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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2019

Als Grace verschwand

Als Grace verschwand
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Simones Tochter wurde als Kleinkind entführt. Achtzehn Jahre später taucht eine Frau namens Grace auf, welche vorgibt Simones Tochter zu sein. Simone ist anfangs sehr skeptisch, aber Grace kann überzeugende ...

Simones Tochter wurde als Kleinkind entführt. Achtzehn Jahre später taucht eine Frau namens Grace auf, welche vorgibt Simones Tochter zu sein. Simone ist anfangs sehr skeptisch, aber Grace kann überzeugende Beweise vorlegen und bittet Simone um Hilfe. Gerade als Simone von der Wahrheit der Geschichte überzeugt ist und Grace helfen will, verschwindet ihre vermeintliche Tochter abermals und Simone begibt sich auf die gefährliche Suche nach ihr.

Kathryn Crofts Schreibstil ist wirklich flüssig, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt. Mir persönlich fehlte aber von Anfang an die Spannung, was zur Folge hatte, dass ich vor allem den Mittelteil als zu langatmig empfand. Im Buch gibt es einige Wendungen, welche allerdings oftmals vorhersehbar waren. Einzig der letzte Teil und der Showdown, sowie die Offenbarungen am Ende konnten mich restlos begeistern und überzeugen. Sehr schade, dass nicht das gesamte Buch so gelungen umgesetzt wurde. Neben der Handlung gibt es noch weitere Kapitel aus Sicht eines Beteiligten, dessen Identität erst kurz vor Ende des Buches aufgeklärt wird. Diese kapitel fand ich wirklich gelungen und sie haben immer wieder etwas Spannung in die Handlung gebracht, aber leider konnte diese im weiteren Verlauf nie aufrecht gehalten werden. Das Buch hat eine sehr gute Grundidee, aber meiner Meinung nach viel ungenütztes Potenzial.

Die einzelnen Protagonisten sind zwar authentisch, aber dennoch konnte mich niemand komplett überzeugen. Dies liegt vor allem daran, dass mir persönlich die Emotionen gefehlt haben, wodurch die Charaktere oftmals unnahbar erschienen.

FAZIT:
„Als Grace verschwand“ hat eine gute Grundidee, deren Umsetzung mich leider nicht komplett überzeugen konnte. Mir persönlich erschien der Mittelteil zu langatmig und manche der Wendungen waren zu vorhersehbar. Daher kann ich nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Verschollen in der Poison Bay

Verschollen in der Poison Bay
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Callie ist Journalistin und liebt die Stadt. Dennoch trifft sie sich mit ehemaligen Klassenkameraden um einen mehrtägigen Ausflug in die Wildnis Neuseelands zu machen. Doch was zu diesem Zeitpunkt noch ...

Callie ist Journalistin und liebt die Stadt. Dennoch trifft sie sich mit ehemaligen Klassenkameraden um einen mehrtägigen Ausflug in die Wildnis Neuseelands zu machen. Doch was zu diesem Zeitpunkt noch kaum jemand weiß ist, dass dieser Ausflug für die Teilnehmer ein einziger Albtraum wird. Vor zehn Jahren ist etwas passiert, was den ehemaligen Klassenkameraden jetzt zum Verhängnis wird. Sie sind nicht nur Naturkatastrophen und Hunger ausgesetzt. Es macht noch jemand Jagd auf die Teilnehmer der Gruppe.

Belinda Pollards Schreibstil ist flüssig und bildgewaltig. Als Leser kann man sofort in die Handlung eintauchen und sich die Wildnis in Neuseeland bildlich vorstellen. Obwohl lange kaum Spannung aufkommt konnte mich das Buch dennoch fesseln und mitreißen. Die Autorin braucht lange bis sie die Spannung aufbauen kann, von da an kann sie diese aber durchgehend sehr hoch halten und mich komplett begeistern. Dies liegt einerseits an der authentischen Beschreibung der vielen Gefahren denen die Gruppe in der Wildnis ausgesetzt ist und andererseits an der ein oder anderen unerwarteten Wendung.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und äußerst facettenreich. Ich habe durchgehend mit gerätselt wer hinter den Morden steckt und habe mich bis zum Ende geirrt. Besonders begeistern konnte mich die Entwicklung der Gruppe. Mit der zunehmenden Verzweiflung der einzelnen Mitglieder haben sie alle ihr wahres Gesicht gezeigt und die Gruppendynamik ist unglaublich glaubwürdig beschrieben.

