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Veröffentlicht am 15.10.2020

Ich habe es geliebt

Petronella Apfelmus
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MEINE MEINUNG

Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe das Petronella ein neues Abenteuer bevorsteht. Deshalb habe ich sofort das Buch angefragt und freundlicherweise auch zugeschickt bekommen. ...

MEINE MEINUNG

Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe das Petronella ein neues Abenteuer bevorsteht. Deshalb habe ich sofort das Buch angefragt und freundlicherweise auch zugeschickt bekommen. Wie mir das Buch gefallen hat sag ich dir jetzt.

Schreibstil

Da es sich um ein Kinderbuch handelt ist die Sprache einfach gehalten und auch die Schriftgröße wurde der Zielgruppe angepasst. Der Schreibstil ist sehr spannend und extrem witzig außerdem lernen die Kinder in dem Buch etwas über die Natur und deren Bewohner. Das Buch ist perfekt zum Vorlesen geeignet oder aber für Anfänger zum selbst lesen. Die wunderschönen Illustrationen werden jedem Leser, ob klein oder groß, sehr gefallen.

Handlung

Lea und Luis haben Geburtstag und anders als sonst wollen sie diesmal eine Mottoparty feiern. Als Thema haben sie sich Zauberei ausgesucht. Ihr Vater tritt als Zauberer auf und durch die heimliche Hilfe von Petronella gelingt ihm sogar fast jeder Trick. Vor der Party rettet Petronella einem kleinen Igel das Leben. Er wurde durch ein Unwetter von seiner Familie getrennt und kam ohne Hilfe nicht mehr zurück zu ihnen. Nach der Party tut sie eben das was man als Apfelhexe so tut. Lea und Luis wollen ihr Geschenk von Petronella einlösen. Sie hat versprochen die Kinder klein zu hexen und so ein tolles Abenteuer zusammen zu erleben. Es wird aufregender als gedacht. Denn als alle drei so klein wie Käfer sind bekommt Petronella eine neue Rettungsmission. Blinzel, der Maulwurfsvater, ist seit 2 Tagen verschwunden. Wo kann er nur sein? Zusammen mit tierischer Untersützung suchen die 3 Freunde alles ab. Ob sie ihn finden und zu seiner Familie zurückbringen können?

Charaktere

Petronella konnte mich auch in diesem Buch von sich überzeugen. Ich mag sie einfach unheimlich gern und sie macht ihre Arbeit als Hüterin des Gartens sehr gut. Außerdem ist sie eine prima Freundin für Lea, Luis und alle Tierchen.

Die Zwillinge Lea und Luis mochte ich auch wieder sehr gern. Sie sind fröhlich, glücklich (schließlich habe sie in diesem Teil Geburtstag) und erleben jede Menge Abenteuer mit ihrer zauberhaften Freundin Petronella.

FAZIT

Auch dieses Mal konnte mich Petronella von sich überzeugen. Hier wird Kindern mit Witz und Spannung die Natur näher gebracht und interessante Dinge beigebracht wie zum Beispiel woher der Maulwurf seinen Namen hat oder was die verschieden Schichten des Gartens sind und welche Tiere dort leben. Durch die große Schrift eignet sich das Buch perfekt für Leseanfänger oder auch gerne zum vorlesen. Ich kann den 8. Band von Frau Apfelmus nur empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Tatzen. Unbedingt lesen!

Vielen Dank an den Verlag und an der Bloggerjury für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Ich habe mich riesig gefreut.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

Leider eine Enttäuschung

Illuminae. Die Illuminae-Akten_01
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MEINE MEINUNG

Wieder ein Buch das einen extrem großen Hype bekam aber es in meinen Augen nicht wert war. Vielleicht hatte ich auch hier wieder zu hohe Erwartungen aber mir hat es echt nicht gefallen. ...

MEINE MEINUNG

Wieder ein Buch das einen extrem großen Hype bekam aber es in meinen Augen nicht wert war. Vielleicht hatte ich auch hier wieder zu hohe Erwartungen aber mir hat es echt nicht gefallen. Mehr dazu gibt es hier.

Schreibstil

Die Art des Buches ist komplett anders als alles was ich bisher gelesen habe. Mir hat die besondere Gestaltung und die verrückten Ideen überhaupt nicht gefallen. Es hat mich von der Handlung und den Figuren abgelenkt, ich konnte mich null in das Buch vertiefen weil mich die Art einfach massiv gestört hat.

