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Veröffentlicht am 11.05.2026

Die Party des Jahres

Party of Liars
3

Jeder in dem Ort kennt dieses Haus und nun soll dort die Party des Jahres stattfinden.
Vier Frauen, unterschiedlichen Alters, sind Gäste auf dieser Veranstaltung und jede von ihnen hat Dinge die sie verheimlicht.
Als ...

Jeder in dem Ort kennt dieses Haus und nun soll dort die Party des Jahres stattfinden.
Vier Frauen, unterschiedlichen Alters, sind Gäste auf dieser Veranstaltung und jede von ihnen hat Dinge die sie verheimlicht.
Als es dann zu einem tödlichem Vorfall kommt, nimmt die Party ein Ende und Geheimnisse kommen ans Licht.

Zuerst möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren.
Für mich war es von Anfang an ein Hingucker, aber wenn man es genauer betrachtet, fallen einem nach und nach kleine Details auf, die in der Handlung ihre Begründung finden, dass fand ich total toll gemacht.

Es gibt insgesamt vier POVs.
Dani, Orlaith, Kim und Mikayla sind die Protagonistinnen.
Auch unabhängig von der Veranstaltung kennen sie einander und die persönlichen Beziehungen zueinander sind teilweise sehr angespannt.
Dani ist mit Ethan verheiratet, er ist der Gastgeber und veranstaltet die Party für seine Tochter Sophie aus erster Ehe, die nun sechzehn Jahre alt wird.
Kim ist Sophies Mutter und nicht gut auf ihren Exmann und seine neue Frau zu sprechen.
Mikayla ist Sophies beste Freundin und Orlaith ist die Nanny von Dani und Ethans Tochter, die sechs Monate alt ist.
Sie alle sind sehr verschieden, so waren sie auch, unabhängig von ihren Namen, gut auseinander zu halten.
Jeder Charakter war einzigartig.

Anfangs haben diese vielen verschiedenen POVs für viel Spannung gesorgt.
Schnell war klar, dass jede der Frauen ihre eigenen Ziele verfolgt, aber nicht alle davon sind automatisch gut.
Viele Dinge blieben unausgesprochen und das hat es ziemlich aufregend gemacht.
Allerdings hat sich dieser Zustand nie wirklich verändert, selbst dann nicht, als die Handlung ein paar Auflösungen gut hätte vertragen können.
Dadurch wurde ein Punkt, den ich zu Beginn total gelobt habe, nachher eher ein Grund, warum die Geschichte für mich an Fahrt verloren hat.
Für mich entwickelte sich das Buch daher in die Richtung, dass ich den Anfang echt sehr stark fand, aber danach das Gefühl hatte, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft worden ist.
Und Potenzial hatte das Buch eigentlich wirklich viel.

Insgesamt war es für mich auch kein klassischer Thriller, eher ein psychologischer Roman mit Thriller-Elementen.

Fazit: Ein Buch mit viel Potenzial, das aber leider ein bisschen auf der Strecke geblieben ist. Aber ich würde das Buch allen empfehlen, die es nicht ganz so blutig mögen und dennoch gerne spannende Bücher lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.05.2026

Fake Dating oder endlich eine richtige Chance?

Picking Daisies on Sundays
0

Daisy war jahrelang in ihren besten Freund Levi verliebt, doch nach einer herben Enttäuschung brach der Kontakt ab und die beiden sahen sich vier Jahre lang gar nicht.
Eines Abends stößt Daisy wortwörtlich ...

Daisy war jahrelang in ihren besten Freund Levi verliebt, doch nach einer herben Enttäuschung brach der Kontakt ab und die beiden sahen sich vier Jahre lang gar nicht.
Eines Abends stößt Daisy wortwörtlich gegen Levi und kann ihren Augen nicht trauen.
Noch weniger kann sie ihren Ohren trauen, als Levi sie kurzerhand, nur wenige Minuten später, vor einer anderen Frau als seine Freundin vorstellt.
Danach bittet er sie seine Fake-Freundin zu spielen, aber kann Daisy das wirklich tun, wenn sie doch noch immer in ihn verliebt ist?

