländern. Der Roman von Katrin Zipse ist für mich hochaktuell und zeitgemäß, denn auch in meiner Stadt gibt es heute Kriegsflüchtlinge, wie z.B. aus der Ukraine, die „ganz neu anfangen müssen“ und unsere Sprache noch nicht beherrschen. Oder mit „unseren Sitten und Bräuchen“ nicht vertraut sind und sich fremd fühlen.

Fazit: ***** Der Roman „Moosland“ von Katrin Zipse ist im Dumont Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat mit Nachwort und Dank 223 Seiten, die ich zu „Sensibilisierung“ gerne weiterempfehle, die aber auch den Wunsch einer Island-Reise in mir geweckt haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 23.02.2026

Wer scheut das Sonnenlicht?

We Who Will Die
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Das Cover von „We Who Will Die” (Empire of Blood) von Stacia Stark ist außergewöhnlich geheimnisvoll und mystisch. Es wirkt recht düster. Als Betrachter sieht man eine goldgeprägte Münze mit Ehrenkranz. ...

Das Cover von „We Who Will Die” (Empire of Blood) von Stacia Stark ist außergewöhnlich geheimnisvoll und mystisch. Es wirkt recht düster. Als Betrachter sieht man eine goldgeprägte Münze mit Ehrenkranz. In der Mitte ist ein furchteinflößendes Tier, dass eine Mischung aus Greifvogel, Raubkatze und Drachen ist. Der Tierkörper ist blutbespritzt. Der Hintergrund hingegen zeigt, fühlbar gekörnten Sand mit einem kräftigen, für mich, bei Vampiren, typischen dunklen, Aubergine Farbton, der recht edel wirkt. Der Titelschriftzug ist in unschuldigen, reinem weiß und weist ebenfalls Blutflecken auf. Und mein Buch besitzt zudem einen wunderschönen, schwarz-goldenen Farbschnitt, der zum Dahinschmelzen ist. Diesen zieren goldene Blätter und zwei spitze Schwerter, die schon von außen zeigen, dass dort einiges passieren wird. Es ist lange her, dass ich mich mit Vampiren oder Fantasy lesetechnisch beschäftigt habe, aber meine Sorge, dass ich dafür vielleicht schon zu „alt bin“ ist unbegründet. Der Plot zieht mich ruckzuck in den Bann. Das spannende Abenteuer mit machtgierigen Herrschern, allen voran „Vallius Corvus“, politischen Intrigen, tödlichen Wettkämpfen und mörderischen oder verführerischen Vampiren hat es in sich und könnte meiner Meinung nach auch gut verfilmt werden. Es gibt zahlreiche Trigger, wie zum Beispiel: Gewalt, Mord, Erpressung, Trauer oder Verlust und die Alterslesebeschränkung ist meiner Meinung nach daher für ältere Leser bestens geeignet. Die Protagonisten sind ein „wilder Mix“ aus zahlreichen Geschöpfen. Als Leser war es am Anfang für mich nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Meine Lieblingsromanfigur ist in Band 1 durchgehend Arvelle. Sie wirkt selbstbewusst und unerschrocken auf mich. Und ihr Ehrbewusstsein und die Liebe zu ihren Brüdern finde ich großartig.

… Ein unzerbrechlicher Schwur zwingt Arvelle in einen gnadenlosen Wettkampf, bei dem neben ihrem Leben auch ihr Herz auf dem Spiel steht. …

Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin sind fantastisch. An mancher Stelle zwar etwas derb formuliert, aber zu dieser Geschichte und zu dem „römischen Zeitalter“ passt es, für mich. Als Leser springt nach kürzester Zeit das Kopfkino an und man kann sich die beschriebenen Szenen supergut vorstellen. Im Einband (Buchdeckel vorne und hinten) ist je eine detailreiche, bunt gemalte Übersichtskarte vom „Empire of Blood“, die mir sehr gut gefällt und einem als Leser so einen besseren Überblick der geschilderten Szenen ermöglicht.

… Wer dem Tod geweiht ist, hat nichts mehr zu verlieren… Oder etwa doch? …

Ich leide ordentlich mit meiner Romanfigur Arvelle. Die zahlreichen Prüfungen und tödlichen Wettkämpfe in der Arena oder auf dem Gewässer in der Galeere, die sie überstehen muss, haben es in sich. Das Leben im gefährlichen Dorn Distrikt haben sie zwar etwas im Überlebenskampf geschult, aber dass was sie später alles erleiden und durchstehen muss, ist „kein Pappenstiel“. Der mitreißende Beginn gefällt mir sehr gut. Der Mix aus Magie, „im Geist wandeln“, Vampiren, wie „der Primus“, Rorrik oder Bran, die „andere Welt“, der Schulschwur und die Auswirkungen sind geheimnisvoll und betörend. Die Spannungskurve ist durchgehend hoch und der Verlauf dramatisch und fesselnd. Ich will unbedingt wissen, was da alles passiert und mag das Buch kaum aus der Hand legen.

