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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.12.2021

Tödliche Freundschaft

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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Ich bin ein großer Nele Neuhaus Fan. Klar, dass ich sehnsüchtig auf den neuen Taunus Krimi gewartet habe. Nun ist er endlich da und hat mir wieder einmal sehr gut gefallen.

Pia wird zum Haus einer Frau ...

Ich bin ein großer Nele Neuhaus Fan. Klar, dass ich sehnsüchtig auf den neuen Taunus Krimi gewartet habe. Nun ist er endlich da und hat mir wieder einmal sehr gut gefallen.

Pia wird zum Haus einer Frau gerufen, die vermisst wird. Im Haus findet sie deren verwirrten, dementen Vater und wir misstrauisch. Die Spurensicherung findet schließlich in der Küche Spuren eines Blutbades. Die Sache wird spannend, als sich herausstellt, dass die vermisste Frau bis vor kurzem Programmleiterin in dem Verlag war, in dem Pias Exmann Henning seine Krimis verlegen lässt. Nach ihrer Entlassung wollte die nun Vermisste dem Verlag schaden. Ist das die Erklärung für ihr Verschwinden? Schnell finden die Ermittler heraus, dass es einen alten Freundeskreis rund um die Frau gibt – alle in der Bücherszene, und alle haben ein Geheimnis, das wohl gehütet ist. Bis jetzt.

Neben dem Kriminalfall steht in diesem Buch die Verlagsszene im Mittelpunkt. Ein spannender Ansatz irgendwie, verdient die Autorin doch genau in dieser Szene ihr Geld. Ich fand die Hintergründe sehr informativ, vor allem zu Ablauf, wie ein Buch erscheint – Verlag, Lektor, Agent. Eine Welt, in die man als Leser eher selten eintaucht, denn man hält am Ende ja nur das Endergebnis in der Hand.
Irgendwie witzig, aber auch verwirrend fand ich den Ansatz, das Henning im Buch Krimis über die Fälle des K11 schreibt – also Krimis über die Krimis. Manchmal fiel es mir nicht so leicht, da noch durchzusteigen. Henning steht erst am Anfang seiner Karriere und dadurch werden auch die ersten Taunuskrimis wieder ins Gedächtnis gerufen und die Figuren erinnern sich an ihre Fälle.

Neben den Ermittlungen wird auch das Privatleben der Akteure wieder thematisiert. Vor allem Oliver von Bodenstein hat in diesem Band einiges auszustehen.

Ich hatte wieder sehr viel Lesespaß, wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Wie gewohnt gab es immer wieder neue Wendungen, neue Verdächtige und neue Erkenntnisse, die alles auf den Kopf stellen. Fesselnd bis zum Schluss!

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Veröffentlicht am 13.11.2021

OK

Sharing – Willst du wirklich alles teilen?
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Markus und seine Frau Bettina betreiben eine Carsharing-Firma. Dinge teilen und damit die Umwelt schonen, dafür stehen sie. Dass sie damit gutes Geld verdienen, ist ein durchaus schöner Nebeneffekt. Eines ...

Markus und seine Frau Bettina betreiben eine Carsharing-Firma. Dinge teilen und damit die Umwelt schonen, dafür stehen sie. Dass sie damit gutes Geld verdienen, ist ein durchaus schöner Nebeneffekt. Eines nachts jedoch kommt Bettina nicht nach Hause. Sie wurde entführt und im Darknet geteilt. Ganz nach ihrer Philosophie. Der Entführer stellt Markus eine Reihe Aufgaben und spielt ein perfides Spiel mit ihm.

Strobel greift in seinen Thrillern gern aktuelle Trends und Themen auf. Hier geht es nun um die Sharing Bewegung, die an sich ja durchaus Gutes hat. Doch wie bei so vielen Trends geht es am Ende um Geld verdienen - so auch bei Markus und Bettina.

Die Idee des Thrillers finde ich gut, auch die Wendungen und Protagonisten machen das Buch spannend. Zwischenzeitlich zieht sich die Geschichte aber etwas, und am Ende ist mir alles ein wenig zu konstruiert. Ich hatte trotzdem eine spannende Lesezeit, habe aber schon bessere Thriller vom Autor gelesen.

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Wieder ein gelungener Fall

Muttertag (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 9)
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Pia und Oliver sind wieder da. Nach seinem Auszeitjahr ist Oliver von Bodenstein zum K11 zurückgekehrt. Und der Fall, den er jetzt auf den Tisch bekommt, hat es in sich. Durch Zufall entdecken die Ermittler ...

Pia und Oliver sind wieder da. Nach seinem Auszeitjahr ist Oliver von Bodenstein zum K11 zurückgekehrt. Und der Fall, den er jetzt auf den Tisch bekommt, hat es in sich. Durch Zufall entdecken die Ermittler drei verscharrte Frauenleichen unter einem Hundezwinger. Der Bewohner des Hauses ist schon seit einigen Tagen tot, eine Wohnungsleiche. Hat er die Frauen verscharrt? Sind das schon alle Leichen? Schnell stellt sich heraus, die drei Frauen haben etwas gemeinsam: Sie alle drei verschwanden kurz vor oder am Muttertag. Und es gibt noch mehr tote Frauen, bei denen das zutrifft. Die Ermittler haben es mit einem Serienmörder zu tun.

