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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.06.2026

Sieben Tage Online

Just Watch Me
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Del braucht Geld. Dringend. Dann kommt ihr die Idee, sie wird einen Livestream starten, in dem sie zum Spenden aufruft. Schließlich braucht sie das Geld für ihre Schwester, die im Koma liegt und deren ...

Del braucht Geld. Dringend. Dann kommt ihr die Idee, sie wird einen Livestream starten, in dem sie zum Spenden aufruft. Schließlich braucht sie das Geld für ihre Schwester, die im Koma liegt und deren Behandlung unfassbar teuer ist. Doch je länger Del online ist, desto mehr verliert sie sich in ihrem Stream und würde bald alles tun, um mehr Spenden zu erreichen.

Den Inhalt des Buches zu beschreiben, ist gar nicht mal so leicht. Del ist keine Protagonistin, die automatisch für Sympathie sorgt, aber trotzdem ist man von ihrem Handeln gefesselt. Sobald sie ihren Stream angefangen hat, fühlte es sich so an, als wäre man mittendrin und würde, statt das Buch zu lesen, gerade live den Stream schauen. Es fühlte sich echt und greifbar an, auch weil Themen angesprochen worden sind, wie Krankenversicherungen und schreckliche Apartments in New York, die mehr mehr als realistisch waren. Die regelmäßigen Kommentare ihrer Follower, die häufig abgedruckt waren, haben es noch echter wirken lassen.

Trotzdem war es nicht immer leicht Del zu begleiten. Ihre Handlungen nahmen Züge an, die sie körperlich an ihre Grenzen getrieben haben und das wurde detailreich beschrieben. Nicht immer angenehm. Auch ihre Fixierung auf den laufenden Stream, aber auch auf andere Dinge, war sehr intensiv und man merkt schnell, dass Del einiges mit sich herumträgt. Ein paar Informationen zu Del und ihrem Leben bekommt man zwar nach und nach, aber für noch mehr Tiefe, hätte ich mir ein paar weitere private Momente und Informationen gewünscht. Die emotionalen Szenen die es gab, empfand ich jedoch als gelungen.

Insgesamt war es eine spannende Erfahrung "Just Watch Me" zu lesen und ich habe bisher nicht vergleichbares gelesen, ein Muster das sich häufig bei den Büchern aus dem Pola-Verlag erkennen lässt.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

The Sound of Jessamyn

She’s a Star!
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Jessamyn ist ein Star! Naja, so gut wie.
Aber sie ist sich sicher, dass sie bald entdeckt werden wird, anders geht es gar nicht bei ihrem Talent.
Daher kann sie es nicht glauben, als nicht sie die Hauptrolle ...

Jessamyn ist ein Star! Naja, so gut wie.
Aber sie ist sich sicher, dass sie bald entdeckt werden wird, anders geht es gar nicht bei ihrem Talent.
Daher kann sie es nicht glauben, als nicht sie die Hauptrolle für ihr Lieblingsmusical bekommt, sondern ihre Konkurrentin.
Allerdings muss das ein Fehler sein, da ist Jessamyn sich sicher und das muss sie anderen jetzt nur noch beweisen.

She's a Star ist ein sehr besonderes Buch und ich kann definitiv behaupten, dass ich noch nie etwas vergleichbares gelesen habe.

Jessamyn ist kein leichter Charakter und trotzdem schließt man sie irgendwie ins Herz.
Sie ist sehr von sich und ihrer Leistung überzeugt, noch dazu kommandiert sie gerne die Menschen um sich herum und versucht sie dazu zu bringen, Dinge für sie zu tun.
Ihr großes Ziel ist es ein Star zu werden und irgendwann am Broadway zu spielen.
Das nötige Talent dazu hat sie natürlich, das ist ja klar.

Als sie ihre geliebte Rolle nicht bekommt, aber dennoch eine Arbeit in der Produktion findet, versucht sie alles, um doch noch ins Rampenlicht zu kommen.
Sie dabei zu begleiten war teilweise faszinierend, weil sie so hartnäckig bleibt und es mehr als alles andere will, gleichzeitig war es aber auch erschreckend, wie sehr sie sich darin verliert.

