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Veröffentlicht am 28.02.2018

Mooresschwärze

Mooresschwärze: Thriller
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Julia Schwarz arbeitet als Rechtsmedizinerin. Sie wirkt taff und man könnte denken, dass sie nichts so leicht aus der Bahn wirft, wäre da nicht ihre traumatische Vergangenheit. Sie wird von ihrem Kollegen ...

Julia Schwarz arbeitet als Rechtsmedizinerin. Sie wirkt taff und man könnte denken, dass sie nichts so leicht aus der Bahn wirft, wäre da nicht ihre traumatische Vergangenheit. Sie wird von ihrem Kollegen Florian zu einem Mord in einem Moor gerufen und zunächst sieht es nach einer schnellen Auflösung des Falls aus. Doch dann verschwindet die Leiche spurlos und Julia beginnt diese zu suchen. Dabei stößt sie auf eine weitere Leiche, welche dieselbe Tätowierung wie das erste Opfer aufweist. Allen Ermittlern wird klar, dass sie einen Serienmörder jagen. Julia ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie selbst in großer Gefahr ist.

Catherine Shepherd ist es mit ihrem fesselnden Schreibstil und einer gut durchdachten und logischen Handlung gelungen einen wirklich lesenswerten Thriller zu verfassen. Die Autorin schafft es die Spannung mit der ersten Seite aufzubauen und durch geschickt eingearbeitete Wendungen bis zum Ende aufrecht zu erhalten und immer wieder zu steigern. Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch lassen sich unnötige Längen und Wiederholungen komplett vermeiden und es entsteht ein kurzweiliger Thriller. Ich konnte sofort in die Hadnlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen.

Die Protagonisten sind sehr authentisch beschrieben. Dadurch kann sich der Leser schnell ein Bild machen und Sympathie oder Antipathie empfinden. Vor allem Julia und Florian mochte ich sehr gerne und ich musste mit ihnen von Anfang an mitfiebern.

„Mooresschwärze“ ist der erste Teil rund um die Pathologin Julia Schwarz und ihren Arbeitskollegen Florian Kessler. Ich kenne auch schon den Nachfolger und bin von beiden Bänden wirklich begeistert! Catherine Shepherd konnte mich bisher mit ausnahmslos jedem Buch überzeugen, was auch bei diesem Thriller der Fall ist.

FAZIT:
„Mooresschwärze“ ist ein Thriller, der von Anfang bis Ende überzeugen kann. Ich konnte das Buch kaum weglegen und war wirklich gefesselt. Catherine Shepherd konnte mich erneut fesseln und überzeugen. Daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 27.02.2018

Durst

Durst
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Harry Hole arbeitet, seit er seinen Ermittlerjob an den Nagel gehängt hat, an einer Polizeihochschule als Lehrer. Als seine ehemaligen Kollegen ihn um Hilfe bitten, da ein Serienkiller von ihnen nicht ...

Harry Hole arbeitet, seit er seinen Ermittlerjob an den Nagel gehängt hat, an einer Polizeihochschule als Lehrer. Als seine ehemaligen Kollegen ihn um Hilfe bitten, da ein Serienkiller von ihnen nicht gefasst werden kann, willigt er ein nochmals als Ermittler zu arbeiten. Harry Hole soll einen Mörder fassen, der seine Opfer über die Dating App Tinder findet. Obwohl die Ermittlungen auf Hochtouren laufen kann der Mörder nicht gefunden werden. Als eine weitere Frau verschwindet, welche Harry sogar persönlich kennt, wird allen klar, dass der Mörder nicht aufhören wird und es verhärtet sich der Verdacht, dass der Mörder kein Unbekannter ist.
Jo Nesbo kann sofort zu Beginn des Buches Spannung aufbauen und diese ohne Probleme bis zum Ende halten, dies gelingt ihm vor allem durch geschickt eingearbeitete Wendungen. Mir persönlich war dieser Teil rund um Harry Hole allerdings etwas vorhersehbar, was vielleicht aber daran liegt, dass ich bisher alle Teile der Reihe kenne. Immer wieder sind einige Beschreibungen im Thriller sehr bildlich und brutal, weshalb das Buch nichts für schwache Nerven ist.
Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben und als Leser kann man schnell Sympathie oder Antipathie für die einzelnen Protagonisten entwickeln. Vor allem Harry Hole kann durch seine verschrobene aber liebenswerte Art erneut überzeugen.
„Durst“ ist bereits der elfte teil rund um Harry Holes Ermittlungen. Mich konnten bisher ausnahmslos jeder Teil begeistern, allerdings war mir im aktuellen Band die Handlung an einigen Stellen etwas zu vorhersehbar. Dennoch hoffe ich auf viele weitere Bände rund um meinen Lieblingsermittler! Jo Nesbo hat erneut bewiesen, dass er zu Recht einer meiner Lieblingsautoren ist.
FAZIT:
„Durst“ ist erneut ein sehr gelungener und spannender Harry Hole Thriller. Mir persönlich haben allerdings „Schneemann“ und „Koma“ etwas besser gefallen, da sie nicht so vorhersehbar waren. Aus diesem Grund vergebe ich 4,5 Sterne!