… auf dem Sand zählen nur zwei Personen: jene, die dich töten will, und der Imperator selbst. …

Arvelle muss zahlreiche Prüfungen überstehen und der Verschwörung und den zahlreichen Intrigen auf den Grund gehen. Dabei ist es gar nicht so einfach, zu entscheiden, wem man in „diesem Reich“ vertrauen kann. Kicher und dass „forbidden love“ zu Tiernon dabei nicht wirklich hilfreich ist, weil man da ja nicht wirklich klar denken kann, ist wohl auch kein Geheimnis.
Jedenfalls bleibt es spannend bis zur letzten Seite. Und nun warte ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung, denn ich will unbedingt erfahren, ob „Mortuss in seinem Käfig bleibt“ und ob Arvelle, ihre Brüder und Tiernon „das furchteinflößende Imperium“ verlassen konnten und wie es ihnen weiter ergeht.

Fazit: ***** „We Who Will Die“ (Empire of Blood) ist im dtv-Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat mit Danksagung 622 Seiten, die mich mit tödlichen Prüfungen, Magie, Vampiren und einem kleinen Liebesdreieck in den Bann gezogen haben. Mein „must read“ für diesen Monat!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Dunkle Kapitel …

Eine vergessene Schuld
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Mein neuester Roman „Eine vergessene Schuld“ von Arne Jensen thematisiert ein Teilstück dunkler, deutscher Geschichte und deren dramatischer Folgen. Ich finde, dass der Plot hochaktuell und zeitgemäß daherkommt, ...

Mein neuester Roman „Eine vergessene Schuld“ von Arne Jensen thematisiert ein Teilstück dunkler, deutscher Geschichte und deren dramatischer Folgen. Ich finde, dass der Plot hochaktuell und zeitgemäß daherkommt, eingedenk des aktuell spürbaren deutlichen Rechtsrucks in der deutschen politischen Landschaft. Das Cover ist zudem passend gewählt, als Betrachter sieht man eine typische Häuserzeile aus den Niederlanden. Davor steht Auge in Auge ein altmodisch, wirkendes Paar. Das Buch startet mit einer Widmung:

…Für die Opfer von Gewalt, Verfolgung und Entrechtung…

Jetzt folgt ein treffendes Zitat von Albert Einstein:

Frieden kann nicht mit Gewalt erhalten werden. Er kann nur durch Verständnis erreicht werden.

Ich muss zum ersten Mal kräftig schlucken und muss ihm innerlich beipflichten. Vorsorglich lege ich mir mal ein paar Taschentücher bereit, denn dies scheint keine einfache Lektüre zu werden und es gibt auch ein paar Trigger (Gewalt, Krieg, Tote), die Zartbesaitete berücksichtigen müssen. Das Buch startet in Köln-Deutz, im Juni 2023. Es gibt verschiedene Zeitebenen, z.B. Görlitz, Sommer 1942 sowie verschiedene Handlungsorte, wie exemplarisch Wiesbaden oder Köln. Die verschiedenen Perspektiven, von den unterschiedlichsten Romanfiguren, auf die Sicht der Dinge gibt dem Buch enorme Spannung. Es geht um historische Geschichte, das Thema Schuld und zahlreiche Traumata. Die wichtigsten, fiktiven Romanfiguren sind der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner, die Kriminalpsychologin Jasina Behrens, Mitarbeiter des Verfassungsschutzes und des BKA sowie der Halbjude Raimund Bach.

.. Schuld verjährt nicht. Niemals ...

Gleich zu Anfang wird auf den pensionierte Verfassungsrichter Heppner, während einer TV-Show ein Attentat verübt, dass den Leser in den Bann zieht. Der Charakter dieser Romanfigur, ist zudem sehr negativ belastet, denn im Vorfeld hatte Heppner „rechtsradikale Äußerungen zu Desserteuren und der NS-Justiz gemacht. Als Leser ist es zudem gar nicht so einfach „das Kuddelmuddel“ auseinanderzuhalten und im Blick zu behalten, welche Organisation da gerade agiert. Ich musste mich stark konzentrieren, um nicht den Überblick zu verlieren. Aber nach einiger Zeit ging es Seite um Seite besser und ich habe mich mehr in die „alten Zeiten“ eingelesen. Besonders bewegt haben mich dabei die Schilderungen von Raimund. Aber auch die syrische Kriminalpsychologin Jasina Behrens hat mich zum Nachdenken angeregt.
Fazit: *****Der Roman „Eine vergessene Schuld“ von Arne Jensen ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Nachwort 477 Seiten, die den Leser teilweise fassungslos und sprachlos zurücklassen. Man wünscht sich nie wieder solche Zeiten und auch die Frage nach der „Schuld“ beschäftigt einen noch lange nach Beenden des Romans und lässt einen nicht mehr los.

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