FAZIT:
„Verschollen in der Poison Bay“ ist ein im Großen und Ganzen gelungener Krimi, der vor allem durch die bildgewaltigen Beschreibungen der Wildnis Neuseelands und der damit verbundenen Gefahren überzeugen kann. Obwohl erst spät Spannung aufkommt, konnte mich das Buch wirklich fesseln und begeistern. Daher vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 24.05.2019

Eisige Tage

Eisige Tage
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Ein Leipzig wird ein Anwalt brutal ermordet. Das Ermittlerteam geht zunächst von einem gewöhnlichen Mordfall aus, muss allerdings schnell feststellen, dass viel mehr dahinter steckt. Seiler und Novic beginnen ...

Ein Leipzig wird ein Anwalt brutal ermordet. Das Ermittlerteam geht zunächst von einem gewöhnlichen Mordfall aus, muss allerdings schnell feststellen, dass viel mehr dahinter steckt. Seiler und Novic beginnen in der kriminellen Unterwelt zu ermitteln und stoßen dabei auf immer mehr schockierende Offenbarungen.



Alex Pohls Schreibstil ist sehr nüchtern aber dennoch flüssig. Obwohl die Handlung sehr flüssig und fesselnd ist, konnte mich das Buch leider nicht komplett mitreißen. Dies lag einerseits an dem etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, mit welchem ich beinahe die gesamte erste Hälfte des Buches nicht zurecht kam und andererseits an den fehlenden Emotionen. Mich konnte weder das tragische Schicksal der Kinder noch die traumatische Vergangenheit der Ermittler ergreifen. Dies hatte zur Folge, dass mir kein Protagonist wirklich ans Herz wuchs und ich somit nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Dennoch kann der Autor die Spannung durchgehend hoch halten, was vor allem an zahlreichen unerwarteten Wendungen und Perspektivenwechseln liegt. Besonders gut gefällt mir, dass der Autor die Tabuthemen Kindesmissbrauch, die Prostitution von Minderjährigen und Pädophilie aufgreift. Dennoch konnten mich diese schlimmen und schockierenden Themen leider nicht ergreifen.



Die einzelnen Protagonisten sind wirklich interessant und heben sich deutlich von anderen Charakteren aus diesem Genre ab. Dennoch fand ich niemanden wirklich authentisch, was vor allem daran liegt, dass der Schreibstil sehr nüchtern ist und mich daher keine Emotionen ergreifen konnten. Dies ist sehr schade, da beispielsweise die Kindheit von Novic im Krieg sehr viel Potenzial gehabt hätte.



FAZIT:
„Eisige Tage“ hat eine wirklich gute Grundidee und ein tolles Ermittlerteam. Da mich persönlich die Handlung leider nicht ergreifen konnte und ich lange gebraucht habe um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Nocturna

NOCTURNA Die tödliche Schrift
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Ruby ist Privatdetektivin und wird von einer Frau beauftragt einen Mord zu verhindern. Die Geschichte der Frau klingt unglaubwürdig und weit hergeholt: angeblich gibt es eine Prophezeiung von Nostradamus, ...

Ruby ist Privatdetektivin und wird von einer Frau beauftragt einen Mord zu verhindern. Die Geschichte der Frau klingt unglaubwürdig und weit hergeholt: angeblich gibt es eine Prophezeiung von Nostradamus, welche einerseits das Auffinden eines Kindes und in weiterer Folge vier Morde vorhersagt. Sowohl das Auffinden des Kindes als auch zwei der Morde haben sich in kürzester Zeit bewahrheitet. Aus diesem Grund nimmt Ruby trotz großer Bedenken den Fall an und gerät dabei nicht nur selbst in große Lebensgefahr.

Silke Novaks Schreibstil ist fesselnd, mitreißend und sehr flüssig, wodurch sich der Kriminalroman schnell und einfach lesen lässt. Als Leser kann man sofort in die Handlung eintauchen und diese zieht einen in kürzester Zeit in ihren Bann. Die Autorin kann schnell Spannung aufbauen und diese problemlos während der gesamten Handlung aufrecht erhalten. Einige der Wendungen und Offenbarungen konnten mich wirklich überraschen und begeistern, wohingegen mir persönlich leider so manche andere Wendung zu vorhersehbar war.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und facettenreich. Als Leser kann man die Charaktere schnell kennen lernen und sich ein Bild machen, welches man allerdings hin und wieder komplett ändern muss. Da mir persönlich besonders Ruby wirklich sympathisch war, konnte ich die gesamte Handlung über mit ihr mit fiebern, was die Spannung zusätzlich erhöht hat.