Veröffentlicht am 25.02.2018

Das Vermächtnis des Künstlers

Das Vermächtnis des Künstlers
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Dr Mallory arbeitet als Universitätsdozent für Psychologie in Virginia. Da er nicht an paranormale Phänomene glaubt und davon überzeugt ist, dass eben diese eine natürliche Ursache haben, hat er es sich ...

Dr Mallory arbeitet als Universitätsdozent für Psychologie in Virginia. Da er nicht an paranormale Phänomene glaubt und davon überzeugt ist, dass eben diese eine natürliche Ursache haben, hat er es sich zur Aufgabe gemacht angeblich paranormale Phänomene zu erklären. Eines Tages erhält er Post aus Venedig: Ein Mitarbeiter eines venezianischen Kunstmuseums berichtet darin von mehreren mysteriösen Todesfällen, welche scheinbar alle zusammenhängen. Alle Opfer besaßen ein Bild desselben Künstlers. Bald geht das Gerücht herum, dass die Gemälde und deren Besitzer verflucht sind. Dr Mallory reist daraufhin nach Venedig um eigene Nachforschungen anzustellen, doch dabei begibt er sich in große Gefahr.

Die Grundidee des Buches ist wirklich gut, allerdings konnte mich die Umsetzung leider nicht überzeugen. Der Autor kann zwar schnell Spannung aufbauen, allerdings kann er diese nicht durchgehend halten. Es kommt zudem immer wieder zu unnötigen Längen, die die Lust zum Weiterlesen deutlich mindern. Das Buch hat ein offenes Ende. Die offenen Fragen werden vermutlich in den nächsten zwei Bänden der Trilogie beantwortet. Leider ist das Ende nicht sonderlich gut gelungen und sehr abrupt. Als Leser hat man den Eindruck, dass die Handlung komplett abgeschnitten wurde. Ich bin vom Ende ehrlichgesagt etwas enttäuscht und sehr unzufrieden.

Die einzelnen Protagonisten sind zum Teil wirklich sympathisch beschrieben, allerdings konnte mich niemand wirklich überzeugen. Vor allem Dr Mallory erschien mir zum Teil viel zu naiv und blauäugig. Auch Josephines Art und Verhalten wirkten teilweise nicht authentisch. Dies hat die Handlung immer wieder unglaubwürdig und konstruiert wirken lassen.

Besonders gelungen finde ich, dass Venedig als Kulisse gewählt wurde. Die Beschreibungen der Orte passen sehr gut zur Handlung und sind wirklich bildlich.

„Das Vermächtnis des Künstlers“ ist der erste Teil einer neuen Mysterie Serie. Mich konnte das Buch allerdings aufgrund der Längen nicht wirklich mitreißen. Aus diesem Grund werde ich die Nachfolgebände auch nicht lesen.

FAZIT:
„Das Vermächtnis des Künstlers“ hat eine wirklich gute Grundidee, aber die Umsetzung konnte mich persönlich nicht wirklich überzeugen. Einerseits waren mir zu viele Längen in der Handlung und andererseits wirkten die Protagonisten immer wieder konstruiert. Daher kann ich leider nur 3 Sterne vergeben

Veröffentlicht am 24.02.2018

Winterkartoffelknödel

Winterkartoffelknödel
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Der Polizist Franz Oberhofer wird in sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen in Bayern strafversetzt. Er erwartet einen langweiligen Dienst und ein absitzen seiner Arbeitszeit, doch es kommt anders. Die Männer ...

Der Polizist Franz Oberhofer wird in sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen in Bayern strafversetzt. Er erwartet einen langweiligen Dienst und ein absitzen seiner Arbeitszeit, doch es kommt anders. Die Männer in der Familie Neuhofer kommen auf seltsame Weise innerhalb kürzester Zeit ums Leben. Obwohl der Richter Moratschek der Meinung ist, dass es sich bei den Todesfällen nur um tragische Unfälle handelt, beginnt Franz Eberhofer zu ermitteln. Bald stellt sich heraus, dass die Toten nicht verunglückt sondern ermordet wurden.

