Cover-Bild Das Unwetter
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: btb
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 14.01.2026
  • ISBN: 9783442775002
Brit Bildøen

Das Unwetter

Roman - Psychologische Spannung von einer der erfolgreichsten norwegischen Autorinnen
Frank Zuber (Übersetzer)

Ein Familienfest in den Bergen. Doch nicht nur die Natur wird zur Bedrohung.

Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen: Die Goldene Hochzeit der Eltern ist für Dorte und ihre zwei Geschwister Anlass für eine mehrtägige Familienfeier Ende Oktober. Doch ein dramatischer Dauerregen drückt auf die Stimmung, ein Bergrutsch hat zudem die Straße für die Rückfahrt blockiert. Als zwei Jäger im Hotel stranden, wird die Atmosphäre immer angespannter. Was hatten die beiden Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ... Meisterhaft legt Brit Bildøen frei, wie hinter der bürgerlichen Fassade einer gefährliche Mischung aus Wut, Rache und Verrat lauert.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.02.2026

240 Seiten voller Spannung und Familiendispute

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In "Das Unwetter", einem fesselnden Roman von Brit Bildøen, treffen sich Dorte und ihre Geschwister, um die Goldenen Hochzeit ihrer Eltern in einem abgelegenen Berghotel zu feiern. Doch anstelle von feierlicher ...

In "Das Unwetter", einem fesselnden Roman von Brit Bildøen, treffen sich Dorte und ihre Geschwister, um die Goldenen Hochzeit ihrer Eltern in einem abgelegenen Berghotel zu feiern. Doch anstelle von feierlicher Harmonie plätschert Dauerregen gegen die Fenster, während das Hotel zur unerwarteten Falle wird. Ein Bergrutsch lässt nicht lange auf sich warten und verschluckt die einzige Bergstrasse, und damit auch die letzte Möglichkeit zur Flucht vor der drückenden familiären Vergangenheit.

Brit Bildøen zaubert mit geschickten, psychologischen Feinsinn ein spannungsgeladenes Setting, das an einen schleichenden Albtraum erinnert. Während Dorte den Charme des Hotelwirtes genießt, entfaltet sich das bewährte Drama zwischen den Geschwistern: alte Resentiments, unausgesprochene Vorwürfe und die allgegenwärtige Wut brodeln im Verborgenen. Die Situation eskaliert, als zwei zwielichtige Jäger das Hotel betreten und das diffizile Gleichgewicht kippen. Die Andeutung einer illegalen Wolfsjagd verstärkt die ohnehin angespannte Atmosphäre.

Doch wer hier auf große Action hofft, wird eines besseren belehrt. Die Story bleibt leider oft im Ruhezustand, obwohl der Nervenkitzel durchaus gegeben ist. Für Leser, die subtiler Spannung den Vorzug geben und kleine Rachepläne mitverfolgen wollen, bietet Brit Bildøen ein verstörendes Porträt einer Familie, die selbst in Zeiten der Krise nicht zusammenfindet. Ein unbequemes, atmosphärisches Werk über Verrat und Moral, das in seinen ruhigen Passagen dennoch viel Potenzial birgt.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Familienbande

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50 Jahre sind Jon und Anna verheiratet und ihre drei Kinder organisieren zu diesem Anlass ein gemeinsames Wochenende in den Bergen. Im Berghotel Innsotra wollen Anette, Dorte und Karl nicht nur das Jubiläum ...

50 Jahre sind Jon und Anna verheiratet und ihre drei Kinder organisieren zu diesem Anlass ein gemeinsames Wochenende in den Bergen. Im Berghotel Innsotra wollen Anette, Dorte und Karl nicht nur das Jubiläum ihrer Eltern feiern. Sie freuen sich auch auf ein Treffen nach langer Zeit.

Ein Unwetter, mit einem nahe gelegenen Murenabgang, schneidet die Gruppe, die aus der Familie, dem Hotelier Ole und zwei Jägern, die auf der Jagd vom Unwetter überrascht wurden, von der Umwelt ab.

