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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2026

Sommerlich leicht – mit spürbarer Tiefe

Sommer ist mein Lieblingsort
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Das Buch hat mich mit seinem flüssigen, bildhaften Schreibstil schnell abgeholt. Gerade der Einstieg hat mich emotional berührt: Ich konnte gut nachvollziehen, wie sehr Cäcilia zwischen Verantwortung, ...

Das Buch hat mich mit seinem flüssigen, bildhaften Schreibstil schnell abgeholt. Gerade der Einstieg hat mich emotional berührt: Ich konnte gut nachvollziehen, wie sehr Cäcilia zwischen Verantwortung, Überforderung und ihrer großen Tierliebe hin- und hergerissen ist. Diese Schwere hat die Geschichte für mich direkt greifbar gemacht.

Im weiteren Verlauf verändert sich die Stimmung spürbar. Die Reise bringt Leichtigkeit und ein schönes Gefühl von Freiheit hinein, ohne dass die leisen Zweifel ganz verschwinden. Ich habe die sommerliche Atmosphäre sehr genossen und hatte oft das Gefühl, selbst unterwegs zu sein. Gleichzeitig blieb für mich immer ein leichtes Unbehagen in manchen Situationen, was die Geschichte zusätzlich spannend gemacht hat.

Die Entwicklung zwischen Cäcilia und Roman habe ich insgesamt gern verfolgt. Viele Momente zwischen den beiden sind warm und berührend, auch wenn mir manches etwas zu schnell ging und ich mir an der einen oder anderen Stelle mehr Zeit für die Entwicklung gewünscht hätte.

Besonders gefallen hat mir die Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen wie Verantwortung, Selbstfürsorge und Neuanfang. Gegen Ende wird vieles stimmig aufgelöst, wirkt stellenweise aber etwas zu glatt und ein paar Fragen bleiben offen.

Insgesamt habe ich den Roman sehr gern gelesen – eine gefühlvolle, sommerliche Geschichte mit mehr Tiefe, als ich anfangs erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

nordisch, charmant, spannend

Ostsee, Klönschnack und ein Mord - Anni Gade und die Fördemorde
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Nachdem ich bereits Band 3 („Möwen, Seegang, falsche Fährte“) gelesen hatte und total begeistert von Anni Gade war, wollte ich unbedingt auch den Reihenanfang kennenlernen – und wurde nicht enttäuscht. ...

Nachdem ich bereits Band 3 („Möwen, Seegang, falsche Fährte“) gelesen hatte und total begeistert von Anni Gade war, wollte ich unbedingt auch den Reihenanfang kennenlernen – und wurde nicht enttäuscht. Schon das Cover versprüht echtes Küstenflair: Flensburg im Hintergrund, ein Steg, Möwen – ruhig, einladend und absolut stimmig zur Geschichte.
Der Einstieg gelang mir angenehm leicht. Der Schreibstil ist flüssig, locker und gleichzeitig sehr bildhaft, sodass ich mich schnell mitten im Geschehen wiedergefunden habe. Besonders schön ist die warme, fast schon heimelige Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht – Klönschnack inklusive.
Die Handlung nimmt Fahrt auf, als Anni während einer Stadtführung einen Streit zwischen zwei Männern beobachtet. Kurz darauf verschwinden beide – und während der Brauereichef Erik Jebsen wieder auftaucht, allerdings ohne Erinnerungen, wird Michael Blumberg wenig später tot aufgefunden. Spätestens hier entwickelt sich eine spannende Krimihandlung, die nach und nach immer mehr Facetten zeigt.
Die Ermittlungen, an denen auch der ehemalige Hamburger Kommissar Jan Christiansen und sein Kollege Hannes Boysen beteiligt sind, bringen Dynamik in die Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir, wie Anni immer wieder – eher zufällig und aus ihrer neugierigen Art heraus – wichtige Hinweise liefert. Das wirkt nie konstruiert, sondern passt wunderbar zu ihrer Figur.
Überhaupt sind die Charaktere ein großes Plus des Buches. Anni ist sympathisch, aufmerksam und angenehm authentisch. Auch die Nebenfiguren sind lebendig gezeichnet und bringen mit ihren Beziehungen, kleinen Geheimnissen und persönlichen Geschichten zusätzliche Tiefe hinein. Themen wie Nachbarschaft, Freundschaft, Familie, aber auch Betrug und Korruption werden geschickt miteinander verwoben, ohne überladen zu wirken.
Die Spannung baut sich eher ruhig, aber konstant auf. Es ist kein rasanter Thriller, sondern ein klassischer Küstenkrimi, der von Atmosphäre, Figuren und den zwischenmenschlichen Verstrickungen lebt. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz aus.
Das Ende ist schlüssig und rund. Ein sehr gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht.
Insgesamt ein charmanter, atmosphärischer Küstenkrimi mit liebenswerten Figuren und einer stimmigen Geschichte – perfekt für alle, die nordische Settings und spannende, aber zugleich warme Krimis mögen. Band 2 steht bei mir definitiv schon auf der Liste 🙂