Handlung

Der Heimatplanet von Kady und Ezra wird angegriffen, feindliche Raumschiffe machen den Planeten dem Erdboden gleich. Gemeinsam mit anderen Bewohnern werden sie in gutmütige Raumschiffe untergebracht und fliehen gemeinsam vor dem Feind, der die Verfolgung aufnimmt. Kady und Ezra werden getrennt und sobald sie die Volljährigkeit erreicht haben auf besondere Fähigkeiten getestet mit denen sie die Besatzung der Schiffe unterstützen können. Kady wird zu einem IT Spezi und Ezra zum Kampfjet Piloten. Ezra hängt sehr an Kady obwohl diese kurz vor der Invasion mit ihm Schluss gemacht hat, aber da beide nun niemanden mehr haben klammern sie sich an die Beziehung zueinander. Die Flucht vor dem feindlichen Schiff geht mehrere Monate. Es scheint soweit alles in Ordnung doch dann beginnt die KI, Aidan, verrückt zu spielen und an Bord eines Schiffes bricht ein unbekannter, schrecklicher Virus aus. Die Besatzung aller drei Schiffe hat also alle Hände voll zu tun, um hoffentlich ohne große Verluste auf dem nächsten freundlich gesinnten Planeten anzukommen, denn der Feind sitzt ihnen immer noch im Nacken und lässt nicht locker.

Charaktere

Kady ist mutig, rebellisch, schlau,einsam und hat einen riesen Dickkopf. Ezra ist sportlich, ebenfalls schlau, lustig trotz der Situation, romantisch und loyal. Beide sind mehr oder weniger ein halbwegs glückliches Paar.

Mehr ist durch die Art des Buches nicht bei mir hängen geblieben. Alle Figuren sind für mich unnahbar und ich konnte nichts zu ihnen aufbauen. Es gibt eine Vielzahl von Nebenfiguren aber die sind leider alle nur Kanonenfutter.

FAZIT

Der erste Teil der Illuminae Akten hat mich komplett enttäuscht. Die Aufmachung des Buches ist das wofür es wahrscheinlich so gefeiert wurde aber mich hat es nur gestört. Wenn ein paar Kapitel in dem Buch besonders gestaltet worden wären hätte mir das tausend mal besser gefallen. So wurde ich einfach nur abgelenkt, hab kaum was von der Geschichte und deren Figuren mitbekommen. Das Cover ist schön, die Idee hat Potenzial aber so möchte ich es nicht, daher gibt es nur 2 von 5 Tatzen und ich werde die Reihe sicher nicht weiterlesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

Ich habe es geliebt

Kissing Lessons
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MEINE MEINUNG

> Kissing Lessons < wollte ich schon ewig lange lesen, weil ich Geschichten mit autistischen Figuren sehr interessant finde. Das Cover gefällt mir leider nicht so. Was ich von der Geschichte ...

MEINE MEINUNG

> Kissing Lessons < wollte ich schon ewig lange lesen, weil ich Geschichten mit autistischen Figuren sehr interessant finde. Das Cover gefällt mir leider nicht so. Was ich von der Geschichte halte erfährst du hier.

Schreibstil

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist angenehm flüssig, packend und prickelnd. Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt was mir gefiel, da man so die Figuren besser kennen lernen kann. Die Länge der Kapitel war gut.

Handlung

Stella ist Autistin mit allen Problemen die die Krankheit mit sich bringt. Zwischenmenschliches bereitet ihr große Schwierigkeiten. Sie kann Berührungen geschweige denn Sex nicht gut aushalten und wünscht sich nur das es schnell vorbei ist, sie kann sich nicht fallen lassen. Dementsprechend fallen ihr Dating oder gar feste Beziehungen nicht leicht. Ihre Eltern, besonders ihre Mutter, will Stella unbedingt verkuppeln da sie auf Enkelkinder wartet. Stella denkt alles was sie braucht ist Übung, denn die macht bekanntlich den Meister, oder? Sie engagiert einen Escort der ihr Nachhilfe geben soll in Sachen Sex. So trifft sie auf Michael. Er arbeitet mehr oder weniger freiwillig als Mann für eine Nacht. Beide entwickeln relativ schnell Gefühle für einander, aber erzählen sich nicht die Wahrheit übereinander. Stella verbirgt ihren Autismus vor ihm und Michael verschweigt ihr ein Familiengeheimnis. Während die beiden sich immer näher kommen wird Michael von seiner Vergangenheit eingeholt und Stella wird ebenfalls gezwungen mit der Sprache rauszurücken. Hält ihre Liebe das stand?