Meine Reise mit diesem Buch war ein Auf und Ab.
Der Anfang hat mir gut gefallen.
Die Handlung war schnell, der Schreibstil gefiel mir gut, den Humor fand ich toll und speziell die Szenen mit Daisy und ihren Freunden haben mich oft zum Lachen gebracht.
Auch die erste Begegnung mit Levi ließ nicht lange auf sich warten.
Doch danach ging es für mich leider erstmal bergab.

Für Daisy ist schnell klar, ihre Gefühle für Levi sind nie richtig verschwunden.
Trotzdem hätte ich nicht damit gerechnet, dass sie widerstandslos alles macht, was er ihr sagt bzw worum er sie bittet.
Keine Gespräche, kein neues Kennenlernen, sie nimmt es einfach hin und stürzt sich in eine Situation, in der sie sich sichtlich unwohl fühlt.
Natürlich gab es mal eine große Vertrautheit zwischen ihnen, aber auch mit diesem Wissen im Hinterkopf, konnte ich Daisys Entscheidungen nicht nachvollziehen.

Ein großer Fan von Levi bin ich dazu auch nicht geworden.
Er wird als ein beschützender Freund für Daisy beschrieben, aber auf mich wirkte es oft eher bestimmend.
So hat auch er die Zügel in die Hand genommen und angefangen den Leuten zu erzählen, dass sie beide in einer "Beziehung" sind.
Eigentlich mag ich Fake Dating, aber nur dann, wenn auch beide es wirklich wollen.

Aber nach ungefähr der Hälfte, habe ich immer mehr in die Geschichte gefunden, auch weil sie nach meinem Empfinden mehr Tiefe bekommen hat.
Endlich gab es die Gespräche, die mir vorher gefehlt haben, ich konnte verstehen, warum sie einander so viel bedeutet haben, oder noch immer bedeuten.
Gleichzeitig spielte auch Daisys Studium eine größere Rolle und sie konnte mehr und mehr ihre Unsicherheiten überwinden.
Sie war ehrlicher zu sich selbst und zu den Menschen um sie herum.

Für mich war es kein glattes Leseerlebnis, aber am Ende doch viel angenehmer als zwischenzeitlich erwartet.
Und gerade Romance Leser:innen wird es mit Sicherheit gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.05.2026

Mörderischer Spaß

Bachelorette Party
0

Tessa befindet sich am Tiefpunkt ihres Lebens und am liebsten würde sie nie wieder das Haus verlassen.
Den Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Anneliese möchte sie auch lieber absagen, aber das ...

Tessa befindet sich am Tiefpunkt ihres Lebens und am liebsten würde sie nie wieder das Haus verlassen.
Den Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Anneliese möchte sie auch lieber absagen, aber das kommt nicht infrage.
Zu sechst fahren sie auf eine abgelegene schwedische Insel, die Tessa sofort mit einem Cold Case von vor zehn Jahren in Verbindung bringt.
Obwohl sie sich vorgenommen hat, diesen kurzen Trip zu genießen, ihren Freundinnen zuliebe, kann sie nicht das Gefühl abschütteln, dass die Gefahr noch immer auf der Insel lauert.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.
Von Anfang an mochte ich den Schreibstil sehr, dadurch ließ sich das Buch super schnell lesen.
Doch auch ohne den Schreibstil hätte ich immer weiterlesen wollen, da mich die Handlung bis zum Ende gefesselt hat.
Ein Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Insel, könnte es ein besseres Setting geben?

