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Veröffentlicht am 10.03.2026

Eine (un)glückliche Familie

Alle glücklich
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Nina, Alexander, Ben und Emilia wirken von außen wie eine ganz normale Familie.
Auch innerhalb der Familie macht das zumindest den Anschein.
Klar, manchmal müssen bei Konflikten auch Kompromisse herhalten, ...

Nina, Alexander, Ben und Emilia wirken von außen wie eine ganz normale Familie.
Auch innerhalb der Familie macht das zumindest den Anschein.
Klar, manchmal müssen bei Konflikten auch Kompromisse herhalten, aber immer mit dem Ziel, dass dabei "alle glücklich" sind.
Doch wer von ihnen ist das tatsächlich?

Zu Beginn wirkt es wie ein Roman über eine Familie, die man in ihrem Alltag begleitet.
Jeder von ihnen hat seine eigenen Probleme und redet nicht darüber, aber trotzdem funktionieren sie zu Hause und wenn sie jemand fragen würde, würden vermutlich alle antworten, dass alles in Ordnung ist.
Aber hinter dieser Fassade schlummert so viel mehr und je weiter man liest, desto mehr merkt man das auch.

Jedes Familienmitglied hat eine eigene POV und somit lernt man alle gleichermaßen gut kennen und begleitet sie auch in ihren Gedanken.
Die Sympathie hat sich dabei ganz unterschiedlich verteilt.
Nina, die Mutter, mochte ich sehr gerne.
Auch ihre Entwicklung innerhalb der Handlung gefiel mir wirklich gut.
Alexander zu mögen war da schon sehr viel schwerer.
Seine Gefühle konnte ich nur schwer nachvollziehen und seine Ausdrucksweise ließ manchmal zu wünschen übrig.
Die Kinder der beiden hätten unterschiedlicher nicht sein können, aber beide hatten sie ihre ganz eigenen Probleme.
Emilia und Ben haben mich vor allem emotional sehr mitgenommen und durch sie kamen auch wichtige Themen zur Sprache.
Unabhängig von Sympathie und sonstigen Gefühlen, ist die Autorin jedem Charakter gerecht geworden.
Ich konnte irgendwann gar nicht mehr aufhören zu lesen und ihr Schreibstil hat es sehr leicht gemacht das Buch fast in einem Rutsch zu lesen.
Für mich eine große Empfehlung und ganz klar fünf Sterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2026

Geisterjagd mit Humor

The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love
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Melody Bittersweet kann Geister sehen, so wie alle Frauen in ihrer Familie.
Um auf eigenen Beinen zu stehen, gründet Melody ihre eigene Agentur, die "Girls Ghostbusting Agency", zusammen mit ihrer besten ...

Melody Bittersweet kann Geister sehen, so wie alle Frauen in ihrer Familie.
Um auf eigenen Beinen zu stehen, gründet Melody ihre eigene Agentur, die "Girls Ghostbusting Agency", zusammen mit ihrer besten Freundin Marina und Mitarbeiter Artie.
Schon bald wartet ihr erster gemeinsamer Auftrag auf sie, doch der bringt einige Probleme mit sich.

Das Buch hat mich sehr unterhalten.
Die Mischung aus Fantasy, Romance, Mystery Crime und einer großen Portion Humor hat mir wirklich gut gefallen.
Auch die Charaktere haben einen entscheidenden Teil zur Handlung beigetragen und die Kombination ihrer Persönlichkeiten war perfekt getroffen.

Melodys Gabe Geister zu sehen sorgt für einige interessante Momente, sowohl was die Agentur betrifft, als auch ihr privates Leben.
Ihre Mutter und ihre Großmutter besitzen ebenfalls diese Fähigkeit und nicht nur das, sie haben ebenfalls viel Freude daran sich in Melodys Leben einzumischen, sehr zu ihrem Leidwesen.
Mir haben die gemeinsamen Szenen jedoch viel Spaß bereitet.
Doch neben all den humorvollen Momenten gab es zu meiner Überraschung auch tiefgründige und emotionale Gespräche.
Die Kombination aus beidem war stimmig und hat der Geschichte mehr Tiefe geschenkt.