Aus der Hand legen konnte ich das Buch irgendwann gar nicht mehr, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergehen wird.
Es war wirklich großartig geschrieben und es hat sich manchmal wirklich so angefühlt, als würde man kein Buch sondern ein Theaterstück verfolgen.

Fazit: Ein besonderes Buch mit einer intensiven Handlung, die ziemlich einzigartig ist.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Eine Party mit Schrecken

Die Dinner Party
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Als ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, ...

Als ihr Freund Franca bittet eine Dinnerparty zu veranstalten, ist sie alles andere als begeistert, aber sie entschließt sich dennoch dazu, ihm diesen Gefallen zu tun. Nur hätte sie nie damit rechnen können, wie dieser Abend verlaufen würde und das danach nichts mehr so ist wie zuvor.

Wenn man den Titel ließt, denkt man erstmal an eine fröhliche und leichte Geschichte, immerhin steckt das Wort "Party" im Titel.
Doch sobald man das Buch liest, wird man es unweigerlich anders beschreiben müssen.
Es war sehr viel tiefgründiger, als ich es erwartet hatte.
Die Themen, mit denen man sich auseinandergesetzt hat, waren teilweise schwer und traurig, aber vor allem haben sie auch zum Nachdenken angeregt.

Franca fühlt sich noch nicht angekommen im Leben.
Zwar ist sie verlobt, wohnt in einem tollen Haus und um das Finanzielle muss sie sich auch keine Sorgen machen, aber wirklich glücklich ist sie eigentlich nicht.
Aber woran liegt das? Und geht es anderen Menschen nicht viel schlechter als ihr? Darf sie sich dann überhaupt beschweren?

Man begleitet Franca sowohl in der Vergangenheit, sogar teilweise in ihrer Kindheit, aber auch in der Gegenwart, wo sie die Ereignisse der Dinnerparty rekapituliert.
Dadurch lernt man sie auf viele verschiedene Arten kennen und am Ende hat man ein großes Bild von Franca und das ist genau das, was sie von sich selbst auch hat.
Wobei man als Leser:in vielleicht zeitweise besser zwischen den Zeilen lesen kann und einem Dinge klar werden, für die Franca noch Zeit braucht, das fand ich ziemlich spannend.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, spukte es trotzdem weiter in meinem Kopf herum und ich habe über viele verschiedene Aspekte der Handlung nachdenken müssen.
Unter anderem auch darüber, wie viel ein Mensch ertragen kann, bevor Körper und Geist einfach dicht machen und man jede Kontrolle verliert.
Wo und wann fängt das an? Und könnte man es aufhalten oder ist es vielleicht sogar unausweichlich?

Ich werde defintiv noch lange an dieses Buch und an Franca denken und bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

Weird Girls
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Maggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, ...

Maggie, Harley, Róise und Lydia sind beste Freundinnen, sie kennen sich seit ihrer Kindheit und Jugend und mittlerweile wohnen sie auch zusammen in einem Haus, das sie gemietet haben. Alles läuft super, bis sie sich mit Lydia zerstreiten und diese kurz darauf stirbt, eine Aussprache ist plötzlich unmöglich und auch sonst ist das Leben der drei hinterbliebenen Freundinnen nicht mehr so, wie es einmal war.

Die Handlung beginnt ein Jahr nach Lydias Tod. In diesem Jahr haben Maggie, Harley und Róise zwar verstanden, dass ihre Freundin tot ist, aber richtig verarbeitet haben sie es eigentlich nicht. Was folgt sind viele Partynächte mit viel zu viel Alkohol und auch Drogen, aber mit ihren eigentlichen Problemen befassen sie sich lieber nicht.

Auf den ersten Blick wirkt das Buch fast oberflächlich geschrieben, aber je weiter man liest, desto mehr findet man zwischen den Zeilen. Plötzlich habe ich ein Verständnis für die Mädels entwickelt und unausgesprochene Gefühle trotzdem in ihren Worten erkannt. Für mich war der Schreibstil daher sehr raffiniert und auch sonst ließ es sich super lesen. Durch die zweite Hälfte bin ich praktisch geflogen.

