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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2023

klein aber stark

Das Erwachen des letzten Menschen
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Das Szenario ist bedrückend und deprimierend. Die Welt der Zukunft ist in eine obere und eine untere Welt aufgeteilt. In beiden Welten herrscht KI (Künstliche Intelligenz) und erfüllt alle Wünsche. Das ...

Das Szenario ist bedrückend und deprimierend. Die Welt der Zukunft ist in eine obere und eine untere Welt aufgeteilt. In beiden Welten herrscht KI (Künstliche Intelligenz) und erfüllt alle Wünsche. Das Leben ist nur noch ein einsames Dahinvegitieren und da die KI beschlossen hat, dass der Mensch sich nicht mehr vermehren soll, stirbt die Menschheit langsam aus. Aber einem Menschen gelingt es, aus der Monotonie auszubrechen und sich nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Aber bringen ihn diese Grübeleien weiter ?

Ein kleines Büchlein, das es in sich hat ! Die ersten Seiten sind sehr deprimierend, allein das Ausgangszenario ist kaum zu ertragen. Auch im Verlauf des Buches gibt es immer wieder Stellen, wo man ausrufen möchte :"Wie schrecklich!" Besonders schlimm finde ich die Vorstellung, dass jeder Mensch komplett für sich alleine ist und keine anderen Menschen mehr kennt oder auch nur eine Idee hat, wie er jemanden treffen könnte. Gegen Ende gibt es einen winzigen Hoffnungsschimmer in Form eines Vorsatzes, an den man sich klammert.

Das Buch liest sich zwar schnell, da es nur ca 50 Seiten hat, lässt einen aber gleichzeitig immer wieder innehalten, nach Luft schnappen und das Buch weglegen, um das Gelesene zu verdauen. Ein Werk, das auf jeden Fall nachdenklich macht. Ich finde es durchaus lesenswert und habe es direkt mit einem Kollegen besprochen, weil es so unter die Haut geht.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

so kitschig

Sag niemals stirb
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Eigentlich liebe ich die Bücher von Tess Gerritsen. Dieses habe ich an einem Tag gelesen, aber nicht, weil es ein Pageturner war, sondern weil es so grottenschlecht war, dass ich es schnell beenden wollte. ...

Eigentlich liebe ich die Bücher von Tess Gerritsen. Dieses habe ich an einem Tag gelesen, aber nicht, weil es ein Pageturner war, sondern weil es so grottenschlecht war, dass ich es schnell beenden wollte. Manche Passagen waren so kitschig, dass ich sie nur überflogen habe. Ich glaube ich bleibe bei den Rizzoli und Isles Krimis der Autorin, denn die sind richtig rasant und spannend.

Willy (weiblich) Maitland reist nach Vietnam, um ihren Vater zu finden, der vor zwanzig Jahre als Soldat mit seinem Flugzeug abgestürzt ist. Dort trifft sie auf Guy Barnard, der ihr seine Hilfe anbietet. Er erzählt ihr von einem US-Piloten, der für den Feind geflogen ist. War ihr Vater etwa ein Verräter? Kaum in Vietnam angekommen, entgeht sie nur knapp einem Mordanschlag, den Guy verhindert hat.

Anfangs war es noch spannend, dann häuften sich die Toten und Guy und Willy kamen sich näher. Sie weist ihn ständig ab, fühlt sich aber dennoch zu ihm hingezogen. Und so geht das die ganze Zeit. Es ist soooo kitschig. Und die Story wird auch immer unrealistischer und abstruser. Und auch was dahintersteckt und die Beweggründe für das Handeln bzw. Nichthandeln von jemandem sollen wohl heldenhaft aufopfernd sein, sind aber nur dämlich. Ich bin froh, dass ich es durch habe. Lovestorys sind nicht die Stärke der Autorin.

Keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

spannend

Knochenarbeit
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Die forensische Anthropologin Tempe Brennan hat viel zu tun. Sie soll die Echtheit eines Skeletts einer Nonne in Kanada überprüfen und wird zu einem grausigen Mord gerufen, bei dem eine ganze Familie einschließlich ...

Die forensische Anthropologin Tempe Brennan hat viel zu tun. Sie soll die Echtheit eines Skeletts einer Nonne in Kanada überprüfen und wird zu einem grausigen Mord gerufen, bei dem eine ganze Familie einschließlich der Babys abgeschlachtet wurden. Dann wird sie gebeten, eine vermißte Studentin zu finden und assistiert bei einer gefolterten Leiche, die von Hunden zerfleischt wurde. Und als sie endlich ein Wochenende frei nehmen will und zu einem Freund auf dessen einsame Insel fährt, stolpert sie auch hier wieder über 2 Leichen. Dann wird ihre Schwester vermisst, die sich auf ihrer Sinnsuche bei einer Art Sekte für mehrere Kurse eingeschrieben hat. An Brennans Seite ist Detective Ryan, den sie zwar attraktiv findet, aber sich dies nicht eingestehen will.

