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Veröffentlicht am 13.11.2019

Kriegsgeheimnisse ....

Die Hoffnung zwischen den Zeilen
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Die Hoffnung zwischen den Zeilen....


Diane Jordan

Krieg, Waffen, Gewalt und unermessliches Elend. Beim Blick auf das Cover meines neuesten Romans „Die Hoffnung zwischen den Zeilen“ von Elin Olofsson ...

Die Hoffnung zwischen den Zeilen....


Diane Jordan

Krieg, Waffen, Gewalt und unermessliches Elend. Beim Blick auf das Cover meines neuesten Romans „Die Hoffnung zwischen den Zeilen“ von Elin Olofsson werde ich melancholisch. Eine Traurigkeit macht sich breit und tiefes Mitgefühl. Obwohl ich die Frau auf dem Titelbild, die allein auf einem Bahnsteig zu stehen scheint und deren Geschichte ich noch nicht kenne. Mit ihrem Miniköfferchen, dünnen Schuhen und ihrem Mäntelchen, wirkt sie sehr verloren und hilflos. Das ganze ist zudem in teilendsättigten Farben dargestellt, was mir als Fotografin natürlich sofort auffällt. Ich wende das Buch und lese mit angehaltenem Atem den Klappentext. Nein, wie traurig.... Gespannt fange ich an zu lesen und lege mir auch schon mal ein paar Taschentücher bereit. Das scheint mir notwendig, denn dieser Roman geht unter die Haut und bestimmt auch ins Herz, wenn man, wie ich, nicht ganz unsensibel ist und „nah am Wasser gebaut“ hat. Geschichten aus dem Krieg, Vertreibung, Flucht und auch alles Elend, dass damit verbunden war und die oft damit verbundenen noch ist, kenne ich aus meiner Familie ebenfalls. Vielleicht bin ich als Leserin daher auch empfänglicher für die Schilderungen der Nachkriegszeit und auch tragische Familiengeschichten. Elin Olofssons Schreibweise zieht mich regelrecht in den Bann. Spannend und wie ich finde einfühlsam, schildert sie die Geschichte um Ulrike Hartmann. Der Spannungsbogen wird von der Autorin dabei geschickt nach und nach aufgebaut. Der Plot ist raffiniert gemacht und nachvollziehbar geschildert. Ich finde es durchaus nicht schlimm, dass einige Fragen, die man sich als Leser wohl stellt, dabei im Dunklen bleiben. Meines Erachtens sorgt es für ein zusätzliches Kopfkino beim Lesen. Bei mir ist das jedenfalls so. Ich liebe und leide mit meinen fiktiven Romanfiguren jedenfalls ordentlich mit. Die Protagonisten Ulrike, Hans und Elsa sind detailreich und anschaulich beschrieben. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es sie so oder ähnlich gegeben hat. Und ich zolle der Autorin gedanklich Respekt, denn so ein „Drama“ geschickt als Roman zu verpacken, finde ich durchaus beachtlich. Das beim Leser dabei eine bedrückende Stimmung entsteht, wird von Olofsson wohl so geplant gewesen sein und irgendwie passt es ja auch wieder zur Nachkriegszeit mit all seinen Schattenseiten. Jedenfalls hätte ich bei der Lektüre manches so nicht erwartet. Und die Auflösung und das Geheimnis das Ulrikes Verlobten Hans betrifft, der im Krieg gefallen ist, erst Recht nicht. Aber ich möchte nicht zu viel verraten.....Mir hat das Buch jedenfalls gut gefallen, auch wenn ich hin und wieder am liebsten ins Buch gesprungen wäre und für Ruhe und Ordnung gesorgt hätte. Aber zum Glück ist dies ja nur gedanklich möglich, wer weiss, wo ich sonst schon verschollen wäre!

Inhalt:
Zwei mutige Frauen kämpfen in der Nachkriegszeit um eine selbstbestimmte Zukunft

Hamburg 1949: Als Ulrike Hartmann erfährt, dass ihr Verlobter Hans im Krieg gefallen ist, verlässt sie verzweifelt ihre zerstörte Heimat und wandert nach Schweden aus. In ihrem Koffer hat sie ein Bündel Briefe, die Hans im Krieg jahrelang von einer Schwedin namens Elsa Petterson erhalten hat. Ulrike reist zu Pettersons Wohnort in die Provinz, versucht herauszufinden, in welchem Verhältnis sie zu Hans stand. Beide Frauen entwickeln eine Freundschaft, und Ulrike erfährt etwas schier Unglaubliches über Hans, das ihrer aller Leben für immer verändern wird ...