Neben den Geistern aus der Vergangenheit, ist auch die Gegenwart der drei Frauen nicht immer rosig. Sie alle wissen eigentlich gar nicht was sie wollen. Meistens lassen sie sich einfach treiben, nur um dann später zu erkennen, dass das nicht immer die beste Entscheidung ist. Wie bereits erwähnt, ist der Alkohol- und Drogenkonsum ein großes Thema in dem Buch. Mir persönlich zu groß. Zwar glaube ich nicht, dass das das Ziel der Autorin war, aber oftmals wirkte es fast verherrlicht. Selten ist man darauf näher eingegangen und noch seltener, haben die Protagonistinnen ihren Konsum hinterfragt. Das fand ich etwas schade und ist auch mein größter Kritikpunkt an dem Buch.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch echt gerne gelesen. Das Leben von Maggie, Harley und Róise hat mich ehrlich berührt und ich denke, dass ich noch eine ganze Weile an sie denken werde.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Die Party des Jahres

Party of Liars
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Jeder in dem Ort kennt dieses Haus und nun soll dort die Party des Jahres stattfinden.
Vier Frauen, unterschiedlichen Alters, sind Gäste auf dieser Veranstaltung und jede von ihnen hat Dinge die sie verheimlicht.
Als ...

Jeder in dem Ort kennt dieses Haus und nun soll dort die Party des Jahres stattfinden.
Vier Frauen, unterschiedlichen Alters, sind Gäste auf dieser Veranstaltung und jede von ihnen hat Dinge die sie verheimlicht.
Als es dann zu einem tödlichem Vorfall kommt, nimmt die Party ein Ende und Geheimnisse kommen ans Licht.

Zuerst möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren.
Für mich war es von Anfang an ein Hingucker, aber wenn man es genauer betrachtet, fallen einem nach und nach kleine Details auf, die in der Handlung ihre Begründung finden, dass fand ich total toll gemacht.

Es gibt insgesamt vier POVs.
Dani, Orlaith, Kim und Mikayla sind die Protagonistinnen.
Auch unabhängig von der Veranstaltung kennen sie einander und die persönlichen Beziehungen zueinander sind teilweise sehr angespannt.
Dani ist mit Ethan verheiratet, er ist der Gastgeber und veranstaltet die Party für seine Tochter Sophie aus erster Ehe, die nun sechzehn Jahre alt wird.
Kim ist Sophies Mutter und nicht gut auf ihren Exmann und seine neue Frau zu sprechen.
Mikayla ist Sophies beste Freundin und Orlaith ist die Nanny von Dani und Ethans Tochter, die sechs Monate alt ist.
Sie alle sind sehr verschieden, so waren sie auch, unabhängig von ihren Namen, gut auseinander zu halten.
Jeder Charakter war einzigartig.

Anfangs haben diese vielen verschiedenen POVs für viel Spannung gesorgt.
Schnell war klar, dass jede der Frauen ihre eigenen Ziele verfolgt, aber nicht alle davon sind automatisch gut.
Viele Dinge blieben unausgesprochen und das hat es ziemlich aufregend gemacht.
Allerdings hat sich dieser Zustand nie wirklich verändert, selbst dann nicht, als die Handlung ein paar Auflösungen gut hätte vertragen können.
Dadurch wurde ein Punkt, den ich zu Beginn total gelobt habe, nachher eher ein Grund, warum die Geschichte für mich an Fahrt verloren hat.
Für mich entwickelte sich das Buch daher in die Richtung, dass ich den Anfang echt sehr stark fand, aber danach das Gefühl hatte, dass das Potenzial nicht ganz ausgeschöpft worden ist.
Und Potenzial hatte das Buch eigentlich wirklich viel.

Insgesamt war es für mich auch kein klassischer Thriller, eher ein psychologischer Roman mit Thriller-Elementen.

Fazit: Ein Buch mit viel Potenzial, das aber leider ein bisschen auf der Strecke geblieben ist. Aber ich würde das Buch allen empfehlen, die es nicht ganz so blutig mögen und dennoch gerne spannende Bücher lesen.

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