Sehr viele Fälle, sehr viele detaillierte Arbeitsmethoden eines Anthropologen, was das Ganze sehr interessant macht. Die Fälle sind spannend und und es gelingt der Autorin diese Spannung aufrecht zu halten. Die Personen sind eigentlich sympathisch, wobei ich Brennans Verhalten nicht immer nachvollziehen kann. Was mich persönlich etwas störte sind die vielen französischen Ausdrücke, da ich die Sprache nicht kann.

Spannender Krimi.

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Veröffentlicht am 03.03.2023

spannend

Murder Park
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Ein Vergnügungspark der besonderen Art soll wiederbelebt werden. Vor 20 Jahren wurden dort 3 Frauen von einem Serientäter ermordet, dann mußte der Park schließen. Jetzt soll er neu eröffnet werden und ...

Ein Vergnügungspark der besonderen Art soll wiederbelebt werden. Vor 20 Jahren wurden dort 3 Frauen von einem Serientäter ermordet, dann mußte der Park schließen. Jetzt soll er neu eröffnet werden und diesmal soll er nicht Sternzeichen zum Thema haben, sondern Serienmörder. Um darüber zu berichten, wurden einige ganz besondere Gäste vorab auf die Insel eingeladen, auf der der Jahrmarkt steht. Unter anderem Paul, der Sohn eines der Opfer...

Anfangs fand ich die Idee spannend, dann abstoßend (als berichtet wurde, woran sich der Serienkiller damals aufgegeilt hat und wie er seine Opfer tötete), im weiteren Verlauf des Buches eher abstrus. Nichtsdestotrotz war es sehr spannend mit vielen überraschenden Wendungen. Gefangen auf der Insel über´s Wochenende ist es wie bei den 10 kleinen Negerlein. Einer von ihnen scheint ein Killer zu sein. Oder ist noch jemand auf der Insel ? Alles in allem spannend, wenn auch sehr dick aufgetragen (Sternzeichen, Single-Verkupplung und Erinnerungsstücke an den Täter etc.) und teilweise sehr konstruiert (Beziehung zu dem Vergnügungspark damals) und auch abstoßend (wieso setzt man einem mehrfachen Mörder so ein Denkmal ? Will man die Mördergroupies anlocken ?), das Ganze gespickt mit Psychologeninterviews. Ein Pageturner, den man trotz kleinerer Fehler (z.B. Pauls Mutter wurde im Bungalow getötet, der 4jährige hat wohl Stunden neben der Leiche gesessen, dann wieder heißt es, die Leiche der Mutter wurde in der Geisterbahn gefunden.) kaum aus der Hand legen kann.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

zu dick aufgetragen mit Logikfehler

Das Gotteshaus
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Vor 500 Jahren: Acht Märtyrer wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Vor 30 Jahren: Zwei Mädchen verschwanden für immer. Vor zwei Monaten: Ein Pfarrer hat sich in der Kapelle erhängt. Willkommen in Chapel ...

Vor 500 Jahren: Acht Märtyrer wurden bei lebendigem Leib verbrannt. Vor 30 Jahren: Zwei Mädchen verschwanden für immer. Vor zwei Monaten: Ein Pfarrer hat sich in der Kapelle erhängt. Willkommen in Chapel Croft. (Klappentext)

Anfangs fand ich das Buch etwas schleppend. Es hat mich trotz etlicher geheimnisvoller Dinge, Andeutungen und gruseligen Szenen erst ab über 200 Seiten gepackt. Dann war es durchaus spannend und hätte mir doch noch gut gefallen, wenn es a ) nicht ganz so dick aufgetragen hätte (das Ganze war letztendlich schon etwas übertrieben und unglaubwürdig) und b) es nicht einen fetten logischen Fehler gehabt hätte. Es gab paar kleinere Unstimmigkeiten, über die man locker hinweg sehen konnte, aber dieses eine Detail stellt meiner Meinung nach das ganze Buch in Frage. Mehr dazu später.

Mir hat es eigentlich gut gefallen, auch wenn ich den Schreibstil etwas langatmig fand, insbesondere die Mutter-Tochter-Dialoge. Aber dennoch wurde es irgendwann spannend und ich habe es in nur 3 Tagen gelesen. Allerdings komme ich mir wegen des Fehlers etwas veräppelt vor. Dazu möchte ich, ohne zu spoilern nur eine Frage stellen. Ich mache dies im nächsten Absatz und kennzeichne es als Spoiler. Also ab jetzt nicht weiterlesen.

Spoileralarm Spoileralarm Spoileralarm Spoileralarm Spoileralarm :
Wie kommt es, dass man einen Menschen, der 30 Jahre weg war, anhand eines neuen, aktuellen Zeitungsfotos wiedererkennt, wenn er aber leibhaftig vor einem steht (kurz nachdem das Zeitungsfoto aufgenommen wurde), er nicht von all den anderen Dorfbewohnern erkannt wird ? Also wenn dieser Mensch sich so verändert hat, dass ihn keiner erkennt - wie kann man ihn dann an einem Zeitungsfoto erkennen?

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