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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2017

wow, bin begeistert

Selfies
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Dies ist mein erstes Buch von Adler Olsen und ich bin begeistert !

Habe dies Buch gewonnen und freue mich nun sehr, wieder einen tollen Autor kennengelernt zu haben. Schön, dass er schon so viele Bücher ...

Dies ist mein erstes Buch von Adler Olsen und ich bin begeistert !

Habe dies Buch gewonnen und freue mich nun sehr, wieder einen tollen Autor kennengelernt zu haben. Schön, dass er schon so viele Bücher geschrieben hat, da muß ich nicht so lange auf das nächste warten, sondern kann erstmal die "Alten" lesen.

Wer kennt sie nicht, die aufgebrezelten Tussis, die nur Wert auf´s Äußere legen, über andere lästern, nichts im Hirn haben und Sozialhilfe kriegen, gleichzeitig aber auf alle, die arbeiten oder denen ihr Aussehen nicht so wichtig ist, herabsehen. Diese überheblichen Schmarotzer bringen eine Sozialarbeiterin zur Weißglut und sie fasst einen mörderischen Plan...

Es gibt mehrere Handlungsstränge, jeder spannend und jeder kreuzt irgendwie die anderen, dazu ein füssiger Schreibstil, autentische, sympathische Charaktere, eine temporeiche Handlung, überraschende Wendungen...was will man mehr von einem guten Krimi ! Ich habe das Buch regelrecht verschlungen und freu mich auf das nächste !

Veröffentlicht am 28.05.2017

klasse

Die Bücherdiebin
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Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, was den Stil und die Tatsache betraf, dass der Tod der Erzähler ist, hat mich das Buch gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Buch ist sehr vielschichtig, teils erschütternd, ...

Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, was den Stil und die Tatsache betraf, dass der Tod der Erzähler ist, hat mich das Buch gepackt und nicht mehr losgelassen. Das Buch ist sehr vielschichtig, teils erschütternd, teils sehr traurig, dann wieder tröstend oder hoffnungsvoll und immer wieder ergreifend. Obwohl viele Themen (Abschied, Trauer, Verlust, Angst, Einsamkeit, Gefahr, erste Liebe, Kindheit und Schutz, Mutmachen und mutig sein, die Greuel des Naziterrors, Juden, 2. Weltkrieg, Bombenattacken und Bücher und der Zauber der Worte ) darin vorkommen, ist es ein abgerundetet Buch, das sich nicht verzettelt, weil es zuviel anspricht, sondern in sich völlig stimmig ist. Habe mich sehr gefreut, das ich es gelesen habe.

Veröffentlicht am 28.05.2017

großartig

Verbrechen
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In schlichten nüchternen Worten werden schlimme Schicksale/Verbrechen und wie es dazu kam geschildert, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht (im Gegensatz zu Thrillern oder reißerischer Berichterstattung). ...

In schlichten nüchternen Worten werden schlimme Schicksale/Verbrechen und wie es dazu kam geschildert, was den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht (im Gegensatz zu Thrillern oder reißerischer Berichterstattung). Es gelingt dem Autor mit nur wenigen Sätzen oder einem kurzen Absatz einen richtig zu erschüttern z.B. in der kurzen Beschreibung einer Freundin des Friseurs, die für das Geschehen gar nicht weiter wichtig ist. Da tun sich menschliche Abgründe auf, die man nicht so schnell wieder vergisst. Auf jeden Fall lesenswert !

Veröffentlicht am 28.05.2017

kurz und spannend

Blutige Reben
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Dass es nicht viel Seiten braucht, um einen spannenden Krimi zu schreiben, zeigt dieses Buch. Auf weniger als 200 Seiten gelingt es dem Autoren, seine Charaktere so gut darzustellen, dass man richtig Angst ...