Die Autorin:
Elin Olofsson, geboren 1979 in Schweden, schreibt seit vielen Jahren sehr erfolgreiche Frauenromane. 2014 wurde einer ihrer Romane als "Buch des Jahres" (Sydsvenska Dagbladet) ausgewählt, 2016 wurde sie für den "Book of the Year Award" nominiert. Ihr neuester Roman "Die Hoffnung zwischen den Zeilen" war in Schweden monatelang unter den Top Ten und verkaufte sich über 50.000 Mal. Mit diesem Roman wird sie erstmals in Deutschland vorgestellt.

Fazit: 4**** Der Roman “Die Hoffnung zwischen den Zeilen“ ist im C. Bertelsmann Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 304 Seiten.































Veröffentlicht am 12.11.2019

Läuft bei Dir ....

Du bist mein Zuhause
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Du bist mein Zuhause: Roman (Die Firefly-Lake-Serie, Band 3)
Diane Jordan
Zuhause, was ist das eigentlich? Der Ort, wo man aufwächst? Oder vielleicht, da wo man dauerhaft wohnt? Oder wie bei mir, in der ...

Du bist mein Zuhause: Roman (Die Firefly-Lake-Serie, Band 3)
Diane Jordan
Zuhause, was ist das eigentlich? Der Ort, wo man aufwächst? Oder vielleicht, da wo man dauerhaft wohnt? Oder wie bei mir, in der Gegenwart meines Lieblingsmenschen und Ehemanns Karsten. Denn da wo er ist, fühl ich mich Zuhause und natürlich auch geliebt und geborgen. Mein neuestes Taschenbuch, von Jen Gilroy, „Du bist mein Zuhause“, animiert natürlich schon der Titel und das hübsche Cover schon beherztes zu beherztem Zugreifen. So romantisch und gemütlich. Eine dampfende Tasse Tee, ein dickes Buch, ein Holzstuhl mit vielen behaglichen Kissen. Und dann dieser atemberaubende Blick auf einen See und eine Traumlandschaft. Herrlich an sich schon. Der Klappentext liest sich spannend und verspricht eine Menge Romantik, genau das richtige Buch für trübe Regentage im Herbst. Gespannt fange ich an zu lesen und werde nicht enttäuscht. Die Protagonisten Cat, Amy und Luc sind liebevoll erdacht und detailreich beschrieben. Der Plot ist in drei Handlungsstränge unterteilt. Und so erfährt man als Leser so einiges über die Gedanken der drei Charaktere. Die Figuren sind lebendig und sympathisch beschrieben. Mein Kopfkino springt an und ich begebe mich gedanklich an den Firefly Lake. Und obwohl dieser Band als Abschluss der Buchreihe gedacht ist und man einige Figuren aus den ersten Büchern schon kennt und wiederentdeckt, kann man meines Erachtens dieses Buch als eigenständiges lesen. Mehr Spaß macht es natürlich, wenn man Band 1 und 2 auch schon kennt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen und daher wird es bestimmt nicht mein letztes Buch dieser Autorin sein. Denn sie schreibt sehr romantisch, so viel sei verraten.
... Er war der Schwarm ihrer Jugend – und noch immer lässt er ihr Herz höherschlagen ...

Inhalt:
Die Firefly-Lake-Serie – das romantische Großereignis des Sommers!

Nie wieder wollte Cat nach Firefly Lake zurückkehren, doch nun bricht sie ihrer Tochter Amy zuliebe ihren Schwur. Die Kleinstadt an dem idyllischen, kristallklaren See war früher einmal Cats Zuhause und soll es wieder werden … hoffentlich. Doch so sehr sie versucht, die Vergangenheit zu verdrängen – ihre Gefühle von damals kann Cat nicht vergessen. Schon gar nicht, als sie Amys Eishockeytrainer Luc begegnet und ihre Welt plötzlich wieder kopfsteht. Luc war ihr Jugendschwarm, der sie immer beschützt hat, aber Cat ist inzwischen vorsichtig geworden, wem sie ihr Herz anvertraut. Kann Luc sie überzeugen, dass sie für immer zu ihm gehört?

Lassen Sie sich verführen und lesen Sie auch die anderen Romane der Firefly-Lake-Serie!

