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Veröffentlicht am 11.04.2019

Westwall

Westwall
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Julia ist Polizeischülerin und lernt einen scheinbar netten Mann kennen, mit welchem sie die Nacht verbringt. Anschließend muss Julia feststellen, dass dieser Mann nicht nur ein großes Hakenkreuz Tattoo ...

Julia ist Polizeischülerin und lernt einen scheinbar netten Mann kennen, mit welchem sie die Nacht verbringt. Anschließend muss Julia feststellen, dass dieser Mann nicht nur ein großes Hakenkreuz Tattoo trägt sondern ihr auch einen falschen Namen gesagt hat. Julia erzählt ihrem Vater davon und dieser reagiert sehr panisch. Er rät Julia unterzutauchen, da sie in großer Gefahr schwebt. Julia kann sich dieses Verhalten nicht erklären und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Diese Recherchen führen sie nicht nur in einen Wald sondern auch in die Vergangenheit ihrer Eltern.

Benedikt Gollhardts Schreibstil ist flüssig und fesselnd. Der Autor kann sehr schnell Spannung aufbauen, diese zunehmend steigern und problemlos bis zum Ende des Buches aufrechterhalten. Besonders gelungen finde ich, dass Anfangs die komplette Handlung sehr undurchsichtig ist und der Autor erst nach und nach die vielen Fragen aufklärt. Allerdings haben mir persönlich manche der Auflösungen etwas zu lange gebraucht. Zudem macht Benedikt Gollhardt oft kleine Andeutungen, welche mir allerdings häufig erst im Nachhinein bewusst aufgefallen sind. Der Autor versteht es den Leser durch geschickte Wendungen und unerwartete Auflösungen in die Irre zu führen. Ich dachte häufig, dass ich mittlerweile Bescheid über die Machenschaften und die einzelnen Protagonisten weiß, musste dann allerdings immer wieder feststellen, dass ich doch auf dem Holzweg war.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch, facettenreich und verbergen zum Teil das ein oder andere Geheimnis, welches erst im Laufe der Handlung aufgedeckt wird. Julia war mir persönlich sehr sympathisch und ich fand es schön, dass sie sich von ihren Gefühlen hat leiten lassen, dies lässt die Protagonistin besonders menschlich erschienen.

„Westwall“ ist mein erstes Buch von Benedikt Gollhardt und es hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen, die Handlung konnte mich fesseln und die Protagonisten konnten mich überzeugen. Ich fand die Einbindung hochaktueller Themen (wie beispielsweise der Neonaziszene) gut gelungen und hoffe auf weitere Bücher des Autors. Auch in Zukunft werde ich gerne du gezielt zu Thrillern von Benedikt Gollhardt greifen.

FAZIT:
„Westwall“ ist ein fesselnder Thriller, welcher hochaktuelle Themen geschickt in die Handlung einfließen lässt und mit äußerst menschlichen Charakteren verbindet. Da mir persönlich die Handlung zu Beginn viel zu undurchsichtig war und ein paar Auflösungen lange auf sich warten lassen, vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 10.04.2019

Der kleine Drache kokosnuss im Spukschloss

Der kleine Drache Kokosnuss im Spukschloss
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Der kleine Drache Kokosnuss und seine beste Freundin Matilda geraten in ein Gewitter. Die beiden suchen Unterschlupf in einem Schloss, in welchem es um Punkt Mitternacht zu spuken beginnt. Die beiden Freunde ...

Der kleine Drache Kokosnuss und seine beste Freundin Matilda geraten in ein Gewitter. Die beiden suchen Unterschlupf in einem Schloss, in welchem es um Punkt Mitternacht zu spuken beginnt. Die beiden Freunde können sich gerade noch retten und finden heraus, dass in dem Schloss ein Spukgespenst namens Klemenzia lebt, welches keine Gäste akzeptiert. Gemeinsam mit einem befreundeten Gespenst beschließen sie Klemenzia in die Schranken zu weisen.