Die Girls Ghostbusting Agency versucht während ihres ersten Auftrags ein Verbrechen aufzudecken, das vor über hundert Jahren passiert ist.
Diese Mystery Crime Anteile haben der Handlung auch eine große Portion Spannung verliehen.
Es war toll so viele verschiedene Elemente in einem Buch zu haben.
Nach dem Lesen ist mir auf jeden Fall klar, dass ich auch die nächsten Bände der Reihe lesen möchte.

Fazit: Ein gelungener und vielschichtiger Reihenauftakt mit einer sehr sympathischen Protagonistin.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Mistys Suche nach ihrem Lebensweg

Open Hearts
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Misty ist frisch verlassen worden und wohnt nun wieder bei ihrer Mutter in Brighton.
Die Trennung hat ihr den Boden weggerissen und sie weiß nicht, was sie als nächstes tun soll, schließlich stand das ...

Misty ist frisch verlassen worden und wohnt nun wieder bei ihrer Mutter in Brighton.
Die Trennung hat ihr den Boden weggerissen und sie weiß nicht, was sie als nächstes tun soll, schließlich stand das bis vor kurzem doch schon fest.
Eines ist ihr aber klar, sie möchte nicht für immer allein sein, so wie ihre Mutter, also meldet sie sich auf Dating-Apps an und lernt Christopher kennen, einen Mann mit Langzeitpartnerin, Kind und einer offenen Beziehung.
Misty fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, aber kann sie sich auf mit seinem Beziehungsmodell anfreunden?

Mir war zu Beginn nicht ganz klar, welchen Verlauf die Handlung nehmen würde, nachdem ich den Klappentext gelesen habe.
Würde es darum gehen, dass Misty sich in einer nicht monogamen Beziehung zurechtfindet oder darum ihren eigenen Weg zu finden, der zwangsläufig auch zu mehr Selbstständigkeit führt und diese Beziehung ist ein erster Schritt in diese Richtung?
Am Ende war es wohl beides und gleichzeitig nichts davon.

Misty war ein spannender Charakter.
Sie macht sich viele Gedanken, zu allen Themen, die ihr gerade einfallen und ist sehr verkopft.
Mir schien es so, als hätte sie wenig Zugang zu ihrem Bauchgefühl, weil ihr Kopf viel zu laut ist, um ihn verstehen zu können.
Das zeigt sich darin, dass sie sich seit Jahren als Autorin versucht, aber alle Manuskripte als Entwürfe enden, da sie nicht das schreibt, was sie schreiben möchte, sondern das, von dem sie denkt, das andere es mögen würden.
Aber auch in ihr Privatleben lässt sich dieses Muster erkennen.
Als sie Christopher kennenlernt, möchte Misty ihm unbedingt gefallen, dadurch verhält sie sich nicht immer so, wie sie es eigentlich möchte.
Denn ihre größte Angst ist es alleine zu sein, also sieht sie es als nötiges Opfer, um das zu verhindern.
Ihre Menge an Gedanken war zwar manchmal etwas überwältigend, aber mir ist Misty schnell ans Herz gewachsen.

Misty führte eine Menge an interessanten Gesprächen, die mir sehr gefallen haben.
Dennoch gab es für mich auch stockende Momente in der Handlung, als es für mich nicht ganz klar war, was nun das Ziel dieser Geschichte und gleichzeitig auch Mistys Ziel ist.
Doch am Ende habe ich erkannt, dass es in erster Linie nicht zwingend um ein Ziel geht, sondern eher einen Zustand, den man versucht zu erreichen.
Die letzten ca. 80 haben mir daher sehr gut gefallen und waren ziemlich erhellend für mich.

Eine Sache die mir jedoch immer wieder aufgefallen sind, waren Logikfehler in der Handlung oder auch schriftliche Fehler.
Um ein Beispiel zu nennen: Es gab gerade zu Beginn mehrere Fehler in der Zeitachse, die zwischendurch auch sehr verwirrend waren.

Fazit: Ein Buch mit vielen Gedanken und einer interessanten Protagonistin.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Einen Mord auf die Liebe

A Killer Crush
5

Jamie liebt Filme, gerade dann wenn es Romcoms oder Slasher Filme sind.
Doch nie hätte sie damit gerechnet, dass ein Speed-Dating Event diese beiden Genres vereinen würde und für Jamie einen ganz eigenen ...