„Nocturna- die tödliche Schrift“ ist bereits der zweite Fall für die sympathische Privatdetektivin Ruby Fuchs. Ich kenne den ersten Teil bisher nicht, hatte aber dennoch nie das Gefühl, dass mir wichtiges Vorwissen fehlt. Dieser Band kann komplett eigenständig gelesen werden. Ich habe bereits einige begeisterte Rezensionen zu Büchern von Silke Novak gelesen und war daher richtig gespannt auf diesen Kriminalroman. Ich kann mich dieser Begeisterung nur anschließen und werde in Zukunft gerne und gezielt zu Büchern der Autorin greifen,

FAZIT:
„Nocturna- die tödliche Schrift“ ist ein mitreißender und fesselnder Kriminalroman, der or allem durch den gelungenen Erzählstil und den interessanten Fall überzeugen kann. Aber auch Ruby konnte mich wirklich überzeugen. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass manche Wendungen und Offenbarungen etwas zu vorhersehbar waren. Aus diesem Grund vergebe ich 4 Steren!

Veröffentlicht am 16.05.2019

Tod im Abendrot

Tod im Abendrot
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In München werden ein Mann und seine schwangere Freundin auf offener Straße ermordet. Dennoch finden sich weder glaubwürdige Zeugen oder ein Motiv. Die ermittelnden Beamten suchen auf Hochtouren nach dem ...

In München werden ein Mann und seine schwangere Freundin auf offener Straße ermordet. Dennoch finden sich weder glaubwürdige Zeugen oder ein Motiv. Die ermittelnden Beamten suchen auf Hochtouren nach dem Mörder, aber diese Ermittlungen gestalten sich äußerst schwierig. Als wäre dieser Fall nicht schon genug wird auch noch eine Freundin des LKA Präsidenten Karl Zimmerschied mit einem schlüpfrigen Video erpresst und er begibt sich auf eigene Faust im Darknet auf die Suche nach dem Erpresser. Doch dabei gerät Karl selbst in große Gefahr.

Jörg Steinleitners Schreibstil ist flüssig und mitreißend. Der Autor konnte bereits mit der ersten Seite in den Bann der Handlung ziehen und bis zum Ende begeistern. Die Spannung ist durchgehend hoch und wird durch unerwartete Wendungen auch immer wieder gesteigert. Der Autor schafft es sehr gelungen die unterschiedlichen Ermittlungen zu verbinden und mit humorvollen Szenen zu verbinden. Ich fand das Buch sowohl spannend als auch äußerst unterhaltsam und hatte viel Freude beim Lesen dieses kurzweiligen Krimis. Besonders gelungen finde ich die zum Teil sehr interessanten und zum Teil wirklich lustigen Infos zu Beginn jedes Kapitels und deren Verbindung mit der Handlung.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch und heben sich deutlich von jenen Ermittlerin aus anderen Büchern dieses Genres ab. Vor allem der blinde Hensch und der liebenswerte Karl Zimmerschied und deren unkonventionelle Ermittlungsmethoden konnten mich begeistern. Zudem fand ich die Verbindung der Kriminalfälle mit dem Chaos in Karls Liebesleben sehr gelungen und der Autor hat es geschafft dabei die perfekte Balance zu finden.

„Tod im Abendrot“ ist bereits der zweite Fall für Karl Zimmerschied. Ich kenne bereits das erste Buch und finde, dass der aktuelle Band diesem in nichts nachsteht und ebenso gelungen ist. Für das Verständnis ist es allerdings nicht notwendig den ersten Teil zu kennen, da beide Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich hoffe auf weitere Fälle für den sympathischen LKA Präsidenten und seine zum Teil unkonventionellen Ermittlungsmethoden.

FAZIT:
„Tod im Abendrot“ ist eine unglaublich gelungene Fortsetzung, welche allerdings problemlos eigenständig gelesen werden kann. Besonders überzeugen konnten mich einerseits die äußerst gelungene Mischung aus Spannung und Humor und andererseits die wirklich liebenswerten Protagonisten, die alles andere als 0815 sind. Ich vergebe daher 5 Sterne!