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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.05.2021

superspannend

Erlösung
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Schreckliches ist in dem alten Bootshaus geschehen. Doch es gelingt, eine Flaschenpost abzusetzen. Jahre später landet diese im Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle. Es sind nur noch wenige Buchstaben ...

Schreckliches ist in dem alten Bootshaus geschehen. Doch es gelingt, eine Flaschenpost abzusetzen. Jahre später landet diese im Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle. Es sind nur noch wenige Buchstaben zu erkennen. Ist sie ein Hilferuf ? Und kommt nicht jede Hilfe zu spät ? Carl Morck verbeißt sich wiedermal in einen Fall und sein Instinkt gibt ihm recht. Langsam setzt sich ein Bild zusammen und es scheint, als triebe der Mörder immer noch sein Unwesen. Und er hat sich auf Kinder spezialisiert.

Der dritte Fall mit Carl Morck und seinem Assistenten Assad. Wieder sehr spannend und kaum aus der Hand zu legen. Ich mag die Charaktere, den Humor und den Erzählstil. Auch dieses Buch habe ich wieder verschlungen und werde gleich das nächste starten. Man möchte auch wissen, was es mit Assad auf sich hat und wie es mit dem Team, das in diesem Buch noch mehr Zuwachs erhält, weitergeht und was damals wirklich geschah, als Carls Kollege erschossen und sein anderer Kollege Querschnittsgelähmt wurde. Aber vor allem will man wieder so einen tollen Thriller lesen. Nur die reißerischen Titel stören mich bzw. haben mich lange davon abgehalten, diese Reihe zu lesen. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Wer Spannung liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Ich kann gar nicht sagen, ob mich Band 2 oder Band 3 mehr begeistert hat. Und die Bösen sind immer so abgrundtief Böse und gestört, dass einem manchmal echt die Luft wegbleibt. Auch hier tun sich wieder Abgründe auf angesichts der Schicksalsschläge und Kindheitserfahrungen.

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Veröffentlicht am 21.05.2021

spannend

Das Haus, das in den Wellen verschwand
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Spannend bis (wortwörtlich) zur letzten Seite. Dachte erst, es ist ein Roman, dann, es ist trotz aller Geheimnisse eine Liebesgeschichte, aber eigentlich liest es sich wie ein Krimi.

Kitty und Lana treffen ...

Spannend bis (wortwörtlich) zur letzten Seite. Dachte erst, es ist ein Roman, dann, es ist trotz aller Geheimnisse eine Liebesgeschichte, aber eigentlich liest es sich wie ein Krimi.

Kitty und Lana treffen auf ein paar junge Leute, die auf der Yacht "Blue" durch´s Leben schippern. Dies scheint die Freiheit, die sie immer wollten und sie lassen alle Probleme und Sorgen hinter sich, so wie auch alle anderen an Bord auch und genießen die herrlichen Strände und Buchten, die Weite des Meeres und das entspannte Leben. Aber es gibt Spannungen. Und auch Probleme. Und jeder hat eine Vergangenheit, die er hinter sich lassen möchte. Nach und nach enthüllen sich Geheimnisse und neue kommen hinzu, bis die Sache eskaliert und ihnen wie ein Pulverfass um die Ohren fliegt. Aber was nun tun ? Verschweigen, was geschah oder die Wahrheit sagen ? Eins ist klar, nach diesem Bruch ist nichts mehr wie es war und man muß sich entscheiden, was für ein Mensch man ist. Die letzten Geheimnisse der schrecklichen Nacht werden erst ganz am Schluß enthüllt und lassen einen nochmals in Abgründe gucken, wenn man denkt, schlimmer geht es eigentlich nicht mehr.

Ein sehr spannendes Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte, gut geschrieben mit überzeugenden Charakteren und vielen menschlichen Abgründen, die einem die Fragen, wie hätte ich mich entschieden, was hätte ich getan, immer wieder aufdrängen. Klare Leseempfehlung für alle die, die es spannend mögen.

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Veröffentlicht am 16.05.2021

Hammer

Schändung
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Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt ...

Wieder ein unglaublich spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite !

Eine Clique von reichen Internatsschülern macht skrupellos anderen Menschen das Leben zur Hölle, falls diese das überhaupt überleben. Inspiriert von Clockwork Orange überfallen sie wahllos Leute. Jahre später sitzt Carl Morck im Keller des Polizeipräsidiums und leitet das Sonderdezernat Q ,welches zunächst nur aus ihm und seinem Assistenten besteht und eher aus Verlegenheit gegründet wurde, um Carl irgendwo unterzubringen. Von hier aus versucht er alte Fälle zu bearbeiten. In diesen Fall beißt er sich fest und je mehr jemand an höherer Stelle versucht, ihn davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen, desto mehr stachelt es ihn an, zu ermitteln.

Die Charaktere finde ich klasse. Es macht großen Spaß, das Buch zu lesen und man möchte unbedingt wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Auch die Bösen und alle anderen Figuren sind gut dargestellt. Es ist flüssig geschrieben und liest sich wie von selbst. Und es ist so spannend, dass die Seiten nur so dahin fliegen. Bei der Handlung bleibt einem manchmal die Luft weg und man muß erstmal sacken lassen, was man grade gelesen hat. Ein Buch, nach dem man erstmal Luft holen muß.