Die Autorin:
Jen Gilroy ist unter dem weiten Himmel Westkanadas aufgewachsen. Nach vielen Jahren in England lebt sie jetzt in einer kleinen Stadt im Südosten von Kanada. Sie liebt Eiscreme, Cafés im Vintage-Stil und die wunderschöne Landschaft Nordamerikas. Ihr Ehemann ist ihr romantischer Held im wirklichen Leben, und ihre Tochter erinnert sie stets daran, für jeden Tag mit ihren Lieben dankbar zu sein. Ihren Nine-to-five-Job hat Jen Gilroy an den Nagel gehängt, um sich mit Liebesromanen in die Herzen ihrer Leserinnen zu schreiben. »Dort, wo ich dich finde«, der Auftakt ihrer Firefly-Lake-Serie, war für den Golden Heart Award der Romance Writers of America nominiert.

Weitere Bücher:
Dort wo ich dich finde, Wenn ich dir nahe bin
Fazit: 4**** „Du bist mein Zuhause“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 464 Seiten in denen die „Liebe zu Hause“ ist .

Veröffentlicht am 11.11.2019

Wer heilt, hat Recht ....

Die Heilgeheimnisse der altrussischen Volksmedizin
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Wer heilt, hat Recht ....

Diane Jordan

Die Heilgeheimnisse der altrussischen Volksmedizin:
Ganzheitliche Wege zur Stärkung der Gesundheit

„Wer heilt, hat Recht“, sagte mein alter Kinderarzt früher immer, ...

Wer heilt, hat Recht ....

Diane Jordan

Die Heilgeheimnisse der altrussischen Volksmedizin:
Ganzheitliche Wege zur Stärkung der Gesundheit

„Wer heilt, hat Recht“, sagte mein alter Kinderarzt früher immer, wenn ich mit alten Hausmittelchen kleinere Leiden kurierte! Da ich schon seit je her, einen Faible für Naturheilmittel habe und diese lieber - anstatt chemisch hergestellte Pillen - einsetze, besonders bei kleineren Wehwehchen innerhalb meiner Familie. Aber durchaus mit Bedacht und auch die Grenzen erkennend, die diese Methode im täglichen Leben hat. Die oben genannte Plattitüde, aus der Alternativmedizin habe ich stets zur Hand, wenn ich für eine bestimmte Therapie ein Wirksamkeitsnachweis nicht plausibel belegen kann und ich es nur aus dem Bauch heraus als für gut erachte. Und ich die Wirksamkeit zwar sehe, aber nicht wirklich erklären kann. Der Ratgeber „Die Heilgeheimnisse der altrussischen Volksmedizin: Ganzheitliche Wege zur Stärkung der Gesundheit“ sorgte daher sofort für mein Interesse. Ein Buch nach meinem Geschmack. Die Rückbesinnung auf die Natur und im Einklang mit den Jahreszeiten leben, hat noch niemals geschadet, wie ich finde!
Der Ratgeber gibt einen kleinen Überblick über den Körper. Das Cover ist, wie ich finde, ansprechend gestaltet. Grün, als Farbreiz für ein gesundes Leben, aber auch die Hoffnung. Irgendwie wohltuend für die Augen und die drei Fotos ebenfalls ansprechend und aussagekräftig gestaltet. Aber auch die Gesundheit, Vitalität und russische Lebensfreude kommen in dem Buch nicht zu kurz, dass finde ich erfrischend. Ein kurzer Exkurs über die Gesellschaft, Kultur und osteuropäische Manual-Therapie runden das Werk gleichermaßen ab. Besonders gut gefällt mir beim Lesen des Buches der ganzheitliche Ansatz, den ich im „hier und heute“ bei unseren Ärzten oft vermisse. Denn meiner Meinung nach, ist es wie auch in dem Ratgeber „ohne psychische Gesundheit, kein psychisches Wohlbefinden“ zu erlangen. Ich finde es sehr gut, hin und wieder in sich hineinzuhorchen und kleine Gesundheitspausen, für zum Beispiel den Darm, einzulegen. Kapitel für Kapitel wird auf die einzelnen Organe des Körpers im Lehrwerk eingegangen, dass laut Klappentext, auch als Standartwerk in der russischen Volksmedizin eingesetzt wird. Hilfreich finde ich die vielen praktischen Tipps und Übungen zur Selbstanwendung. Und tatsächlich kann ich auch eigener Erfahrung sagen, dass einiges tatsächlich hilfreich ist. Rotkleetee zum Beispiel, trinke ich selber und kann daher seine Wirkung positiv bestätigen.
Allerdings fand ich auch ein paar Passagen nicht wirklich für unsere „westliche“ Welt geeignet oder sogar befremdlich. „Weibliche Brüste sind zum Anfassen da“ scheint mir da doch wohl eher eine Männerphantasie als ein “ernst“ gemeinter Rat oder Tipp. Vielleicht ist es aber auch durch die Übersetzung dazu gekommen? Wer weissss?

