Berchtesgaden 1945
BerchtesgadenWir erleben das Kriegsende zusammen mit Sophie und ihrer Familie in Berchtesgaden, in Schlagweite zu Hitlers Rückzugsort Obersalzberg. Sie nimmt alles mit was die Nachkriegswirren ihr zu bieten hat und ...
Wir erleben das Kriegsende zusammen mit Sophie und ihrer Familie in Berchtesgaden, in Schlagweite zu Hitlers Rückzugsort Obersalzberg. Sie nimmt alles mit was die Nachkriegswirren ihr zu bieten hat und muss sich mit den Gräueltaten der Nazis auseinandersetzen, an welchen auch ihr Bruder Max beteiligt war. Zudem verliebt sie sich in einen amerikanischen Soldaten.
Breitgefächert erzählt Carolin Otto über das Ende des Krieges in dieser Hochburg des Nationalsozialismus. Wir erfahren so einiges über die von den Nazis begangenen Gräueltaten, über Raubkunst und den Umgang der Besatzer damit, über Fraternisierung und Verrat. Dabei werden auch die Besatzer nicht geschont, denn auch sie sind nicht mit blütenweißer Weste aus dieser Zeit hervorgegangen. Auf jeder Seite kann man feststellen, wie akribisch die Autorin recherchiert hat um die zahlreichen Themen mit einzubringen.
Was dabei fehlt, ist ein roter Faden, der die Themen miteinander verbindet. So bleibt vieles an der Oberfläche und zu den handelnden Personen bekommt man keinen richtigen Zugang. Wie die Autorin im Nachwort schreibt, war das Buch ursprünglich als Drehbuch gedacht und das merkt man auch. Verfilmt kann ich es mir sehr gut vorstellen. Trotzdem habe ich diesen Roman sehr gerne gelesen, denn ich habe viel dabei gelernt.