Die reißerischen Titel haben mich lange abgeschreckt, aber nun bin ich ein Fan der Reihe (auch wenn ich die Titel immer noch scheußlich finde).

Klare Leseempfehlung für alle, die es spannend lieben.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

langweilig

Der Hof
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Ich bin von dem Autor eigentlich Spannung gewohnt, wurde hier aber enttäuscht. Ich füge mal kurz einen Teil des Klappentextes ein :

"Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß, Schweine ...

Ich bin von dem Autor eigentlich Spannung gewohnt, wurde hier aber enttäuscht. Ich füge mal kurz einen Teil des Klappentextes ein :

"Ein abgelegener Hof in Südfrankreich. Es ist brütend heiß, Schweine wühlen im Dreck. In der baufälligen Scheune liegt der junge Engländer Sean mit zerfetztem Fuß. Er ist in eine rostige Eisenfalle getreten - aufgestellt von Arnaud: Ein feindseliger Eigenbrötler, der keine Fremden auf seinem Besitz duldet."

Hatte mehr erwartet. Mehr Spannung, mehr Geheimnis, mehr Handlung. So las es sich zwar gewohnt schnell, war aber kein Pageturner, so wie sonst. Langweilig trifft es eher. Das Finale ist dramatisch, (so die letzten 40 Seiten), die Geheimnisse ahnt man aber so oder so ähnlich schon ziemlich früh im Buch. Viel mehr kann man zu diesem Buch nicht sagen. Es ist immer noch besser geschrieben als manch anderer Krimi, aber eben nicht so gut, wie man es von Simon Beckett gewohnt ist. Normalerweise verschlinge ich seine Bücher. Dies hier kann man lesen, hat aber auch nichts verpasst, wenn man es nicht tut.

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Veröffentlicht am 05.05.2021

voller Wehmut, aber ohne Bitterkeit

Namen, die keiner mehr nennt
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Auch hier schreibt Gräfin von Dönhoff wieder von der verlorenen Heimat voller Sehnsucht, aber ohne Verbitterung. Sie schildert hier ihre Flucht, das Schicksal ihres Vetter Heinrich von Lehndorff, der am ...

Auch hier schreibt Gräfin von Dönhoff wieder von der verlorenen Heimat voller Sehnsucht, aber ohne Verbitterung. Sie schildert hier ihre Flucht, das Schicksal ihres Vetter Heinrich von Lehndorff, der am Hitlerattentat beteiligt war, einen Ritt durch Masuren und ihre Jahrhunderte alte Familiengeschichte. Das Nachwort ist von Golo Mann (ich habe das Hardcover gelesen. Ich weiß nicht, ob es auch im Taschenbuch ist, aber ich fand es eh langweilig). Toll dagegen fand ich das Buch selbst.

Marion Gräfin von Dönhoff hat einen ganz eigenen Schreibstil. Sie berichtet über Grauenvolles und Schreckliches (wie zum Beispiel die erfrorenen Menschen auf der Flucht ) ohne dabei emotional oder reißerisch zu sein. Diese nüchterne, aber eindringliche Sprache mit der sie ihre Erlebnisse schildert, geht daher um so mehr unter die Haut. Man spürt ihre große Liebe zu dem Land und der Heimat, aber auch zu dem damaligen Lebensstil, der von Verantwortung, Reiten, Pflicht und Freiheit geprägt war. Für sie und ihre Familie war es selbstverständlich gegen Hitler zu sein.

Sehnsucht und Wehmut spürt man auf jeder Seite des Buches, doch merkt man, dass die Autorin versucht, zu vergeben und sich mit dem Verlust zu versöhnen, auch wenn es sie unendlich schmerzt. Man fühlt mit ihr den jähen grausigen Abschied von der Unbeschwertheit der Kinder- und Jugendtage, den alle unter Hitler erlitten und den sie ohne es direkt anzusprechen in Worte kleidet. Trotz all dem schrecklichen Erlebten und dem Verlust, den Entbehrungen und Strapazen, der Angst und der Trauer um geliebte Menschen, hat sie sich Haltung bewahrt, ist sich ihrer Verantwortung bewußt und erfüllt treu ihre Pflichten. Der lange Teil der uralten Familiengeschichte war ganz interessant, auch wenn ich schnell den Überblick verlor, da ich in Geschichte (wann welcher König oder Papst lebte) nicht fit bin. Aber der Einblick in das Leben damals, die Ausbildung (man reiste Jahrelang in anderen Ländern herum und lernte z.B. in einem die Sprache, Kunst und Musik, in einem anderen die Sprache, Architektur und Rechnungswesen, in wieder einem anderen die Sprache, Politik und Verwaltung usw.) und welcher Dönhoff welches Amt irgendwo in Europa bekleidete, war interessant.

Beim Ritt durch Masuren wird einem bewußt, wie langsam das Reisen damals dauerte. Tage- und Wochenlang war man zu Pferde unterwegs, wenn man in eine andere Stadt wollte, die sich auch noch in Ostpreußen befand und auf der Karte gar nicht so weit weg ausssah. Man bat bei Bauern oder so um ein Nachtlager und Futter für die Tiere, wusch sich im Bach und nahm Strapazen mit einer Selbstverständlichkeit in Kauf, die wir uns heute kaum noch vorstellen können.

Mir hat das Buch gefallen und ich werde es als Stück Zeitgeschichte behalten.

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