...HEILEN AUF RUSSISCH:
Kraftvoll, natürlich, ganzheitlich...

Inhalt:
Heilen auf Russisch – kraftvoll, natürlich, ganzheitlich
Nicht von ungefähr werden der altrussischen Volksmedizin erstaunliche Heilungserfolge zugeschrieben: Konsequent wie kaum eine andere Heiltradition verfährt sie nach dem Grundsatz »Der Körper ist ein Spiegel der Seele«. Bestsellerautorin Lumira und der Moskauer Arzt Timofej Karmatskich erschließen die geheime Sprache der Körpersignale, geben überraschende Einblicke in die verborgenen Mechanismen von Krankheit und Heilung und zeigen, was man gegen krank machende Einflüsse wie Stress, Ängste und Umweltgifte tun kann: Oftmals in Vergessenheit geratene Techniken wie das russische »Bauchrichten«, Honigmassage, Schwitztherapie, die Arbeit mit den Meridianen sowie gezielte Ernährungstipps bringen Körper, Geist und Seele wieder in Einklang. Welch unschätzbaren Wert dieses alte Heilwissen gerade für den modernen Menschen hat, belegt Timofej Karmatskich mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen und faszinierenden Erfahrungsberichten aus seiner Praxis. Mit zahlreichen praktischen Übungen, die jeder selbst anwenden kann – für ein gesundes, langes Leben.

Die Autoren:
Lumira wuchs in Kasachstan und der Ukraine auf, wo sie bereits als Kind russisch-schamanische Heilweisen kennenlernte. Auf dieser Basis entwickelte sie in ihrer Wahlheimat Deutschland ein modernes System natürlicher Selbstbehandlung und ein umfassendes Programm zur Förderung der geistig-seelischen Entwicklung. Sie leitet Seminare im In- und Ausland und unterhält eine Beratungspraxis in Bayern. Lumira ist eine der erfolgreichsten Autorinnen für spirituelle Lebenshilfe im deutschsprachigen Raum.

Timofej Karmatskich, aus einer Familie von Medizinern stammend, ist Facharzt für Neurologie, leitender Arzt und Dozent am Moskauer Predtetscha-Zentrum für ganzheitliche alternative Heiltechniken. Er arbeitet auch in eigener Praxis und gibt regelmäßig Seminare in Russland, der Ukraine und im deutschsprachigen Raum.

Fazit: 4**** „Die Heilgeheimnisse der altrussischen Volksmedizin“ ist im Integral Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 240 informative und spannende Seiten und ist bis auf einige Einschränkungen, wie ich finde, durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 11.11.2019

Ich bin „kein“ Berliner ...

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Turbulente Zeiten ...

Die Schwestern vom Ku’damm. Wunderbare Zeiten MP3-CD
Diane Jordan
Ich bin „kein“ Berliner und war leider auch erst zwei Mal vor Ort, was ich sehr bedauere, denn dort gibt es massig ...

Turbulente Zeiten ...

