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Veröffentlicht am 12.04.2024

400 Seiten voller Emotionen zwischen Kaufhausluft

Alsterglanz. Lottes Hoffnung
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Ich bin ein großer Fan von Familiengeschichten mit historischen Hintergründen. Familiengeschichten und Historie, die perfekte Mischung. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt.


"Eine schmerzhafte Vergangenheit ...

Ich bin ein großer Fan von Familiengeschichten mit historischen Hintergründen. Familiengeschichten und Historie, die perfekte Mischung. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt.


"Eine schmerzhafte Vergangenheit und die Hoffnung auf ein neues Leben in der glitzernden Metropole an der Alster." So beginnt der Heyne-Verlag die Kurzbeschreibung des Reihenauftakts, der in Hamburg um 1929 spielt. Wir lernen Lotte kennen. Na ja, eigentlich lernt der Leser erst später Lotte so richtig kennen. Zu Beginn umgibt sie ein großes Geheimnis, das die Autorin wunderbar im Dunkeln hält. Obwohl man schnell ahnt, was dem Mädchen passiert sein könnte, bleibt es spannend. Natürlich spielt auch die Liebe eine große Rolle. Und um nicht zu vergessen, das Warenhaus Hermann Tietze, später bekannt als Hertie. Die Autorin schafft durch ihren äußerst bildhaften Schreibstil eine lebendig wirkende Atmosphäre. Man fühlt sich als Zuschauer und nicht als Leser. Man erlebt die Höhen, aber auch Tiefen des Kaufhauses, ebenso wie die Gefühle von Lotte und Jannes. Alles fügt sich nahezu perfekt in ein harmonisches Bild, so dass ich mit einem tiefen Seufzen das Buch zur Seite legen konnte.

                                                                                   ***


Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Familiengeschichten auch Spannung bedeuten können. Die Autorin zeigt sehr feinfühlig die Problematik in den Anfängen der 1930er Jahren, und lässt dabei die Emotionen nicht außer Acht. Es war ein Vergnügen Lottes Entwicklung zu beobachten und mit ihr gemeinsam die Liebe zu erkunden. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und den neuen Geschichten um das Alsterhaus.

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Veröffentlicht am 09.04.2024

288 Seiten voller Schmäh und Behäbigkeit

Der Würger von Hietzing
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Ich bin ein großer Fan von historischen Krimis. Familiengeschichten und Spannung, die perfekte Mischung. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt.


"Die gnä' Frau langweilt sich zu Tode. Da kommt ihr ...

Ich bin ein großer Fan von historischen Krimis. Familiengeschichten und Spannung, die perfekte Mischung. Die Autorin war mir bislang nicht bekannt.


"Die gnä' Frau langweilt sich zu Tode. Da kommt ihr eine Mordserie, die Wien in Atem hält, gerade recht." So beginnt der Oktopus-Verlag die Kurzbeschreibung des Krimis, der allem Anschein nach im verstaubten 19. Jahrhundert spielt, in dem Aristokratie noch hoch angesehen war. Aber der Schein trügt. Die Handlung spielt nämlich in den 1970er Jahren, was jedoch völlig abstrus wirkt. Die Sprache, der Schmäh und die Behäbigkeit, in der die Protagonisten agieren, ja, das muss man mögen. Die Protagonisten wirken so, als würden sie sich mit angezogener Handbremse bewegen, auch wenn hier und da, so ein kleiner, dezenter Hauch von Lebendigkeit durch die Zeilen huscht.


                                                                                   ***


Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Krimi nicht gleich Spannung bedeutet. Die Autorin lässt die Handlungen langsam beginnen und sorgt nicht für große Aufreger. Es ist ein sogenannter Ruhepuls-Krimi. Es wird viel Wert auf Äußerlichkeiten gelegt, so dass die Ermittlungen ein Teil des Behäbigen sind. Die Eleganz, die Aristokratie und der Schein stehen eher im Vordergrund. Ich bleibe leider gähnend zurück. Schade!


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Veröffentlicht am 05.04.2024

220 Seiten voller Spannung und Nervenkitzel

Nigrum
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Ich bin ein großer Fan von Krimi und Thriller. Nervenkitzel und eingängige Protagonisten, die perfekte Mischung. 


Wer, wie ich, den Nervenkitzel mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Schon ...

Ich bin ein großer Fan von Krimi und Thriller. Nervenkitzel und eingängige Protagonisten, die perfekte Mischung. 


Wer, wie ich, den Nervenkitzel mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Schon der Prolog verheißt Spannung pur. Also Rollläden runter, rauf auf die Couch und los geht's.


Nach einem kurzen, aber doch auch atemstockenden Entre, lernt der Leser die Hauptprotagonistin, Maja, kennen. Eine mittellose Künstlerin, die nach dem Tod ihres Vaters mit dessen Beruf konfrontiert wird. Denn er war Privatdetektiv und gerade mit einem sehr mysteriösen Fall betraut. Maja nimmt sich der Sache an und, na wie sollte es anders sein, gerät selbst in Gefahr. Und am Ende ... nee, darüber werde ich nichts verraten. Soviel sei jedoch gesagt, die Autorin schreibt wohl an einer Fortsetzung.


                                                                                   **


Dieser Roman ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Spannung und Nervenkitzel die Seiten nur so dahinfliegen lassen. Kaum angefangen, schon ist man von Majas unbeschwerter Art gefangen. Ja, ich kann sagen, dass ich wahrlich mitgefiebert habe. Die Autorin verleiht diesem Krimi durch ihre Ortskenntnisse den gewissen Touch. Die Szenen wirken aufgrund des bildhaften Schreibstils sehr authentisch und erzeugen ein Kribbeln, das man sonst nur von großartigen Thrillern kennt. Mir hat die Charakterisierung der Hauptprotagonistin Maja sehr gut gefallen, aber auch die restlichen Mitwirkenden haben sich perfekt ergänzt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung mit den schwarzen Beeren des Nachtschattens.