Leider sind wir von diesem Abenteuer nicht so angetan wie von den meisten anderen rund um den kleinen Drachen Kokosnuss. Anfangs war die Handlung noch spannend und humorvoll, aber im Laufe des Buches war dies leider nicht mehr der Fall. Mein Sohn fand die Geschichte ziemlich langweilig und musste sich, da er eh nicht so gerne liest, mehr durch das Buch quälen und hatte kaum noch Freude dabei. Auch ich fand die Handlung etwas langatmig und stellenweise übertrieben. Wie auch schon die anderen Teile ist auch dieses Buch vorrangig für Leseanfänger gedacht. Die Schrift ist groß, immer dieselbe und schnörkellos. Die Sätze sind eher kurz und lesen sich dennoch flüssig. Auf komplizierte Begriffe wird verzichtet und die einzelnen Seiten enthalten nicht zu viel Text. Zudem befinden sich zahlreiche bunte Bilder im Buch, welche die Handlung auflockern und wirklich schön gestaltet und an die Handlung angepasst sind. Meinem Sohn gefielen auch in diesem Band die Namen besonders gut und er musste häufig über diese Schmunzeln.

FAZIT:
„Der kleine Drache Kokosnuss im Spukschloss“ konnte leider weder meinen Sohn noch mich überzeugen. Anfangs macht es Spaß das Buch zu lesen, da die Handlung sowohl humorvoll als auch spannend ist. Im Laufe des Buches ändert sich dies allerdings und die Handlung wirkt etwas übertrieben und langatmig. Da mein Sohn keine Freude mehr beim Lesen dieses Abenteuers hatte kann ich leider nur 2 Sterne vergeben!

Veröffentlicht am 09.04.2019

Das Verschwinden der Stephanie Mailer

Das Verschwinden der Stephanie Mailer
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Mitte der neunziger Jahre werden in einer kleinen Stadt in den USA vier Menschen brutal ermordet. Derek und Jesse, beides junge Polizisten, beginnen engagiert zu ermitteln und können den vermeintlichen ...

Mitte der neunziger Jahre werden in einer kleinen Stadt in den USA vier Menschen brutal ermordet. Derek und Jesse, beides junge Polizisten, beginnen engagiert zu ermitteln und können den vermeintlichen Täter schnell finden. Zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie, dass der damals beschuldigte Mann nicht hinter den taten steckt und der wahre Täter noch auf freiem Fuß ist: Angeblich hat sie den entscheidenden Hinweis gefunden. Doch bevor sie diesen an die Polizei weiterleiten kann verschwindet die junge Frau spurlos. Derek und Jesse rollen den damaligen Fall neu auf.

Joel Dickers Schreibstil ist flüssig, fesselnd und bildgewaltig Der Autor kann einen schnell in den Bann der Handlung ziehen und lässt einen nicht mehr los. Bereits im Prolog wird große Spannung aufgebaut, aber leider kann diese nicht durchgehend gehalten werden. Im Buch finden sich viele wechselnde Perspektiven, Zeitsprünge, Tagebucheinträge und Zeitungsartikel. Durch diese Wechsel entstehen hin und wieder langatmige Passagen, wodurch die Spannung deutlich abfällt. Allerdings gelingt es dem Autor nach Längen schnell erneut Spannung aufzubauen. Besonders überzeugen konnten mich zum einen die unerwartete aber glaubwürdige Auflösung sowie der Epilog, dabei gefällt mir am besten, dass man zum weiteren Werdegang jedes Protagonisten etwas erfährt.

Die einzelnen Protagonisten sind authentisch, facettenreich und zum Teil geheimnisvoll. Beim Lesen denkt man, dass man sich schnell ein Bild machen kann, dieses muss man im Laufe des Buches allerdings immer wieder ändern, da neue Offenbarungen ans Licht kommen. Ich mochte diese Geheimniskrämerei, denn dadurch konnte der Autor Spannung erzeugen und die Protagonisten heben sich deutlich von jenen aus anderen Büchern dieses Genres ab.

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist bereits mein zweites Buch von Joel Dicker. Besonders gut gefallen mir der bildgewaltige Schreibstil sowie die facettenreichen und einzigartigen Protagonisten und deren Geheimnisse. Allerdings finde ich, dass dies aufgrund einiger langatmigeren Szenen und der vielen Perspektivenwechsel nicht ganz an „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ herankommt. Dennoch hoffe ich auf weitere fesselnde Lesestunden mit Büchern von Joel Dicker.

FAZIT:
„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ ist lesenswert, fesselnd und mitreißend und überzeugt vor allem mit den glaubwürdigen Protagonisten und deren Offenbarungen. Da sich die Handlung stellenweise etwas zieht und dadurch die Spannung deutlich abflacht vergebe ich 4 Sterne!

Veröffentlicht am 09.04.2019

Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel

Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel
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Der kleine Drache Kokosnuss erlebt ein neues spannendes Abenteuer! Kokosnuss, Oskar und Matilda machen sich große Sorgen, da der Weltuntergang prophezeit wird. Um mehr über diese Vorhersage heraus zu finden, ...