Die Schwestern vom Ku’damm. Wunderbare Zeiten MP3-CD
Diane Jordan
Ich bin „kein“ Berliner und war leider auch erst zwei Mal vor Ort, was ich sehr bedauere, denn dort gibt es massig viel zu entdecken und wie ich finde auch zu fotografieren. Nur zu gerne habe ich daher „Die Schwestern vom Ku´damm“ als Hörbuch für mich entdeckt. Der Zweite Teil der Trilogie begeistert mich schon durch das wunderschöne pastellige Cover. Die Aufbruchsstimmung, das Wirtschaftswunder, die wunderschöne Frau, die leichtfüßig inmitten des Trubels auf dem Ku´damm unterwegs zu sein scheint. Der Blick unternehmungslustig, das Haupt erhoben und entschlossen, die Welt zu erobern. Freudig setze ich meine Kopfhörer auf und lasse mich auf die Familiengeschichte ein. Teil 1 ist mir schon bekannt und daher bin ich gespannt, wie es mit den Thalheim-Schwestern weiter geht. Ich freue mich weiteres, über Rikes, Oskars, Silvies und Florentines Schicksal zu erfahren und tauche flugs in die Geschichte ein. Meine Begeisterung für Familiengeschichten dürfte längst hinreichend bekannt sein. Grins, neu ist mein Faible für Berlin, die 50er Jahre und das Thalheim Imperium. Historisch wertvoll, einfühlsam, beeindruckend, mitreißend geschildert und fein vertont. Und zur Zeit auch besonders aktuell, ich sage nur 30 Jahre Mauerfall. So unterschiedlich wie das Leben, sind auf den ersten Blick auch die drei Schwestern. Das gefällt mir und sorgt für zusätzliche Spannung. Ging es im ersten Teil noch um die älteste Schwester Rike, ist diese CD Silvie und ihrem Tun gewidmet. Als Hörer erfährt man viel über Mode, Schnitte, Zeitgeschehen und den Rundfunksender RIAS. Dort sorgt Schwester Silvie für ordentlich Rummel im Radio. Aber wo Licht ist, ist ja bekanntlich auch Schatten. Es ist die Zeit, wo Florentine auf der Bildfläche erscheint und für Familienspannungen sorgt. Jedenfalls ist die Thalheim-Saga unheimlich unter die Haut gehend, mega spannend, gut recherchiert und aufbereitet, wie ich finde. Wer Babylon Berlin gut fand, wird um diese Geschichte nicht herum kommen. Und die zwei CDs mit acht Stunden, 20 Minuten Laufzeit vergehen wie im Flug, das verspreche ich euch.

...AUFBRUCH, PETTICOATS UND ROCK´n´ ROLL...
Inhalt:
Wirtschaftswunder, Kaufrausch, Träume in Pastell

Berlin, 1953: Während für Rike – die älteste Schwester – das Kaufhaus an erster Stelle steht, interessiert die mittlere Schwester Silvie nur das Vergnügen. Das Kaufhaus läuft bestens. Rike bemüht sich, nur das Neueste vom Neuen anzubieten: Petticoats, Nylonstrümpfe und Waren, die sie nach dem Vorbild italienischer Mode fertigen lässt. Doch die Dynamik in der Familie hat sich verändert. Die Wunden des Krieges sind verheilt und die Männer weigern sich, die Geschäfte allein den Frauen zu überlassen. Erst als Florentine, die Jüngste, gegen alles und jeden rebelliert und die Familie zu entzweien droht, wird Silvie klar, dass auch sie Verantwortung übernehmen muss ...

Die Autorin:
Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und arbeitete zunächst als Verlagslektorin. Sie hat mit großem Erfolg zahlreiche Romane veröffentlicht, in denen sie die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte wieder lebendig werden lässt. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in München.

Stefanie Stappenbeck wurde mit elf Jahren fürs DDR-Fernsehen entdeckt. Es folgten Theater-Engagements, u.a. am Berliner Ensemble und den Hamburger Kammerspielen, aber auch zahlreiche Rollen in Film- und TV-Produktionen. 1999 erhielt sie für Dunkle Tage den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises. Außerdem wurde sie mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet und zweimal zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Zuletzt brillierte Stappenbeck als Ermittlerin im Polizeiruf 110.

Weitere Bücher/Hörbücher:
„Palast der blauen Delphine“, "Marlenes Geheimnis" (Diana Verlag, 2017), "Die Schwestern vom Ku'damm Band 1 - Jahre des Aufbaus", „Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung (Die 50er-Jahre-Trilogie, Band 3)“,

Fazit: 5***** „Die Schwestern vom Ku’damm. Wunderbare Zeiten“ sind im Random House Audio Verlag erschienen. Stefanie Stappenbeck leiht als Sprecherin der zweiten Thalheim-Schwester ihre Stimme und erweckt diese mit ihrer angenehmen Stimme zum Leben. Die Hörbücher sind mein persönliches „must have“ für die nasskalte Jahreszeit und ich freue mich schon jetzt auf den dritten Teil dieser spannenden Familiengeschichte.

Veröffentlicht am 18.10.2019

Raumfahrer...