Die Familie, die sich nicht mehr oft sieht, muss sich damit auseinandersetzen, dass sie wohl oder übel für einige Zeit nah aufeinander sitzen. Dann geschieht etwas, was ihre Beziehung untereinander klärt.


Mit klaren Sätzen und leisen Untertönen zeichnet die Autorin ein Szenario, das sich niemand wünscht. Eine Gruppe, vorwiegend Mitglieder einer Familie, sitzt bei einem Unwetter in einem einsam gelegenen Berghotel. Jon und Anna, die mit ihren erwachsenen Kindern Dorte, Anette und Karl, sowie Schwiegersohn Jan Inge angereist sind. Sehr schnell sieht man, wie die einzelnen Mitglieder der Familie ticken und wie sie sich untereinander verstehen. Mir waren nicht alle Figuren sympathisch. Sie alle fügten sich jedoch passend in die Geschichte ein.

Wie es oft in Familien so ist, hängt viel Ungesagtes in der Luft und nun, in dieser Ausnahmesituation, kommt dieses ans Tageslicht. So weit, so gut und der Klappentext. Ich verstehe wohl einfach etwas anderes unter Konflikten. Denn was die Mitglieder dieser Familie für Konflikte haben, ist in meinen Augen nicht mal eine Reiberei. Kein böses Wort, keine Anschuldigungen und alle bleiben nett und höflich. Das hätte vielleicht der Handlung gutgetan, denn bedauerlicherweise plätschert diese in der ersten Hälfte leicht vor sich hin. Grandios wird es dann ab dann, als die Jäger und ihre Rucksäcke in die Handlung integriert werden. Das war dann ganz grosses Kino, wie die Handlung sich rasant entwickelt und wie sich die Familie zusammenrottet.

Was mir wirklich gefallen hat, ist die Art des Schreibstils. Setting bedingt spielt auch die Natur eine zentrale Rolle. Murenabgang, Unwetter und zentrales Thema, die Überpopulation von Wölfen, die den Einheimischen das Leben schwer machen, indem sie ihre Schafe reissen.

Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Jeder Tag in dem Hotel, also Freitag, Samstag und Sonntag, stellt einen Teil. Neun Figuren und ein Hund bestreiten die ganze Handlung. Langweilig wird es dadurch nicht. Mir hat dieser Roman gut gefallen, denn die Entwicklung, die die Story nimmt, hat mich überrascht.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Die Katastrophe

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📖 "Das Unwetter" von Brit Bildøen
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Ein Familienfest in den Bergen. Doch nicht nur die Natur wird zur Bedrohung.
Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen: Die Goldene Hochzeit der Eltern ist für ...

📖 "Das Unwetter" von Brit Bildøen
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Ein Familienfest in den Bergen. Doch nicht nur die Natur wird zur Bedrohung.
Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen: Die Goldene Hochzeit der Eltern ist für Dorte und ihre zwei Geschwister Anlass für eine mehrtägige Familienfeier Ende Oktober. Doch ein dramatischer Dauerregen drückt auf die Stimmung, ein Bergrutsch hat zudem die Straße für die Rückfahrt blockiert. Als zwei Jäger im Hotel stranden, wird die Atmosphäre immer angespannter. Was hatten die beiden Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ... Meisterhaft legt Brit Bildøen frei, wie hinter der bürgerlichen Fassade einer gefährliche Mischung aus Wut, Rache und Verrat lauert.
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💭 Meine Meinung:
Umwelt ist ein Thema, das immer mehr an Bedeutung gewinnt – auch in diesem Roman spielt sie eine zentrale Rolle. Optisch hat mich das Buch direkt angesprochen und auch der Inhalt klang zunächst sehr vielversprechend. Leider konnte mich die Geschichte letztlich nicht vollständig überzeugen.
Der Schreibstil ist grundsätzlich sehr angenehm und auch die Kapitellängen empfand ich als gut gewählt. Mit den Protagonisten bin ich allerdings kaum warm geworden: Sie wirkten auf mich eher unnahbar, oberflächlich und unsympathisch, was mir das Lesen stellenweise erschwert hat. Zudem kam für mich über weite Strecken nur wenig Spannung auf. Besonders das qualvolle Ableben des Familienhundes empfand ich als zu lang gezogen. Erst gegen Ende baute sich für mich noch einmal eine leichte Spannungswelle auf, die das Gesamtbild jedoch leider nicht mehr vollständig retten konnte.
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🌟Bewertung:
⭐️⭐️⭐
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📖 Für wen ist das Buch geeignet?
Leser:innen, die gesellschaftskritische Romane mit Umweltbezug mögen und weniger Wert auf Spannung legen.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Unbequemes, atmosphärisch dichtes Werk mit einigen Schwächen

