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Veröffentlicht am 17.02.2020

Raffael und das Lächeln der Madonna

Raffael - Das Lächeln der Madonna
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Im Buch „Raffael und das Lächeln der Madonna“ begleitet der Leser den Künstler Raffael Sanzio während seiner Schaffenszeit. Raffael ist einer der gefragtesten und begabtesten Künstler der Renaissance und ...

Im Buch „Raffael und das Lächeln der Madonna“ begleitet der Leser den Künstler Raffael Sanzio während seiner Schaffenszeit. Raffael ist einer der gefragtesten und begabtesten Künstler der Renaissance und wurde sogar in Rom beauftragt seine Altarbilder zu malen. Raffael hat sich in die Bäckerin Margherita verliebt, doch er ist aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und der Machtkämpfe immer auf der Flucht.

Noah Martin schafft es die Epoche der Renaissance sehr authentisch und glaubwürdig darzustellen. Sein Schreibstil ist flüssig und das Buch lässt sich daher sehr schnell lesen. Da der Autor ein großes Kunstverständnis aufweist und ausführlich recherchiert hat, lösen seine Beschreibungen der Gemälde und Orte beim Leser großes Kopfkino aus. Besonders gut gefällt mir zudem, dass der Autor auch die damaligen Machtverhältnisse und –kämpfe sowie die gesellschaftlichen Ansichten ausführlich in seinen Roman einbindet. Hierbei entstehen allerdings hin und wieder ein paar langatmige Szenen.

Noah Martin schafft es in seinen Roman sowohl reale Personen als auch fiktive Charaktere einzubinden. Ausnahmslos alle Protagonisten sind äußerst interessant und als Leser möchte man unbedingt mehr zu ihrem Leben, den Ansichten und dem Werdegang erfahren. Besonders gut gefällt mir die Einbindung historischer Personen, wie Leonardo da Vinci oder Michelangelo. Aber auch in politischer Sicht und der damaligen Machtpositionen wird auf historische Fakten und Personen zurückgegriffen, was die Handlung besonders glaubwürdig erschienen lässt.

Die historischen Fakten wirken gut und aufwendig recherchiert und haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Obwohl ich bezüglich Künstlern und Kunstgeschichte eigentlich uninteressiert bin, hat mir der historische Roman sehr gut gefallen und ich habe mich nach dem Lesen sogar noch mit Raffaels Werken befasst. Natürlich wurden hin und wieder zu Gunsten der Handlung die historischen Fakten etwas verändert. Dies führt der Autor allerdings in seinem Nachwort auf.

FAZIT:
„Raffael und das Lächeln der Madonna“ ist ein aufwendig recherchierter historischer Roman, welcher einen Einblick in das faszinierende Leben des Künstlers ermöglicht. Zudem werden die gesellschaftlichen Entwicklungen zur Zeit der Renaissance sehr authentisch dargestellt. Im Großen und Ganzen konnte mich das Buch fesseln, obwohl es stellenweise ein paar Längen gab. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 12.02.2020

Der Wanderer

Der Wanderer
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Sibylle ist eine junge Frau, deren Mutter kurz nach der Geburt verstorben ist. Offiziell hieß es, dass die Mutter Erika Selbstmord begangen hat. Eines Tages findet Sybille in ihrem Briefkasten einen Brief ...

Sibylle ist eine junge Frau, deren Mutter kurz nach der Geburt verstorben ist. Offiziell hieß es, dass die Mutter Erika Selbstmord begangen hat. Eines Tages findet Sybille in ihrem Briefkasten einen Brief ohne Absender, welcher ein Foto enthält, das einen Mord an Erika andeutet. Gemeinsam mit dem Ehemaligen Journalisten Tony, welcher mittlerweile Bestsellerautor ist, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Luca DÁndreas Thriller ist geprägt von Okkultismus und Verschwörungen. Mir persönlich haben sich diese Geschichten über die Weltenwandler zum Teil nicht ganz erschlossen und gelangweilt. Obwohl es einige rasant, actionreiche und daher mitreißende Szenen gab, hat sich das Buch über weite Strecken als sehr langatmig herausgestellt. Es gab viele kurze Kapitel, deren Sinn für die restliche Handlung nicht ersichtlich sind und die Handlung etwas langatmig gestalten. Obwohl gerade die Auflösung rund um Erikas Tod und auch das Verschwinden anderer junger Frauen sehr überraschend, aber glaubwürdig aufgelöst wurde, konnte mich das Buch dennoch nicht überzeugen. Ich persönlich hätte mir weniger Okkultismus und dafür deutlich mehr Spannung gewünscht, da letztere für einen Thriller durchgehend zu niedrig war. Der Showdown in der Kotn Villa hingegen ist rasant, actionreich und mitreißend und konnte mich komplett begeistern.