Der kleine Drache Kokosnuss erlebt ein neues spannendes Abenteuer! Kokosnuss, Oskar und Matilda machen sich große Sorgen, da der Weltuntergang prophezeit wird. Um mehr über diese Vorhersage heraus zu finden, machen sich die drei Freunde auf den gefährlichen Weg zum Tempel in den Himmelkratzerbergen, doch diese Reise birgt so manche Gefahr und gestaltet sich schwerer als vermutet..

„Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel“ ist der mittlerweile 21 Band rund um den Drachen und seine Freunde, kann jedoch eigenständig gelesen werden. Auch in diesem Band werden die Themen Freundschaft und Zusammenhalt kindgerecht und spielerisch behandelt. Wie auch schon die Vorgängerbände ist dieses Buch vorrangig für Leseanfänger geeignet: Sowohl die Schriftgröße als auch die Schriftart und Textlänge wurden perfekt an die Zielgruppe von Erstlesern angepasst. Auch die Handlung ist für die Zielgruppe gut geeignet, wobei ich allerdings sagen muss, dass mein Sohn die Weltuntergangsvorhersage als sehr bedrohlich empfand und Angst hatte, dass auch uns ein Weltuntergang drohen könnte. Daher musste ich bei diesem Buch viel mit ihm Nachbesprechen und ihm die Sorgen wieder nehmen. Wie auch schon in den anderen Büchern rund um den kleinen Drachen und seine Freunde, befinden sich in diesem Band viele schön gestaltete farbige Bilder, welche perfekt auf die Handlung abgestimmt und nett zum anschauen sind.

FAZIT:
„Der kleine Drache Kokosnuss und der geheimnisvolle Tempel“ ist ein gelungenes Kinderbuch von Ingo Siegner, welches vor allem auf Leseanfänger abgestimmt ist. Mir hat dieses Abenteuer es kleinen Drachen gut gefallen. Da sich mein Sohn allerdings Sorgen wegen einem echten Weltuntergang hatte und dies etwas bedrohlich fand, vergebe ich 3 Sterne!

Veröffentlicht am 08.04.2019

Der kleine Drache Kokosnuss und die Wetterhexe

Der kleine Drache Kokosnuss und die Wetterhexe
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Auf der Dracheninsel ist der Sommer angebrochen und der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde wollen Baden gehen. Doch plötzlich dreht das Wetter, da die Wetterhexe den Sommer verregnet. Wer etwas ...

Auf der Dracheninsel ist der Sommer angebrochen und der kleine Drache Kokosnuss und seine Freunde wollen Baden gehen. Doch plötzlich dreht das Wetter, da die Wetterhexe den Sommer verregnet. Wer etwas gegen das Wetter sagt wird in ein Hagelkorn verwandelt. Der Drache Kokosnuss und seine Freunde versuchen die Wetterhexe zu überlisten um doch noch ein schönes Badewetter zu bekommen.

Ingo Siegners Buch ist, wie auch schon die anderen Bände rund um den abenteuerlustigen Drachen, vor allem für Leseanfänger perfekt geeignet. Dies liegt nicht nur an der für die Zielgruppe leicht verständlichen und humorvollen Handlung, sondern auch an der großen Schrift und der einheitlichen Schriftgröße. Erstleser, wie mein Sohn, haben daher wenige Schwierigkeiten beim Lesen des Textes und können diesen leicht erfassen. Zahlreiche humorvolle Szenen und viele bunt gestaltete Bilder, welche sich zum Teil über eine ganze Seite erstrecken, haben meinem Sohn beim Lesen besonders viel Freude bereitet. Wir kennen bereits einige Bücher des kleinen Drachen Kokosnuss und mein Sohn liest diese sehr gerne, allerdings ist ihm die Handlung mit der Wetterhexe etwas zu abenteuerlich, wodurch es nicht zu seinen Lieblingsbüchern gehört. Ich finde, dass in diesem Band die für die Zielgruppe relevanten Themen Freundschaft und Zusammenhalt nicht so gelungen beschrieben und spielerisch bearbeitet werden wie in dem einen oder anderen Teil.

FAZIT:
„Der kleine Drache Kokosnuss und die Wetterhexe“ ist ein nettes Buch für Erstleser, welches die Kinder gut unterhält. Da mein Sohn diesen Band allerdings nicht allzu gerne mag, vergebe ich 4 Sterne!