Rtia Falks Schreibstil ist sowohl fesselnd als auch sehr humorvoll. Die Autorin brachte mich mehrfach zum Schmunzeln und auch immer wieder zum Lachen.
Ich konnte von Anfang an in die Handlung einsteigen und ihr ohne Probleme bis zum Ende folgen. Es ist nicht erforderlich sich komplett auf die Handlung zu konzentrieren, da man ihr trotzdem folgen kann. Rita Falks Provinzkrimi hat keine unnötigen Längen oder Wiederholungen, was das Buch äußerst kurzweilig erscheinen lässt.

Die einzelnen Protagonisten und Szenen sind sehr authentisch und bildlich beschrieben, wodurch sich der Leser schnell ein Bild machen kann und viele lustige Bilder im Kopf entstehen. Zudem kann man komplett in die Handlung eintauchen.

„Winterkartoffelknödel“ ist der erste Teil rund um den sympathischen Polizisten Franz Eberhofer und sein Heimatdorf Niederkaltenkirchen. Ich kenne bisher beinahe alle Bücher der Reihe und finde, dass der erste Band mit der lustigste und gelungenste ist. Um die anderen Teile verstehen zu können, ist es allerdings nicht zwingend notwendig „Winterkartoffelknödel“ zu kennen.

Ich persönlich bevorzuge bei der Franz Eberhofer Reihe die Hörbücher, da Christian Tramitz die Sprecherrolle sehr authentisch und humorvoll übernimmt. Allerdings ermöglichen die Bücher auch großes Kopfkino und als Leser hat man eine große Freude mit den Büchern.

FAZIT:
„Winterkartoffelknödel“ ist kurzweilig und sehr humorvoll. Ich hatte viel zu lachen, was nicht zuletzt an Rita Falks Humor und den liebenswerten Charakteren liegt. Dieser Teil gehört zu meinen Favoriten in der Franz Eberhofer Reihe, daher vergebe ich 5 Sterne!

Veröffentlicht am 24.02.2018

Schweinskopf al Dente

Schweinskopf al dente
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Der Richter Moratschek findet einen blutigen Schweinekopf in seinem Bett. Bis die Spurensicherung kommt ist dieser allerdings verschwunden und niemand glaubt dem Richter. Nur der Polizist Franz Eberhofer ...

Der Richter Moratschek findet einen blutigen Schweinekopf in seinem Bett. Bis die Spurensicherung kommt ist dieser allerdings verschwunden und niemand glaubt dem Richter. Nur der Polizist Franz Eberhofer hat den Tierkopf selbst gesehen und glaubt dem Richter, dass sich Dr. Küstner an dem Richter rächen will. Dr. Küstner wurde vom Richter Moratschek zu lebenslanger Haft verurteilt und konnte vor kurzem fliehen. Da sich der Richter in seinem Haus nicht mehr sicher fühlt zieht er kurzerhand beim Vater vom Franz Eberhofer ein und die beiden Männer rauben dabei dem Polizisten nicht nur den Schlaf sondern auch den letzten Nerv. Franz Eberhofer begibt sich auf die Suche nach Dr. Küstner und begibt sich dabei in große Gefahr.
Rita Falk verbindet einen spannenden Fall mit einer Menge Humor und brachte mich mehrmals zum Lachen. Mir persönlich hätten die Ermittlungen rund um den Schweinekopf und Dr. Küstner gereicht. Mir war das Theater rund um Susis Auswanderung nach Italien und dem anschließenden Aufbruch um sie zurückzuholen etwas zu viel Ablenkung.
Ich konnte sofort in das Buch einsteigen und der Handlung ohne Probleme bis zum Ende folgen. Ich kenne allerdings auch alle Vorgänger. Ich denke jedoch, dass man auch ohne Vorkenntnisse rund um Franz Eberhofer ohne Probleme in diesen Teil einsteigen kann. Rita Falk kann komplett auf unnötige Längen und Wiederholungen verzichten, wodurch sich das Buch sehr flüssig und ohne viele Pausen lesen lässt.
Die einzelnen Charaktere und Orte sind sehr authentisch und bildlich beschrieben und als Leser kann man sich schnell in die jeweiligen Szenen hineinversetzen.
FAZIT:

„Schweinskopf al dente“ ist ein weiterer gelungener Teil der Eberhofer Reihe, der seine Leser zum Lachen bringt. Die Handlung, Orte und Protagonisten wirken sehr lebendig und ermöglichen ein komplettes Eintauchen in die Handlung. Im Gegensatz zu den anderen Teilen hat mir dieser jedoch etwas weniger gefallen, da mir die Aufregung rund um Susi zu viel Platz eingenommen hat. Daher vergebe ich 4 Sterne!