Die Gruppe besteht aus sechs Frauen und in dem neuen Hotel auf der Insel arbeiten derzeit zwei Leute, da die offizielle Eröffnung erst später stattfinden wird.
Somit sind acht Menschen vor Ort und so schnell kommt auch niemand weiteres dorthin.
Die Freundinnen sind alle ziemlich unterschiedlich und haben sich teilweise seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen.
Tessa fühlt sich schnell fehl am Platz und noch dazu wird sie dauernd mit ihren derzeitigen Problemen konfrontiert, die sie ohnehin stets verfolgen.
Diese Nebenstory fand ich ganz interessant, aber ich hätte die Auflösung dazu gerne etwas früher gehabt.
Der Fokus auf die Gegenwart hat sich dadurch manchmal verschoben, auch wenn es nicht immer gepasst hat.

Der Cold Case ist immer wieder ein Thema und es gibt auch mehrere Kapitel von vor zehn Jahren.
Sie werden aus der Sicht von Matilda erzählt, die eine der Frauen ist, die damals verschwunden sind.
Man bekommt erste Einblicke in die Zeit und erfährt mehr über die Frauen.
Gleichzeitig stellt sich auch immer wieder die Frage, ob es tatsächlich gefährlich auf der Insel ist und wenn ja, wie diese neue Gefahr mit dem zusammenhängt, was damals passiert ist.
Es hat lange gedauert, bis ich zum ersten Mal eine Theorie entwickeln konnte, die einigermaßen plausibel klang, weil es vorher einfach zu viele (absichtliche) Lücken gab.

Ein kleiner Tipp: Ich glaube das Lesen macht mehr Spaß, wenn man den Klappentext auf dem Buch vorher nicht liest.
Davon abgesehen habe ich das Lesen sehr genossen und kann das Buch nur empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2026

Eine Liebeserklärung an Liebesgeschichten

The Romance Rivalry
1

Irene liebt Liebesgeschichten und alles was dazu gehört.
Ihre Liebe teilt sie mit ihren Hunderttausenden Follower:innen, die sich immer gerne ihre Rezensionen lesen oder ansehen.
Alles läuft super, bis ...

Irene liebt Liebesgeschichten und alles was dazu gehört.
Ihre Liebe teilt sie mit ihren Hunderttausenden Follower:innen, die sich immer gerne ihre Rezensionen lesen oder ansehen.
Alles läuft super, bis sie einen neuen Konkurrenten hat: Aiden Jeon.
Er läuft ihr immer mehr den Rang ab und provoziert sie, indem er immer die gleichen Bücher wie sie liest und bewertet.
Doch es kommt noch schlimmer.
Kaum ist Irene an ihrem College angekommen, trifft sie unerwartet auf Aiden und er wird zudem noch ihr Partner bei einem wichtigen Projekt.
Kann es eigentlich noch schlimmer werden?
Oder vielleicht doch eher besser, weil Aiden gar nicht so schlimm ist wie erwartet?

Ich habe mich sehr auf das Lesen gefreut.
Irene ist begeisterte Leserin und liest vor allem Romance Bücher und das ist auch großer Bestandteil der Geschichte.
Für Leser:innen die ebenfalls gerne in diesem Genre lesen, gab es daher viele kleine Insider, wie Tropes oder bestimmte Begriffe, die einem in der Buchwelt geläufig sind.
Der gesamte Aufbau des Buches wirkte wie eine Liebeserklärung an das Genre und das ist sehr gut gelungen.