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Was als idyllische Flucht in die norwegische Einsamkeit geplant war, entpuppt sich in Brit Bildøens „Das Unwetter“ als ein klaustrophobischer Albtraum, der die Grenzen zwischen bürgerlicher Zivilisation ...

Was als idyllische Flucht in die norwegische Einsamkeit geplant war, entpuppt sich in Brit Bildøens „Das Unwetter“ als ein klaustrophobischer Albtraum, der die Grenzen zwischen bürgerlicher Zivilisation und roher Natur verwischt. Zur Goldenen Hochzeit der Eltern versammeln sich die ungleichen Geschwister Dorte, Anette und Karl in einem abgelegenen Berghotel. Doch statt festlicher Harmonie regiert der Dauerregen. Als ein Bergrutsch die einzige Zufahrtsstraße verschluckt, wird das Hotel Innsetra zur Falle – und die ohnehin brüchige Familiendynamik beginnt unter dem Druck jahrzehntealter Lügen zu bersten.

Bildøen verzichtet auf laute Action und setzt stattdessen auf ein schleichendes Grauen. Während Dorte unverfroren mit dem Hotelwirt flirtet und die Geschwister in ihre festgefahrenen Rollen zurückfallen, spürt man als Leser in jedem Satz die unterschwellige Wut. Es ist ein psychologisches Schachspiel, bei dem die Figuren nicht in Schwarz und Weiß gezeichnet sind, sondern in moralischen Grautönen verschwimmen.

Die ohnehin angespannte Lage eskaliert endgültig, als zwei zwielichtige Jäger im Hotel stranden. Mit ihnen bricht die Gewalt der Außenwelt in das familiäre Refugium ein. Die Vermutung einer illegalen Wolfsjagd steht im Raum. Und diese Plotidee bot unfassbar viel Potenzial! Doch lange Zeit wurde hier leider nichts weiter serviert außer Hirschgulasch und Wein, während sich das "unheimliche, bedrohliche" Unwetter draußen nur in der Theorie zusammengebraut hat. Für mich wirkte das Buch dadurch wie ein 230-seitiger Prolog, der erst auf den letzten Metern die Handbremse gelöst hat.

Wer jedoch die subtile Spannung eines „Gottes des Gemetzels“ schätzt und ertragen kann, dass Rachepläne nach dem Prinzip „Auge um Auge“ geschmiedet werden, findet hier ein verstörendes Porträt einer Gesellschaft, die selbst im Angesicht der Katastrophe nicht zueinander findet.

Fazit: Ein unbequemes, atmosphärisch dichtes Werk über Verrat und die dünne Haut der Moral. Brit Bildøen zeigt uns, dass die gefährlichsten Unwetter nicht am Himmel, sondern in den Köpfen der Menschen entstehen. Mit ein paar (zu) ruhigen Passagen, aber einigen guten Plotideen.

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Auge um Auge

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Der Roman "Das Unwetter" von der norwegischen Autorin Brit Bildoen ist ganz anders, als ich es vorab erwartet hätte. Der Klappentext prangt im giftigen neongrün vom Buchrücken:
Sechs Menschen, drei Tage- ...