Charaktere

Stella ist Autistin und hat daher Schwierigkeiten im Alltag, mit Beziehungen und Sarkasmus. Sie ist erfrischend ehrlich, ehrgeizig und leider nicht so selbstbewusst. Ich fand sie von Anfang an sympatisch.

Michael arbeitet nachts als Escort um die hohen Rechnungen zu bezahlen die bei ihm eintrudeln. Er arbeitet dementsprechend hart, nimmt sich selbst zurück zum Wohle seiner großen Familie, ist geduldig und sehr einfühlsam. Auch ihn mochte ich von der ersten Sekunde an.

Alle Figuren sind individuell und sehr nett. Michaels Familie empfand ich als besonders toll und authentisch. Stellas Familie wurde eher weniger berücksichtigt, was ich nicht weiter schlimm finde da ihre Eltern nicht sehr interessant scheinen.

FAZIT

> Kissing Lessons < hat mich schon bei den ersten Seiten abgeholt und nicht mehr losgelassen. Das Buch ist wirklich gut und soweit ich das beurteilen kann realistisch was die Krankheit Autismus angeht. Ich hatte viel Freude beim Lesen von Stellas und Michaels Geschichte. Gerne werde ich die Reihe weiterverfolgen und hoffe das auch die anderen Teilen mithalten können. 4 von 5 Tatzen und eine absolute Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.10.2020

Leider eine Enttäuschung

Berühre mich. Nicht.
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MEINE MEINUNG

Das Buch lag schon ewig auf meinen Stapel ungelesener Bücher. Für 2020 habe ich vorgenommen es endlich zu lesen. Es lag so lange im Regal, weil ich Angst hatte zu hohe Erwartungen zu haben ...

MEINE MEINUNG

Das Buch lag schon ewig auf meinen Stapel ungelesener Bücher. Für 2020 habe ich vorgenommen es endlich zu lesen. Es lag so lange im Regal, weil ich Angst hatte zu hohe Erwartungen zu haben wegen des ganzen Hypes. Tja, was soll ich sagen, die Angst war gerechtfertigt. Mir hat das Buch leider nicht so zugesagt. Warum erfährst du jetzt.

Schreibstil

Der Schreibstil ist absolut in Ordnung, die Kapitel sind für mich etwas zu lang. Ansonsten lesen wir die ganze Zeit aus der Sicht von Sage, was für mich kein Problem ist. Das was mich gestört war, dass ich weder Spannung, Humor noch Emotionen gespürt habe. Deshalb habe
ich leider auch stellenweise nur die Seiten überflogen und die Dialoge gelesen. Das Ende fand ich wirklich mies, aber es muss ja für den zweiten Teil ein Cliffhanger her.

Handlung

Sage hat ein großes Trauma, was sie nicht verarbeiten konnte und deswegen Angst vor den meisten Männern hat. Das schränkt ihren Alltag massiv ein. Sie entschließt sich an eine weit entfernte Uni zu studieren, wo sie niemanden kennt. Da sie nicht besonders viel Geld hat lebt sie in ihrem VW Bus, was nicht gerade bequem ist. Neben dem Studium arbeitet sie in der Bibliothek auf dem Campus und bastelt Schmuck den sie online verkauft. An ihrem ersten Uni Tag lernt sie April kennen, ein nettes fröhliches und aufgeschlossenes Mädchen. Sofort freunden sie sich an. April möchte das Sage nicht mehr im Bus haust und bietet ihr die Couch in ihrer WG an, was Sage zuerst ablehnt später aber doch dankend annimmt. In der Zwischenzeit hat sie Bekanntschaft mit ihrem Arbeitskollegen Luca gemacht. Er gehört zu der Sorte Mann, die Sage das Blut in den Adern gefrieren lässt. Prompt hat sie eine Panikattacke. Trotz ihren Problemen fühlt sich sie irgendwie von ihm angezogen. Die Tage vergehen und ihr Leben wird relativ normal, sie lebt mittlerweile dauerhaft auf der Couch von April und ihrem Bruder. Mit Luca kommt sie immer besser klar, manchmal flirten sie miteinander. Dann meldet sich plötzlich der Grund für Sage´s Trauma und sie stürzt in ein Loch der Verzweiflung und scheint ihr neues Leben zu zerstören.