Das Leuchten des Mondes
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Raumfahrer ....

Das Leuchten des Mondes

Diane Jordan

WOCHENENDE ☺ ich heb ab, nichts hält mich am Boden... Das hübsche Cover des Romans „Das Leuchten des Mondes“ von Lydia Netzer erinnert mich sofort ...

Raumfahrer ....

Das Leuchten des Mondes

Diane Jordan

WOCHENENDE ☺ ich heb ab, nichts hält mich am Boden... Das hübsche Cover des Romans „Das Leuchten des Mondes“ von Lydia Netzer erinnert mich sofort an den Song „Astronaut“ von Sido und Andreas Bourani. Grins, mich hält natürlich nichts davon ab, mir dieses Taschenbuch zu schnappen und mich gemütlich damit in eine Ecke zum Lesen zu verziehen. Schon auf den ersten Seiten wird mir klar, dieses Buch ist anders. Eigenartig und faszinierend zu gleich. Anders, als die Bücher, die ich sonst so lese. Die Protagonisten Sunny, Maxon und ihr kleiner Sohn Bubber sind ungewöhnlich und von der Autorin gut erdacht mit sprachlich zum Leben erschaffen worden. Wahrscheinlich stecken in den Namen der Buchhelden schon kleine Hinweise, denn Sunny (Sonne), Maxon (Mond) sowie Bubber (Blase) spinne ich mich augenblicklich zusammen. Wer weiss, ob ich damit nicht richtig liege?!
Und als Fotografin finde ich den Mond selbstverständlich super, weil er immer wieder, genau wie weit entfernte Sterne, ein geniales Fotomotive darstellt. Aber auch Mythen rund um den Mond und die Erde reizen mich, genau wie diese ungewöhnliche kleine Geschichte. Kulturreales mit einem Schuss Fantasie, dem Leser nähergebracht anhand mathematischer Formeln, wie einst in der Schule. Trotzdem erinnert mich das Ganze ein wenig an „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus“, denn Missverständnisse sind so vorprogrammiert, wenn der Partner ständig als „Mann im Mond“ unterwegs ist. Und so hat Sunny „alleine“ einiges auszuhalten, genau wie zahlreiche andere Familien auch, deren Männer zu Geschäftsreisen aufbrechen und nicht daaaaaaa sind. Und die dann den Haushalt, Kinder und alles drum herum „wuppen“ müssen. Und das man sich dabei, wie auf verschiedenen Planeten, eben Erde und Mond fühlt, wundert mich ebenfalls nicht. Und trotzdem kann man beim Lesen, die Liebe der Beiden zueinander sowie was die beiden verbindet, zwischen den Seiten spüren. Zum Träumen schön und daher würde ich empfehlen, diesen Blick ins All zu wagen.

Inhalt:
Als Maxon Sunny zum ersten Mal traf, war er sieben Jahre, vier Monate und achtzehn Tage oder - in seinen Worten - 2693 Erdumdrehungen alt. Maxon war anders. Zusammen waren sie anders. Und auch heute noch, zwanzig Jahre später, führen die beiden keine gewöhnliche Ehe. Maxon ist Astronaut geworden. Während er zwischen Himmel und Erde schwebt, versucht Sunny in der idyllischen Kleinstadt in Virginia die Fäden der kleinen Familie zusammenzuhalten. Alles geht gut, bis zu dem Tag, als sie einen Autounfall hat. Obwohl harmlos, löst er eine Lawine in Sunnys Leben aus. Da ist ihr kleiner autistischer Sohn, um den sie sich sorgt. Da ist ihre schwerkranke Mutter, um die sie sich kümmert. Da sind ihre eigenen Wünsche, die sie bislang immer unterdrückt hat. Und wie immer ist Maxon nicht zur Stelle, um sie zu unterstützen. Schlimmer noch: Auf dem Weg ins All, passiert etwas Unvorhergesehenes …

Die Autorin:
Lydia Netzer wurde in Detroit geboren und wuchs unter dem endlos weiten Sternenhimmel des Mittleren Westen auf. Unzählige Nächte verbrachte sie wach, den Blick auf die Sterne gerichtet, und dachte sich Geschichten aus. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern, zwei Boston Terriern und einem Pferd auf einer Farm in Virginia.

Fazit: 4**** Der Roman „ Das Leuchten des Mondes“ ist im btb Verlag erschienen. Das Taschenbuch 384 hat Seiten.