Jamie liebt Filme, gerade dann wenn es Romcoms oder Slasher Filme sind.
Doch nie hätte sie damit gerechnet, dass ein Speed-Dating Event diese beiden Genres vereinen würde und für Jamie einen ganz eigenen "Film" kreieren.

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil es mir ähnlich geht wie Jamie.
Mir gefallen ebenfalls beide Genres und die Vorschau nun beides miteinander verwoben zu erleben, klang ziemlich verlockend.
Die Umsetzung hat mir in vielen Punkten gut gefallen, doch manchmal hatte ich dennoch mit einer anderen Herangehensweise gerechnet.

Jamie geht mit ihrer besten Freundin und Mitbewohnerin Laurie zum Speed-Dating Event, um einfach mal wieder unter Leute zu kommen.
Das Event verläuft jedoch sehr viel blutiger, als es wünschenswert gewesen wäre.
Es beginnt ein Kampf ums Überleben und man weiß nicht, wem man vertrauen kann.
Auch sieht Jamie sich schnell mit der Tatsache konfrontiert, dass sie sich in ihrer ganze eigenen Romcom/Slasher Film Handlung befindet.
Ich finde tatsächlich, dass beide Genres auch gut rübergekommen sind, was mich zum Teil sogar überrascht hat.
Dennoch hat das gleichzeitig dafür gesorgt, dass der Verlauf der Geschichte hin und wieder etwas eintönig geblieben ist und wenig neue Elemente hinzukamen.
Trotzdem war die Handlung sehr unterhaltsam und hatte wirklich etwas von einem Film.

Mit dem Schreibstil musste ich mich erst anfreunden.
Ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten in einen flüssigeren Lesefluss zu kommen.
Bis zum Schluss bin ich nicht zu hundert Prozent mit ihm warm geworden.

Fazit: Ein unterhaltsames Buch mit einem interessantem Genre-Mix, das für mich aber kleinere Schwächen in der Umsetzung hatte.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Alles für das Traumhaus

Tödliches Angebot
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Margo ist verzweifelt.
Seit Jahren ist sie auf der Suche nach ihrem Traumhaus, damit sie und ihr Mann dort eine Familie gründen können.
Doch egal wie viele Angebote sie abgeben, nie bekommen sie eines ...

Margo ist verzweifelt.
Seit Jahren ist sie auf der Suche nach ihrem Traumhaus, damit sie und ihr Mann dort eine Familie gründen können.
Doch egal wie viele Angebote sie abgeben, nie bekommen sie eines der Häuser.
Als sie dann einen Geheimtipp ihrer Maklerin bekommt kann sie es kaum glauben, dieses Haus ist alles was sie jemals gewollt hat.
Und um "ihr Haus" zu kriegen, würde sie alles tun, wirklich alles.

Margo war eine interessante Protagonistin.
Zuerst wirkte sie relativ unscheinbar und unschuldig.
Zwar ist ihr Wunsch nach dem perfekten Haus für sich und ihren Mann groß, auch ein paar Tricks wendet sie dafür an, aber sie machte keinen gefährlichen Eindruck.
Doch Margo hat auch eine dunkle Seite an sich und die hat sich schneller gezeigt als gedacht.
Im Klappentext steht, dass man Margo einfach mögen muss und irgendwie ist das trotz allem auch so.
Am Ende habe ich ihr tatsächlich gewünscht, dass ihre Träume in Erfüllung gehen.

Trotzdem war ich nicht nur begeistert von der Geschichte.
Im Mittelteil hat es sich für mich etwas gezogen.
Margo hat sich mit Dingen beschäftigt, die sehr zeitaufwändig waren, aber am Ende waren sie für den Ausgang der Geschichte nicht so entscheidend, wie es anfangs den Eindruck gemacht hatte.
Aber dann gab es doch wieder einen Twist in der Handlung, der alles wieder auf den Kopf gestellt hat und bei dem erneut die Spannung aufkam.

Fazit: Ein Auf und Ab der Gefühle mit einer Protagonistin, die es faustdick hinter den Ohren hat.

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