Charaktere

Sage ist ein naives und vor allem nervendes junges Mädchen ohne jegliche Erfahrungen. Sie hat ein Mantra welches sie dauernd wiederholt bis es mir schon aus den Ohren raus kam. Ja, sie hat ein Trauma, ich habe es verstanden, aber muss das auf jeder zweiten Seite erwähnt werden? Nein. Ihr Verhalten war meist sehr bestimmt von ihren Ängsten stellenweise wiederum hat sie komplett anders gehandelt. Ich wurde aus ihr einfach nicht schlau und sie hat mich einfach nur genervt. Ihr Verhalten am Ende des Buches hat mir dann den Rest gegeben.

Luca mochte ich eigentlich sehr gern. Er hat zwar einen Mutterkomplex aber ansonsten sind wir uns ähnlich. Er mag keine Menschen und liebt Bücher, perfekt. Er hält nichts von Beziehungen bis natürlich die Eine kommt. Er ist sehr loyal und passt perfekt zu der Sorte "harte Schale, weicher Kern".

Die anderen Figuren wie zum Beispiel April, andere Studenten oder die Familienangehörigen der beiden bleiben eher blass. Vielleicht kann man im zweiten Teil mehr über sie erfahren.

FAZIT

> Berühre mich. nicht < konnte mich aufgrund der nervenden Protagonistin gar nicht überzeugen. Sage hat es mir echt schwer gemacht weswegen ich weder mit ihr mitfühlen konnte noch irgendwelche Sympathie für sie empfand. Außerdem war das Buch nicht spannend für mich und die anderen Figuren blieben auf der Strecke. Ich gebe dem Buch daher 2 von 5 Tatzen. Da ich den zweiten Band hier habe werde ich ihn noch lesen und hoffe das er mich wenigstens etwas mehr überzeugen kann als der Auftakt der Diologie.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.10.2020

Ein Buch mit wichtigem Thema und miesen Charakteren

Mein Bruder heißt Jessica
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MEINE MEINUNG

Ich habe das Buch vor ein paar Wochen oder Monaten in der englischen Ausgabe auf Bookstagram gesehen und mir war sofort klar, dass ich es lesen muss. Auch wenn ich selbst bisher nicht mit ...

MEINE MEINUNG

Ich habe das Buch vor ein paar Wochen oder Monaten in der englischen Ausgabe auf Bookstagram gesehen und mir war sofort klar, dass ich es lesen muss. Auch wenn ich selbst bisher nicht mit einem Trans-Menschen in Berührung kam interessiert mich das Thema sehr. Wie ich die Geschichte von Sam und Jessica fand, sag ich dir jetzt.

Schreibstil

Der Schreibstil ist überaus angenehm, schön flüssig und emotional. Die Kapitel waren für meinen Geschmack etwas zu lang, was aber nicht weiter schlimm ist. Wir lesen die ganze Zeit aus der Sicht von Sam, Jessicas kleinen Bruder. Ich fand es sehr interessant und mega aufwühlend die Geschichte von Jessica aus der Sicht einer ihr nahe stehenden Person zu lesen.

