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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2024

Fesselnde Justizthriller mit aktueller KI-Thematik

Der 1. Patient
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Das Autorenduo Florian Schwiecker und Michael Tsokos hat mit ihrem neuesten Buch ein brandaktuelles Thema aufgegriffen. Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde.

Die Geschichte dreht sich um ...

Das Autorenduo Florian Schwiecker und Michael Tsokos hat mit ihrem neuesten Buch ein brandaktuelles Thema aufgegriffen. Künstliche Intelligenz ist aktuell in aller Munde.

Die Geschichte dreht sich um die Frage, ob eine Ärztin für den Tod eines Patienten aufgrund eines Behandlungsfehlers im Zusammenhang mit einem von KI erstellten Behandlungsplan verantwortlich gemacht werden kann. Auch wenn es etwas nach Science-Fiction klingt, sind wir diesem Szenario wohl näher, als man glauben mag. Es verdeutlicht die ethischen Dilemmata, die mit dem Einsatz von KI einhergehen.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Schon im Prolog trifft die angeklagte Dr. Müller auf Dr. Sonnenberg, einen Gegner des Einsatzes von KI in der Medizin. Die Handlung wechselt immer wieder die Schauplätze, von der Klinik über die Redaktion, die Entwicklungsfirma der KI, Polizei und die rechtlichen Vertreter. Die verschiedenen Perspektiven verleihen dem Krimi eine besondere Dynamik.

Obwohl ich das Thema rund um die KI sehr fesselnd finde, baut sich die Spannung erst im dritten Teil des Buches auf. Dadurch fand ich die ersten beiden Teile zwar recht informativ, jedoch fehlte mir hier der Reiz, das Buch weiterlesen zu müssen. Deswegen konnte es mich leider nicht vollends überzeugen und bekommt dafür 4 Sterne.

Veröffentlicht am 04.05.2024

Stille Schreie

Und alle so still
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"Und alle so still" von Mareike Fallwickl ist ein packendes Buch, das aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Elin, die Influencerin, Nuri, der jeden Job annimmt, den er bekommen kann, und Ruth, die ...

"Und alle so still" von Mareike Fallwickl ist ein packendes Buch, das aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Elin, die Influencerin, Nuri, der jeden Job annimmt, den er bekommen kann, und Ruth, die sich in ihrem Job als Krankenschwester aufopfert, sind alle unterschiedlich und doch kreuzen sich ihre Wege auf unerwartete Weise. Als Frauen plötzlich vor dem Krankenhaus einfach nur liegen.
Es soll deutlich werden, wie sehr das System auf die unbezahlte Fürsorgearbeit von Frauen angewiesen ist. Das Buch berührt und erschüttert zugleich. Es zeigt auf eindringliche Weise die Rolle der Frau in unserer Gesellschaft und wie schnell das System zusammenbrechen könnte, wenn diese Arbeit nicht mehr geleistet würde.

Ein eindringlicher Blick auf die unbezahlte Care-Arbeit der Frauen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Veröffentlicht am 25.03.2024

Ein Luxus-Retreat voller Spannungen

Die Auszeit
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Viktoria Kaplan, Influencerin, steht kurz davor, die 1-Million-Marke auf Instagram zu knacken. Um diesen bedeutsamen Meilenstein gebührend zu feiern, plant sie ein luxuriöses Wochenende in einem exklusiven ...

Viktoria Kaplan, Influencerin, steht kurz davor, die 1-Million-Marke auf Instagram zu knacken. Um diesen bedeutsamen Meilenstein gebührend zu feiern, plant sie ein luxuriöses Wochenende in einem exklusiven Retreat mit ihren engsten Freunden. Während der Betreiber des Retreats sich erhofft, durch Viktoria einen Durchbruch zu erlangen und daher jeden Wunsch seiner Gäste erfüllt, offenbaren sich bald jedoch die verborgenen Geheimnisse und Spannungen zwischen den scheinbar engen Freunden. Als dann auch noch ein Mord geschieht, wird das Vertrauen untereinander auf eine harte Probe gestellt.

Der Schreibstil des Buches sowie die verschiedenen Perspektiven haben mir sehr gut gefallen. Ich wurde schnell in die Geschichte hineingezogen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Obwohl wir Einblicke aus verschiedenen Perspektiven einzelner Protagonisten erhalten, hätte ich mir teilweise etwas mehr Tiefe für die Charaktere gewünscht. Die Auflösung des Falls war für mich zwar vorhersehbar, dennoch gelang es dem Buch, die Spannung bis zum Ende aufrechtzuerhalten. Ein abschließender Epilog über das Schicksal der Hauptfigur hätte dem Buch noch mehr abgerundet. Dennoch hat mich das Buch insgesamt gut unterhalten, daher vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 11.03.2024

Spannender Blick hinter die Kulissen der Buchindustrie

Yellowface
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June Hayward, eine angehende Schriftstellerin erlebt den tragischen Unfalltod ihrer "Freundin" mit. Doch das hindert sie nicht das unveröffentlichte Manuskript ihrer erfolgreichen Freundin Athena Liu zu ...

June Hayward, eine angehende Schriftstellerin erlebt den tragischen Unfalltod ihrer "Freundin" mit. Doch das hindert sie nicht das unveröffentlichte Manuskript ihrer erfolgreichen Freundin Athena Liu zu übernehmen und es als ihr eigenes Werk auszugeben. Die Autorin, Rebecca F. Kuang, beschreibt hier eine scharfe Kritik an den aktuellen Dynamiken der Buchwelt, insbesondere in den sozialen Medien.

Kuang beleuchtet Themen wie kulturelle Aneignung und die Frage, wer welche Geschichten erzählen darf. Durch June, die das Manuskript unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht, werden diese Fragen aufgegriffen und diskutiert.

Die Protagonistin June wird sehr anschaulich und nicht weniger unsympathisch dargestellt. Trotz ihrer Fehler wird wirkt sie realistisch und vielschichtig. Das Buch wirft einen kritischen Blick auf die Branche und fordert zu mehr Empathie und Respekt untereinander auf.

Insgesamt ist "Yellowface" ein interessantes Buch, das einen tiefer in die Verlagswelt und alles was dazu gehört eintauchen lässt.

Veröffentlicht am 29.02.2024

Hält nicht was Bookstargam verspricht

i fell in love with hope
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und meine Neugier geweckt. Auch der Klappentext versprach eine fesselnde Geschichte.

Jedoch konnte meine anfängliche Begeisterung nicht lange anhalten. ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und meine Neugier geweckt. Auch der Klappentext versprach eine fesselnde Geschichte.

Jedoch konnte meine anfängliche Begeisterung nicht lange anhalten. Vielleicht trug auch der hohe Erwartungsdruck, der durch Plattformen wie Bookstagram entsteht, dazu bei, doch letztendlich wurde ich eher enttäuscht. Selbst nach über 400 Seiten fühlte ich mich den einzelnen Protagonisten nicht richtig nahe, obwohl ihre Schicksale mich berührten und traurig stimmten. Der Schreibstil wirkte oft unnatürlich poetisch, was den Lesefluss beeinträchtigte. Einige Sätze waren derart mit Metaphern überladen, dass ich zeitweise den roten Faden verlor. Eventuell ist es ein Buch, das man in der Originalversion lesen muss, um die volle Wirkung zu entfalten. Zudem bin ich der Ansicht, dass die Handlung problemlos auf die Hälfte der Seiten hätte reduziert werden können, da ich mich oft dabei ertappte, einzelne Passagen zu überfliegen.

Die Idee hinter dem Buch hat mir wirklich gut gefallen, doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen.

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