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Veröffentlicht am 13.10.2023

Eine magisch skurrile Zeitschrift, die zur Familie wird

Love Will Tear Us Apart
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Ich liebe diese Reihe mit jedem Band mehr. C.K. McDonnel hat hier eine Welt erschaffen, die skurril, fantastisch, humorvoll und düster zugleich und vor allem mit liebenswürdigen und einzigartigen Haupt- ...

Ich liebe diese Reihe mit jedem Band mehr. C.K. McDonnel hat hier eine Welt erschaffen, die skurril, fantastisch, humorvoll und düster zugleich und vor allem mit liebenswürdigen und einzigartigen Haupt- sowie Nebencharakteren aufwartet.

In diesem Band gibt es wie bereits zuvor mehrere Schauplätze. Zum einen ist Hannah verschwunden und kehrt in eine Retreatunterkunft ein, nachdem ihr Noch-Ehemann ihr diese empfohlen hat. Sie kehrt der Stranger-Times und auch DI Sturgess den Rücken und bricht alle alten Brücken ein. Klingt merkwürdig? Ist es auch - aber hier gibt es natürlich einiges, was anders ist, als es scheint. Währenddessen muss bei der Redaktion eine neue stellvertretende Chefredakteurin gefunden werden. Diese Rolle übernimmt Betty, die auch die ein oder anderen magischen Tricks auf Lager hat. Ox und Reggie suchen einen verlorengegangen Verschwörungstheoretiker, Stella will als Journalistin durchstarten und Banecroft sucht verzweifelt nach einem Lebenszeichen seiner vertorbenen Ehefrau - also wie immer ein verrücktes Durcheinander.

Was mich immer mehr begeistert an dieser Reihe ist das Liebgewinnen der Charaktere. Man schätzt ihre Eigenarten und den Humor, den der Autor durch sie hindurch transportiert. Auch Zeke und Cogs haben wieder ihre Auftritte, ebenso wie Mrs. Harnforth. Es fühlt sich langsam wie eine große Familie an, mit der man gemeinsam wächst. Es werden auch Storylines aus Band 1 oder 2 wieder aufgegriffen, sodass sich manches schließt. während sich anderes inhaltstechnisch öffnet.

Band 3 hat mich zufrieden zurückgelassen und das, obwohl die Handlung wenig Platz für Atempausen lässt. Gleichzeitig bleiben genügend Handlungsstränge offen, um die Vorfreude für Band 4 zu schüren.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Geheimnisse, verloren gegangene Freundschaften und eine große Liebe

One Second to Love (Breaking Waves 1)
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Zuerst einmal kann man spüren, wie viel Mühen und Liebe Verlag und auch die Autorin in diesen Roman gesteckt haben. Die Aufmachung ist wunderschön, vom Cover, die ineinander übergehen werden, Farbschnitt ...

Zuerst einmal kann man spüren, wie viel Mühen und Liebe Verlag und auch die Autorin in diesen Roman gesteckt haben. Die Aufmachung ist wunderschön, vom Cover, die ineinander übergehen werden, Farbschnitt und hin zum Overlay, das im Buch enthalten ist.

Ich bin also mit viel Vorfreude in den Roman gestartet, dessen Aufmachung schon auf die Thematik einstimmt. Da dies der erste Band von vieren ist und allen vieren die Geschichte rundum das Verschwinden von Josie thematisiert wird, habe ich mich darauf eingestellt, dass die Suche gemächlich beginnen wird. So erzählt Band eins die Geschichte von Avery - sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Gegenwart. Man ist dabei, wie sie sich die fünf Freundinnen beim Surfen kennenlernen und ein untrennbares Band miteinander verknüpfen. In der Gegenwart ist Avery mit ihrer Band erfolgreich, jedoch ist die Beziehung zu Jake, dem Leadsänger ihrer Band und ihrem Freund seit Jugendzeiten, angespannt. Auch hier erfährt man die genaueren Hintergründe Stück für Stück durch die Erzählungen aus Averys Kindheit und Jugend.

Man merkt, dass es der erste Band einer Reihe ist. Insbesondere in den ersten zwei Dritteln ist das Erzähltempo gemächlich, die Freundschaften und die Beziehung zu Jake wird ausführlich beleuchtet. Ich mochte beide Zeitschienen gerne, das Gefühl von einer amerikanischen Kleinstadt am Meer wurde gut vermittelt, ebenso die Freundschaft der fünf mit ihren besonderen Momenten. Insbesondere das letzte Drittel konnte mich mitreißen, was vor allem an Jakes und Averys Verbindung zueinander lag.

Auch die Protagonisten mochte ich gerne. tatsächlich würde ich im Nachhinein sagen, dass mir Avery am fremdesten blieb, da man durch ihre Perspektive die anderen Freundinnen sehr gut kennenlernt. Aber wer weiß, vielleicht ändern sich diese Eindrücke auch mit den folgenden Perspektivwechseln. Jake, der Love Interest, war charmant, witzig und liebevoll und konnte nicht nur Avery, sondern auch mich in seinen Bann ziehen.

Mein Highlight war jedoch definitiv der Schreibstil. Kristina Monninger hat einen unglaublich emotionalen und mitreißenden Schreibstil, der den Orten und Personen Leben eingehaucht hat. So habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Friends to Lovers und Miscommunication Trope sind nicht unbedingt meine Lieblingsthemen in Romance-Büchern, aber durch den Schreibstil, der die Chemie der beiden Protas so unfassbar gut eingefangen hat, wurde das Buch zu einem tollen Leseerlebnis.

Ich bin sehr gespannt, was die Folgebände bringen.

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Veröffentlicht am 30.09.2023

Die Auslöschung der Vampire

Die Schwarze Königin I
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Zu aller erst bin ich ein großer Fan vom Cover und dem Titel, beides hat mich sofort neugierig gemacht und auf eine spannende, düstere Geschichte eingestimmt. Der Prolog fängt genau diese Stimmung auf ...

Zu aller erst bin ich ein großer Fan vom Cover und dem Titel, beides hat mich sofort neugierig gemacht und auf eine spannende, düstere Geschichte eingestimmt. Der Prolog fängt genau diese Stimmung auf und beginnt rasant, actionreich und brutal. Markus Heitz beschreibt hier eindrückliche Szenen, die äußerst reelle Bilder im Kopf entstehen lassen und mich schaudern ließen.

Im Folgenden wird das Buch auf zwei Zeitsträngen erzählt: In der Vergangenheit wird Barbara auf die Vampire aufmerksam und verbündet sich mit Vlad, dessen Lebensziel es ist, selbige zu vernichten. Sein Gefährte Sorin beschützt ihn hierbei. Das Trio begibt sich auf dunkle Pfade und sucht Hilfe in der Alchemie und dem Okkulten. Viele historische Ereignisse werden hierbei mit in die Erzählung verwoben. In der Gegenwart wird Len als Nachfahre Vlads auserkoren, was ihm wiederum die Aufmerksamkeit einiger unschöner Gestalten bringt. Len stürzt von einem Nahtoderlebnis ins nächste und lernt hierbei die dunklen Wesen der Anderswelt kennen. Gemeinsam mit der Professorin Jolana begeben sie sich auf die Suche nach dem Vermächtnis der schwarzen Königin - also Barbaras.

Die Zeitschiene der Vergangenheit konnte mich insbesondere zu Beginn sehr viel mehr fesseln als die der Gegenwart. Generell hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem eher schnellen Schreibstil, in dem auch dramatische Ereignisse recht zügig abgehandelt werden, wodurch bei mir auch bei Todesszenen keine Gefühle aufkommen wollten. Hinzu kommen die vielen geschichtlichen Ereignisse und auch Protagonisten, die immer wieder eingeworfen werden. Man muss sich beim Lesen des Buches sehr konzentrieren, um alles zur Genüge aufzunehmen. Ich hatte mich hierbei auch gefragt, wie all diese Zusammenhänge zum Ende hin ein schlüssiges Bild ergeben sollen, doch einiges wurde schlussendlich offen gelassen, was Raum für einen zweiten Band lässt. Ich hätte mir ein runderes Ende gewünscht, insbesondere im Hinblick auf die beiden Zeitschienen.

Die Protagonisten mochte ich gerne, insbesondere die mutige, furchtlose und clevere Barbara, die im Kampf gegen die Vampire vor nichts zurückschreckt. Der Autor hat auf jeden Fall graue Charaktere geschaffen. Ich würde sagen, dass keiner von ihnen eine reine Weste besitzt, was es spannend machte und immer wieder für neue Überraschungen sorgte. Man stellt sich immer wieder Fragen im Hinblick auf die Moral. Denn die Vampire gibt es im Roman in den verschiedensten Mischformen und so sind auch liebgewonnene Charaktere von der Verwandlung betroffen.

Wer also an blutrünstigen, actionreichen und schnell erzählten Fantasyromanen mit historischem Hintergrund seine Freude hat, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 17.09.2023

Das V-Wort

This Charming Man
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Gibt es Vampire oder gibt es sie nicht? Bei der Stranger-Times sieht es ganz danach aus, denn plötzlich tauchen Wesen in der Stadt auf, die nicht nur besonders spitze Zähne haben, sondern sich auch liebend ...

Gibt es Vampire oder gibt es sie nicht? Bei der Stranger-Times sieht es ganz danach aus, denn plötzlich tauchen Wesen in der Stadt auf, die nicht nur besonders spitze Zähne haben, sondern sich auch liebend gern an ihren Mitmenschen laben.

Dies ruft das skurrile Magazin samt seiner Mitarbeiter auf den Plan, die dem Ganzen nachgehen sollen. Hannah, Ox, Reggie, Grace, Stella und natürlich - nicht zu vergessen - Vincent Banecroft machen sich auf die Suche nach der Ursache dieser merkwürdigen Vorkommnisse. Aber das ist noch längst nicht alles, denn das neue Bad der Truppe wurde still und heimlich als Entführungszelle umgebaut. Auch hier sind detektivische Fähigkeiten gefragt.

Auch in Band zwei gibt es einige Perspektivenwechsel, die ordentlich Geschwindigkeit in die Geschichte bringen. DI Sturgess beispielsweise ermittelt gleichermaßen und auch die Perspektive der neugeborenen Vampire wird gezeigt. Der Schreibstil ist gewohnt sarkastisch und treibt so einiges menschliches Handeln auf die Spitze - wodurch viele Schmunzelmomente entstehen. Gleichzeitig wird es besonders zum Ende hin recht düster und wie man bereits aus Band 1 kennt, ist niemand der liebgewonnen Charaktere sicher.

Ich hatte auch mit dem zweiten Band riesigen Spaß und freue mich nun auf Band 3 - denn es blieb einiges offen und die Welt wurde eher größer, als das mit allem abgeschlossen wurde.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Eine Reise durch Norwegen und zu sich selbst

Skogen Dynasty (Crumbling Hearts, Band 1)
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Aleksander "Sander" Skogen wird nach einem Skandal kurzerhand von der Familie zu einer Trekkingtour gezwungen, um aus dem Rampenlicht zu verschwinden und unterzutauchen. Dort trifft auf Tourleiterin Norah, ...

Aleksander "Sander" Skogen wird nach einem Skandal kurzerhand von der Familie zu einer Trekkingtour gezwungen, um aus dem Rampenlicht zu verschwinden und unterzutauchen. Dort trifft auf Tourleiterin Norah, die seit jeher im Familienunternehmen arbeitet und die Wandertruppe durch Norwegens schöne Wildnis führt. Recht schnell sprühen die Funken, doch insbesondere Norah hält Sander auf Abstand, da ihre Vergangenheit ihr noch immer zusetzt.

Der Schreibstil von Caroline Wahl ist wirklich toll. Ich bin mühelos in das Buch gestartet und es war eine schöne, ruhige Geschichte, um runterzukommen und sich fallen zu lassen. Insbesondere der Anfang hat mir gut gefallen. Man hat Sander und Norah erst einmal voneinander losgelöst kennengelernt.

Im Laufe der Geschichte ist der Kernpunkt vor allem die Trekkingtour. Die Beschreibungen der Natur sind wunderbar realistisch und man fühlt sich nach Norwegen versetzt. Handlungstechnisch dreht sich das Buch vor allem um das Herantasten der beiden Protagonisten aneinander, während beide gleichzeitig nach ihrem Weg im Leben suchen. Der Mittelteil hat sich ein bisschen gezogen, weil es statt großem Drama eher Kennenlerngespräche gibt. Das macht das Ganze aber auch realistischer.

Beide Protagonisten sind sympathisch, einfühlsam und nahbar. Sander ist Norah recht schnell verfallen und war mir in seinen Gedankengängen manchmal ein bisschen too much. Er ist auf jeden Fall sehr einfühlsam und verständnisvoll. Norah wiederum sprüht vor Lebensfreude, hat jedoch so ihre Schwierigkeiten, andere an sich ranzulassen. Auch wenn für beide recht schnell klar ist, dass sie dem anderen verfallen sind, bauen sie doch so einige Mauern auf, um den anderen nicht an sich ranzulassen.

Auf jeden Fall eine cozy Geschichte in der wunderschönen Natur Norwegens.

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