Handlung

Die Familie von Sam ist nach außen hin die Vorzeigefamilie: schönes Haus, erfolgreiche Eltern, brave Kinder. Doch eigentlich ist das alles nur schein. Seine Eltern arbeitet hart für den Job seiner Mutter in der Politik. Ihr Ziel ist der Topjob, Premierministerin von England. Für diesen Job geben seine Eltern 110%. Leider bleibt das Familienleben total auf der Strecke. Seine Eltern haben kaum bis gar keine Zeit für ihn und seinen älteren Bruder Jason. Deshalb ist das Band zwischen den Brüdern besonders eng. Jason kümmert sich um alles. Er hilft Sam sogar bei seinem größten Problem. Sam hat nämlich eine Leseschwäche weswegen er oft gemobbt wird und keine Freunde hat. Jason dagegen ist bei allen in der Schule beliebt. Er kann super Fußballspielen und hat das schönste Mädchen der Schule zur Freundin. Darauf ist Sam sehr stolz. Sein Bruder ist sein größtes Vorbild, er vergöttert ihn regelrecht. Deshalb ist der eine Abend ganz besonders aufwühlend für ihn. Jason nimmt allen Mut zusammen und erzählt seiner Familie wie er sich schon seit frühster Kindheit fühlt. Er ist kein Junge sondern ein Mädchen, das ist ihm schon lange klar aber er hatte Angst vor der Reaktion der anderen. Seine Familie reagiert anders als erhofft. Sie akzeptieren es nicht, tun es als Hirngespinste und sogar als Krankheit ab. Sie schneiden ihn wo sie nur können und unterbinden jegliche Form der äußeren Umwandlung in sein wahres Geschlecht. (zum Beispiel das tragen eines Schals oder das Frisieren der Haare) Dadurch das die Eltern so anti sind zeigt auch Sam kein Verständnis. Allgemein kann er das alles nicht ganz verstehen mit seinen 13 Jahren. Die Eltern haben Angst das die Neuigkeiten an die Presse kommen und so die Wahl negativ beeinflussen. Jason geht es sehr schlecht und weil das Familienleben gar keines mehr ist verlässt er dieses und zieht zu seiner Tante. Dort wird er als das angenommen was er ist und kann endlich das sein was er schon immer war: ein Mädchen, von nun an Jessica. Wie der Zufall es will bekommt die Presse natürlich doch Wind davon, gerade zur heißen Phase der Wahlen. Wie und ob das die Wahl beeinflusst, wie die Familie dazu steht und wie es allgemein mit Jessica und ihrer Familie weiter geht musst zu selbst herausfinden.

Charaktere

Die Eltern waren mir von der ersten Seite an unsympathisch. Selbst wenn sie cool mit dem Outing umgegangen wären, hätte sie das für mich nicht besser gemacht. Ich finde es einfach ganz schlimm wie sie mit ihren Kindern umgehen, wo sie ihre Prioritäten setzen.

Sam wollte ich mögen aber er hat es mir echt schwer gemacht. Zu Beginn wurde die innige Beziehung der beiden Kinder so schön beschrieben, was mich ein Stück weit an meine Schwestern und mich erinnert hat. Aber als Jessica sich geoutet hat und Sam so blöd reagiert hat, habe ich die Welt nicht mehr verstanden. Sam ist noch jung und konnte vielleicht nicht alles verstehen aber trotzdem hält man zu seinen Geschwistern. Das hat ihn leider ihn meinen Augen ziemlich schlecht dastehen lassen, auch Dinge die er getan und gemacht hat gehen gar nicht klar. Als ich klein war, sogar noch ein paar Jahre jünger als Sam, hat meine Schwester sich als lesbisch geoutet. Ich habe das auch nicht ganz verstanden bzw. war es mir egal ob sie nun einen Jungen oder ein Mädchen als Partner hat, deshalb habe ich nicht verstanden wie andere darauf negativ reagieren konnten. Meine Schwester war nach wie vor derselbe Mensch. Es hat sich nichts geändert. Ich musste mir auch ein paar Hänseleien in der Schule antun obwohl ich eigentlich recht beliebt in meiner Klasse war. Deshalb kann ich die Situation von Sam gut nachvollziehen aber sein Handeln bleibt trotzdem scheiße.

Jessica fand ich ganz toll und ich hätte mich sehr gefreut wenn wir noch etwas mehr von ihre erfahren hätten oder wenn ein paar Kapitel im Buch aus ihrer Sicht erzählt worden wären. Sie tat mir sehr leid. Ich wollte am liebsten ins Buch steigen und sie in den Arm nehmen oder alle anderen verprügeln.

FAZIT

> Mein Bruder heißt Jessica < war für mich ein sehr aufwühlendes Buch. Ich habe selbst Erfahrungen damit, wie es ist wenn sich ein Familienmitglied outet. Zufällig war ich fast in derselben Situation wie Sam. Deshalb konnte ich ihn und seine Familie auch überhaupt nicht verstehen. Sie waren mir alle so unsympathisch. Für mich wäre das Buch sehr gut als Schullektüre geeignet um auf die Akzeptanz - und Toleranzprobleme in der heutigen Gesellschaft hinzuweisen, die leider immer noch bestehen. Weil ich die Menschen im Buch so mies fand gebe ich dem Buch 3 von 5 Tatzen. Das Ende hat es für mich dann auch nicht mehr rausholen können. Ich empfehle das Buch jedem!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere