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Veröffentlicht am 19.07.2026

Abgründe der Liebe

Alles Liebe
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"Alles Liebe" hat mich wirklich überrascht, auf eine sehr positive Art.
Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen, was mich beim Lesen erwarten würde, dafür gab der Klappentext zu wenig Informationen her.
Doch ...

"Alles Liebe" hat mich wirklich überrascht, auf eine sehr positive Art.
Ich konnte mir anfangs nicht vorstellen, was mich beim Lesen erwarten würde, dafür gab der Klappentext zu wenig Informationen her.
Doch kaum hatte ich mit dem Lesen begonnen, war ich total eingenommen von den fünf kurzen Geschichten, aus denen dieses Buch bestanden hat.

Geht es um Liebe?
Ja schon, aber es ist deutlich komplexer.
In jedem Abschnitt ging es um andere Charaktere, auch wenn sie alle lose miteinander verbunden sind.
Sie alle haben eine Person in ihrem Leben, die sie auf ihre Art lieben.
Doch diese "Liebe" drückt sich immer anders aus und manchmal ist es auch gar nicht die Liebe für einen Menschen, sondern man liebt eher das, was sie einem ermöglicht, Aufmerksamkeit, Ablenkung, Sicherheit und vieles mehr.

Das Buch ist Fiktion und gleichzeitig auch wieder nicht.
Die Figuren und Geschichten sind erfunden, aber sie könnten ebenso echt sein.
Sie zeigen die Abgründe der Menschen und Emotionen und Gedanken, über die sonst geschwiegen wird.
Es ist alles so glaubwürdig gewesen und manchmal war das echt schockierend, diese brutale Ehrlichkeit der Charaktere war aber trotzdem auch faszinierend.

Ich hatte ein ganz besonderes Leseerlebnis mit diesem Buch und kann es nur empfehlen, möchte aber auch erwähnen, dass manche Themen sehr schwer waren und nicht für alle lesbar sind. Darüber sollte man sich vorher informieren.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Ich bin mir genug?!

Halbwach
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Zoe hasst es wenn die Männer, mit denen sie schläft, klammern.
Dann muss sie ihnen das Herz brechen und ist dann wieder die Böse in der Geschichte, dabei geht sie von Anfang sehr offen damit um, was sie ...

Zoe hasst es wenn die Männer, mit denen sie schläft, klammern.
Dann muss sie ihnen das Herz brechen und ist dann wieder die Böse in der Geschichte, dabei geht sie von Anfang sehr offen damit um, was sie will und was nicht.
Schließlich lernt sie Mael kennen, dem es ganz ähnlich geht wie ihr, etwas besseres kann Zoe sich nicht vorstellen.
Nur eine rein körperliche Beziehung, mehr nicht.
Aber wieso ist Zoe das eigentlich so wichtig?
Woher kommt ihr Wunsch? Und was passiert, wenn sich dieser Wunsch verändert?

Mich hat der Klappentext von Anfang an angesprochen und ich wollte unbedingt Zoes Geschichte erfahren.
Mich hat ihre Einstellung zu bestimmten Themen sehr interessiert und auch die Tatsache, dass sie Beziehungen alles andere als romantisiert, das fand ich spannend und ansprechend.
Gleichzeitig war aber auch klar, dass das wahrscheinlich einen Ursprung hat.

Zoe hat mich direkt mitgerissen.
Die Autorin hat eine Protagonistin erschaffen, die so unglaublich vielschichtig in ihren Emotionen ist und davon noch gar keine Ahnung zu haben scheint.
Eine junge Frau, die nie richtig gelernt hat auf ihre eigenen Gefühle zu hören und die stattdessen versucht, sie zum Schweigen zu bringen, denn das hat bisher immer funktioniert, das gibt ihr Sicherheit.
Doch in ihr schlummert so viel Wut, Traurigkeit und Verzweiflung, aber auch viel Überforderung von all diesen Emotionen.
Eine junge Frau, die keine Nähe zulassen kann, schließlich war sie früher, und teilweise noch immer, an Bedingungen geknüpft.

Ihre Art eckt oft an und wird häufig nicht als "normal" angesehen.
Dabei tun viele Männer dasselbe wie sie, binden sich nicht und haben viele verschiedene Partner.
Aber während das bei Männern okay ist, wird sie dafür verurteilt.
Der Umgang mit diesem Thema war sehr gesellschaftskritisch und unbequem, weil die harte Wahrheit auf den Tisch kam.
Beleidigungen die Zoe an Kopf geworfen werden oder wie respektlos über Frauen geredet werden, die nicht dem gesellschaftlichem "Ideal" entsprechen.
Das war natürlich nicht schön zu lesen, aber leider doch sehr realistisch.

Mich hat das Buch sowohl während des Lesen, als auch danach, nicht losgelassen. Ich habe viele Stellen markiert und habe mir bei manchen Zitaten einfach nur gedacht: "Wow, ist das gut!"
Deswegen stellt sich für mich auch nicht die Frage, ob ich Halbwach empfehlen würde oder nicht.
Am liebsten würden ich es jedem Menschen in die Hand drücken.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

Gegen weibliche Scham

Unshame
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Von Louisa Dellert haben bestimmt alle schon mal etwas gehört.
Ich persönlich erinnere mich an sie vor allem als Moderatorin bei "Deep und Deutlich", habe sie aber auch schon häufig auf Instagram entdeckt.
Auch ...

Von Louisa Dellert haben bestimmt alle schon mal etwas gehört.
Ich persönlich erinnere mich an sie vor allem als Moderatorin bei "Deep und Deutlich", habe sie aber auch schon häufig auf Instagram entdeckt.
Auch dort redet sie über Themen die ihr wichtig sind und setzt sich gegen weibliche Scham ein, da jede Frau so leben sollte, wie sie es möchte, ohne sich zu sehr nach der Meinung anderer zu richten.

In ihrem Buch geht sie ebenfalls auf diese Themen ein, aber noch viel intensiver, als sie es auf Instagram bisher getan hat.
Man merkt schnell, dass sie eine aufwendige Recherche betrieben hat und wie sehr ihr das am Herzen lag.
Sie geht auf verschiedene Aspekte des Frauenseins ein und auch der Umgang mit Frauen auf Social Media nimmt dabei einen großen Platz ein, da sie auch selber davon betroffen war und ist.
Zwar sind einige Informationen nicht neu gewesen, doch die Art und Weise, wie sie besprochen worden sind hat mir sehr gefallen.

Die Autorin nimmt ihre Leser:innen an die Hand und versucht ihnen aufzuzeigen, wie sie in bestimmten Situation reagieren könnten oder wie sie sich selber schützen können, ohne dabei die eigene Empathie für andere und sich selbst zu verlieren.
Nach jedem Kapitel gibt es dafür ein paar Tipps, die dabei helfen könnten.

Mir hat das Buch gefallen und besonders die persönliche Note der Autorin, wenn sie von eigenen Erfahrungen berichtet.
Sowohl ihre Fans, als auch neutrale Leser:innen, können mit Sicherheit etwas aus diesem Buch mitnehmen.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

Gibt es noch Hoffnung?

Weißer Sommer
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Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mir im Kopf eine Version der Geschichte vorgestellt und davon, wie die Handlung wohl verlaufen würde.
Die tatsächliche Umsetzung kam dem überhaupt nicht nahe ...

Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich mir im Kopf eine Version der Geschichte vorgestellt und davon, wie die Handlung wohl verlaufen würde.
Die tatsächliche Umsetzung kam dem überhaupt nicht nahe und das hat mich anfangs etwas aus dem Konzept geworfen.

Alma und Théo sind schon seit mehreren Jahren zusammen und sie lieben sich nach wie vor sehr, trotzdem wissen beide, so wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen.
Daher verbringen sie den Sommer in Frankreich, in dem Haus von Almas Eltern und dort wollen sie eine Entscheidung für ihre Zukunft treffen.

Ich habe damit gerechnet, dass man das Paar genau dabei begleiten würde und man mit ihnen diesen Sommer verbringt.
Teilweise hat man das auch, aber die meiste Zeit verbrachte man in der Vergangenheit und das hat mich zu Beginn sehr irritiert.
Natürlich war es auch sehr interessant herauszufinden, wie Alma und Théo sich kennengelernt haben oder auch wie ihre Beziehung in den folgenden Jahren verlaufen ist und was letztendlich für ihre Probleme gesorgt hat.
Trotzdem hätte ich auch mehr Zeit in der Gegenwart gebraucht und mehr Gespräche die die beiden dort führen.

Dadurch war mein Start mit dem Buch nicht ganz leicht, aber ich habe dann doch immer mehr ins Buch gefunden, als ich den Ton der Geschichte verstanden habe.
Der Schreibstil war wirklich schön, er hat alles richtig gut eingefangen und speziell das Dilemma, in dem sich das Paar befindet, konnte man bewusst verfolgen und nachvollziehen.
Denn Alma und Théo lieben sich noch immer, aber sie entfremden sich stetig voneinander und das nicht, weil etwas Großes vorgefallen ist, sondern weil sie sich weiterentwickeln und nicht mehr die Personen sind, die sie am Anfang ihrer Beziehung waren.
Sind ihre Leben überhaupt noch kompatibel?
Halten sie an etwas fest, das gar keine Chance mehr hat?
Um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, waren die Kapitel in der Vergangenheit natürlich wichtig, das habe ich dann auch verstanden.
Nichtsdestotrotz hätte ich gerne mehr von ihrer Gegenwart gelesen.

Zum Ende kann ich sagen, dass ich es doch sehr gemocht habe, weil es für mich realistisch war und sich richtig angefühlt hat.
Daher würde ich es empfehlen, aber gleichzeitig auch sagen, dass man den Klappentext einfach ignorieren sollte, damit man nicht mit falschen Erwartungen das Buch liest.

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Veröffentlicht am 23.06.2026

Selten so viel gelacht

If Books Could Kill
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Roxy liebt die Bücher ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews, am liebsten wäre sie selber mal die Protagonistin in einem ihrer Bücher.
Als sie schließlich die Chance hat, sich genau das zu wünschen, tut ...

Roxy liebt die Bücher ihrer Lieblingsautorin Anna Matthews, am liebsten wäre sie selber mal die Protagonistin in einem ihrer Bücher.
Als sie schließlich die Chance hat, sich genau das zu wünschen, tut sie das natürlich auch.
Nur muss sie schnell erkennen, das neue Buch von Anna ist keiner ihrer Liebesromane, sondern ein Thriller, und Roxy ist schon längst mittendrin.

Ich hatte schon vor dem Lesen das Gefühl, dass mir das Buch gut gefallen würde.
Aber am Ende war es noch besser als erwartet.
Der Mix aus Liebesroman und Thriller wurde gut umgesetzt, aber was ich am meisten mochte war der Humor.
Manche Szenen waren zum Schreien komisch und ich konnte nicht aufhören zu lachen.
Noch nie habe ich beim Lesen so sehr lachen müssen, wie bei diesem Buch.
Allein deshalb ist es für mich schon ein Highlight.

Mit Roxy als Protagonistin wurde es nie langweilig.
Ihr Wunsch entwickelte sich zu einer äußerst unglücklichen Situation, aber sie hat diese Herausforderung absolut gerockt und ihre Lösungen waren stets einzigartig.
Grant an ihrer Seite, war der beste Partner in Crime, den sie hätte kriegen können, auch wenn er weitaus weniger risikobereit war als Roxy.
Die beiden zusammen haben mir den größten Spaß seit langem bereitet.
Auch alle anderen Charaktere, die ihren Platz in der Handlung gefunden haben, haben wirklich gut mit Roxy und Grant harmoniert und die Geschichte mehr als bereichert.

Fazit: Ein gelungener Mix zweier Genre und das lustigste Buch, das ich seit langem gelesen habe.

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