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Inspirierend und alltagsnah – mit Luft nach oben im Layout

Dein Weg zur Top-Führungskraft
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Das Cover wirkt auf mich edel und fast schon etwas mystisch – die Kombination aus Gold und Schwarz/Anthrazit zieht sofort den Blick auf sich. Der Titel ist klar hervorgehoben und die Schachfigur des Königs ...

Das Cover wirkt auf mich edel und fast schon etwas mystisch – die Kombination aus Gold und Schwarz/Anthrazit zieht sofort den Blick auf sich. Der Titel ist klar hervorgehoben und die Schachfigur des Königs im Vordergrund passt gut als Symbol für Führung und Verantwortung.

Inhaltlich gefällt mir die Struktur sehr gut. Das Buch ist in sieben Kapitel gegliedert, die jeweils mit „Führungskunst bedeutet, …“ beginnen und verschiedene wichtige Aspekte beleuchten – von Selbststärke über Wahrnehmung und Emotionen bis hin zu klugen Entscheidungen und dem Aufbau von Beziehungen zu Mitarbeitenden. Die Schachsymbolik ist dabei ein nettes, verbindendes Element.

Besonders positiv finde ich die Sprache: Ich werde direkt angesprochen, ohne dass es unnötig kompliziert oder mit Fachbegriffen überladen wirkt. Viele Beispiele aus der Praxis machen die Inhalte greifbar und ich hatte tatsächlich den einen oder anderen Aha-Moment. Auch die Übungen regen dazu an, das Gelesene direkt umzusetzen. Methoden wie z.B. der Halo-Effekt oder die 10-10-10-Methode werden verständlich erklärt. Eine Aussage ist mir besonders im Kopf geblieben: Mitarbeitende sind letztlich die Legitimation einer Führungskraft – ohne sie bräuchte es diese Rolle gar nicht.

Ergebnisse aus Studien sowie bekannte Zitate sind sinnvoll eingebaut und runden den Inhalt ab. Insgesamt sind die Erläuterungen praxisnah und alltagstauglich.

Einen kleinen Punkt ziehe ich jedoch bei der Gestaltung ab. Das Buch ist stellenweise recht textlastig und auflockernde Elemente wie Merkkästen oder farbliche Hervorhebungen fehlen mir. Gerade das Gold aus dem Cover hätte man im Innenteil stärker nutzen können, um wichtige Inhalte hervorzuheben. Auch die zusätzlichen Materialien per QR-Code finde ich grundsätzlich gut, allerdings ist eine Anmeldung erforderlich – nur zum Reinschnuppern ist mir das etwas zu umständlich.