FAZIT:
„Der Wanderer“ konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Über weite Strecken fehlt dem Thriller die Spannung und die Handlung zieht sich daher in die Länge. Trotz des gelungenen Showdowns kann ich das Buch nicht wirklich weiterempfehlen. Daher vergebe ich 2 Sterne!

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Veröffentlicht am 12.02.2020

Auris

Auris
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Jula ist Podcaasterin und betreibt einen Podcast über True Crime Stories und Justizirrtümer. Auslöser für diese Tätigkeit ist ein traumatisches Urlaubserlebnis: Jula wurde im Urlaub vergewaltigt. Angeblich ...

Jula ist Podcaasterin und betreibt einen Podcast über True Crime Stories und Justizirrtümer. Auslöser für diese Tätigkeit ist ein traumatisches Urlaubserlebnis: Jula wurde im Urlaub vergewaltigt. Angeblich und entgegen ihrer Meinung war der Täter ihr Bruder, welcher sich kurz nach der Tat erhängt hat. Jula arbeitet derzeit ganz fasziniert an dem Fall von Matthias Hegel, genannt Auris. Hegel war der beste akustischer Profiler von ganz Deutschland und sitzt derzeit im Gefängnis, da er eine Obdachlose ermordet haben soll. Einige Indizien sprechen allerdings gegen dessen Schuld. Jula beginnt entgegen aller Warnungen zu ermitteln und bringt damit ihren Halbbruder in große Lebensgefahr.

Vincent Klieschs Thriller basiert auf einer Idee von Sebastian Fitzek und wurde wirklich gut umgesetzt. Als Leser wird man bereits im Prolog von der Handlung gefesselt und mitgerissen. Aufgrund des flüssigen Schreibstils und der kurzen Kapitel konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen. Bis zu jener Szene in der alten Klinik war die Handlung unvorhersehbar, spannend und sehr raffiniert gestaltet. Allerdings folg noch eine weitere Wendung, welche die Handlung dann leider sehr konstruiert und unglaubwürdig erscheinen lässt. Dies ist unglaublich schade, da mir das Buch bis zum Aufeinandertreffen von Hegel und seiner Schwiegermutter sehr gut gefallen hat. Auch das offene Ende konnte mich überhaupt nicht überzeugen und hat mich ratlos zurückgelassen. Gerade das Ende wirft viele Fragen auf, statt dass es diese beantwortet. Leider haben diese zwei Szenen den ansonsten perfekter Thriller etwas kaputt gemacht.

FAZIT:
„Auris“ ist ein beinahe perfekter Thriller, der fesselt, mitreißt und zahlreiche actiongeladene Szenen bietet. Leider haben wird die Handlung zum Ende des Buches unglaubwürdig und die letzte Wendung wirkt sehr konstruiert. Zudem konnte mich das Ende nicht überzeugen. Daher vergebe ich 4 Sterne!

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Wohlfühlgewicht

Wohlfühlgewicht
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Ich selbst habe weder Probleme mit Übergewicht noch teste ich Diäten. Nichts desto trotz war ich richtig gespannt auf dieses Buch und Mareike Awes Ansätze bezüglich des intuitiven Essens. Viele der Ansätze ...

Ich selbst habe weder Probleme mit Übergewicht noch teste ich Diäten. Nichts desto trotz war ich richtig gespannt auf dieses Buch und Mareike Awes Ansätze bezüglich des intuitiven Essens. Viele der Ansätze setzte ich bereits unbewusst um, andere hingegen sind wirklich vielversprechend und ich versuche diese bewusst in meinen Alltag zu integrieren. Im Buch finden sich zahlreiche Mentalübungen, welche einem helfen sollen den Körper bewusster wahrzunehmen. Ich hatte Schwierigkeiten mich auf diese Übungen einzulassen, aber es immer wieder versucht und dennoch einiges gelernt. Obwohl viel eine reine Wiederholung bereits Bekanntem war, gab es auch einige neue Denkanstöße und ich konnte mir einiges aus dem Buch herausnehmen. Mithilfe von Mareike Awes Buch lernt man auf die Signale seines Körpers zu achten und zu reagieren und dadurch kann man sein Idealgewicht trotz Genuss halten.

