Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Weird GirlsMaggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, ...
Maggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, bis sie sich mit Lydia zerstreiten und diese kurz darauf stirbt, eine Aussprache ist plötzlich unmöglich und auch sonst ist das Leben der drei hinterbliebenen Freundinnen nicht mehr so, wie es einmal war.
Die Handlung beginnt ein Jahr nach Lydias Tod. In diesem Jahr haben Maggie, Harley und Róise zwar verstanden, dass ihre Freundin tot ist, aber richtig verarbeitet haben sie es eigentlich nicht. Was folgt sind viele Partynächte mit viel zu viel Alkohol und auch Drogen, aber mit ihren eigentlichen Problemen befassen sie sich lieber nicht.
Auf den ersten Blick wirkt das Buch fast oberflächlich geschrieben, aber je weiter man liest, desto mehr findet man zwischen den Zeilen. Plötzlich habe ich ein Verständnis für die Mädels entwickelt und unausgesprochene Gefühle trotzdem in ihren Worten erkannt. Für mich war der Schreibstil daher sehr raffiniert und auch sonst ließ es sich super lesen. Durch die zweite Hälfte bin ich praktisch geflogen.
Neben den Geistern aus der Vergangenheit, ist auch die Gegenwart der drei Frauen nicht immer rosig. Sie alle wissen eigentlich gar nicht was sie wollen. Meistens lassen sie sich einfach treiben, nur um dann später zu erkennen, dass das nicht immer die beste Entscheidung ist. Wie bereits erwähnt, ist der Alkohol- und Drogenkonsum ein großes Thema in dem Buch. Mir persönlich zu groß. Zwar glaube ich nicht, dass das das Ziel der Autorin war, aber oftmals wirkte es fast verherrlicht. Selten ist man darauf näher eingegangen und noch seltener, haben die Protagonistinnen ihren Konsum hinterfragt. Das fand ich etwas schade und ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch echt gerne gelesen. Das Leben von Maggie, Harley und Róise hat mich ehrlich berührt und ich denke, dass ich noch eine ganze Weile an sie denken werde.