Fazit: Ein solides, praxisnahes Buch mit guten Impulsen für (angehende) Führungskräfte. Kleine Schwächen in der Gestaltung, aber inhaltlich definitiv empfehlenswert

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Atmosphärischer Küstenkrimi mit vielen Wendungen

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Schon das Cover hat mich direkt angesprochen: der Erpel im Vordergrund, dazu Kamera, Küstenflair und die alte Mühle – ungewöhnlich, detailreich und passend zur Geschichte. Genau diese Mischung aus nordischer ...

Schon das Cover hat mich direkt angesprochen: der Erpel im Vordergrund, dazu Kamera, Küstenflair und die alte Mühle – ungewöhnlich, detailreich und passend zur Geschichte. Genau diese Mischung aus nordischer Atmosphäre und einem Hauch Mystery spiegelt sich auch im Buch wider.
Der Einstieg in die Geschichte gelingt sehr leicht. Ich war schnell drin und mochte den lockeren, flüssigen Schreibstil sofort. Besonders gut gefallen hat mir, wie nach und nach immer mehr Fragen aufgeworfen werden – rund um die Mühle, die Bilder, den geheimnisvollen „Schattenmann“ und die Verbindungen in die Vergangenheit.
Die Ermittlungen rund um das Verschwinden von Nele entwickeln schnell eine dichte, teilweise auch beklemmende Spannung. Die Schauplätze – vor allem der alte Lost Place – sind sehr bildhaft beschrieben und sorgen für eine richtig greifbare Atmosphäre. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei und die persönlichen Verflechtungen der Figuren bringen zusätzliche Dynamik in die Handlung.
Die Figuren wirken lebendig und nicht eindimensional. Anni ist neugierig und engagiert, manchmal aber auch etwas zu risikofreudig unterwegs, was die Geschichte zusätzlich spannend macht. Auch die Nebenfiguren tragen mit ihren Geheimnissen und Verbindungen zur Vergangenheit viel zur Spannung bei.
Gut gefallen hat mir außerdem, wie Gegenwart und frühere Ereignisse miteinander verknüpft werden, sodass sich nach und nach ein größeres Bild zusammensetzt, ohne dass man zu früh alles durchschaut.
Das Ende ist rund und zufriedenstellend gelöst, auch wenn einzelne Aspekte für meinen Geschmack noch etwas mehr Tiefe hätten haben dürfen.
Insgesamt ein spannender, atmosphärischer Küstenkrimi mit interessanten Figuren und vielen Wendungen, der mich gut unterhalten hat und definitiv Lust auf weitere Fälle von Anni Gade macht

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Charmante Erinnerungen – kurzweilig erzählt

Broiler, Wimpel, Westpaket
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Das Buch ist toll aus der Ich-Perspektive erzählt. Torsten Harmsen nimmt uns mit auf seine persönliche Reise des Erwachsenwerdens in der DDR und darüber hinaus. Dabei schweift er gelegentlich etwas vom ...

Das Buch ist toll aus der Ich-Perspektive erzählt. Torsten Harmsen nimmt uns mit auf seine persönliche Reise des Erwachsenwerdens in der DDR und darüber hinaus. Dabei schweift er gelegentlich etwas vom eigentlichen Gegenstand ab, was aber oft gerade den Charme der Erzählung ausmacht.
Es gibt viele Aha-Momente, besonders für Leser, die – wie ich – in den 80ern geboren sind. Viele Erinnerungen kamen mir bekannt vor und haben mich zum Schmunzeln gebracht. Insgesamt ist das Buch kurzweilig geschrieben und lässt sich angenehm lesen – wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit.
Die vorgestellten Dinge sind eher knapp beschrieben und wirken teilweise etwas wahllos ausgewählt. Eine klarere Struktur hätte ich mir gewünscht, zum Beispiel durch nummerierte oder alphabetisch geordnete Kapitel. So bleibt es etwas unsortiert, was aber dem nostalgischen Gesamteindruck keinen großen Abbruch tut.
Fazit: Ein unterhaltsames, nostalgisches Buch mit kleinen Schwächen in der Struktur – aber definitiv lesenswert.

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