Wie schon in der Vergangenheit ist es nicht ganz so einfach, in die Geschichte einzutauchen, da es sehr viele Personen gibt, die mit dem Fall zusammenhängen. Wenn man das erst einmal durchschaut hat, nimmt die Story ordentlich Fahrt auf. Der Mann, dem das Haus mit den Leichen gehörte, hat jahrelang gemeinsam mit seiner Frau Pflegekinder aufgenommen. Nach außen hin als gutmütige, edle Menschen dargestellt, merkt man schnell, dass der Schein trügt. Nele Neuhaus schafft es wieder einmal, dass alle irgendwie verdächtig scheinen. Viele der ehemaligen Pflegekinder haben ein Motiv und der Leser tappt gemeinsam mit den Ermittlern lange im Dunkeln.

Ich habe mich auch sehr gefreut, dass Oliver von Bodenstein wieder zurück gekommen ist. Er hätte schon sehr gefehlt!

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Veröffentlicht am 23.07.2021

Fortsetzung folgt!

Das Genesis Backup / Das Genesis Backup 2
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Das Genesis Backup ist Teil 2 eines spannenden Science Fiction Thrillers, in dem der Mathematikprofessor William Ell weiterhin versucht, die Welt, oder das, was wir dafür halten, zu retten. Dafür macht ...

Das Genesis Backup ist Teil 2 eines spannenden Science Fiction Thrillers, in dem der Mathematikprofessor William Ell weiterhin versucht, die Welt, oder das, was wir dafür halten, zu retten. Dafür macht er sich auf die Suche nach einer weiteren künstlichen Intelligenz, eines weiteren Steins, nachdem die beiden Steine aus Teil 1 zerstört wurden. Dabei bekommt er Unterstützung des FBI Agenten Gray, der einer Verschwörung auf der Spur ist. Die Suche nach der Wahrheit ist für alle Beteiligten höchst gefährlich…

Ich war sehr gespannt auf den zweiten Teil und dachte auch irgendwie, dieser wäre das Finale. Dem ist aber nicht so, offenbar gibt es noch mindestens einen dritten Teil. Anfangs fiel es mir etwas schwer, wieder in die Geschichte rein zu kommen und alle Ereignisse aus Teil 1 aus dem Gedächtnis hervorzukramen, irgendwann ging es aber. Die Fortsetzung ist in jedem Fall spannend, das Thema künstliche Intelligenz sowohl faszinierend als auch beängstigend.

Bin gespannt auf den nächsten Teil!

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Veröffentlicht am 21.07.2021

Abenteuer Provence

Träume der Provence
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Anja Saskia Beyer ist dafür bekannt, ihre Leser in jedem ihrer Bücher in eine neue Gegend zu entführen. Diesmal geht es nach Frankreich, in die Provence. Marie lebt mit ihrem Sohn Robin in Berlin. Als ...

Anja Saskia Beyer ist dafür bekannt, ihre Leser in jedem ihrer Bücher in eine neue Gegend zu entführen. Diesmal geht es nach Frankreich, in die Provence. Marie lebt mit ihrem Sohn Robin in Berlin. Als sie ihren Job verliert, muss sie sich damit abfinden, das Haus, in dem sie schon mit ihrer Mutter gelebt hat, aufzugeben. Außerdem leidet Robin an einer Autoimmunerkrankung, deren Behandlung in Amerika möglich, aber teuer ist. Da findet Robin auf dem Dachboden ein Foto eines alten Gemäldes, da seine Großmutter zeigt und auch ihr gehören soll. Maries Freund Bennett bestätigt, dass der Künstler durchaus bekannt ist und das Original viel Geld wert sein könnte. Kurzerhand machen die Drei sich auf den Weg nach Frankreich, wo der Künstler gelebt haben soll und wo auch Maries Mutter einmal als junges Mädchen gelebt hat.

Die Autorin entführt die Leser nicht nur in die Provence der Gegenwart, sondern auch der Vergangenheit. Sie erzählt aus der Zeit in den 60er Jahren, als Maries Mutter hier lebte und den Künstler kennen gelernt hat. Nach und nach erfährt man, was sich damals zugetragen hat, während Marie in der Gegenwart auf der Suche nach dem Gemälde ist und noch viel mehr als das findet.

Anja Saskia Beyer schreibt Wohlfühlromane, und so ist es auch hier. Man erfährt einiges über die Provence und fühlt sich wie im Urlaub. Klar, dass die Handlung zum Teil sehr kitschig ist, etwas übertrieben hier und da. Leider aber auch sehr in die Länge gezogen, die Suche nach dem Gemälde zieht sich und es passiert gefühlt seitenweise nichts, außer Grübeleien. Marie ging mir ab und an auf die Nerven mit ihrer Art. Leider geht es mir bei der Autorin häufiger so.

Ein Urlaubsroman mit Wohlfühlfaktor, mehr aber auch nicht.

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