Meine Empfehlung für Leser
innen die den Nervenkitzel lieben.

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Veröffentlicht am 04.04.2024

416 Seiten voller Freundschaft und Spannung

Sturmmädchen
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Ich bin ein großer Fan von zeitgenössischen Romanen. Familiengeschichten und Spannung, die perfekte Mischung. Die Autorin ist mir durch "Trümmermädchen" bekannt.


"Drei junge Frauen. Ein Schwur. Wie stark ...

Ich bin ein großer Fan von zeitgenössischen Romanen. Familiengeschichten und Spannung, die perfekte Mischung. Die Autorin ist mir durch "Trümmermädchen" bekannt.


"Drei junge Frauen. Ein Schwur. Wie stark ist die Freundschaft?" So beginnt der Ullstein-Verlag die Kurzbeschreibung des zeitgenössischen Romans um die drei jungen Frauen Elli, Margot und Käthe. Obwohl der Roman die Freundschaft der Mädchen thematisiert, steht jedoch Elli stark im Vordergrund. Ihren körperlichen Makel versteckt sie unter ihrer liebenswürdigen Art. Sie zeigt sich sehr empathisch und hilft wo sie kann. Ob zur Unterstützung ihrer Mutter im Haushalt, als "Einparkmädchen" beim Hofbesitzer, bis hin zur Hebamme. Ja, sie kann einfach alles und packt an. Wenn da bloß die Judenverfolgung nicht wäre. Ihre Freundin Margot ist nämlich davon betroffen und Elli hilft, auch wenn sie sich selbst in große Gefahr begibt.

Von Käthe erfährt man relativ wenig. Sie spielt bei der Dreierfreundschaft nur eine untergeordnete Rolle. Soll heißen, dass sie lediglich auf den ersten und letzten Seiten in Erscheinung tritt. 


Wer, wie ich, Romane mag, in denen eine Freundschaft im Vordergrund steht, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen, wenngleich auch manche Szenen nichts für zartbesaitete Leserinnen sind.



                                                                                   
*


Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Roman nicht gleich Roman ist. Die Autorin entführt den Leser in die dunkelste Zeit Deutschlands, ins Jahr 1933. Der Judenhass greift um sich und alte Freundschaften zerbrechen. Und genau davon handelt dieser Roman. Durch den bildhaften Schreibstil, lässt die Autorin die Hitlerzeit wieder lebendig werden. Jeder Satz, jede Szene wirkt authentisch und nachvollziehbar. Die Charakterisierung der Protagonisten wird perfekt und hervorragend in Szene gesetzt. Ich habe das Buch nahezu verschlungen. Vielen Dank dafür.


Meine Empfehlung für Leser
innen von Familiengeschichten und Freundschaften ihm zeitgenössischen Rahmen. 

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Veröffentlicht am 31.03.2024

235 Seiten voller Lokalkolorit und ein bisschen Krimianteil

Falsches Spiel in Valencia
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Ich bin ein großer Fan von regionalen Krimis. Lokalkolorit und Spannung, die perfekte Mischung. Der Autor ist mir durch Band 1 "Mörderische Hitze" bereits bekannt.


"Tödliche Machenschaften" So beginnt ...

Ich bin ein großer Fan von regionalen Krimis. Lokalkolorit und Spannung, die perfekte Mischung. Der Autor ist mir durch Band 1 "Mörderische Hitze" bereits bekannt.


"Tödliche Machenschaften" So beginnt der Gmeiner-Verlag die Kurzbeschreibung des zweiten Bandes der spanischen Krimi Reihe, dessen Hauptprotagonist der Ex-Polizist Vicente Alapont ist. Mittlerweile verdient er seinen Lebensunterhalt mehr recht und schlecht als Taxifahrer. Dennoch gerät er immer wieder in dubiose Geschäfte, so dass er das Ermitteln nicht lassen kann.


Wer, wie ich, Krimis mit viel Lokalkolorit mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Allerdings möchte ich erwähnen, dass der Autor ein Komma- und Schachtelsatz-Liebhaber zu sein scheint. Ein Satz, der über mehrere Zeilen geht, immer mehrere Kommas beinhaltet, ja, das ist die wahre Kunst dieses Autors. Dem Plot selbst konnte ich nicht immer folgen, da mich die zahlreichen Nebensätze sehr davon abgelenkt hatten. Im Allgemeinen erschienen mir die Handlungen auch nicht spannend oder anregend. 

Jedoch konnte ich wirklich viel über die Spanier an sich, ihren Anbau, ihre Vorlieben und die Herstellung einer richtigen Paella etc. erfahren. Ausführlich wurde auch die Namensgebung des Familiennamens der Spanier erörtert. Was dieses mit dem Plot zu tun hat? Ja, das habe ich mich auch sehr oft gefragt.

Wer den ersten Band nicht kennt, wird auch nichts vermissen. 



                                                                                   ***


Dieses Buch ist wieder einmal ein Beispiel dafür, dass Krimi nicht gleich Krimi ist. Wer Raffinesse und Spannung erwartet, wird hier stattdessen mit spanischen Gebräuchen, Erklärungen von Namensgebung und Feiertagen und jeder Menge Kommas überrascht. 

Mich hat dieser Krimi leider nicht überzeugt. Schade! 

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