Die Handlung selber konnte mich aber leider nicht komplett überzeugen.
Mir fiel es sehr schwer eine Verbindung zu Irene aufzubauen.
Sie wurde als eine Person beschrieben, die ich beim Lesen nicht erkennen konnte.
Ihre Handlungen waren widersprüchlich und auf Dauer anstrengend, weil sich einiges wiederholt hat.
Auch ihre Beziehung zu Aiden konnte mich leider nicht erreichen.
Die meiste Zeit wirkte sie auf mich sehr oberflächlich, nur um dann ein rasantes Tempo anzunehmen.
Aiden als Charakter mochte ich leider auch nicht so gerne, vielleicht hängt das zusammen.
Lediglich ein paar Nebencharaktere haben mir echt gut gefallen.
Die Idee der Handlung habe ich insgesamt verstanden und sie klang auch vielversprechend und wenn es ausschließlich darum gehen würde, ob das Romance Genre gut repräsentiert worden ist, dann wäre die Antwort auch ganz klar ein Ja.
Leider blieben dafür ein paar andere wichtige Dinge auf der Strecke.

Es tut mir auch total leid das zu sagen, gerade weil ich zu Beginn noch dachte, dass das ein richtig gutes Buch werden kann.
Mich hat es leider während des Lesens mehr und mehr verloren und das Ende konnte mir dann auch nicht mehr zusagen.
Was ich aber nicht unerwähnt lassen möchte ist der Schreibstil, der wirklich toll war und den Einstieg in die Geschichte sehr leicht gemacht hat.
Die Charaktere sind alle ca. 18 oder 19 Jahre alt, ich bin 24, vielleicht würde das Buch jüngeren Leser:innen eher gefallen als mir.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine wertvolle Botschaft

Statt aus dem Fenster zu schauen
1

Aus Sophie wird etwas werden, da sind sich alle sicher.
Warum auch nicht?
Sie erbringt ihre Leistungen, wie man es von ihr erwartet und man muss sich keine Sorgen um sie machen.
Aber ist Sophie auch glücklich?
Nein, ...

Aus Sophie wird etwas werden, da sind sich alle sicher.
Warum auch nicht?
Sie erbringt ihre Leistungen, wie man es von ihr erwartet und man muss sich keine Sorgen um sie machen.
Aber ist Sophie auch glücklich?
Nein, das ist sie nicht, aber danach fragt sie auch niemand.
Um das zu ändern, damit sie endlich ihr Glück und ihren eigenen Weg finden kann, trifft sie eine ungewöhnliche Entscheidung.

Für 3000 Euro ein Haus kaufen? Warum nicht?!
Sophie hat sich für diesen Weg entschieden, damit sich in ihrem Leben endlich etwas ändert und sie die Eintönigkeit, die ihr keine Freude bereitet, endlich verlassen kann.
Auch wenn das bedeutet von München nach Ostdeutschland zu ziehen.
Diese Entscheidung wirkt zwar ziemlich drastisch, trotzdem fiel es mir nicht schwer sie zu verstehen.

"Statt aus dem Fenster zu schauen" ist ein sehr ruhiges Buch und die meiste Zeit begleitet man die vielen Gedanken der Protagonistin.
Dadurch erlebt man jeden Zweifel, jede Reue und auch ein paar Selbstzweifel.
Gleichzeitig aber auch die Freude, die Fortschritte und die Momente, in denen sie sich immer mehr zutraut und vielleicht endlich die Fragen beantworten kann, die sie sich ganz zu Beginn gestellt hat.
Und irgendwann kam der Moment für mich als Leserin, als ich am liebsten in dieses Buch gestiegen wäre, um mit Sophie in ihrem Haus zu wohnen und den Tag auf ihrem Grundstück zu verbringen.

Obwohl das der Fall war, habe ich tatsächlich erst nach dem Lesen gemerkt, was dieses Buch in mir ausgelöst und wie viel es mir bedeutet hat.
Vielleicht lag es auch daran, da ich nur ein wenig jünger bin als Sophie und ihre Lebenslage dadurch gut nachvollziehen konnte, aber diese Geschichte war wirklich sehr wertvoll.
Ein ganz paar Längen hatte die Handlung trotzdem, aber das ändert nicht an dem Gesamteindruck.

Fazit: Ein ruhiges Buch mit einer wertvollen Botschaft und dem Hinweis, öfter mal auf die innere Stimme zu hören.

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