Dass es nicht viel Seiten braucht, um einen spannenden Krimi zu schreiben, zeigt dieses Buch. Auf weniger als 200 Seiten gelingt es dem Autoren, seine Charaktere so gut darzustellen, dass man richtig Angst bekommt (oder Mitgefühl, je nach dem), Spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht aus der Hand legen will und eine zunehmend bedrohlichere Athmosphäre zu schaffen. Ganz toll !

Einziges Manko war das erste Kapitel (nicht der Prolog mit den Flüchtlingen im LKW, sondern die Polizeifeier), welches ich ziemlich langweilig fand. Ich hoffe auch, dass es bei der Polizei nicht wirklich so zugeht, zumal es ja in der Dienstzeit war.

Das Thema mit Flüchtlingen und zunehmenden rassistischem Denken bei manchen Leuten fand ich sehr aktuell. Allerdings geht es dabei nur am Rande. Für mich im Vordergrund standen eher der traumatisierte Junge und sein schrecklicher Stiefvater, der hartherzige Großvater und die hilflose Mutter. Will auf jeden Fall mehr von diesem Autoren lesen.

Die Kürze des Buches hat den Vorteil eines kleinen Krimis für Zwischendurch, aber den Nachteil, dass es viel zu schnell zu Ende ist. Man hätte gerne mehr davon. Aber ob man noch mehr Spannung ausgehalten hätte ? Ein prima Buch für Unterwegs.

Veröffentlicht am 19.05.2017

tolle Sprache, zog sich gegen Ende hin

Katzenauge
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Auch dieses Buch kann, obwohl es gut geschrieben ist, nicht an den "Report der Magd" heranreichen.

Es geht um die Geschichte eines Mädchens, ihre Kindheit und die Freundschaften der Kindheit, die dann ...

Auch dieses Buch kann, obwohl es gut geschrieben ist, nicht an den "Report der Magd" heranreichen.

Es geht um die Geschichte eines Mädchens, ihre Kindheit und die Freundschaften der Kindheit, die dann in Ausgrenzung und Demütigungen umschlagen.

Aufgewachsen in der 40zigern, wird die Familie von Elaine das erste mal seßhaft, als sie 8 Jahre ist. Zuvor lebten sie mal hier, mal dort in Zelten oder Unterkünften, oder einfach im Wald, da der Vater Insektenforscher war und oft dort gebraucht wurde, wo Schädlingsepidemien auftraten. Elaine hat im neuen zuhause das erste mal mit anderen Mädchen zu tun und freundet sich an. Später erlebt sie das, was man heute mobbing nennt. Sie leidet so darunter, dass sie zu selbstverletzendem Verhalten greift, sich die Haut von den Füßen reißt und ihre Finger zerbeißt. Später entdeckt sie Ohnmachten für sich. Entlastung erfährt sie nur, wenn die Familie von Sommer bis Herbst 4 Monate wieder in die Wälder fährt. Hände und Füße heilen ab und sie wird wieder sie selbst. Doch bei der Rückkehr gehen die Peinigungen weiter. Suizidideen drängen sich auf. Lehrerin und Mutter merken, dass etwas nicht stimmt, aber statt Hilfe gibt es ratloses Bedauern.

Die Geschichte wechselt zwischen dem Jetzt, wo Elaine als Künstlerin bekannt ist und ihren Rückblicken auf die Kindheit, Studium und Ehen, wobei der Schwerpunkt auf der Kindheit liegt und - trotz Verdrängung - ihr Denken bis heute beeinflußt.

Ein starkes Buch, das wegen des Mobbings und dessen psychischer Folgen auch heute noch nichts von seiner Aktuallität eingebüßt hat, wobei eigentlich der Rückblick in die alten Zeiten (Ende 40ziger, Anfang 50ziger) den Charme des Werks ausmachen. Der erste Teil der Kindheit hat mich besonders interessiert.

Auch wenn das Buch flüssig und gut geschrieben ist und die Art, wie Atwood die Dinge ausdrückt, immer wieder begeistert, zog es sich irgendwann sehr hin und zog sich und zog sich. (War allerdings auch etwas in Zeitdruck beim Lesen)