Kälte, Wind und Mord
WolfskälteEine abgelegene schottische Insel, ein Selbstmord, der Fragen aufwirft, ein Ermittlerteam vom Festland, entweder verschlossen-feindselige oder schwatzhaft-freundliche Einwohner und Wind, Kälte, Wellen, ...
Eine abgelegene schottische Insel, ein Selbstmord, der Fragen aufwirft, ein Ermittlerteam vom Festland, entweder verschlossen-feindselige oder schwatzhaft-freundliche Einwohner und Wind, Kälte, Wellen, Unwetter - fertig ist ein spannender Mix. Der Leser wird den Krimi nicht mehr aus der Hand legen können.
Laura McCluskey hat einen Debütroman vorgelegt, der unheimlicher und spannender nicht sein könnte. Sie baut eine gruselige Stimmung auf der Insel auf. Eine wichtige Rolle spielt das Wetter: es ist grau und stürmisch, immer nass und ständig dunkel und dämmerig. Der Regen peitscht, die Gischt schäumt. Ebenfalls wirken die Gebäude dunkel und geheimnisvoll, der Putz blättert vor sich hin und seltsame heidnische Zeichen prangen über den Türen.
Die Inspektors George(ina) und Richie ermitteln zwar, aber die Befragungen der meist verschlossenen Insulaner bringen kein Licht ins Dunkle und lange wissen weder die Polizisten noch der Leser, was auf dieser Insel eigentlich los ist.
Nur ein unbestimmtes Grausen ist von Anfang an da und verstärkt sich: ein Wolfsgesicht starrt durch das Fenster, heidnische Voodoo Rituale sollen die Polizisten vertreiben, letztlich wird sogar George tätlich angegriffen. Die Inspektors kommen erst ganz zum Schluss der überraschenden Lösung des Falls gefährlich nahe.
Dem Leser wird empfohlen, es sich mit einer heißen Tasse Tee auf dem Sofa gemütlich zu machen und das unheimliche Gruseln zu genießen. Gänsehautgefühl garantiert.