Der Roman "Das Unwetter" von der norwegischen Autorin Brit Bildoen ist ganz anders, als ich es vorab erwartet hätte. Der Klappentext prangt im giftigen neongrün vom Buchrücken:
Sechs Menschen, drei Tage- und ein Berg voller Lügen....
Das hört sich doch vielversprechend und nach Nervenkitzel und psychologischer Spannung an.
Der Plot hat aber sehr viele Trigger, wie zum Beispiel Quälerei oder Tod, die für Tier- oder Hundeliebhaber nur schwer erträglich sind und dass sollte man, meines Erachtens besser vorher wissen und auch Taschentücher bereit zu legen. Protagonisten der Story sind eine größere Familie, die sich zur „Goldenen Hochzeit“ der Eltern in einem abgelegenen Berghotel Innsetra zur Feier trifft. Die Autorin hat die Romanfiguren Dorte und Karl (Zwillinge), Anette, Jan Inge mit Familien-Hund Laban sowie die beiden Jubilare, gut erdacht und auch beschrieben. Die bürgerliche Fassade wirkt authentisch und die Familie könnte es so tatsächlich geben. Als Nebenfiguren gibt es noch den verheirateten Hotelbetreiber und Koch Ole sowie zwei unheimliche und zwielichtige Jäger. Die Erzählung gliedert sich in die Wochentage Freitag bis Sonntag und wird jeweils aus der Sicht von Dorte, Anette oder Karl geschildert.
Die Spannungskurve dümpelt so vor sich hin, am Freitag passiert nicht wirklich Spektakuläres, es ist eher wie bei einem Unwetter, was sich zusammenbraut und was man nur erahnen, aber noch nicht sehen kann. Am Samstag nimmt die Geschichte dann etwas Fahrt auf und lässt den Leser bestürzt, traurig und etwas fassungslos darüber nachdenken, was da gerade passiert. Tierquälerei, Tod, Angst, Wut und Rachepläne eines Familienmitglieds inbegriffen. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf, die man eigentlich so nicht möchte. Das Buch macht nachdenklich und bestürzt und der Höhepunkt ist, dass die „illegale Wolfsjagd“ der Jäger, mit vergifteten Frostschutzmittel-Ködern anders für Laban und die Verursacher endet, als man erwartet.
Ich möchte nicht zu viel verraten, diese Tat beeinflusst den weiteren Handlungsverlauf und ein Familienmitglied rächt sich „Auge um Auge“.
Das es nicht zu weiteren Katastrophen kommt ist ein „Roulette-Spiel“ sondergleichen. Als Leser denkt man spätestens jetzt über die „Verhältnismäßigkeit der Dinge“ nach.
Beim genaueren Hinsehen ist mir außerdem aufgefallen, dass das Buchcover von „Das Unwetter“ auch inhaltlich eher nicht zum Roman zu passen scheint. Als Betrachter sieht man dort ein Sprossen-Fenster und der Blick gibt eine schneebedeckte Landschaft wieder. Im Oktober scheint mir das eher ungewöhnlich und auch im Roman konnte ich dazu nichts lesen, denn dort wurde nur die trübe und nasse Umgebung beschrieben sowie die abgehende Schlamm und Geröll-Lawine, die das Hotel von der Umwelt abschneidet. Das würde ich bei einer Neuauflage ändern. Gut gefallen hingegen hat mir das Gedicht auf S.88:
„Doch ist der Weg an sich der Mühe wert

…wo du nur einmal schläfst, da ist der Raum, da ruhig dein Schlaf und voll Gesang dein Traum…“
(Karin Boye)


Fazit: *** Der Roman „Das Unwetter“ von Brit Bildoen ist im btb Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 234 Seiten, die mich nicht wirklich überzeugen konnten. Zu einem lag es an der Story, zum anderen mag ich als Tierliebhaberin, keine seitenlangen Todeskämpfe lesen. Auch das subtile und unterschwellige, dass einen als Leser immer auf den „großen Knall“ hat warten lassen, ohne dass augenscheinlich etwas passierte, war so neu für mich.


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