Nichts desto trotz gibt es allerdings auch ein paar Kritikpunkte trotz der anschaulichen und gut verständlichen Schreibweise musste ich mich beim Lesen sehr konzentrieren bei der Thematik zu bleiben und nicht gedanklich abzuweichen. Zudem hatte ich beim Lesen häufig den Eindruck, dass es in erster Linie um Gewinn und Vermarktung geht, da immer wieder auf Bonusprogramme eingegangen wird, welche man allerdings buchen und zahlen muss. Deshalb gab es viel Eigenwerbung, worunter der Inhalt teilweise etwas leiden musste. Zudem wurden manche Kapitel etwas heruntergebrochen, wodurch viel Potenzial verschenkt wurde. Ich hätte mir gerade zu den vier Ess-typen einfach ausführlichere Beschreibungen gerwartet.

FAZIT:
„Wohlfühlgewicht“ ist ein interessanter Ratgeber, welcher leicht verständlich verfasst wurde. Man muss bereits sein sich auf die Mentalübungen einzulassen und diese regelmäßig in den Alltag einzubauen um eine positive Veränderung erzielen zu können. Für mich war vieles eine Wiederholung, aber es gab auch mehrere neue und vielversprechende Ansätze. Leider findet sich im Buch sehr viel Werbung für Mareike Awes Blog und andere Programme. Ich vergebe daher 3 Sterne!

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Tage des Lichts

Tage des Lichts
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1939: Ruth Meyer kämpft in England um die Einreiseerlaubnis ihrer jüdischen Familie und ist ständig zwischen Hoffen und Bangen. Endlich erhält sie die lang ersehnte positive Nachricht und kann kurze Zeit ...

1939: Ruth Meyer kämpft in England um die Einreiseerlaubnis ihrer jüdischen Familie und ist ständig zwischen Hoffen und Bangen. Endlich erhält sie die lang ersehnte positive Nachricht und kann kurze Zeit später ihre Familie in die Arme nehmen. Doch schon bald erklärt Deutschland den Krieg und die Familie Meyer muss feststellen, dass England nicht so sicher ist, wie erhofft. Die Familie plant die Ausreise nach Amerika, doch dies gestaltet sich aufgrund der politischen Wirren sehr schwer.

Ulrike Renk schafft es, dass der Leser bereits mit der ersten Seite mitten in der Handlung ist. Obwohl die Vorgängerbände bereits einige Zeit her sind, konnte ich mich sofort wieder an alle Charaktere und Details erinnern. Die Handlung konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln und mitreißen und ich hatte oftmals großes Kopfkino. Gerade die gesellschaftliche Atmosphäre nach Ausbruch des Krieges und die ständige Angst und Ungewissheit waren unglaublich authentisch und greifbar. Beim Lesen konnten mich die großen Emotionen komplett ergreifen und erreichen. Aber auch die geschichtlichen Fakten sind sehr gelungen in die Handlung eingeflochten, wodurch diese besonders glaubwürdig erscheint.

„Tage des Lichts“ ist der mittlerweile dritte Band rund um die Jüdin Ruth Meyer und ihre Familie. Für das Verständnis ist es meiner Meinung nach unumgänglich die Vorbände zu kennen. Aber ich empfehle sowieso diese zu lesen, da diese Buchreihe ein absolutes Lesehighlight ist. Ulrike Renk schafft es unfassbar authentisch, emotional und mitreißend Ruths Erlebnisse während des Nationalsozialismus und die Flucht der jüdischen Familie zu beschreiben. Beim Lesen hat man sowohl großes Kopfkino als auch berührende Gänsehautmomente.

FAZIT:
„Tage des Lichts“ ist erneut eine rundum gelungene Fortsetzung der Reihe. Neben der starken und liebenswerten Ruth, die man einfach ins Herz schließen muss, überzeugen auch die authentischen anderen Protagonisten. Zudem werden die Emotionen und die authentische Atmosphäre sehr glaubhaft transportiert und ermöglichen ein Eintauchen in die Handlung. Ich kann es schon jetzt kaum noch erwarten, dass der nächste Band erscheint und vergebe daher 5 Sterne!

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